Möchte man mit der Haltung von Fangschrecken beginnen, weiß man häufig nicht, welche Art die Beste ist. Da es weltweit über 2400 Gottesanbeterinnen Arten gibt, ist die Auswahl auch nicht gerade klein. In Deutschland wird aber nur eine kleine Anzahl an unterschiedlichen Fangschrecken gehalten. Welche das sind und was man über diese wissen muss, erfährst du in diesem Beitrag.

Afrikanische Gottesanbeterin:

Gottesanbeterin-Terrarium

Diese Fangschreckenart aus der Familie der Mantidae kennt man aufgrund ihrer markanten grünlichen Färbung auch als Grüne Gottesanbeterin. Aufgrund ihrer Färbung wird sie gerne mit der Europäischen Gottesanbeterin verwechselt. Allerdings verfügt die Afrikanische Gottesanbeterin über einen weißen Felck in der Mitte jedes Vorderflügel.

Wissen sollte man, dass die Tiere sehr groß werden. Sogar groß genug, um in Europa die unangefochtene Nummer eines zu sein. Ganze 10 Zentimeter wird ein weibliches Tier groß. Die Männchen schaffen immerhin 8 cm. Dabei sind sie aber schmaler als die weiblichen Fangschrecken. Dafür können sie aber besser fliegen.

Lebenserwartung:Weibchen 8 Monate & Männchen 4 Monate
Verhalten:Vergesellschaftung mit Käfern oder Tausendfüßlern möglich
Geeignet für:Anfänger
Terrarium:30 x 30 x 45 (B x T x H)
Futter:Fliegen, Schaben, Heuschrecken und Insekten

Haltung:

Die ursprünglich aus dem tropischen Afrika stammende Art lebt heutzutage fast ausschließlich in Westafrika. Aber auch in vielen Terrarien ist sie zu Hause. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit und Größe handelt es sich um ein beliebtes Haustier. Je nach Färbung sind die Tiere dabei in ein grün bis hellbraun eingetaucht.

Das Terrarium dieser Gottesanbeterinnen Art sollte etwa 30 cm breit, 30 cm tief und 45 cm hoch sein. Im Inneren sollte eine Temperatur zwischen 25 und 28 Grad Celsius liegen. Nachts hingegen genügen auch 20 Grad Celsius.

Es ist bei der Haltung darauf zu achten, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent liegt. Als Einrichtung empfehlen sich Sträucher, Gräser, Äste als auch Pflanzen. Dabei kann sowohl auf künstliche als auch lebendige Pflanzen zurückgegriffen werden. Wichtig ist dabei, dass diese über große Blätter verfügen.

Viele Halter haben gute Erfahrungen mit dem Gesellschaftsverhalten gemacht. So kann man diese Gottesanbeterinnen Art mit Käfern und Tausendfüßlern zusammen halten. Trotzdem kommt es auch bei diesen Tieren ab und an mal zu Kannibalismus.

Gut zu wissen:
Die grüne Gottesanbeterin gehört mit der Ghana-Gottesanbeterin sowie der indischen Riesengottesanbeterin zu den am häufigsten gehaltenen Arten weltweit. Alle 3 Fangschrecken sind anspruchslos in der Haltung werden gerne gezüchtet.

Ghana-Gottesanbeterin:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die große und robust gebaute Fangschrecke erfreut sich in der Terraristik großer Beliebtheit. Ursprünglich kommt diese Gottesanbeterinnen Art aus der Steppe Afrikas. Dort klettert sie gerne auf höhere Sträucher oder tänzelt gar auf dem Geäst von Bäumen herum.

Die Farbe variiert stark. So gibt es derzeit gelbe, grüne als auch braune Tiere. Fühlt sich diese Art bedroht, zeigt sie die gelbe Warnfärbung in der Innenseite ihrer Fangarme. Zusätzlich schlägt sie dabei noch ihre Flügel auf, um möglichst imposant zu wirken.

