Gottesanbeterin-Haltung

Beim Thema Terraristik fallen den meisten als erstes vermutlich Schlangen, Bartagamen oder Vogelspinnen ein. Aber es gibt auch eine Vielzahl an Insekten, die sich zur Haltung in Terrarien eignen. Ein Insekt ist die Gottesanbeterin. Diese faszinierenden Lauerjäger sollen im Folgenden näher vorgestellt werden. Außerdem werden wir sehr detailliert auf die Haltung von Gottesanbeterinnen, das benötigte Equipment sowie geeignete Futtertiere und Krankheiten eingehen.

Alles wichtige zur Haltung von Gottesanbeterinnen:
  • Grundlegendes: Gottesanbeterinnen werden zwischen wenigen Zentimetern bis hin zu 10 bis 12 cm groß. Die Insekten werden nicht allzu alt. Die Lebenserwartung beträgt selten mehr als 2 Jahre.
  • Terrarium: Kleiner Würfel mit Klettermöglichkeiten und Pflanzen. Weiterhin wird ein bisschen Technik in Form von einer Lampe, einer Wärmequelle & einem Messgerät gebraucht.
  • Fütterung: Hängt stark vom Larvenstadium ab. Als Futter dienen Fliegen, Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben oder auch Falter.
  • Pflege: Einfach, günstig und der Zeitaufwand ist gering.
  • Gottesanbeterinnen für Anfänger: Geistermantis, Afrikanische Blütenmantis, Indische Riesengottesanbeterin & Australische Riesenmantis

Was sind Gottesanbeterinnen überhaupt?

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Gottesanbeterinnen, auch Mantiden oder Fangschrecken genannt, bilden eine eigene Ordnung in der Klasse der Insekten. Sie ernähren sich räuberisch. Die allermeisten Arten lauern ihrer Beute bewegungslos auf und schlagen dann blitzschnell zu.

Größe und Aussehen variiert je nach Art sehr stark. Es gibt sehr kleine, unscheinbare Exemplare, die nur knapp über einen Zentimeter lang werden, oder 10–12 cm lange Tiere in kräftigen Grüntönen, die sogar kleine Reptilien, Kolibris oder Säugetiere wie Mäuse erbeuten können.

Namensgebend für die Gottesanbeterin ist ihre Haltung, wenn sie ruht oder auf Beute wartet. Das zu Fangarmen umfunktionierte vordere Beinpaar wird dabei vor den Körper gehalten und sieht zwei zum Gebet zusammengelegten Händen sehr ähnlich.

Die Vielzahl an Arten ist atemberaubend:

Es sind über 2400 verschiedene Fangschreckenarten bekannt. Nur eine davon ist in Mitteleuropa heimisch. Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) findet man auch im Süden Deutschlands. Gottesanbeterinnen besitzen im adulten Stadium Flügel, wobei nur die Männchen in der Lage sind, größere Strecken fliegend zurückzulegen.

Um sich vor Fressfeinden (Vögel, Fledermäuse, Reptilien und Amphibien) zu schützen, nutzen die Tiere viel häufiger ihr an ihre Umgebung angepasstes Aussehen, um gar nicht erst entdeckt zu werden. Geschieht dies dennoch, drohen die Tiere, indem sie ihre Fangarme abspreizen und sich aufpumpen, um größer zu erscheinen.

Ihre Lebenserwartung ist je nach Art unterschiedlich. Allgemein kann man sagen, dass größere Arten etwas älter werden und Weibchen (vor allem unbefruchtet) länger leben als Männchen. Nach der adulten Häutung leben Weibchen noch vier bis acht Monate, Männchen zwei bis vier. Die Dauer, die die Tiere im Larvenstadium verbringen, beträgt ca. vier bis sechs Monate. Neben der Art sind auch Temperatur und Nahrungsangebot beeinflussende Faktoren.

