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In Deutschland erfreut sich der Malachit-Stachelleguan großer Beliebtheit unter den Terrarienbesitzern. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, handelt es sich hier doch um eine für Anfänger gut geeignete Leguan-Art. Was diese Echse so besonders macht, wie man sie artgerecht hält und noch vieles mehr, erfährst du in diesem Ratgeber.

Malachitstachelleguan-Steckbrief:

Zu Beginn dieses Artikels findest du eine kleine Tabelle mit den wichtigsten Informationen über diese Leguan-Art:

Namen:Malachitgrüner Stachelleguan, grüner Stachelleguan & Mittelamerikanischer Zaunleguan
Aussehen:Männchen sind farbenkräftiger, etwas größer, haben einen breiteren Kopf & eine verdickte Schwanzwurzel.
Größe:Kopf-Rumpf-Länge von 8 cm bei einer maximalen Gesamtlänge von 20 cm.
Gewicht:Ca. 20 Gramm
Verbreitung:Lebt in Kiefern- und Nebelwäldern in Mittelamerika und den vorgelagerte Inselstaaten. Die Art bevölkert dort Bäume, Felsen und Natursteinmauern.
Alter:Ca. 10 Jahre
Lebensweise:Tagaktive Tiere, die Bäume und Felsen bewohnen.
Ernährung:Überwiegend Insekten und ab und an ein paar Blätter und Blüten.
Geschlechtsreife:Etwa ab dem 10. bis 12 Monat
Fortpflanzung:Lebendgebärend, 3 bis 10 Jungtiere
Artenschutz:nein
Haltung:Paar oder Gruppe mit 1 Männchen. Da die Tiere gerne klettern, darf das Terrarium höher ausfallen.
Terrarientyp:Waldterrarium 100 × 50 × 120
Schwierigkeitsgrad:1
Besonderheiten:Territoriale & streitsüchtige Leguane

Merkmale & Aussehen:

Charakteristisch für diese Leguan-Art ist die Tatsache, dass die Männchen eine deutlich intensivere Färbung besitzen. Zudem sind sie etwas größer als die Weibchen. Außerdem ist der Schädel breiter und die Schwanzwurzel verdickter als bei den weiblichen Tieren.

In der Vergangenheit wurden diese Echsen häufig als malachitgrüne oder grüne Stachelleguane bezeichnet. Dies ist auf den Rücken und die Kopfoberseite der Männchen zurückzuführen. Diese sind nämlich in einem wunderschön schillernden Malachitgrün eingefärbt. Zudem verfügen die männlichen Leguane in der Paarungsphase noch über eine tiefblaue Kehle.

Die weiblichen Tiere sind wie bereits erwähnt, etwas schlichter eingefärbt. Meist sind sie braun gemustert. Allerdings können auch sie die Farbe ihres Schuppenkleides je nach Außentemperatur abändern. So ist die Farbe am Morgen und beim intensiven Sonnenbaden meist eher dunkel bis schwarz. So können die Tiere möglichst viele Sonnenstrahlen absorbieren.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Malachitgrüner Stachelleguan Verbreitung Karte

Der Malachit-Stachelleguan ist die am weitesten südlich lebende Stachelleguan-Art. So findet man die Tiere im tropischen Mittelamerika. Dort bevölkern sie eine Fläche von Südmexiko bis Panama. Je nach Areal kommen sie dabei auf einer Höhe von 600 bis 3800 Metern vor.

Das Klima in diesen Gefilden ist meist relativ feucht. Da der grüne Stachelleguan lieber trockene und möglichst warme Stellen bevorzugt, findet man ihn auch nur in diesen Bereichen. Bevorzugt handelt es sich hierbei um Baumstämme oder Felsen.

Lebensweise & Verhalten:

Die Tiere gelten als tagaktive Gesellen, die ihr Revier sehr gerne verteidigen. Aber nicht nur der territoriale Wesenszug ist stark ausgeprägt. So sind Malachit-Stachelleguane sehr streitsüchtig, was bei der Haltung im Terrarium berücksichtigt werden sollte.

In der freien Natur findet man die Tiere auf Felsen, Natursteinmauern und Bäumen. Diese Leguane flitzen also nicht nur auf dem Boden herum, sondern klettern zudem sehr gerne. Häufig sieht man sie daher auch beim Sonnenbaden auf Natursteinmauern. Am liebsten halten sie sich aber auf Bäumen in lichten Wäldern auf.

Gut zu wissen:
Laut diversen Studien klettern die malachitgrünen Stachelleguane in der freien Wildbahn bis zu 12 Meter hoch. Nicht zuletzt, um Futterinsekten oder in seltenen Fällen Blätter zu fressen.