Auch bei dieser Gottesanbeterinnen Art existiert ein stark ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus. Die Weibchen werden etwa 9 cm lang, wohin gegen die Männchen gerade einmal 6 cm groß werden. Allerdings können die männlichen Tiere auch hier besser und damit weiter fliegen.

Lebenserwartung:Weibchen 7 Monate & Männchen 3 Monate
Verhalten:Sehr aggressiv. Daher empfiehlt sich die Einzelhaltung.
Geeignet für:Anfänger & Fortgeschrittene
Terrarium:30 x 30 x 45 (B x T x H)
Futter:Fliegen, Heuschrecken, Grillen, Schaben und andere Insekten.

Haltung:

Die Haltung gilt als relativ einfach. So sollte das Terrarium etwa 30 cm breit, 30 cm tief und 45 cm hoch sein. Dabei darf die Tages-Temperatur niemals niedriger als 24 Grad Celsius liegen. Mehr als 28 Grad Celsius wären ebenfalls schlecht. Nachts hingegen genügen auch 20 bis maximal 23 Grad Celsius.

Die Luftfeuchtigkeit im Inneren sollte sich zwischen 60 und 70 Prozent einpendeln. Als Einrichtung empfehlen sich Sträucher, Gräser und Pflanzen mit großen Blättern. Auch Äste bieten sich hier an. Mehr braucht es nicht, um eine der 3 Unterarten zu halten.

Gut zu wissen:
Diese Gottesanbeterinnen Art sollte eher einzeln gehalten. Die Tiere sind nämlich sehr aggressiv. Dies macht auch die erfolgreiche Paarung und Zucht so komplex.

Indische Riesenmantis:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Vielen Menschen ist die Indische Riesengottesanbeterin oder auch nur Indische Gottesanbeterin ein Begriff. Die Art gilt als Pflegeleicht und ist damit optimal für Einsteiger geeignet. Aber auch Profis haben viel Spaß mit der aus Asien stammenden Art. Dort bevölkert das Insekt feuchtwarme Plätze, wie sie in den Tropenwäldern Indiens, Sri Lanka, Nepals, Südchinas, Thailand und Javas vorkommen.

Stolze 9 Zentimeter kann ein Weibchen dieser Gottesanbeterinnen Art groß werden. Die männlichen Vertreter erreichen eine maximale Länge von etwa 7 cm. Dabei variiert die Färbung von gelbgrün über grün bis hin zu braun und rotbraun. Wie andere Vertreter der Fangschrecken auch, kann sich diese Art innerhalb ihres Habitats bestens tarnen.

Lebenserwartung:Weibchen 24 Monate & Männchen 18 Monate
Verhalten:Sehr aggressiv. Daher empfiehlt sich die Einzelhaltung.
Geeignet für:Anfänger
Terrarium:20 x 20 x 30 cm zur Einzelhaltung, 30 x 30 x 30 cm zur Haltung 3er Männchen
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen und andere Insekten in passender Größe.

Haltung:

Grundsätzlich sollte man diese Gottesanbeterinnen Art in einem Terrarium halten. Aber auch die Freilandhaltung ist hier möglich. Wer sich für ein Terrarium entscheidet, benötigt zur Einzelhaltung einen 20 x 20 x 30 cm großen Würfel. Die Gruppenhaltung erfordert größere Verhältnisse. Hier sind 30 x 30 x 30 cm für 3 adulte Männchen Pflicht.

Die Temperatur sollte sich am Tage zwischen 22 und allerhöchstens 30 Grad Celsius bewegen. Nachts reichen auch 18 Grad Celsius vollkommen. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich in einem Areal von 40 bis 50 Prozent bewegen. Als Einrichtung empfehlen sich Äste, Rindenstücke, Pflanzen sowie Erde oder Sand als Bodengrund. Auch Küchenpapier und Kokoshumus bieten sich hier an.

Bei der Fütterung sind diese Tiere launisch und obendrein noch sehr wählerisch. Gerne werden auch größere Futterinsekten vernascht. Wer sich zur Zimmerhaltung entscheidet, hat hier besonders viel Spaß. Schließlich sollen Futtertiere, wie Grillen oder Schaben nicht abhandenkommen. Es macht nämlich eine ganze Menge Arbeit diese aufzuspüren und wieder einzufangen.