Fortpflanzung der Gottesanbeterinnen:

Die meisten Arten pflanzen sich ungeschlechtlich fort, es gibt jedoch auch Tiere, bei denen die Weibchen darauf angewiesen sind, durch ein Männchen befruchtet zu werden. Der Akt ist häufig mit einem großen Risiko für das Männchen verbunden. Ist das Weibchen nicht sehr gut gefüttert, kommt es oftmals dazu, dass sie während der Paarung beginnt, das Männchen zu fressen.

Dies stellt kein Hindernis für die Befruchtung dar, da die letzten beiden Segmente des Hinterleibes unabhängig vom restlichen Körper mit der Paarung fortfahren. Gleichzeitig versorgt dieser Kannibalismus das Weibchen mit wertvollen Nährstoffen, die sie für die Bildung der Eier benötigt.

Gottesanbeterinnen betreiben keine Brutpflege. Die Weibchen legen Eipakete, sogenannte Ootheken, an geeigneten Stellen ab und verlassen sie. Abhängig von der Art und der Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach wenigen Wochen, brechen direkt nach Verlassen der Oothek eine Larvenhülle auf, die ihren Körper umgibt, und sehen, bis auf die fehlenden Flügel, schon so aus, wie die erwachsenen Tiere. Bis sie adult sind, werden sie sich mehrmals häuten.

Gut zu wissen:
Auch unbefruchtete Weibchen legen Ootheken ab.

Grundlagen zur Haltung von Gottesanbeterinnen:

Fangschrecke-als-Haustier

Die meisten Gottesanbeterinnen bevorzugen tropische Temperaturen von mindestens 24° C und eine höhere Luftfeuchtigkeit, als sie normalerweise im Haus herrscht. Sie sind deshalb, auch wenn immer wieder anders behauptet, nicht zur freien Haltung in einem Zimmer geeignet. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass es auch nachts nicht zu kalt wird. 19, besser 20 °C sollten nicht zu häufig unterschritten werden.

Weibliche Tiere haben ihr Leben lang einen sehr geringen Bewegungsdrang. Daher eignen sich relativ kleine Terrarien, um sie zu halten. Die Mindesthöhe sollte dabei etwa das dreifache der endgültigen Körperlänge betragen. Breite und Tiefe sollte mindestens doppelt so lang sein, wie das Tier. Es bieten sich für größere Arten daher 30 cm-Würfel an, wie sie auch im Handel zu finden sind.

Dabei muss allerdings unbedingt darauf geachtet werden, dass das genutzte Terrarium über eine Doppelbelüftung verfügt. Im unteren Bereich sollten sich Lüftungslöcher befinden, ebenso im oberen. Am besten befinden sich diese an gegenüberliegenden Seiten. So wird ein Luftstau verhindert. Diese Luftlöcher sollten mit Fliegennetz überspannt werden, da die Tiere sich ansonsten die Füße an den scharfkantigen Löchern abreißen könnten.

Deko für den Unterschlupf:

Die Bepflanzung und allgemeine Gestaltung des Terrariums sollte so gering wie möglich gehalten werden. Eine kleine, ungiftige Pflanze ist von Vorteil, da so die Luftfeuchtigkeit besser gehalten werden kann. Als Bodengrund eignet sich ein Gemisch aus Erde und Sand. Um sich festzuhalten, sollten sich mehrere Äste im Terrarium befinden. Bambus eignet sich dafür nicht, da er zu glatt ist und die Tiere abstürzen könnten, wenn sie sich gerade in einer Häutung befinden oder durch Beutetiere beschwert sind.

Damit die Häutungen problemlos verlaufen, brauchen die Tiere mindestens einen Ort im Terrarium, der viel Platz nach unten bietet. Dichte Bepflanzung am Boden oder Deko in Form von Steinen oder dicken Ästen, ist daher ungeeignet. Gottesanbeterinnen werden viel Zeit kopfüber an der Decke oder den Wänden verbringen. Das sollte bei der Gestaltung außerdem bedacht werden.

