Grüner-Leguan-Nahaufnahme

Grüne Leguane sind faszinierende Echsen, die nicht nur mit ihrer wunderschönen Färbung, sondern auch mit ihrem faszinierenden Aussehen bestechen können. Die hierzulande beliebten Terrarientiere sind flinke Kletterer und können sehr gut schwimmen. Zudem gilt ihr Wesen als sehr sensibel, neugierig und eigensinnig. Außerdem werden die Tiere mit der Zeit sehr zahm.

Was man über den Grünen Leguan und dessen Aussehen, sein Verbreitungsgebiet, seine Lebensweise und über die Haltung wissen sollte, verraten wir dir in diesem Ratgeber. Dabei gehen wir auf jeden noch so erdenklichen Punkt ein und haben sogar einen FAQ-Bereich für die Echsen geschaffen. Das Lesen lohnt sich, so viel sei versprochen!

Grüner Leguan Steckbrief:

Diese Leguanart ist noch immer weit verbreitet in deutschen Terrarien. Zudem assoziieren viele Menschen den Begriff Leguan mit den aus Südamerika stammenden grünen Drachen. Was man alles über die Tiere wissen muss, verrät dir unser Steckbrief.

Unterarten:Die Nominatform Iguana iguana iguana ist auf den Kleinen Antillen sowie in Südamerika verbreitet. Die zweite Unterart Iguana iguana rhinolopha findet man hauptsächlich in Mittelamerika.
Aussehen:Massiger Kopf mit Kehlwamme, Rückenkamm vom Nacken bis zum Schwanz, meist gräulich-grüne bis braune Färbung.
Größe:Bis zu 2,3 Meter Gesamtlänge bei einer Kopf-Rumpf-Läge von etwa 45 cm.
Gewicht:Bis zu 10, 5 Kilogramm
Lebenserwartung:10 bis 17 Jahre im Terrarium, maximal 25 Jahre in der Natur.
Lebensweise:Tagaktive Leguane, die auf Bäumen leben.
Verbreitung:Mittel- & Südamerika zwischen Mexiko und Costa Rica. Wurde in Florida und Hawaii eingeschleppt, was zu teils großen Problemen führt.
Ernährung:Pflanzenfresser (herbivor)
Geschlechtsreife:Etwa 3 Jahre
Fortpflanzung:Weibchen legen etwa 3 bis 4 Wochen nach dem Geschlechtsakt 30 bis 45 Eier in eine selbst gegrabene Erdhöhle. Meist schlüpft der Nachwuchs nach 8 Wochen.
Artenschutz:WA II, nicht meldepflichtig. Es muss aber ein Herkunftsnachweis vorliegen.
Haltung:Einzeln, Paar oder Gruppe mit einem Männchen.
Terrarientyp:Feuchterrarium mit UV-Bestrahlung.
Schwierigkeitsgrad:Fortgeschrittene & echte Profis
Besonderheiten:Männchen werden größer als Weibchen, diverse Farbzüchtungen am Markt verfügbar & können gut schwimmen.

Merkmale & Aussehen:

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Grüne Leguane werden weit größer als die meisten Menschen beim Anblick der Jungtiere denken. So erreichen die Tiere in Ausnahmefällen eine Gesamtlänge von bis zu 230 cm und dabei ein Gewicht von etwa 10, 5 Kilogramm. Die meisten Exemplare werden aber kaum länger als 150 cm. Allerdings werden die Männchen deutlich größer als die Weibchen und verfügen über größere Stacheln auf dem Schwanz und Rücken.

Charakteristisch für männliche Leguane ist weiterhin der massige Kopf mit der großen Kehlwamme. Ganze 30 % ist diese bei Männchen größer. Außerdem sind die Schuppen unter dem Trommelfell bei männlichen Tieren größer. Dies führt dazu, dass die Backen sehr imposant wirken.

