Gottesanbeterin gefährlich

Fangschrecken sind wirklich faszinierende Wesen. Viele Menschen halten die Insekten, die häufig aussehen wie Äste, Blätter oder sogar Blüten in den eigenen vier Wänden. Trotzdem stellen sich viele Menschen beim Anblick eine ganz bestimmte Frage: Sind Gottesanbeterinnen gefährlich? Nein, sie sind es nicht. Sie tun dem Menschen überhaupt nichts. Etwas genauer erklären bzw. untermauern wir diese Behauptung in den folgenden Zeilen.

Grundlegende Fakten über Fangschrecken:

Der Hauptgrund für die Annahme, dass Fangschrecken gefährlich sind, liegt in deren seltenen Anblick begründet. Im eigenen Garten oder der freien Natur trifft man nur selten auf die kleinen Insekten. Aufgrund dessen kennt fast kein normaler Mensch die kleinen Mantiden. Dies führt immer wieder zu Fehleinschätzungen und zu dem Irrglauben, dass die Tiere einem Menschen wehtun würden.

Doch warum sieht man fast nie Gottesanbeterinnen in Deutschland? Die Antwort auf diese Frage ist einfach, aber auch ein bisschen traurig. Die Tiere stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Auch in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz handelt es sich um ausgefallene Gäste. Häufiger trifft man die Gottesanbeterinnen in Mittelmeerraum an. Sie mögen das warme und trockene Klima.

Gut zu wissen:
Die Klimaerwärmung hat nicht nur negative Aspekte. Da es hierzulande immer wärmer wird, sollte man Gottesanbeterinnen in Zukunft häufiger in der freien Natur antreffen. Nichtsdestotrotz wird man die Tiere nur schwer erspähen können. Sie tarnen sich einfach zu gut.

Wie gefährlich sind Fangschrecken denn nun?

Fangschrecken gefährlich

Beim Anblick der Insekten fragen sich viele Leute, ob sie gebissen oder vielleicht gezwickt werden können. Häufig hört man auch, dass die Tiere giftig seien. Der Dorn an den Fangarmen soll auch höllische Schmerzen verursachen, wenn er sich im weichen Gewebe eines Fingers positioniert. Doch stimmt das überhaupt und wie sollte man sich gegebenenfalls schützen?

In der Regel werden einem die Tiere niemals gefährlich werden. Entweder verschwinden sie frühzeitig oder tarnen sich gut genug. Kommt es doch einmal zum direkten Kontakt werden die Fangschrecken den Menschen eher nicht beißen. Wahrscheinlicher ist immer die Abwehr mithilfe der Fangbeine.

Kommt es doch einmal zum „zuschnappen“ kann ein weicher Kinderfinger durchaus etwas bluten. Bei erwachsenen Menschen hingegen ist die Haut hierfür schon zu dick. Man spürt meist nur ein kleines zwicken. Und nein, dabei wird kein Gift in den eigenen Blutkreislauf gepumpt. Trotzdem sollte man die Stelle gründlich desinfizieren. Sicher ist schließlich sicher.

Fangschrecken sind absolut ungiftig und haben ein passives Wesen. Solange es möglich ist, werden sie versuchen zu flüchten oder sich tarnen und das Beste hoffen. Man sollte also keine große Angst vor den Tieren haben. Wirklich gefährlich können und wollen sie einem auch nicht werden. Das gilt allerdings nicht immer für den Menschen.

Nähert man sich den zarten Insekten unbedacht ist die Gefahr sehr groß, dass man sie dabei ordentlich verletzt. Große Vorsicht ist im Umgang mit den Tieren also geboten. Das gilt insbesondere für Terrarienbesitzer, die ihre Mantiden auf die Hand nehmen möchten. Auch zahme Tiere sind keine Objekte, die einmal komplett durch den Freundeskreis gereicht werden sollten.

Gut zu wissen:
Obwohl Gottesanbeterinnen für den Menschen ungefährlich sind, sollte man sich diesen nicht einfach so nähern. Schließlich stresst dies die Tiere ungemein und kann sie sogar zu einem Angriff provozieren. Außerdem können Fangschrecken an zu großem Stress versterben. Daher sollte man Exemplare in der freien Natur nicht unbedingt auf die Hand nehmen.