Idealerweise wird die Rückwand mit einer Korkplatte bedeckt, wodurch zusätzliche Lauffläche entsteht. Die Decke sollte, wie die Lüftungen, mit Fliegennetz bespannt werden. Da die meisten Arten zu Kannibalismus neigen, sollte immer nur ein Tier pro Terrarium gehalten werden. Möchte man mehrere Tiere zusammen halten, sollte das Becken deutlich größer gewählt werden, damit die Tiere sich aus dem Weg gehen können.

Gut zu wissen:
Die Pupille, die auf den Facettenaugen der Gottesanbeterin zu sehen ist, ist eine optische Täuschung. Es sieht so aus, als würde sie mit diesem Punkt unseren Bewegungen folgen, das ist aber nicht der Fall.

Für Anfänger geeignete Gottesanbeterin-Arten:

Passenderweise eignen sich einige Arten, die eine imposante Größe erreichen, auch für Anfänger in der Terraristik. Die Indische Gottesanbeterin, Hierodula membranacea, ist eine von ihnen. Sie wird bis zu 9 cm lang (Männchen bis 7 cm) und ist häufig kräftig grün gefärbt. Auch Gelb-, Rot- und Brauntöne sind möglich.

Die Tiere sind relativ robust und gehen nicht sofort beim ersten Haltungsfehler ein. In ihrem Terrarium sollte tagsüber eine Temperatur von 26–30 °C herrschen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 40–50 % liegen. Diese wird durch Besprühen der Scheiben und Pflanze im Terrarium erreicht.

Die Gottesanbeterin sollte selbst nicht angesprüht werden. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass das Wasser vollständig verdunstet, bis am Abend die Beleuchtung ausgeht. Nachts verträgt sie auch 18 °C und eine dadurch automatisch höhere Luftfeuchtigkeit.

Sehr ähnliche Ansprüche haben Hierodula majuscula und Sphodromantis viridis. Auch diese Arten werden sehr groß und sind meist kräftig gefärbt. Hierodula majuscula hat außerdem häufig auffallende, rote oder schwarze Flecken an den Innenseiten ihrer Fangarme.

Geistermantis:

Phyllocrania paradoxa ist eine weitere für Anfänger geeignete Art, die ein sehr besonderes Aussehen aufweist. Mit 5–6 cm Körperlänge ist sie etwas kleiner, dafür optisch spannender. Die Tiere sehen einem Blatt sehr ähnlich. Ihre Färbung variiert von Grün zu Braun, sodass sie auch im Herbst gut getarnt ist.

Tagsüber benötigt auch sie bis zu 30 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50 und 60 % liegen. Nachts sollten mindestens 18 °C herrschen. Die Art eignet sich bedingt zur Gruppenhaltung. Man sollte jedoch bedenken, dass es auch bei gutem Futterangebot passieren kann, dass die Tiere sich gegenseitig anfallen. In einem 30 × 30 × 30 cm großen Terrarium können, ohne Garantie, bis zu fünf Tiere gehalten werden.

Afrikanische Blütenmantis:

Eine kleinere, aber sehr hübsche Mantis ist Pseudocreobotra wahlbergii. Diese wird etwa 4 cm lang und besitzt einen bunten, stachelig aussehenden Körper. Sie mag es tagsüber etwas wärmer, als die bisher genannten Arten. 32 °C verträgt sie sehr gut. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 40 bis 50 % liegen. Nachts sollte die Temperatur nicht unter 20 °C fallen.

Auch sie eignet sich bedingt zur Gruppenhaltung. Wie bei Phyllocrania paradoxa ist es möglich, in einem ausreichend großen Becken ein paar Tiere zusammenzuhalten, wobei es auch bei ihnen immer zu Kannibalismus kommen kann, auch wenn ausreichend Futter zur Verfügung steht.

Gut zu wissen:
Die in Deutschland heimische Europäische Gottesanbeterin steht unter Naturschutz und darf nicht eingefangen werden, um sie zu halten.