Viele Menschen sind der Meinung, dass Grüne Leguane ausschließlich ein grünes Schuppenkleid bekommen können. Dem ist aber nicht so. Der Name trägt nämlich. So gibt es diverse Farbzüchtungen und die Tiere können dabei rot-orange oder sogar blau werden.

Der Rückenkamm beim Grünen Leguan reicht vom Nacken bis hin zum Schwanz. Auch hier sind die Männchen wieder im Vorteil. Ihr Kamm wird oft bis zu 5 cm höher als der Kamm, der weiblichen Leguane. Außerdem besitzen Männchen an der Innenseite der Schenkel größere Femoralporen als die Weibchen. Während der Paarungszeit wachsen Stacheln aus einem wachsartigen Material aus den Poren. Man vermutet, dass diese Stacheln der Kommunikation dienen.

Gut zu wissen:
Männliche Tiere verteidigen ihr Revier mit peitschenartigen Hieben ihres Schwanzes. Da dieser bis zu 2/3 der gesamten Körperlänge ausmachen kann, handelt es sich durchaus um eine gefährliche Waffe, die für schwere Verletzungen bei Revierkämpfen verantwortlich ist.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Gruppe Grüner Leguane

Der Grüne Leguan stammt aus Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika. Allerdings wurde er auch in die USA eingeschleppt. Gerade in Florida fühlen sich die Echsen sehr wohl, was für viele Gartenbesitzer zu Problemen führt. Teilweise wird schon von einer Invasion oder Plage berichtet.

Außerdem findet man die Leguane nicht nur am Festland, sondern auch auf den einzelnen Inseln in Florida. Dort gibt es sogar recht große Exemplare von über 2 Meter Länge, da es dort keine natürlichen Fressfeinde gibt. Des Weiteren werden auch die Kleinen Antillen in der östlichen Karibik von den Tieren bevölkert.

Der bevorzugte Lebensraum sind Tieflandwälder in der Nähe großer Gewässer. Außerdem überschreiten die Tiere nur in ganz seltenen Fällen eine Höhengrenze von 1000 Metern. Man kann also durchaus von Flachlandbewohnern sprechen. Allerdings heißt dies nicht, dass die nicht gut klettern könnten. So viel sei schon mal verraten.

Gut zu wissen:
Der Grüne Leguan hat in vielen Ländern eine kulinarische Bedeutung. So werden relativ häufig frei lebende Tiere von Jägern erlegt. Es gibt aber auch spezielle Farmen, die die Tiere ausschließlich wegen ihres zarten Fleisches halten. So erinnert der Geschmack an Hühnchen, was den Leguanen den Namen „Grüne Hähnchen“ eingebracht hat. Sehr bekannt ist in Südamerika das Gericht Sopa de Garrobo.

Lebensweise des Grünen Leguans:

Grüner-Leguan-Natur

Der tagaktive Leguan lebt hauptsächlich auf Bäumen, kann aber bei Bedarf auch schnell und sehr weit schwimmen. Gerade bei der Flucht vor Angreifern lässt er sich von überhängenden Ästen ins Wasser fallen und schwimmt einfach vor der Bedrohung davon. Allerdings sind die Tiere sehr standorttreu. Besonders gerne mögen sie eine hohe und dichte Vegetation mit viel Feuchtigkeit sowie Sonnen- und Schattenplätze.

Grüne Leguane können im äußersten Notfall, wie auch Eidechsen, ihren Schwanz abwerfen. Er wächst meist aber nur teilweise nach. Daher ist der Schwanz bei frei lebenden Exemplaren häufig so kurz im Vergleich zu in Gefangenschaft lebenden Tieren.

Obwohl früher gegenteiliges behauptet wurde, sind Grüne Leguane reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich nicht von Insekten. Mehrere Studien beweisen inzwischen, dass sich die Tiere in der freien Wildbahn überwiegend von Blättern ernähren.

