Gottesanbeterin-giftig

Die Frage, ob Gottesanbeterinnen giftig sind, bekommen wir relativ häufig gestellt. Dem ist aber nicht so. Die Fangschrecken sind weder gefährlich noch beißen sie einen. Dies gilt sowohl für Menschen als auch Tiere. Allerdings verfügt die Mantis an den vorderen Fangarmen über kleine, stachelartige Auswüchse mit denen sie Insekten bei der Jagd festhalten kann. Zumindest ihrer Nahrung kann sie damit gefährlich werden.

Und nein, die Tiere haben keinen Stachel und können damit auch niemanden stechen. Hierbei handelt es sich sozusagen um ein beliebtes Ammenmärchen. Auch Haustiere brauchen sich keinesfalls vor den grazilen Fangschrecken zu fürchten. Gottesanbeterinnen sind weder giftig, noch beißen sie Katzen oder Hunde. Werden sie von diesen aber stark bedrängt, wissen sie sich durchaus in geringem Maße zu wehren. Zumindest so lange bis sie sich erfolgreich auf die Flucht machen können.

Die Drohgebärde der Gottesanbeterin:

Der Irrglaube, dass die kleinen Fangschrecken gefährlich oder giftig sind, liegt an der Drohhaltung. Sobald man sich dem Tier nähert und sei es nur mit dem kleinen Finger, verfällt es in eine Drohgeste. Wenn man nun nichts weiter macht, wird das Tier das Weite suchen. Wer aber versucht die Gottesanbeterin zu berühren, kann von ihr durchaus gezwickt werden. Damit will sie einem natürlich nichts tun, sondern lediglich ihre Gesundheit verteidigen.

Allerdings kommt es nur selten so weit. Die Tiere sind immer auf Flucht und Rückzug bedacht. Sie sind nämlich viel zu ängstlich, um sich wirklich in Finger oder Hand zu verbeißen. Obwohl es für manche bedrohlich wirken mag, wenn die Tiere bei der Annäherung ihre Fangarme heben, so hat dies mit Angriffslust nur wenig zu tun. Es handelt sich ausschließlich um eine Droh- und Verteidigungsgeste.

Außerdem muss man an dieser Stelle einmal etwas Ganz anderes sagen. Nämlich, dass die Wahrscheinlichkeit viel größer ist, dass man selbst dem Tier etwas tut, anstatt sich von ihm zwicken zu lassen. Im Umgang mit den Tieren gilt daher immer oberste Vorsicht. Sie lassen sich wirklich leicht verletzen.

Gut zu wissen:
Anstelle eine Gottesanbeterin einfach anzufassen, sollte man die Kontaktaufnahme mit etwas mehr Hirnschmalz angehen. So kann man die Tiere problemlos auf die eigene Handfläche klettern lassen. Dann kann man sie in Ruhe mustern. Angst braucht man dabei nicht zu haben, die Tier sind zart und leicht verletzlich. Zudem haben sie ein passives Wesen.