Terrarium & Technik für Gottesanbeterinnen:

Gottesanbeterin-Terrarium

Ein Terrarium für die Haltung der Fangschrecken muss richtig eingerichtet werden. Zu Beginn muss aber erstmal die korrekte Größe des Gottesanbeterinnen-Terrarium ermittelt werden. Hierfür wird diese Formel verwendet: Höhe = Körperlänge des adulten Tieres x 3, Breite & Tiefe = Körperlänge des adulten Tieres x 2. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass das Terrarium über eine Doppelbelüftung verfügt.

Ein Terrarium alleine reicht aber noch nicht aus. Was man alles an Ausstattung braucht, verraten wir dir im Folgenden:

  • Äste
  • Fliegennetz
  • Kork
  • Bodengrund aus Erde & Sand
  • kleine, ungiftige Pflanzen
  • Kleiner Wassernapf
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Beleuchtung für Licht & Wärme
  • Zeitschaltuhr

Weiterhin braucht man zur Fangschrecken-Haltung noch eine Sprühflasche sowie eine lange Pinzette. Das ist aber noch nicht alles, was man in puncto Zuhause wissen muss. So sollte das Terrarium vor dem Einzug mindestens zwei Tage warmgelaufen sein.

Die Lampe sollte mindestens 12 Stunden am Tag laufen und so angebracht sein, dass die Gottesanbeterin sich nicht verbrennt, wenn sie zu nah herangeht. Die Tiere brauchen keine besondere Beleuchtung. Im Prinzip reicht eine einfache Schreibtischlampe aus, sofern sie die benötigte Temperatur im Terrarium erreicht.

Futter für Mantidae:

Gottesanbeterinnen fressen alles, was sie überwältigen können. Als Faustregel gilt, dass das Futtertier nicht größer als sie selbst sein sollte. Männchen bevorzugen etwas kleinere Beutetiere, da sie nicht so kräftig sind wie Weibchen und vor allem im adulten Stadium leichter bleiben wollen, um besser fliegen zu können.

Fliegen, Heuschrecken, Schaben, Blattläuse, Ofenfischchen oder Mücken eignen sich. Die Futtertiere sollten vor der Fütterung selbst gut gefüttert werden, damit sie auch einen gewissen Nährwert mitbringen. Im Tierhandel gekaufte Boxen stehen häufig schon länger herum und die enthaltenen Tiere sind dadurch ausgehungert. Sie liefern der Gottesanbeterin in diesem Zustand keine Energie.

Zum Füttern der Futtertiere eignet sich etwas Obst oder auch Saft, den vor allem Fliegen gern aufsaugen. Am besten ist es, wenn man die Futtertiere selbst züchtet, anstatt sie zu kaufen. So sind diese besser gefüttert und immer in verschiedenen Größen vorhanden. Futterreste und auch lebende Futtertiere sollten wieder aus dem Terrarium entfernt werden.

Wenn die Gottesanbeterin kurz vor einer Häutung steht, frisst sie häufig nichts. Im schlimmsten Fall verletzt das Futtertier die Fangschrecke, wenn diese nach oder während der Häutung noch weich und wehrlos ist.
Todes Futter wird in den meisten Fällen nicht angenommen.

Gut zu wissen:
Der Hinterleib der Gottesanbeterin gibt Aufschluss über ihren Fütterungszustand. Je praller, desto besser ist die Gottesanbeterin gerade gefüttert.

Hygiene & Pflege:

Gottesanbeterin

Normalerweise muss das Terrarium einer Gottesanbeterin nur grob gereinigt werden. Lediglich Kot und Futterreste sollten regelmäßig entfernt werden. Ist das Tier verstorben, sollte das Terrarium vor erneutem Besatz gründlich gesäubert werden.

Die Gottesanbeterin befreit sich selbst von Verschmutzungen. Vor allem nach einer Mahlzeit verbringt sie viel Zeit damit, ihre Fangarme zu reinigen. Auch die Füße werden regelmäßig gesäubert.