Gut zu wissen:
Möchten männliche Tiere die Weibchen beeindrucken, gelingt ihnen dies durch ihr imposantes Drohverhalten. So blähen sie ihre Kehlwamme auf oder nicken ständig mit ihrem Kopf. Auch das laterale Abflachen des Körpers, um größer zu erscheinen, kann man auf der Balz häufig beobachten.

Grüner Leugan Haltung:

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Die Tiere waren über Jahre hinweg ein absoluter Importschlager auf dem deutschen Reptilienmarkt. Selbst heute noch werden jährlich über 5000 Exemplare nach Deutschland importiert. Allerdings war vielen Haltern nicht bewusst, dass Grüne Leguane über 2 Meter lang werden können.

Auch die hohe Lebenserwartung von 10 bis 17 Jahren war den meisten Leuten nicht bekannt. Daher wurden viele Tiere nach ein paar Jahren der Haltung abgegeben. Viele Tierheime und Reptilienauffangstationen können davon ein Lied singen. Wer allerdings genügend Platz und Zeit für die Haltung der Grünen Leguane hat, interessiert sich für ein spannendes Terrarien-Tier.

Terrarium:

Grüne Leguane sind sehr gute Kletter und wohnen daher auf Bäumen. Das Terrarium sollte daher höher als breit sein. Allerdings ist es doch sinnvoller ein ganzes Zimmer zur Haltung umzubauen. In der freien Natur haben dominante Tiere, nämlich einen Bewegungsspielraum von bis zu 1 Hektar.

Als Einrichtung empfiehlt sich ein großes Wasserbecken, da die Tiere gerne baden. Aufgrund dessen werden Grüne Leguane häufig in sehr großen Feuchtterrarien oder sogar in richtigen Aquaterrarien gehalten. Das Bodensubstrat sollte leicht feucht sein und aus Sand, Kies oder Humus bestehen. Außerdem sollte man beim Bau des Terrariums darauf achten, dass die Luftzirkulation gut funktioniert.

Als Einrichtung sind waagrechte Sitzäste sowie Kletteräste das A & O. Der Durchmesser sollte dabei mindestens dem Rumpfdurchmesser der Tiere entsprechen. Aber auch Versteckmöglichkeiten wie Korkröhren oder Korkplatten sind sehr wichtig.

Den letzten Feinschliff verpasst man dem Terrarium oder dem Zimmer mit einer Bepflanzung aus ungiftigen Pflanzen. Schließlich knabbern die Tiere gerne an ihnen herum. Viele Halter besitzen daher sogar eine Zweitgarnitur von Pflanzen, um die abgefressen Teile regelmäßig auszutauschen.

Bei der Bepflanzung sollte man darauf achten, dass sie nicht zu zart oder kleinblättrig ist. Von Kunstpflanzen sollte man eher absehen. Empfehlenswert sind Hibikusbäume oder -sträucher, Yucca Palmen, Mangobäume, Papayabäume sowie Bananenbäume. Wer möchte, kann auch in Hängeampeln oder Töpfen auf dem Boden Kapuzinerkresse, Zaunwinde oder Ackerwinde anpflanzen.

Klimagestaltung:

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Grüne Leguane benötigen tagsüber eine Temperatur zwischen 25 und 35 Grad Celsius. An der Sonneninsel dürfen es ruhig aber auch 45 bis 48 Grad Celsius sein. Nachts hingegen mögen es die Tiere etwas kühler und es genügen 22 bis 25 Grad Celsius.

Die Luftfeuchtigkeit sollte sich am Tag in einem Bereich von 60 bis 80 % einpegeln. Nachts hingegen sind 80 bis 95 % empfehlenswert. Um diese hohen Werte erreichen zu können, braucht es eine Beregnungsanlage.

