5 Möglichkeiten, wie man Futtertiere im Terrarium anbieten kann!

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Wer mit der Haltung von Terrarien-Tieren begonnen hat, wird schnell mit Futterinsekten in Berührung kommen. Sei es zur Verfütterung oder zum Kauf. Viele machen sich auch Gedanken über die Zucht und wie viel sich dadurch einsparen lässt. Doch wie werden Futtertiere eigentlich am besten im Terrarium angeboten und welche Fehler sollte man dabei vermeiden? In diesem kleinen Ratgeber verraten wir es dir.

Futtertiere frei im Terrarium platzieren:

Die wohl bekannteste und einfachste Methode ist es die Insekten einfach frei ins Terrarium zu geben. Die Bewohner müssen dann selbst auf die Jagd gehen und sind damit für ein paar Minuten oder Stunden beschäftigt.

Außerdem hat man so als Terrarianer die Möglichkeit seine Tiere in Action zu sehen. Wir empfehlen diese Methode in Kombination mit Heuschrecken, Grillen, Fliegen oder Stabschrecken.

Leider hat auch diese Variante ihre Nachteile. So kann es passieren, dass eines der Insekten aus dem Terrarium entkommt und dann in der Wohnung umher fleucht. Das hört sich erst Mal vernachlässigbar an, ist es aber leider nicht.

Gelingt es dem Futterinsekt sich in den vier Wänden zu vermehren, kann sich schnell eine wahre Plage entwickeln. Lautes zirpen ist da nur eines der Probleme. Außerdem bekommt man die Population nur schwer wieder in den Griff. Oft muss man Fallen kaufen oder Giftköder auslegen.

Immer wieder empfiehlt man das Bestäuben der Futtertiere mit Vitamin- oder Kalziumpulver. Manchmal füttert man aber etwas zu viel und dann werden die Insekten nicht gleich vertilgt. Dann schütteln sie die teuren Präparate mit der Zeit einfach ab. Wirklich schade.

Außerdem sollte man zu viel gefütterte Futterinsekten nach Möglichkeit wieder aus dem Terrarium entnehmen. Schließlich können sie sich sogar in diesem unkontrolliert vermehren. Auch können sie unsere geliebten Exoten schnell stressen. In der freien Natur leben diese schließlich auch nicht so eng zusammen.

Gut zu wissen:
Heimchen sind beliebte Futtertiere und werden meist frei ins Terrarium gesetzt. Kümmert man sich dann bis Abends nicht um die übrig gebliebene Exemplare, können sich diese über die Terrarium-Bewohner hermachen. Nicht selten knabbern die nachtaktiven Insekten Fingerkuppentiefe Löcher in den Rücken unserer geliebten Exoten. Wer sowas zum ersten Mal erlebt, wird bei diesem traurigen Anblick schwer geschockt sein.

Futterplätze zur besseren Kontrolle:

Wer bereits etwas mehr Erfahrung mit den geliebten Exoten und deren Fütterung hat, wird oft auf einen Futterplatz setzen. Dadurch laufen die Futtertiere noch immer frei im Terrarium herum, halten sich aber oft am vorbestimmten Plätzchen auf.

Das hat gleich mehrere Vorteile. So hat man einen guten Überblick über aktuellen Stand und kann übrig gebliebene Insekten leichter einfangen. Wer so einen praktischen Futterplatz im Terrarium einrichten möchte, kann dies mit Obst oder Gemüse umsetzen.

Gerade Fruchtfliegen für kleinere Echsen-Arten oder Jungtiere kann man so etwas aufwerten. Empfehlenswert ist es das Obst oder Gemüse in eine flache Schale zu geben. Im vielen Terraristik-Shops werden hier schöne Futterplätze angeboten. Manche verfügen sogar über Saugfüße für baumbewohnende Arten.

Gut zu wissen:
Wer für etwas Abwechslung bei der Haltung seiner Exoten sorgen möchte, kann den Futterplatz von Zeit zu Zeit umsetzen. Die Bewohner des Terrariums werden sich darüber freuen. Zumindest lassen dies unsere Beobachtungen vermuten.

Fütterung aus Behältnissen:

Viele Halter schwören auf das Nutzen eines kleinen Bechers in puncto Verfütterung von Insekten. Gerade bei Jungtieren oder erkrankten Exemplaren ist diese Vorgehensweise sinnvoll. Man kann so leicht kontrollieren, ob und wie viel Futter genommen wurde.

Des Weiteren kann man so auch Futtertiere anbieten, die ansonsten rasch im Bodengrund des Terrariums verschwinden. Wer also einmal Käfer, Ofenfischchen oder Soldatenfliegenlarven anbieten möchte, sollte dies mithilfe eines Bechers tun.