Malachit-Stachelleguan-Haltung:

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Wer in die Welt der Terraristik einsteigen möchte, kann sich definitiv näher mit dieser Leguan-Art auseinandersetzen. Schließlich gilt sie als besonders anfängerfreundlich. Nicht zuletzt, da Malachit-Stachelleguane robust sind. Die Tiere können paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten werden. Es ist dabei lediglich darauf zu achten, dass es nur 1 Männchen gibt.

Terrarium:

Für die Malachit-Stachelleguan-Haltung braucht man ein Waldterrarium mit Kletterästen und Strukturrückwand. Weiterhin sollten sich am Boden Versteckmöglichkeiten befinden. Hierfür bieten sich Steinplatten besonders an. Der Bodengrund sollte hier aus sandiger, trockener Erde sein. An manchen Stellen sollte man die Bodenfläche feucht halten.

Möchte man 2 adulte Tiere halten, sollte das Leguan-Terrarium die Maße 100 × 50 × 120 cm besitzen. Im Inneren sollte die Temperatur am Tag zwischen 25 und 30 Grad Celsius liegen. Nachts hingegen genügen 15 bis 20 Grad Celsius. Damit die Leguane sich gut aufwärmen können, sollte sich die Temperatur im Bereich der Sonneninseln um die 35 Grad-Marke bewegen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte sich in einem Bereich von 50 bis 80 Prozent bewegen. Eine UV-Bestrahlung ist bei Malachit-Stachelleguanen definitiv erforderlich. Gute Erfahrungen haben wir mit einer Beleuchtungszeit von 14 Stunden pro Tag gemacht. Als Bepflanzung für das Terrarium bieten sich Bromelien, Farne oder Philodendron an. Eine Wasserschale ist sinnvoll.

Futter:

Als Nahrung bietet sich bei diesen Leguanen Grillen, Heimchen, Schaben, Wachsmotten und Stubenfliegen an. Allerdings sollte man bei Malachit-Stachelleguanen ab und an einen Fastentag einlegen. Ansonsten droht nämlich die Verfettung. Aufgrund dessen sollten Mehlwürmer nur sparsam verfüttert werden.

Zudem können ab und an auch Blätter und Blüten verfüttert werden. Allerdings sind die Tiere doch lieber Fleischliebhaber und verschmähen die pflanzliche Kost sehr häufig. Daher sollte man am Abend Überbleibsel entfernen. Sicher ist nämlich sicher.

Zucht:

Malachit-Stachelleguane sind lebend gebärende Echsen, die nach einer relativ langen Tragezeit von 6 bis 9 Monaten rund 3 bis 10 Jungtiere auf die Welt bringen. Die frisch gebackenen Eltern stellen den kleinen Echsen kaum nach. Trotzdem empfiehlt sich eine getrennte Aufzucht.

Kaufen:

Möchte man sich einen Malachit-Stachelleguan zulegen, sollte man beim Kauf auf ein paar wichtige Dinge schauen. Welche das sind, verraten wir dir im Folgenden:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen oder Abschürfungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum
Es gibt auch ein paar Merkmale, wo man lieber vom Kauf absehen sollte: Hypernervöses Verhalten, Außen- & Innenparasiten, apathisches Verhalten, verkrustete, entzündete oder eingefallene Augen, Deformationen aller Art, steife Gelenke oder Gliedmaßen, abgemagertes Äußeres sowie Schwellungen unter der Haut oder im Kieferbereich.

Unser FAQ zum Ende:

FAQ

Immer mal wieder erreichen uns Fragen rund um den grünen Stachelleguan. Daher haben wir uns dazu entschieden, hier ein kleines FAQ zu erstellen. So findest du noch mehr Informationen über die Haltung und die am häufigsten gestellten Fragen rund um diesen Leguan.

Wo findet man Malachit-Stachelleguan-Züchter?

Diese Leguan-Art wird in Deutschland immer beliebter. Aufgrund dessen steigt die Zahl an Haltern und Züchtern kontinuierlich an. Nichtsdestotrotz sollte man etwas Zeit für die Suche nach einem Züchter einplanen. Oft muss man auch eine weitere Fahrt in Kauf nehmen.

An welchen Krankheiten können Malachit-Stachelleguane erkranken?

Die Bandbreite an potenziellen Krankheiten ist hoch. Im Grunde genommen unterscheiden sich diese aber nicht von denen anderer Leguane. So treten häufig Außenparasiten, Innenparasiten und diverse Darmerkrankungen auf. Auch Atemwegserkrankungen und Verletzungen trifft man oft an.

Kann ein Malachit-Stachelleguan mit anderen Leguanen vergesellschaftet werden?

Viele Halter berichten von ihren erfolgreichen Versuchen. Wir raten aber von der Vergesellschaftung mit anderen Leguan-Arten ab. Schließlich kann es hier zu Kommunikationsproblemen aller Art kommen. Allerdings ist es durchaus möglich unterschiedliche Stachelleguane miteinander im gleichen Terrarium zu halten. Anfänger sollten sich aber nicht an diesem Experiment versuchen.