Die Tiere lieben das Sonnenlicht. Eine Bestrahlung mit UV-Licht von 14 Stunden am Tag ist daher das A & O. Vergessen darf man bei aller der Technik und den Werten nicht, dass die Tiere gerne aus einem Wassernapf trinken. Das Ablecken des Taus reicht zur Flüssigkeitsaufnahme, nämlich häufig nicht aus.

Futter:

Grüne Leguane sind reine Pflanzenfresser und fressen daher gerne Klee, Luzerne, Spitzwegerich, Löwenzahn sowie diverse Salate. Auch zerkleinertes Gemüse, wie Karotten, Paprika oder Zucchini fressen die Tiere gerne. Ab und an schadet auch ein bisschen Obst sowie die ein oder andere Frucht nicht.

Wichtig ist in puncto Grüner Leguan Futter, dass man für ausreichend Abwechslung auf dem Speiseplan sorgt. Erfahrene Halter schwören auf 6 bis 8 verschiedene Pflanzensorten, damit die Tiere mit allen benötigten Mineralien und Vitaminen versorgt werden. Zusätzlich sollte man aber Mineralstoffe in Form von Sepiaschale verfüttern sowie Vitaminepräparate nutzen.

Wer jetzt noch auf das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor achtet, macht alles richtig. Beide Stoffe sollten mindestens in einem Verhältnis von 1,3 : 1 stehen. So beugt man Stoffwechselerkrankungen der Knochen optimal vor. Gerade Gicht ist bei Grünen Leguanen eine weit verbreitete Erkrankung.

Ungeeignetes Futter für Grüne Leguane:
Grüne Leguane vertragen Oxalsäure überhaupt nicht. Diese führt bei ihnen zu Durchfall und sogar zu Nierenschäden. Daher solltest du auf dieses Grünfutter verzichten:

  • Sauerklee
  • Sauerampfer
  • Spinat
  • Rotkohl
  • Rhabarber

Weiterhin solltest du auch kein Getreide als Futter geben sowie von Frühblühern absehen. Auch Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenblätter und Mais sind keine gute Idee.

Vergesellschaftung:

In der freien Natur leben Grüne Leguane in Gruppen mit einem großen und damit auch dominanten Männchen. Weiterhin befinden sich in solch einer Clique noch 1 bis 3 mittelgroße Männchen, 1 bis 3 kleine Männchen sowie 4 bis 6 Weibchen. Außerhalb der Paarungszeit gelingt das Zusammenleben in solch einer Konstellation sehr gut.

Wird der Paarungstrieb aber immer stärker, werden Territorien gebildet und die dominanten Männchen kämpfen um die Weibchen. Gerade die Phase führt auch im Terrarium schnell zu Problemen und Aggressionen. Daher empfiehlt es sich Gruppen mit einem einzigen Männchen im Terrarium zu halten. Zudem können auch Kastrationen der männlichen Leguane helfen Aggressionen und starkes Dominanzverhalten zu minimieren.

Zucht:

Wer sich für die Zucht von Grünen Leguanen interessiert, muss sich sehr detailliert einarbeiten. Mit den folgenden Informationen möchten wir dir einen kurzen Überblick über das Züchten des Grünen Leguans verschaffen. Die Weibchen legen in der Regel bis zu 40 Eier in eine Erdhöhle ab.

Nachdem man die Grüne Leguan Eier vorsichtig geborgen hat, kann man sie bei einer Temperatur von 30 °C in eine Brutmaschine legen. Meist beträgt die Inkubationsdauer 90 bis 110 Tage. Die frisch geschlüpften Jungtiere sind mit 20 cm bereits relativ groß.

Zu Beginn kann die Aufzucht noch in einer großen Gruppe erfolgen, falls Größe und Einrichtung des Terrariums dieses Vorhaben zu lassen. Später muss man die Tiere in kleinere Gruppen separieren. Um Grüne Leguane erfolgreich züchten zu können braucht man also einiges an Platz. Daher muss dieses Vorhaben gründlich überlegt werden.