Gut zu wissen:
Nicht immer sind weibliche Tiere dieser Art zu bekommen. In so einem Fall sind Hierodula- als auch Sphodromantis-Arten eine gute Alternative.

Geistermantis:

Ganze 2 Unterarten dieser Insektenart existieren momentan. Da wäre einmal die Nominatform sowie die 1871 entdeckte Phyllocrania paradoxa insignis. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle aber erwähnt, dass diese manchmal auch als eigne, Art geführt wird.

Die Geistermantis kennt man hierzulande auch unter dem Namen Verdorrtes Blatt. Damit wird auch schon einiges klar. Diese Gottesanbeterinnen Art ahmt Blätter nach und kann sich dabei besonders gut als verdorrtes Blatt in den Farben braun und Dunkelgelb tarnen.

Die Weibchen werden hier etwa 6 cm groß. Die männlichen Insekten sind kaum kleiner und schaffen eine Gesamtlänge von 5,5 cm. Neben der Farbe braun gibt es auch eine Farbvariante in Grün. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass sich die Geistermantis sehr gut für Einsteiger eignet.

Lebenserwartung:Weibchen 18 Monate & Männchen 12 Monate
Verhalten:Wenig aggressiv. Die Gruppenhaltung ist daher in allen Stadien machbar.
Geeignet für:Anfänger
Terrarium:15 x 15 x 15 cm zur Einzelhaltung, 30 x 30 x 30 cm zur Haltung von 5 adulten Tieren.
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen und andere Insekten in passender Größe.

Haltung:

Wer nur ein einzelnes Tier halten möchte, braucht lediglich einen Würfel mit den Maßen 15 x 15 x 15 cm. Eine Gruppe von etwa 4 bis 5 ausgewachsenen Tieren benötigt ein Terrarium mit den Maßen 30 x 30 x 30 cm. Es ist darauf zu achten, dass die Temperatur tagsüber zwischen 22 und maximal 30 Grad Celsius liegt. Nachts genügen sogar 18 Grad Celsius vollkommen.

Die Luftfeuchte im Terrarium sollte sich im Bereich von 30 bis 50 Prozent bewegen. Aber auch 60 Prozent sind bei guter Durchlüftung ab und mal machbar. Als Bodengrund empfiehlt sich Erde oder Sand. Aber auch Küchenpapier oder Kokoshumus sind eine gute Wahl. Zur weiteren Einrichtung gehören Äste sowie Pflanzen. Diese können sowohl künstlich als auch echt sein.

Gut zu wissen:
Die Haltung in Gruppen ist hier sehr empfehlenswert. Nur so ist es möglich die abwechslungsreichen Farbvariationen zu bestaunen.

Große Teufelsblume – Königin der Mantiden:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die in Ostafrika vorkommende Gottesanbeterinnen Art bekam ihren Namen aufgrund des pflanzenartigen Aussehens. Hierzulande wird das Insekt wegen der Größe und Färbung als „Königin der Fangschrecken“ betitelt. Damit handelt es sich unter Terrarienbesitzern um gern gesehene Liebhabertiere.

Zudem eignet sich die Teufelsblume sehr gut zur Haltung in Gruppen. Trotzdem empfehlen wir Anfängern nicht die Pflege dieser Art. Die weiblichen Fangschrecken dieser Ordnung werden etwa 11 cm lang. Die Männchen sind kaum kleiner und kommen auf stolze 10 Zentimeter. Einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus kann man also nicht beobachten.

Lebenserwartung:Weibchen 18 Monate & Männchen 12 Monate
Verhalten:Wenig aggressiv. Die Gruppenhaltung ist daher in allen Stadien machbar.
Geeignet für:Anfänger
Terrarium:30 x 30 x 30 cm zur Einzelhaltung, 50 x 50 x 50 cm zur Haltung von 3 bis 4 adulten Tieren.
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen und andere Insekten in passender Größe.

