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Die Gattung der Stachelleguane umfasst über 90 Arten, die sich in 21 Gruppen aufgliedern. Beheimatet sind diese Leguane in Nord- und Mittelamerika. Viele Stachelleguane sind beliebte Haustiere in Deutschland. Sie gelten, als einfach zu halten und sind damit gut für Einsteiger in die Welt der Terraristik geeignet. Außerdem sind die Tiere günstig in der Anschaffung und in der Haltung.

Was man über Stachelleguane im Allgemeinen wissen muss, welche Merkmale sie auszeichnen und wie man sie korrekt hält, verraten wir dir in diesem Ratgeber. Allerdings gehen wir auch noch auf viele weitere Punkte, wie die Verbreitung, die Systematik und alle bekannten Arten ein. Ein FAQ rundet den Artikel ab. Lesen lohnt sich also!

Stachelleguane Steckbrief:

Den Beginn dieses Artikels macht ein kurzer Steckbrief mit den wichtigsten Daten über diese Leguan-Gattung:

Gattung:Die Gattung Stachelleguane (Sceloporus) umfasst über 90 Arten, die in 21 Gruppen aufgeteilt sind.
Bekannte Arten:Blauer Stachelleguan, Malachit-Stachelleguan, Mexikanischer Stachelleguan, Wüstenstachelleguan & Pinkbauch-Stachelleguan
Aussehen:Breiter, abgeflachter Kopf und kurze, kräftige Gliedmaßen. Charakteristisch sind die gekielten, überlappenden Schuppen.
Größe:Die maximale Gesamtlänge beträgt etwa 35 cm.
Gewicht:Etwa 70 Gramm
Lebenserwartung:Bis zu 10 Jahre
Verbreitung:Nord- & Mittelamerika
Lebensweise:Tagaktive Tiere, die hauptsächlich am Boden leben. Es gibt aber auch Arten, die klettern und vornehmlich auf Bäumen und Felsen leben.
Ernährung:Allesfresser mit starkem Fokus auf Insekten.
Fortpflanzung:Die Paarungszeit geht vom Frühjahr bis zum Sommer. Der Nachwuchs wird lebendig geboren. Dabei entstehen mehrere Gelege von bis zu 20 Eiern.
Artenschutz:nein
Haltung:Paar oder Gruppe mit einem Männchen.
Schwierigkeitsgrad:Anfänger
Besonderheiten:Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus, Winterruhe

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Merkmale & Aussehen:

Charakteristisch für diese Leguane ist der starke Geschlechtsdimorphismus. Das bedeutet, dass die Männchen kräftiger gefärbt sind als die Weibchen. Gerade in der Paarungszeit macht sich dieser Unterschied am stärksten bemerkbar. Hier schillern die männlichen Leguane in den tollsten Farben. Weibliche Vertreter dieser Gattung sind hingegen etwas schlichter eingefärbt.

Die maximale Größe liegt ungefähr bei 30 bis 35 cm. Je nach Art und Gruppe kann die Körperlänge etwas variieren. Es gibt aber auch ein paar äußerliche Merkmale, die alle Leguane dieser Gattung besitzen. So verfügen die Tiere über gekielte, überlappende Schuppen.

Zudem ist der Kopf breit und abgeflacht, wohingegen die Gliedmaßen kurz und kräftig sind. Gut zu wissen ist dabei, dass die Hinterbeine länger als die Vorderbeine sind. Außerdem verfügen die Tiere über lange Zehen, die sie zu ausgesprochen guten Kletterern machen.

Gut zu wissen:
Je nach Art kann die Färbung grau, weiß, gelb, orange oder sogar olivgrün sein. Häufig findet man am Körper Querbänder. Des Weiteren können die Tiere ihre Farbe ändern. Dies geschieht zum Beispiel durch Temperaturänderungen oder während der Paarungszeit.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Stachelleguane trifft man hauptsächlich in Mittel- und Nordamerika an. Dabei sind die Tiere in verschiedenen Lebensräumen beheimatet. So findet man sie in felsigen Terrain, aber auch in trockenen Wüsten oder im Buschland. Selbst vor relativ feuchten Kiefern- und Nebelwäldern und das in bis zu 3800 Metern Höhe machen diese Leguane nicht halt.