Krankheiten bei Grünen Leguanen:

Grüner Leguan Haltung

Bei Grünen Leguanen sind Milben eine häufige Erkrankung. Wer nicht gleich einen Reptilien-kundigen Tierarzt aufsuchen möchte, kann ein Hundeflohhalsband im Terrarium montieren. Meist lässt man dies 2 bis 3 Wochen hängen. Besser ist es aber bei einem Milbenbefall einen Tierarzt aufzusuchen, um den Leguan fachgerecht behandeln zu lassen.

Bei Wurmerkrankungen muss sofort ein Fachmann aufgesucht werden, um eine Wurmkur einzuleiten. Häufige Anzeichen für diese Erkrankung sind apathisches Verhalten, Durchfall wie auch Verstopfung. Werden Würmer zu spät erkannt oder erst gar nicht behandelt, kann dies zum Tod des Grünen Leguans führen. Vorbeugen kann man solchen Krankheiten eher nicht. Es ist aber anzuraten regelmäßig eine Kotuntersuchung durchführen zu lassen.

Häufig niesen Leguane. Dies ist aber nicht immer ein Anzeichen auf eine Atemwegserkrankung, sondern meist nur eine natürliche Reaktion. Handelt es sich aber um eine Erkältung oder gar um eine Lungenentzündung sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen. Leicht zu erkennende Merkmale sind schleimige Mäuler und eine blass-graue Färbung.

Gut zu wissen:
Es gibt noch eine ganze Menge weiterer Krankheiten, an denen Grüne Leguane laborieren können. So kann es zu einer Maulfäule oder zu Ekzemen kommen. Relativ oft leiden die Tiere an Schwanznekrosen, Darmerkrankungen oder an Legenot. Gelegentlich kommt es auch zu Verstopfung bei Grünen Leguanen.

Zähmung:

Diese Leguane gelten als überaus sensibel. Allerdings sind sie auch sehr neugierig und eigensinnig. Hat man sich Jungtiere zugelegt, sollte man am Anfang noch keine Zähmungsversuche unternehmen. Hier ist Geduld gefragt. Die Tiere sollten sich erstmal an das neue Zuhause gewöhnen.

Auch klassische Anfängerfehler, wie das Packen eines Leguans von oben sollte man vermeiden. Die Tiere haben ein gutes Gedächtnis und empfinden bei solch einem Griff allergrößte Todesangst. Außerdem sollte man sich anfänglich langsam und das ohne hektische Bewegungen in der Nähe der Tiere fortbewegen.

Haben sich die Echsen in ihr neues Zuhause eingewöhnt, kann man auch schon mit dem Zähmen beginnen. Dafür kann man gleich zu Beginn schauen, ob sie einem Futter aus der Hand nehmen. Gelingt dies nicht, muss man die ganze Prozedur mit einer Pinzette probieren. Man verkürzt dann täglich den Abstand zur Hand bis die Pinzette überflüssig wird. Nun hat man den Leguan an die Handfütterung gewöhnt.

Natürlich ist es auch möglich ihn zu streicheln. Allerdings sollte man sich vor Augen führen, dass die Tiere dies nicht genießen. Sie ertragen es eher aufgrund ihres friedfertigen Wesens. Auch das Herumtragen auf der Schulter ist keine gute Idee. Schließlich stimmen die klimatischen Bedürfnisse weder in der Wohnung noch draußen. Wir raten von solchen Experimenten ab!

Grüner Leguan kaufen:

Möchte man einen Grünen Leguan kaufen, sollte man beim Erwerb diverse Fallstricke beachten. Erstmal sollte man sich ausreichend Zeit bei der Begutachtung lassen und sich keinesfalls vom Händler unter Druck setzen lassen. Im Zweifel ist es besser, wenn man vom Erwerb absieht. Worauf man beim Kauf eines Grünen Leguans achten sollte, erfährst du jetzt:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum

Es gibt auch ein paar Merkmale, wo man lieber vom Kauf absehen sollte: Hypernervöses Verhalten, Außen- & Innenparasiten, apathisches Verhalten, verkrustete, entzündete oder eingefallene Augen, Deformationen aller Art, steife Gelenke oder Gliedmaßen, abgemagertes Äußeres sowie Schwellungen unter der Haut oder im Kieferbereich.

