Leguan als Haustier

Wer sich zum ersten Mal mit der Terraristik oder auch Leguanen im Speziellen auseinandersetzt, wird sich häufig fragen, ob ein Leguan als Haustier geeignet ist. Dieser spannenden Frage werden wir in diesem Ratgeber auf den Grund gehen. Und eines sei schon mal verraten. Leguane eignen sich als Haustiere.

Doch warum ist dem so, was spricht für und was gegen die Haltung und gibt es vielleicht sogar bessere Echsen als Haustiere? All das und noch vieles mehr beantworten wir in diesem Guide.

Was für die Haltung spricht:

Leguane sind wirklich tolle Haustiere. Es macht viel Spaß sie im heimischen Terrarium zu beobachten. Auch das Füttern aus der Hand ist ein Heidenspaß. Zudem kann man sich sehr intensiv mit der Tierart, der Technik und vielem mehr auseinandersetzen. Wer will, kann unzählige Stunden mit dem Studium von Büchern & Co. verbringen.

Man kann sich auch sehr stark an der Deko und Bepflanzung des eigenen Terrariums austoben. So macht das Shoppen neuer Gegenstände oder das selber bauen einer Strukturrückwand eine Menge Freude. Der Leguan als Haustier ist also ein sehr breit gefächertes Hobby, womit man sich sehr intensiv beschäftigen kann. Zudem erfreuen sich viele Besucher am Anblick des Tieres.

An die Urlaubsvertretung gedacht?
Die meisten Einsteiger vergessen immer wieder, dass man selbst erkranken kann oder mal in den Urlaub fährt. Dann braucht man eine Person, die sich um den Leguan kümmert. Da die Haltung doch recht komplex ist, sollte sich die Vertretung zumindest rudimentär mit den Tieren und der Technik auskennen.

Was gegen die Haltung spricht:

Als Einsteiger denkt man häufig nur an die vielen positiven Aspekte der Haltung. Dabei vergisst man aber häufig auch die Schattenseiten oder ist sich deren gar nicht bewusst. Daher wollen wir im folgenden auf negativen Punkte näher eingehen.

Leguane sind keine Haustiere zum Kuscheln:

Wer ein Haustier sucht, mit dem man auch kuscheln kann, wird mit einem Leguan nicht glücklich werden. Die Tiere können zwar eine geringe Bindung zu ihrem Halter aufbauen und sogar handzahm werden, aber Streicheleinheiten mögen sie nicht. Wer auf so etwas wert legt, kann sich Meerschweinchen, Hunde oder Katzen genauer ansehen.

Ausreichender Platz muss sein:

Zudem werden manche Leguanarten, wie der Grüne Leguan, sehr groß. Über 2 Meter kann der zu Beginn putzige Leguan groß werden. Daher benötigt man entweder ein sehr großes Terrarium oder baut gar einen Raum vollends um. Aber keine Sorge. Es gibt auch genügend Arten, die kaum größer als 40 cm werden. Diese können in relativ kleinen Terrarien gehalten werden.

Allerdings braucht man auch noch ein Quarantäneterrarium für kranke Tiere oder um Neuankömmlinge vorerst von der Gruppe trennen zu können. Schließlich muss erst mal sichergestellt werden, dass die Tiere an keinerlei Krankheiten leiden.

Die Familie spielt nicht mit:

Bevor man übereilt einen Leguan kauft, sollte man mit seiner Familie sprechen. Alle Mitglieder sollten mit einem Leguan als Haustier einverstanden sein. Viele haben allerdings ein Problem mit dem Lebendfutter. Sei es die Futteraufnahme des Leguans an sich oder die Haltung der Tiere bis zur Fütterung.

Fachwissen ist bitter nötig:

Die Haltung von Leguanen erfordert einiges an Wissen. Sei es über die Tiere an sich, aber auch die komplette Technik. So ein Terrarium muss erst mal gebaut und dann kompetent gewartet werden. Aber auch Aspekte, wie Futter und Krankheiten erfordern eine Menge Wissen und Einarbeitungszeit.

Die Kosten sind hoch:

Ein Leguan als Haustier verursacht hohe Kosten. Allein die Beleuchtung des Terrariums verschlingt ordentlich Strom. Aber auch die Anschaffungskosten für das Tier sowie die komplette Technik sind sehr hoch.

Als Einsteiger sollte man selbst bei guter Planung mit mehr als 1000 Euro als Anfangsinvestition rechnen. Außerdem darf man dabei die monatlichen Kosten nicht außer Acht lassen. Neben dem hohen Stromverbrauch muss man auch viel Geld für pflanzliche Nahrung und Tierarztkosten einplanen.

Der Zeitaufwand wird unterschätzt:

Ein Terrarium muss regelmäßig gereinigt werden. Aber auch alle Einrichtungsgegenstände müssen ab und an gesäubert werden. Gerade der Futter- und Wassernapf brauchen dabei besonders viel Aufmerksamkeit. Beide müssen täglich geputzt und nachgefüllt werden.

Leguan-Arten für Einsteiger:

Leguan-Arten

Keine der obigen Punkte hat dich abgeschreckt? Du möchtest noch immer einen Leguan als Haustier halten? Allerdings gibt es so viele Arten und du verlierst immer wieder den Überblick? Das haben wir uns schon gedacht und die beliebtesten Arten für Terrarienbesitzer aufgeführt:

  • Grüner Leguan
  • Malachit-Stachelleguan
  • Gebänderter Stachelleguan
  • Maskenleguan
  • Glattkopfleguan
  • Wüstenleguan
  • Chuckwalla
  • Schwarzleguan
Gut zu wissen:
All diese Arten eignen sich sehr gut für Anfänger, aber auch erfahrene Terrarienbesitzer. Allerdings wird der beliebte Grüne Leguan sehr groß. Er kann sogar über 2 Meter lang werden. Leider wird dies vielen Käufern beim Erwerb nicht mitgeteilt. Daher kann diese Art nur gehalten werden, wenn man ausreichend Platz hat.

Unser Fazit zum Leguan als Haustier:

Leguane eignen sich gut als Haustiere. Allerdings gibt es nur wenige Bücher am Markt. Selbst online findet man nur wenige Webseiten, die sich intensiver mit den Echsen auseinandersetzen. Anfänger können daher schnell Probleme bekommen, die sie aufgrund mangelnder Erfahrungen und wenig bekannten Informationen nicht lösen können.

Daher kann man sich für den Einstieg auch mit anderen Echsen, wie zum Beispiel Bartagamen auseinandersetzen. Diese werden ähnlich groß wie Leguane und eignen sich ebenfalls als Haustier. Zudem findet man zu deren Haltung mehr Informationen im Netz und es gibt auch deutlich mehr Bücher.