Haltung:

Möchte man diese Gottesanbeterinnen Art halten, benötigt man für ein einzelnes Tier ein Terrarium mit den Maßen 30 x 30 x 30 cm. Für eine Gruppe von etwa 4 Tieren sollte man auf 50 x 50 x 50 cm setzen. Im Inneren sollte eine Temperatur von 28 bis 35 Grad Celsius herrschen. Nachts reichen aber auch 18 Grad Celsius noch problemlos aus.

Die relative Luftfeuchte sollte etwa 40 bis maximal 50 Prozent betragen. Als Einrichtung kann man auf viele Äste in unterschiedlichen Dicken zurückgreifen. Diese sollten sowohl horizontal als auch gebogen sein. Auch Rindenmulch darf nicht fehlen. Im Deckel sollte sich eine Gaze befinden, da die Klettermöglichkeiten bis unter die Decke rechen sollte.

Als Untergrund kann auf Erde oder Sand zurückgegriffen werden. Allerdings sind auch Küchenpapier und Kies eine Option. Wer jetzt noch für ausreichend Bepflanzung sorgt, tut den Tieren einen großen Gefallen. Ob man dabei künstliche oder echte Pflanzen nimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

Gut zu wissen:
Beim Terrarium sollte auf keinen Fall eine Metallgaze benutzt zu werden. Dadurch kommt es nämlich nur zu abbrechenden Krallen an den Tarsen.

Australische Riesenmantis:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hierbei handelt es sich um eine der größten Fangschrecken aus Australien. Ganze 10 cm kann ein Weibchen hier lang werden. Die Männchen bleiben dabei geringfügig kleiner. Auch diese Gottesanbeterinnen Art ist überwiegend grün eingefärbt. Es existieren aber auch Larven in leuchtend gelben bis rötlichen Farbtönen.

Bei den Futtertieren ist die Australische Riesenmantis gar nicht so wählerisch. Teilweise werden Insekten verschlungen, die der eigenen Größe in nichts nachstehen. Aufgrund dieser Tatsache kommt es immer mal wieder zu Kannibalismus und Angriffen auf andere Artgenossen. Trotzdem eignen sich die Tiere für Halter mit wenig Erfahrung.

Lebenserwartung:Weibchen 24 Monate & Männchen 18 Monate
Verhalten:Die Aggressivität ist mittelmäßig ausgeprägt.
Geeignet für:Anfänger
Terrarium:20 x 20 x 30 cm zur Einzelhaltung, 30 x 30 x 40 cm zur Haltung von 3 bis 4 adulten Tieren.
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen und andere Insekten in passender Größe.

Haltung:

Möchte man diese Gottesanbeterinnen Art im heimischen Terrarium bestaunen, sollte dieses für ein Tier mindestens 20 x 20 x 30 cm groß sein. Zur Haltung einer ganzen Gruppe empfehlen sich die Maße 30 x 30 x 40 cm. Eine Doppel-Belüftung ist hierbei aber absolute Pflicht. Nur so kann man Stickluft ausreichend vorbeguen.

Die Temperatur sollte tagsüber im Bereich von 22 bis 30 Grad Celsius pendeln. Nachts sind auch 18 Grad Celsius überhaupt kein Problem. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich im Rahmen von 40 bis allerhöchstens 60 Prozent bewegen. Zur Einrichtung gehören dicke Äste sowie Pflanzen. Als Bodengrund stellen Erde und Sand eine gute Wahl dar. Aber auch Küchenpapier und Kies sind eine Möglichkeit.

Gut zu wissen:
Diese Gottesanbeterinnen Art liebt in den küstennahen Regenwäldern von Queensland auf dem Kontinent Australien. Entdeckt wurden die Insekten im Jahre 1923 und unter dem wissenschaftlichen Namen Parhierodula majuscula erstmals beschrieben.