Der blaue Stachelleguan, der gerne als Haustier gehalten wird, lebt im äußersten Süden Texas und in Teilen Mexikos. Er ist ein Felsbewohner und mag das heiße, trockene Wüstenklima. Das Gleiche gilt für den selten gehaltenen mexikanischen Stachelleguan.

Der beliebte Malachit-Stachelleguan hingegen lebt auf Bäumen, Felsen und Natursteinmauern in einem Areal von Südmexiko bis Panama. Er braucht ein halb feuchtes Terrarium. Ähnlich ergeht es dem wirklich selten gehaltenen Pinkbauch-Stachelleguan. Er lebt in der freien Wildbahn sowohl in trockenen als auch feuchten Gebieten.

Lebensweise:

Diese Echsen gelten als tagaktive Tiere, die sowohl am Boden als auch auf Felsen und Bäumen leben. Manche Arten graben sich auch selber Behausungen. Die Ernährung besteht in der Regel aus Insekten, wie Ameisen, Käfer, Fliegen, Heuschrecken, Grillen und Spinnentieren. Es werden aber auch kleinere Echsen und ab und an mal ein paar Früchte und Blüten verspeist. Es handelt sich hier also um Allesfresser.

Besonders interessant bei der Lebensweise ist das Verhalten bei Gefahr. Sobald die Tiere es mit der Angst zu tun bekommen, verkriechen sie sich in Windeseile in Felsspalten oder auch Nagetierbauten. Auch Sträucher und Baumstümpfe werden gerne als Versteck genutzt. Selbst große Steine bieten sich als vorübergehender Unterschlupf gegen Feinde an.

Stachelleguan-Haltung:

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Die Haltung dieser Leguan-Gattung zieht viele in ihren Bann. Im Folgenden können wir aber nur ein paar ganz grobe Richtwerte geben, da die unterschiedlichsten Arten eine Vielzahl an Terrarientypen und klimatischen Bedingungen brauchen. Daher muss man sich detailliert mit der jeweiligen Art und deren Haltungsbedingungen beschäftigen.

Terrarium:

Die Stachelleguane können wohl einzeln, paarweise oder in Gruppen mit einem Männchen gehalten werden. Je nach Anzahl und Größe der Tiere braucht man dabei unterschiedlich große Terrarien. Zur Berechnung der Größe gibt es aber eine spezielle Formel: 4 x KopfRumpfLänge –> Länge 3 x KRL –> Tiefe 5 x KRL –> Höhe

In der Hauptsache benötigt man zur Haltung von Stachelleguanen Trockenterrarien oder Halbfeuchterrarien. Die Einrichtung sowie die klimatischen Bedingungen unterscheiden sich dabei teils gravierend. Nähere Informationen zu diesen Werten findet man bei den Steckbriefen zur jeweiligen Art.

Futter:

Das Stachelleguan-Futter besteht aus Grillen, Heimchen, Schaben, Wachsmotten, Stubenfliegen, Heuschrecken und Mehlkäfern. Ab und an darf man den Tieren auch Früchte und Blätter anbieten. Gerne fressen Stachelleguane Grünfutter aber nicht. Trotzdem brauchen sie auch solche Futterbestandteile, um wirklich alle benötigten Nährstoffe aufzunehmen.

Damit die Tiere optimal mit Vitaminen und Mineralien versorgt werden, sollte man die Futtertiere mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln bestäuben. Wer möchte, kann auch Vitaminpräparate ins Wasser geben. Wer es besonders gründlich mag, kann die Futtertiere auch noch mit bestäubten Obst und Gemüse füttern.

Winterruhe bei Stachelleguanen:

Viele Leguane halten eine Winterruhe. So ist es auch bei den Stachelleguanen. In Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen wird eine Winterruhe abgehalten. Diese kann wenige Wochen oder auch mehrere Monate andauern.

