Kann man ein altes Aquarium als Terrarium nutzen?

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Alte Aquarien haben viele Menschen in ihrem Keller stehen oder bekommen sie zumindest hinterher geschmissen in den gängigen Kleinanzeigenportalen. Daher kommt immer wieder die Frage auf, ob man ein Aquarium nicht ganz einfach zum Terrarium umbauen kann. Ob dies möglich ist, welche Vor- und Nachteile sich dadurch ergeben und was wir von der Idee halten, erfährst du in diesem kleinen Ratgeber.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Ein Aquarium kann nicht ohne Arbeit zum Terrarium umdeklariert werden. Warum dem so ist, vermitteln dir die folgenden Punkte:

  • Die Belüftung kann nur durch die Oberseite erfolgen. Daher kann es schnell zu einem Hitzestau oder gar zur Schimmelbildung kommen.
  • Da sich die Frontscheiben nicht öffnen lassen, kommt man weder vernünftig zur Fütterung, Säuberung oder noch zur Einrichtung in das Terrarium.
  • Aufgrund des fehlenden Deckels gibt es keine richtige Isolierung. Man muss also deutlich mehr heizen. Das geht mit der Zeit ganz schön ins Geld und macht den billigen Einkaufspreis wieder wett.
  • Es gibt natürlich auch Aquarien mit Deckel. Allerdings lässt sich dieser nur mit viel Arbeit umfunktionieren. Schließlich braucht man eine Menge Öffnungen und Anschlüsse für die ganze Beleuchtung.
  • Die Terrarienbewohner sehen das hineingreifen von oben als Bedrohung an. Dies führt damit zu unnötigem Stress.

Ein Aquarium kann sehr wohl als Unterkunft für Terrarientiere genutzt werden. Allerdings wird man meist nur mit Wirbellosen, wie Gottesanbeterinnen, Käfern, Skorpionen oder Vogelspinnen halbwegs glücklich werden. Empfehlenswert ist das Vorhaben in dieser Form aber nicht.

Auch der Umbau zu einem Paludarium, einer Sumpflandschaft oder zu einem Rivarium, einem Terrarium mit Bachlauf ist nicht ganz so einfach. Selbst ein Riparium, ein Uferterrarium braucht viel Zeit zum Bau. Wir empfehlen daher entweder den kompletten Umbau des Aquariums zum Terrarium oder gleich den Kauf eines kleinen Terrariums für Geckos & Co.

Wie man ein Aquarium zum Terrarium umbauen kann:

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Nicht jeder möchte Wirbellose halten. Die meisten Einsteiger interessieren sich eher für Echsen wie Bartagamen oder auch Geckos. Manch einer möchte auch eine Kornnatter sein Eigen nennen können. Damit dieses Ziel in die Tat umgesetzt werden kann, muss man das Aquarium aber erst zum vollwertigen Terrarium umbauen.

Hierfür kann man die Glasscheibe an der Vorderseite herauslösen und von einem Glaser zuschneiden lassen. Einen Teil der Scheibe ersetzt man noch durch einen Lüftungsschlitz. Nun braucht es noch Front und Deckel aus Holz und schon ist man der stolze Besitzer eines Längsterrarium mit Lüftung. Alternativ kann man auch einen Luftschacht in das Aquarium einbauen. Hört sich natürlich in der Theorie alles schön einfach an.

All diese Möglichkeiten sind aber mit einer Menge Arbeit, handwerklichem Geschick und viel Knobelei verbunden. Zudem kann man nie ganz sicher sein, dass das Vorhaben auch von Erfolg gekrönt ist. Außerdem muss man hier noch relativ viel Geld investieren. In der Regel lohnt sich das Vorhaben also nicht.

Ein Aquarium als Terrarium nutzen – ja oder nein?

Der zeitliche und finanzielle Aufwand, um aus einem Aquarium ein richtiges Terrarium zu machen ist immens. Häufig bekommt man für das investierte Geld ein Terrarium in dem man Geckos, kleine Leguane oder die beliebten Bartagamen halten kann. Die gesparte Zeit kann man dafür nutzen, um sich intensiver in die Haltung der neuen Haustiere einzulesen.

Über Fabian Wüst 6 Artikel
Hallo! Ich heiße Fabian und bin der Kopf hinter dieser Webseite. Auf Terraristikfibel.de schreibe ich über meine größte Leidenschaft. Die Rede ist natürlich von der Terraristik. Da ich bei Fragen gerne behilflich bin und mehr Leute für Terrarientiere begeistern möchte, habe ich dieses Online-Magazin gegründet.

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