Wir raten an dieser Stelle mit Nachdruck davon ab Wildfänge zu kaufen. Diese sind immer mit Tier-, Arten- sowie Naturschutzproblemen verbunden. Zudem befinden sich solche Leguane meist in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Gemeint sind damit Parasitenbefall, Austrocknung & Abmagerung.

Achtung, aufgepasst:
Neue Leguane sollte man zu Beginn immer für etwa 2 Monate in ein Quarantäne-Terrarium verfrachten. Hier sollte man die Tiere dann gründlich auf Ektoparasiten (Milben und Zecken) sowie Endoparasiten (Würmer und Einzeller) untersuchen.

Unser FAQ über den Grünen Leguan:

FAQ

Grüne Leguane sind faszinierende Geschöpfe. Sowohl in der freien Wildbahn als auch im Terrarium machen die großen Leguane eine tolle Figur. Da es sich hier um eine beliebte Leuganart in deutschen Terrarien handelt, bekommen wir immer wieder viele spannende Fragen per Mail. Dies hat uns dazu veranlasst ein kleines FAQ anzulegen.

Was kostet ein Grüner Leguan?

Die Preise beim Grünen Leguan variieren je nach Farbvariante und Alter der Tiere. Oft bekommt man gewöhnlich gefärbte Jungtiere für um die 30 Euro. Adulte Leguane sind dann etwas teuer. Wer sich für ausgefallene Farbvarianten interessiert, muss aber auch schnell mehrere hundert Euro ausgeben. Gerade blaue Leguane haben einen hohen Preis.

Wie teuer ist die Haltung des Grünen Leguans?

Die monatlichen Kosten sind höher als viele denken. So verbraucht man einiges an Strom und Bio-Grünfutter geht mit der Zeit auch ziemlich ins Geld. Mit 30 bis 50 Euro sollte man pro Monat auf jeden Fall rechnen. Zudem sind die Anschaffungskosten für die komplette Ausrüstung sehr hoch.

Ein Terrarium kann schnell 800 Euro oder mehr kosten. Für das technische Equipment werden dann noch mal 300 Euro oder mehr fällig. Die ganzen Einrichtungsgegenstände sind auch recht teuer. Je nach Geschmack kann man hier nochmal 200 Euro oder auch deutlich mehr Geld ausgeben.

Legt der Grüne Leguan Eier?

Weibchen legen etwa 3 bis 4 Wochen nach der Paarung im Dezember oder Januar etwa 30 bis 45 Eier in eine selbst gegrabene Erdhöhle. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa 8 Wochen.

Wie alt wird der Grüne Leguan?

Laut diversen Studien und Erfahrungen von Haltern werden Grüne Leguane in Gefangenschaft etwa 10 bis 17 Jahre alt. In der freien Natur hingegen sollen die Tiere sogar bis zu 25 Jahre alt werden.

Was darf ein Grüner Leguan fressen?

Grüne Leguane sind Vegetarier. Sie ernähren sich daher von Blättern, Kräutern, Keimlingen, Gemüse und Obst. Als grobe Futterempfehlung kann man zu 80 % Blätter geben, zu 10 bis 15 % geriebene Karotten und zu 5 bis 10 % Früchte.

Weiterhin sollte man Futterzusätze, wie Kalzium- und Vitaminpräparate verabreichen. Wenn alles optimal in puncto Grüner Leguan Futter läuft, erreicht man hier ein Kalzium/Phosphor Verhältnis von mindestens 1,3 : 1. So beugt man Stoffwechselerkrankungen wie Gicht optimal vor.