Totes-Blatt-Mantis:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die charakteristische Erscheinung macht diese Fangschrecke zu einem beliebten Terrarien-Tier. Allerdings ist die Haltung doch eher für fortgeschrittene Halter zu empfehlen. Die relativ hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur erfordert doch einiges an Wissen.

Wer sich dieses aneignet, bekommt eine faszinierend aussehen Fangschrecke für sein Terrarium. Die Optik eines verdorrten Blattes ist hier wirklich täuschend echt. Und das, obwohl die weiblichen Tiere nur 7 cm lang werden. Die Männchen bleiben deutlich kleiner, gerade einmal 4,5 cm groß werden diese.

Lebenserwartung:Weibchen 24 Monate & Männchen 12 Monate
Verhalten:Die Aggressivität ist mittelmäßig ausgeprägt.
Geeignet für:Fortgeschrittene & Profis
Terrarium:20 x 20 x 30 cm zur Einzelhaltung, 30 x 30 x 30 cm zur Haltung von 3 adulten Tieren.
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen sowie Schaben und Ofenfischchen in passender Größe.

Haltung:

Möchte man diese Gottesanbeterinnen Art halten, braucht man ein Terrarium mit den Maßen 20 x 20 x 30 cm. Allerdings genügt dieses nur für ein einzelnes Tier. Möchte man hingegen 3 adulte Männchen halten, braucht man einen Würfel von 30 x 30 x 30 cm.

Die Temperatur sollte zwischen 25 und 30 Grad Celsius betragen. Nachts genügen in der Regel auch 18 Grad Celsius. Viel wichtiger ist bei diesen Tieren die Luftfeuchte. Am Tag sollte diese zwischen den Werten 60 und 80 Prozent pendeln. Nachts darf diese auch gerne höher ausfallen.

Als Einrichtung eignen sich Äste sowie Rindenstücke. Der Bodengrund sollte aus Erde, Moos oder auch getrockneten Blättern bestehen. Zusätzlich sollte man im Terrarium für eine Bepflanzung sorgen. Ob diese aus echten oder künstlichen Pflanzen besteht, spielt dabei keine allzu große Rolle.

Gut zu wissen:
Die Männchen sind sehr schreckhaft. Sobald sie Angst verspüren lassen sie sich auf den Boden fallen und bleiben dort regungslos liegen. Die Weibchen hingegen besitzen ein imposantes Drohverhalten.

Wandelnde Geige:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Betrachtet man diese Gottesanbeterinnen Art von oben, wird man an den Korpus einer Geige erinnert. Aber auch ein zerfressenes Blatt passt ganz gut zur Körperform. Meist sind die Tiere beige, braun oder gar schwarz eingefärbt. Dabei erreichen sie eine Größe von 10 cm. Zumindest gilt dies für die Weibchen. Die Männchen werden selten größer als 8 cm.

Möchte man die Art in der freien Natur bestaunen, findet man sie in Südostasien. Dort leben die Tiere meist in den tropischen Regenwäldern. Wer sie dort erspähen möchte, muss die Büsche und Sträucher genauestens absuchen. Einerseits, da die Population rückläufig ist und andererseits, aufgrund des immer kleiner werdenden Lebensraums.

Lebenserwartung:Weibchen 18 Monate & Männchen 12 Monate
Verhalten:Kaum aggressiv und daher gut zur Gruppenhaltung geeignet.
Geeignet für:Fortgeschrittene & Profis
Terrarium:20 x 20 x 30 cm zur Einzelhaltung, 30 x 30 x 30 cm zur Haltung von 3 adulten Tieren.
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen sowie Schaben und Heimchen in passender Größe.

Haltung:

Wer diese Gottesanbeterinnen Art zu Hause bestaunen möchte, braucht ein Terrarium mit den Maßen 20 x 20 x 30 cm. Die Gruppenhaltung erfordert allerdings größere Abmessungen. Hierfür wird ein Terrarium mit den Maßen 30 x 30 x 30 cm für 3 bis 4 Adulttiere fällig.

