Wer mit der Terraristik beginnen möchte, fragt sich häufig, wie teuer das künftige Hobby wohl kommen wird. Auf den Cent genau, kann man das natürlich nicht voraussagen. Geht man aber tiefer ins Detail und bezieht die Frage auf ein Tier, kann man schon genauere Angaben machen. Im Folgenden werden wir die kurz und bündig erläutern, wie hoch die Kosten der Leguanhaltung sind.

Alles Kosten auf einen Blick:
  • Leguane fangen bei etwa 50 Euro an.
  • Terrarium, Technik & Deko gibt es ab mehreren Hundert Euro.
  • Die monatlichen Kosten für den Unterhalt liegen im zweistelligen Bereich.

Was kostet ein Leguan?

Die meisten Menschen fragen uns zuerst nach dem Preis des künftigen Terrarien-Bewohners. So ein Leguan ist für ein exotisches Haustier gar nicht so teuer. Man bekommt viele Leguan-Arten in Deutschland bereits ab 50 Euro. Zumindest, wenn es sich um ein Jungtier direkt vom Züchter handelt.

Allerdings kann der Preis auch schnell durch die Decke gehen, wenn es sich um eine seltene Art oder eine bestimmte Farbvariante handelt. Zusätzlich gilt noch, dass adulte Leguane teurer sind. Wer ein Zuchtpärchen erwerben möchte, muss oft noch tiefer in den Geldbeutel greifen.

Obwohl man es meinen könnte, kann man nicht sagen, dass Zoohändler immer deutlich teurer wären als Züchter. Dem ist zwar oft so, aber inzwischen haben auch viele Hobbyhalter ihre Preise für den Nachwuchs nach oben geschraubt. Schließlich wollen auch diese Anbieter kostendeckend arbeiten.

Gut zu wissen:
Bevor man sich einen Leguan kauft, muss das Terrarium bereits vollständig eingerichtet und funktionstüchtig sein. Das Tier sollte sich dort sofort niederlassen und ausruhen können. Außerdem ist es alles andere als artgerecht, wenn wechselwarme Tiere in kühlen Räumen zwischengelagert werden.

Wie hoch sind die Anschaffungskosten fürs Equipment?

Je nach Art und Haltungsweise kommen hier ganz unterschiedliche Kosten auf den künftigen Leguanhalter zu. Großgewachsene Arten, wie etwa der Grüne Leguan, brauchen ein exorbitant großes Terrarium. Manch ein Halter baut gar den ganzen Wintergarten oder Keller für seinen Freund um.

Wer hingegen eher kleinere Arten halten möchte, wie zum Beispiel die beliebten Halsbandleguane, braucht nur ein kleines Terrarium. Zusätzlich zu den Maßen muss man noch den Terrarientyp in die Rechnung mit einbeziehen. Wüstenterrarien sind nämlich günstiger in der Anschaffung als ein Regenwaldterrarium.

Eine allgemein verbindliche Kosten-Angabe für das Equipment aller Leguan-Arten zu machen ist nicht möglich. Zu breit ist das Repertoire an unterschiedlichen Größen, Terrarienarten und Haltungsanforderungen. So kann ein kleines Terrarium aus Holz gerade einmal 200 Euro kosten, wohingegen ein ganzer Raum mehrere Tausend Euro verschlingen kann.

Man fährt unserer Meinung nach aber gut, wenn man mit etwa 1000 Euro rechnet. Der Wert teilt sich dabei in 3 Kategorien auf: Terrarium, Technik & Einrichtung. Wer beim Kauf eine Menge Geld sparen möchte, sollte sich durch die Webseiten einschlägiger Kleinanzeigenportale und Auktionsanbieter klicken.

Manchmal werden dort auch Leguane zum Verschenken angeboten. Die Halter ziehen häufig um und dürfen in der neuen Wohnung keine Tiere mehr halten. Daher bekommt man häufig den Leguan samt Ausrüstung für lau oder einen kleinen Obolus. Man sollte sich bei dieser Methode aber für keine Leguan-Art entscheiden deren Haltungsbedingungen man nicht erfüllen kann.

Gut zu wissen:
Wer kein allzu großes Budget hat und daher hohe Kosten scheut, sollte sich näher mit diesen Leguanen auseinandersetzen:

  • Halsbandleguan: Kleines Wüstenterrarium & Einzelhaltung möglich
  • Bunter Maskenleguan: Kleines Trockenterrarium & Einzelhaltung machbar
  • Malachit-Stachelleguan: Regenwaldterrarium & einzeln haltbar

Abstand nehmen sollte man von Arten, wie dem Grünen Leguan oder auch dem Gemeinen Schwarzleguan. Beide Arten werden relativ groß, stellen hohe Haltungsanforderungen und sind damit sehr teure Haustiere.

Wie hoch sind die monatlichen Kosten?

Viele Halter machen bei der Wahl des Leguans einen groben Schnitzer. Sie vergessen oder unterschätzen die monatlichen Kosten. Das Terrarium eines Leguans braucht immer eine UV-Beleuchtung samt Wärmelampe. Allein der Betrieb dieser beiden Stromfresser kostet 10 bis 20 Euro pro Monat.

Manchmal wird noch eine Heizmatte fällig oder man braucht eine Beregnungsanlage. Auch diese beiden Ausrüstungsgegenstände brauche Strom. Und nicht gerade wenig. Wer im Regenwaldterrarium seines Grünen Leguans einen Wasserfall oder ein Becken installiert, benötigt eine Pumpe und oft noch eine Heizung. Schließlich darf das Wasser nicht zu kalt werden.

Auch die Ernährung ist nicht umsonst. Die monatlichen Kosten in puncto Fressen bei Leguane sind zwar nicht hoch, aber durchaus nicht zu unterschätzen. So brauchen die Tiere je nach Ernährungsweise unbehandeltes Grünfutter oder eine ordentliche Anzahl an Futterinsekten. Beides belastet den Geldbeutel ordentlich.

Der Vollständigkeit halber, sei aber erwähnt, dass man in den Sommermonaten Futterinsekten und Grünfutter selbst ernten kann. Dies kostet aber viel Zeit und auch Nerven. Viele lassen es daher schnell wieder. Des Weiteren empfiehlt sich die Verwendung von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zur Vorbeugung von Erkrankungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die monatlichen Kosten bei 10 Euro anfangen und etwa bis 80 Euro gehen können. Daher sollte man sich bei der Auswahl eines Tiers genaue Gedanken darüber machen, wie viel Geld man monatlich ausgeben möchte und auch kann.

Gut zu wissen:
Die Tierarztkosten bei normalen Vierbeinern halten sich oft in Grenzen. Bei Reptilien sind selbst Routineuntersuchungen, wie etwa eine Kotprobe sehr kostspielig. Schließlich ist nicht jeder Tierarzt fachkundig oder möchte Reptilien behandeln. Aufgrund dessen müssen manchmal weitere Weg zurück gelegt werden.

Unser Fazit zu den Leguan-Kosten:

Die Haltung von Leguanen ist ein teures Unterfangen. Wem das Ganze nun zu kostspielig erscheint, kann sich näher mit Insekten auseinandersetzen. Sie verursachen deutlich geringere Kosten und sind etwas pflegeleichter. Das macht sie gerade für Kinder oder finanzschwache Menschen interessant. Die Kosten bleiben überschaubar, was übrigens auch für die Haltungsanforderungen gilt.

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