Um die Winterruhe im Terrarium einzuläuten, werden Temperatur und Beleuchtungsdauer schrittweise reduziert. Erwachen die Tiere dauerhaft aus der Winterruhe kehrt man den obigen Prozess einfach um.

Zucht:

Stachelleguane sind ovovivipar, das bedeutet, die Eier werden im Mutterleib dotterernährt ausgebrütet. Die Jungtiere schlüpfen also unmittelbar nach der Eiablage. Die Trächtigkeit dauert mehrere Monate und es werden oft mehrere Gelege mit bis zu 20 Eiern produziert. Um die Eier ablegen zu können, graben die Weibchen eine Mulde in den Boden, die nach der Ablage der Eier wieder verschlossen wird.

Die Eier können sowohl maschinell im Inkubator als auch natürlich ausgebrütet werden. Wichtig ist es nur, dass die Jungtiere nach dem Schlüpfen sofort aus dem Terrarium geholt werden. Ansonsten droht nämlich eine akute Fressgefahr durch die Eltern. Aufziehen kann man die frisch geschlüpften Stachelleguane in einem eigens für sie angeschafften Terrarium.

Kaufen:

Wer einen Stachelleguan kaufen möchte, sollte beim Erwerb auf ein paar grundlegende Aspekte achten. Ansonsten droht nämlich eine akute Fehlkaufgefahr und diese gilt es zu vermeiden. Achte also bei der Begutachtung der Tiere auf diese Dinge:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum
Es gibt auch ein paar Merkmale, wo man lieber vom Kauf absehen sollte: Hypernervöses Verhalten, Außen- & Innenparasiten, apathisches Verhalten, verkrustete, entzündete oder eingefallene Augen, Deformationen aller Art, steife Gelenke oder Gliedmaßen, abgemagertes Äußeres sowie Schwellungen unter der Haut oder im Kieferbereich.

Unser FAQ zum Schluss:

FAQ

Diese Leguan-Gattung scheint unsere Leser förmlich zu faszinieren. Aufgrund dessen bekommen wir immer wieder Fragen zu diesen Tieren gestellt. Dies hat uns dazu veranlasst im Folgenden ein kleines FAQ ins Leben zu rufen. So bekommst du noch mehr Informationen über die artenreichste Gattung der Familie Phrynosomatidae.

Wie viel Geld kosten Stachelleguane?

Je nach Art variieren die Preise etwas. In der Regel kosten Jungtiere und adulte Exemplare zwischen 30 und 50 Euro. Leider gibt es nicht ganz so viele Züchter und Verkäufer, wie man meinen könnte. Gelegentlich muss man daher weitere Strecken in Kauf nehmen. Abraten wollen wir an dieser Stelle vom Versandhandel. Dort tummeln sich viele Betrüger und die Tiere werden sehr großem Stress ausgesetzt.

Welche Stachelleguane eigenen sich zur Haltung im Terrarium?

Am häufigsten werden 2 Arten dieser Leguan-Gattung gehalten. Die Rede ist vom Malachit-Stachelleguan und dem blauen Leguan. Relativ selten werden noch der mexikanische Stachelleguan, der Wüstenstachelleguan sowie der Pinkbauch-Stachelleguan als Haustiere gehalten.

Alle diese Arten haben dabei eine Sache gemeinsam. Nämlich die Eignung für Einsteiger. Wer mit der Leguanhaltung anfangen möchte, sollte sich definitiv näher mit Stachelleguanen auseinandersetzen. Es gibt aber auch viele weitere Leguane, die sich für unerfahrene Halter anbieten. So viel sei gesagt.

Gibt es bestimmte Stachelleguan-Krankheiten?

Es existieren derzeit keine speziellen Erkrankungen, die nur Stachelleguane bekommen können. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Außenparasiten, wie Zecken und Milben sowie Innenparasiten. Auch Darm- und Atemwegserkrankungen sind ein häufiges Problem. Bei der Haltung von Stachelleguanen können auch Verletzungen bei den Tieren auftreten.

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