Krankheiten und Verletzungen:

Es gibt Parasiten, die sich auf Gottesanbeterinnen spezialisiert haben. Ihr Befall ist jedoch sehr selten. Deutlich häufiger kommt es während Häutungen zu Verletzungen. Beine können abreißen oder sich im weichen Zustand so verdrehen, dass sie die nächste Häutung erschweren könnten. Manchmal kümmern sich die Tiere in solchen Fällen selbst um das Problem, indem sie das störende Bein entfernen.

Auch bei der Fütterung kann es dazu kommen, dass die Futtertiere sich wehren und die Gottesanbeterin verletzen. Meistens sind solche Verletzungen nicht schlimm, sie können aber die Ausbreitung von Krankheitserregern begünstigen. Die betroffene Körperstelle wird in dann schwarz und stirbt langsam ab.

Handelt es sich um ein Bein, entfernt das Tier dieses eventuell selbst rechtzeitig. Wenn nicht, ist es möglich, das betroffene Bein ein Stück oberhalb der Verfärbung abzuschneiden. Manche Halter schmieren auf die offene Stelle etwas Honig, da dieser entzündungshemmend wirkt. Die fehlenden Gliedmaßen wachsen, sofern das Tier noch nicht adult ist, mit den nächsten Häutungen nach.

Manchmal erbrechen die Tiere eine dunkle, übelriechende Flüssigkeit. Der Grund hierfür ist meist eine zu geringe Temperatur im Terrarium. Die Nahrung im Magen der Gottesanbeterin kann dann nicht verdaut werden, sondern beginnt, zu verwesen, sodass das Tier sie zu erbrechen versucht.

In diesem Fall sollte die Temperatur erhöht werden. Sie kann auch für einige Tage leicht über der empfohlenen liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte außerdem etwas niedriger sein, bis das Tier sich wieder erholt hat.

FAQ zum Abschluss:

FAQ

Immer wieder erreichen uns Fragen zur Haltung von Mantidae. Daher haben wir auf dieser Seite ein FAQ erstellt, das die Antworten auf die wichtigsten Fragen liefert. Allerdings finden nicht nur Anfänger im folgenden Frage-Antwort-Bereich interessante Ansätze für ihr (künftiges) Hobby. Auch Profis kommen auf ihre Kosten.

Wie gefährlich ist eine Gottesanbeterin?

Die Tiere sind vollkommen ungefährlich. Sie schauen zwar auf den ersten Blick etwas suspekt aus, tun dem Menschen aber absolut nichts. Außerdem sind sie auch nicht giftig oder aggressiv. Sie beißen daher auch nicht und sind natürlich auch nicht schädlich.

Wie groß kann eine Gottesanbeterin werden?

Die meisten Arten sind zwischen 4 und 8 cm groß. Es gibt aber auch Exemplare aus der Gattung Mantoida aus Südamerika, die gerade einmal 1,2 cm groß sind. Die maximalen Längen erreichen Gottesanbeterinnen aus den Gattungen Toxodera und Ischnomantis mit fast 16 cm.

Können Gottesanbeterinnen hören?

Die Tiere haben an ihrem dreieckigen Kopf zwei Augen und ein einziges Ohr. Damit können sie zwar hören, aber nicht bestimmen aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Allerdings können einige Arten Ultraschalltöne wahrnehmen, wie es auch Fledermäuse können.

Woher kommt der Name?

Der Name Gottesanbeterin lässt sich auf das meist mehrere Stunden andauernde bewegungslose verharren zurückführen, wenn diese Insekten auf ihre Beute warten. Da hierbei die Vorderbeine geschlossen gehalten werden und gleichzeitig etwas erhoben sind, hat sich der Name Gottesanbeterin eingebürgert. Außerdem steht dieses Insekt in vielen Kulturen für Schutz vor Gefahren und wird daher verehrt.

Wie viel wiegt eine Gottesanbeterin?

In der Regel kommen diese Insekten auf ein sehr geringes Gewicht von wenigen Gramm. Je nach Körpergröße kann so ein Tier 1 Gram oder auch 10 Gramm auf die Waage bringen.