Der Drusenkopf ist eine auf den Galápagos-Inseln beheimatete Leguanart. Charakteristisch für ihn ist das einem Drachen ähnelnde Erscheinungsbild. Der bekannte Naturforscher Charles Darwin beschrieb die Tiere als hässlich. Dem können wir aber nicht zu stimmen.

Die bis zu 1,25 Meter langen Tiere sind fast am ganzen Körper bräunlich-rot gefärbt. An der Unterseite hingegen sind sie gelblich bis orange. Der Drusenkopf verfügt über einen kurzen Schwanz, den er allerdings nicht wie seine Verwandten vom Festland bei Bedarf abwerfen kann.

Der Körper ist häufig gefleckt, hat viele Falten am Hals und dieser Leguan hat einen Kamm aus Hornzapfen im Nacken. Diese setzen sich auch auf dem Rücken fort, werden dabei aber immer kleiner.

Drusenkopf und Drusenköpfe sind keine Synonyme:
Der Drusenkopf, auch als Galapagos-Landleguan bezeichnet, ist eine Art aus der Gattung der Drusenköpfe. Ein Drusenkopf ist also eine eigene Art, wohingegen der Begriff Drusenköpfe die komplette Gattung umfasst.

Drusenkopf-Leguan Steckbrief:

Zu Beginn dieses Artikels haben wir eine kleine Tabelle mit den wichtigsten Daten zusammengestellt. So kann man sich im Handumdrehen einen Überblick über diese Leguanart verschaffen.

Aussehen:Orange Unterseite, Braun-graue Oberseite, kurzer, stumpfer gelblicher Kopf.
Größe:Bis zu 1,5 m lang
Gewicht:Bis zu 12 kg schwer
Verbreitung:Galapagos-Inseln
Lebensform:Tagaktiv, bewohnt selbst gegrabene Erdhöhle.
Ernährung:Pflanzenfresser
Vermehrung:Weibchen legt bis zu 25 Eier.

Aussehen:

Der Drusenkopf ist eine schwere Echse mit kräftigen Beinen. Diese verfügt an den Füßen über große und kräftige Krallen. Meist werden die Tiere etwa 1,2 Meter lang und sind meist gelb oder braun eingefärbt. Manch ein Exemplar wird aber auch 1,5 Meter lang und dabei bis zu 12 kg schwer.

Der Kopf des Galapagos-Landleguans ist sehr klein und stumpf. Meist ist er etwas gelblich eingefärbt. Der Schwanz ist etwas länger als Kopf und Rumpf zusammen. Oft ist er zwischen 50 und 60 cm lang.

Gut zu wissen:
Den Namen Drusenkopf verdankt diese Leguanart den drüsenartigen Poren am Kopf.

Verbreitung:

Diese Echsen leben nicht auf allen Galápagos-Inseln. So trifft man sie nur auf Isabela, Fernandina und Santa Cruz, sowie deren Nebeninseln Baltra, Seymour Norte und Plaza Sur an. Auf der Insel Santiago, wo sie von Charles Darwin entdeckt wurden, sind sie inzwischen sogar ausgerottet.

Lebensweise:

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Der Drusenkopf-Leguan lebt auf den Galápagos-Inseln. Das tagaktive Tier bestreift nur einen kleinen Radius um seinen gegrabenen Bau. In diesem verbringt er auch jede Nacht.

Als Jungtier muss er sich besonders vor dem Galápagos-Habicht in Acht nehmen. Sobald er etwas größer ist, braucht er sich keine allzu großen Sorgen vor Fressfeinden zu machen. Daher kann er die Vor- und Nachmittage entspannt im Schatten verbringen.

Ernährung:

Drusenkopf-Leguane ernähren sich von Pflanzen. Hauptsächlich verspeisen sie dabei Früchte, Blätter, Sprossen und Blüten der Opuntien. Aber auch eine ganze Menge an Kakteen stehen auf dem Speiseplan.

Mit diesen decken viele von ihnen ihren kompletten Bedarf an Süßwasser. Und keine Sorge die Stacheln können den Tieren nichts anhaben. Reicht das Wasser in den Kakteen nicht aus, suchen die Leguane Wasserquellen auf.

Fortpflanzung:

Drusenkopf-Leguane legen Eier, um sich zu vermehren. Die Weibchen legen diese in extra gegrabene Erdlöcher. Meist befinden sich in diesen zwischen 3 und 25 Eier. Das Besondere an ihnen ist die lederartige Hülle. Nach rund 50 Tagen schlüpfen dann die Babys.

Gut zu wissen:
Drusenkopf-Weibchen legen auf der Insel Fernandina bis zu 15 Kilometer zurück, um gute Nistplätze zu finden. Ab und an legen sie ihre Eier sogar in erloschenen Vulkankratern ab.

FAQ:

FAQ

Immer wieder erreichen uns Fragen zum Drusenkopf bzw. Galapagos-Landleguan. Aufgrund dessen haben wir zum Abschluss dieses kleinen Artikels noch ein FAQ ins Leben gerufen.

Mit welchen Leguanarten ist der Drusenkopf verwandt?

Diese Leguane sind sehr eng mit den ebenfalls auf den Galápagosinseln lebenden Meerechsen verwandt. Zudem gibt es noch drei weitere Arten:

  • Rosanda – Drusenkopf (Conolophes marthae)
  • Santa Fe-Drusenkopf (Conolophus pallidus Heller, 1903)
  • Conolophus marthae Gentile & Snell (2009)

Sind Galapagos-Landleguane vom Aussterben bedroht?

Nein. Die menschenfreundlichen und eher zahmen Tiere sind derzeit nicht als gefährdet eingestuft. In der Vergangenheit wurden sie auf Santa Cruz fast vollkommen ausgerottet durch die vielen Haushunde. Allerdings ist es gelungen sie dort wieder erfolgreich anzusiedeln. Auch auf der Insel Baltra hat man sie wieder erfolgreich ansiedeln können.

Kann man die Drusenkopf-Leguane live besichtigen?

Ja, dies ist möglich. So gibt es Kreuzfahrten und Tagesausflugsboote, die einen zu den Tieren bringen. Gerade auf den Inseln Santa Fé, Plaza Sur und North Seymour kann man sie das ganze Jahr über sehen.

Wer den rosa Landleguan (Rosanda – Drusenkopf (Conolophes marthae)im Norden von Isabela sehen möchte, sollte darauf achten eine Kreuzfahrt über die Westroute zu buchen.