Möchte man hierbei Geld sparen, tut es sogar ein normaler Joghurt-Becher. Wichtig ist nur, dass das Gefäß nicht durchsichtig ist. Bei baumbewohnenden Arten sollte man den Becher im unteren Drittel anbringen. So können die baumbewohnenden Tiere die Futterinsekten im Inneren auch rasch erspähen.

Gut zu wissen:
Solche Becher oder eigens dafür hergestellte Behältnisse müssen nach der Fütterung aus dem Terrarium entnommen werden. Schließlich sollten sie gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Diese Hygienemaßnahmen sind überaus wichtig und fürfen nicht vernachlässigt werden.

Futterinsekten mit der Hand anbieten:

Viele Einsteiger träumen davon ihre Exoten mit der Hand zu füttern. Dies ist aber gar nicht so einfach. Schließlich müssen die Terrarium-Bewohner erst Mal vertrauen zu einem aufbauen. Manche tun dies relativ schnell, andere hingegen werden nie aus der Hand fressen.

Auf jeden Fall sollte man den Bewohnern genügend Zeit geben. Gerade, wenn es sich um Neuankömmlinge handelt. Diese müssen sich nämlich erstmal an die neue Umgebung gewöhnen. Dazu gehört aber nicht nur das Terrarium, sondern auch man selbst.

Wer einmal einen Versuch wagen möchte, kann dies am besten mit den verschiedenen Schaben-Arten tun. Man braucht aber viel Geduld und oftmals sind mehrere Versuche nötig. Man sollte das Ganze aber nicht beschleunigen, indem man das Tier ansonsten nur wenig füttert. Dies ist der falsche Ansatz. Geduld ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Gut zu wissen:
Wenn Insekten nicht aus der Hand genommen werden, kann man bei Allesfressern versuchen größere Blätter oder frischen Löwenzahn mit der Hand zu geben. Ein paar Insekten kann man auch in eine Dose füllen und diese dem Tier reichen.

Fütterung mithilfe einer Pinzette:

Viele Anfänger mögen die gekauften Insekten am besten gar nicht anfassen. Daher werden im Handel sogenannte Futterpinzetten angeboten. Sie vereinfachen das Greifen und Anbieten ungemein. Teuer sind sie auch nicht. Daher findet man sie auf fast jeder Ausstattungs-Checkliste.

Leider eignen sich Pinzetten nicht für alle Terrarien-Bewohner. So kann man zum Beispiel Chamäleons mit den metallenen Spitzen verletzen. Genauer gesagt deren lange und sehr empfindliche Zunge. Zum Glück verfügen aber die meisten der beliebtesten Terrarien-Tiere nicht über solch empfindliche Körperteile.

Die Pinzetten gibt es in unterschiedlichen Längen. Welche man davon in Betracht zieht, ist jedem selbst überlassen. Einsteiger sollten aber größere Modelle wählen, da die Tiere sie noch nicht kennen und so besonders viel Abstand halten.

Beim Handling gibt es nur wenig zu beachten. Am besten greift man die Futterinsekten so, dass sie sich noch gut bewegen können. So werden die Terrarium-Bewohner nämlich schnell auf sie aufmerksam und verspeisen sie im Handumdrehen.

Gut zu wissen:
Wir mögen diese Art der Fütterung vor allem wegen der guten Kontrolle. Man kann so sehr genau steuern, wie viel die Terrarium-Bewohner fressen. Außerdem kann man so rasch erkennen, wenn bestimmte Exemplare unter Appetitlosigkeit leiden.

Das Terraristikfibel-Fazit zu den Fütterungsmethoden:

Jede der hier vorgestellten Varianten hat ihre Vor- als auch Nachteile. Die günstigste Variante ist und bleibt es die Futtertiere einfach frei im Terrarium herumlaufen zu lassen. Unserer Meinung nach ist dies aber nicht die beste Variante. Wir empfehlen das Anlegen eines Futterplatzes oder gleich das Benutzen einer Pinzette. Allerdings muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Fütterungsvariante für ihn die Beste ist.

Über Fabian Wüst 5 Artikel
Hallo! Ich heiße Fabian und bin der Kopf hinter dieser Webseite. Auf Terraristikfibel.de schreibe ich über meine größte Leidenschaft. Die Rede ist natürlich von der Terraristik. Da ich bei Fragen gerne behilflich bin und mehr Leute für Terrarientiere begeistern möchte, habe ich dieses Online-Magazin gegründet.