Die Temperatur sollte am Tag bei mindestens 28 Grad Celsius liegen. Höher als 35 Grad Celsius sind aber ebenso wenig empfehlenswert. In der Nacht genügen hingegen 18 Grad Celsius vollkommen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 30 bis 40 Prozent liegen. Wer den Tieren etwas Gutes tun möchte, kann die Luftfeuchte für kurze Zeitspannen auf 60 Prozent erhöhen.

Als Bodengrund fürs Terrarium eignen sich Erde, Sand, Küchenpapier oder auch Kies. Die optimale Einrichtung besteht aus Ästen, die bis zur Decke reichen. Dies gilt übrigens auch für die echten oder gerne auch künstlichen Pflanzen. Eine Gaze im Deckel sollte man auf jeden Fall verwenden.

Gut zu wissen:
Diese Gottesanbeterinnen Art deckt den kompletten Bedarf an Flüssigkeit aus der Nahrung. Außerdem können die Männchen richtig gut fliegen.

Orchideenmantis:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Im Regenwald der Länder Malaysia, Indonesien, Sumatra, Indien und China lebt diese wunderschöne Fangschrecke. Meist findet man sie in der Nähe von Orchideen, deren Blüten sie in atemberaubender Art und Weise nachahmt. Dieser Fähigkeit verdankt sie auch ihren Namen Orchideenmantis. Hierzulande kennt man sie aber auch unter den Namen Hymenopus coronatus oder auch Kronenfangschrecke.

Die weiblichen Tiere werden etwa 9 cm groß. Die Männchen hingegen schaffen eine maximale Länge von 4 cm. Besonders schön an diesen Tieren sind die verschiedenen Farbvarianten. So existieren weiße, gelbe sowie hellgrüne Tiere. Selbst die Farbe Rosa ist hier vertreten.

Lebenserwartung:Weibchen bis zu 1,5 Jahre & Männchen bis zu 1 Jahr
Verhalten:Mittlere Aggressivität
Geeignet für:Fortgeschrittene & Profis
Terrarium: 20 x 20 x 30 Würfel zur Einzelhaltung
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen und krabbelnde Futtertiere

Haltung:

Wer diese Art im eigenen Terrarium bestaunen möchte, sollte sich vor Augen führen, dass die Tiere etwas aggressiver sind. Des Weiteren werden sie bis zu 1,5 Jahre alt. Das gilt zumindest für die Weibchen. Die Männchen werden etwa 12 Monate alt bis sie sterben.

Zur Haltung eines einzelnen Tiers wird ein Terrarium mit den Maßen 20 x 20 x 30 cm empfohlen. Natürlich können kleinere Stadien auch in kleineren Behausungen aufwachsen. Allerdings sollte man darauf Acht geben, dass zur Häutung immer die doppelte Länge des Körpers nach unten Platz ist.

Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber zwischen 25 und 30 Grad Celsius betragen. Nachts hingegen reichen 18 Grad Celsius vollkommen aus. Die relative Luftfeuchte sollte sich in einem Bereich von 50 bis 60 Prozent einpendeln. Als Bodengrund eignen sich Erde oder Sand.

Da die Tiere sich nur selten auf dem Boden aufhalten, sollte man für ausreichend Äste sowie feste Pflanzen mit breiten Blättern sorgen. Sinnvoll sind hierbei Orchideen, Bromelien oder auch der gute alte Bogenhanf. Dieser eigent sich besonders gut zur Oothekenablage.

Gut zu wissen:
Das blumenartige Erscheinungsbild sorgt für die hohe Beliebtheit dieser Art unter Terraristik-Freunden. Allerdings ist die Haltung doch sehr anspruchsvoll. Daher sollten sich nur erfahrene Halter an die Orchideenmantis herantrauen.

Große Astmantis:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Diese Gottesanbeterinnen Art wird besonders groß. Sie eignet sich gut zur Gruppenhaltung, da es nur in wenigen Fällen zu Kannibalismus kommt. Der Name verrät uns schon viel über diese Fangschrecke. So ähnelt sie vom Aussehen her einer kleinen Astgabel.

