Leguan-gefährlich

Die Frage, ob Leguane gefährlich werden können, ist durchaus berechtigt. Wer sich nämlich etwas mit der Haltung dieser Echsen auskennt, weiß wie kräftig die Tiere sind. Gerade Hiebe mit dem Schwanz können zu schweren Verletzungen führen. Aber auch die Krallen sind nicht zu unterschätzen. Eines können wir an dieser Stelle schon mal verraten. Leguane sind keine Kuscheltiere. Der richtige Umgang will gelernt sein.

Achtung, aufgepasst:
Bis zu einem gewissen Punkt kann man Leguane zähmen und an die eigene Hand gewöhnen. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Tiere kein Fan von Berührungen durch Menschen sind. Genießen können sie Streicheleinheiten daher nicht wirklich.

Wie gefährlich kann so ein Leguan wirklich werden?

Viele Halter sind der Meinung, dass ein Leguan mit seinen Krallen höchstens Verletzungen wie eine Katze verursachen kann. Dem ist aber nicht so. Die Krallen sind länger und mehr Kraft haben größere Leguan-Arten auch als die putzigen Vierbeiner. Zudem haben sie keine so ausgeprägte Beziehung zu ihrem Pfleger als Hunde oder Katzen. Dem sollte man sich bewusst sein.

Ein Biss kann schmerzen:

Aber auch das Maul sollte man nicht unterschätzen. Wer schon einmal das Vergnügen eines Bisses hatte, weiß, wovon wir sprechen. Selbst ein Handschuh schützt nicht immer vor einer Verletzung am Finger oder Hand. Vergessen darf man bei solch kleineren Wehwehchen eine möglicherweise entstehende Infektion auf keinen Fall. Gründliches Desinfizieren ist nach solch einer Auseinandersetzung also absolute Pflicht.

Der Schwanz funktioniert wie eine Peitsche:

Immer mal wieder hört man davon, dass der grüne Leguan mit seinem Schwanz Terrarium-Scheiben zum Bersten bringen kann. Und dabei handelt es sich um keinen Mythos. So ein Schlag mit dem Schwanz kann durchaus zu schweren Verletzungen führen. Gerade Katzen und Hunde können davon häufig ein Lied singen.

Aber auch viele Halter haben sich bei solch einem Hieb schon Blutergüsse, Prellungen oder gar Brüche geholt. Oft kommt es aber auch nur zu kleineren Quetschverletzungen oder Wundmalen am Rücken. Aber selbst solche Verletzungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und sie gegebenenfalls ärztlich behandeln lassen.

Gut zu wissen:
Die Frage, ob Leguane giftig sind, bekommen wir recht häufig gestellt. Dem ist aber nicht so. Im Gegensatz zu anderen Echsen, wie dem Komodowaran, der Krustenechse oder gar der östlichen Bartagame gibt es bei den Leguanen kein Anzeichen für Gift.

Wie kann man Verletzungen vermeiden?

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Die Großzahl der durch Leguane entstandenen Wunden kann man vermeiden. Häufig ist ein falscher Umgang mit den Reptilien Schuld an der Misere. Leguane werden in der Regel nur dann gefährlich, wenn sie sich massivst bedroht fühlen. So weit muss man es aber gar nicht kommen lassen. Es gibt aber noch einige andere Fehler, die häufig gemacht werden.

Die Vergesellschaftung mit Säugetieren ist ein Fehler:

Man sollte nicht versuchen Hunde oder Katzen mit Leguanen in der Wohnung gemeinsam herumlaufen zu lassen. Damit tut man keinem der Tiere einen wirklichen Gefallen. Fühlt sich nur einer der Vierbeiner bedroht, kann es zu schweren Raufereien kommen. Daher sollte der Leguan nur im Terrarium zu Hause sein. Dies ist auch besser für seinen Wärmehaushalt.

In der Paarungssaison sollte man Vorsichtig sein:

Während der Fortpflanzungszeit reagieren viele Männchen mehr als aggressiv, wenn man das Weibchen aus dem Terrarium für Arbeiten nimmt. Die Tiere denken dann nämlich, dass ihnen die Paarung verweigert wird. In diesem Zusammenhang kommt es daher häufig zu Attacken auf den Pfleger. Man sollte also etwas Vorsicht walten lassen.

Klamotten sind das A & O:

Gerade im Sommer tragen viele Halter nur eine Badehose oder einen Bikini. Darin ist auch nichts Verwerfliches. Möchte der Leguan jetzt aber auf den Rücken klettern, kann man sich an Brust und rücken ordentlich verletzen. Solche Schnittwunden hätte man aber mit einer einfachen Bekleidung für den Oberkörper verhindern können.

Streicheln ist immer ein Problem:

Grundsätzlich mögen Leguane keine Streicheleinheiten. Viele Halter sehen dies aber anders. Daher sollte man bei der Kontaktaufnahme darauf achten, dass der Leguan keine schlechte Laune hat. Beim kleinsten Anzeichen von Drohgesten sollte man ihn weder streicheln, noch anderweitig provozieren. Viel besser wartet man einfach ab und begibt sich später zum Tier. Schließlich kann so ein Leguan gefährlich werden.

Unser Fazit zur Frage, ob Leguane gefährlich sind:

Leguane sind keine gefährlichen Haustiere, solange man sie richtig behandelt und ihre Nöte auch versteht. Man sollte sich also gründlich in die Haltung einlesen und gerade als Anfänger bei Streicheleinheiten aufpassen. Außerdem braucht es doch einiges an Zeit bis sich das Tier an die neue Umgebung, den Halter und die geänderten Lebensumstände gewöhnt hat.

Zudem sollte man den Leguan nie höher als auf Kopfhöhe setzen. Einerseits signalisiert man dem Tier so, dass es der Anführer ist, andererseits kann man bei solch einem Handling Gesichtsbisse bekommen. Obwohl dies recht abwegig klingt, klagen doch viele Halter über solche Verletzungen.

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