Möchte man sie in der freien Wildbahn bestaunen, kann man dies in Afrika tun. Dort treibt sich die Mantis auf Büschen und Sträuchern in trockenen Gebieten herum. Trotz der guten Tarnung kann man sie dort mit etwas Übung gut erspähen. Schließlich werden die Weibchen 15 cm groß und die Männchen sind kaum kleiner.

Lebenserwartung:Weibchen bis zu 2 Jahre & Männchen bis zu 1,5 Jahre
Verhalten:Wenig bis gar nicht aggressiv, daher Gruppenhaltung in allen Stadien gut machbar.
Geeignet für:Fortgeschrittene
Terrarium: 30 x 30 x 40 cm zur Einzelhaltung & 40 x 40 x 50 cm für 2 Paare
Futter:Fruchtfliegen, Goldfliegen, Schmeißfliegen und krabbelnde Futtertiere

Haltung:

Wer sich für die Haltung der Astmantis interessiert sollte über ausreichend Platz verfügen. Ganze 30 x 30 x 40 cm muss alleine das Terrarium für ein einzelnes Tier groß sein. Für 2 Paar reichen dann allerdings 40 x 40 x 50 cm. Die Temperatur sollte am Tage zwischen 25 und 30 Grad Celsius liegen. Nachts sind auch 18 Grad kein Problem.

Möchte man bei der Luftfeuchtigkeit alles richtig machen, sollte diese am Tag bei 40 bis 50 Prozent liegen. Nachts hingegen darf es gerne etwas mehr sein. Als Bodengrund eignen sich hier Erde, Sand, Küchenpapier und Kies. Zur Einrichtung gehören weiterhin Äste, lebende oder künstliche Pflanzen sowie Doppelbelüftung.

Gut zu wissen:
Die Umgebung der Tiere muss nicht jeden Tag besprüht werden. Schließlich macht es diesen Gottesanbeterinnen nichts aus auch mal 2 bis 3 Tage auf ausreichend Flüssigkeit zu warten. Trotzdem sollte man lieber zu oft als zu selten vom Wassersprüher Gebrauch machen. Gerade kleinere Stadien bleiben gerne in der Haut stecken, wenn die Luftfeuchte zu gering ausfällt.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Dieses Thema scheint unsere Leser wirklich sehr zu beschäftigen. Immer wieder erhalten wir Fragen rund um die ganzen Fangschrecken-Arten fürs Terrarium. Daher sind wir auf die Idee gekommen, auch hier ein kleines FAQ ins Leben zu rufen. So bekommen gerade Einsteiger noch weitere Informationen.

Welche Gottesanbeterinnen-Arten eignen sich für Anfänger?

Die Antwort auf diese Frage ist doch relativ leicht zu geben. Besonders empfehlenswert sind die Ghane-Gottesanbeterin, Indische Riesengottesanbeterin, Afrikanische Gottesanbeterin und die Geistermantis.

Welche Fangschrecken-Arten sind eher etwas für erfahrene Halter?

Wer bereits länger Gottesanbeterinnen hält oder sehr ambitioniert ist, der sollte sich eher mit diesen Insekten beschäftigen: Orchideenmantis, Wandelnde Geige und Große Astmantis. Alle 3 Arten bestechen mit einem atemberaubenden Äußeren. Der Mehraufwand für die Pflege lohnt sich also auf alle Fälle. So viel sei schon mal verraten.

Welche Mantis-Arten sind gut geeignet zur Gruppenhaltung?

Viele Arten neigen zu Kannibalismus und sind zudem sehr aggressiv. Daher ist diese Frage nicht ganz einfach zu beantworten. Vergessen sollte man dabei auch nicht, dass selbst für die Gruppenhaltung prädestinierte Tier einmal einen Artgenossen verspeisen können. Grundsätzlich eignen sich für dieses Vorhaben, aber diese Vertreter: Ghana-Gottesanbeterin, Geistermantis, Große Teufelsblume und die Wandelnde Geige.