Leguane transportieren

Wer einen Leguan erworben hat, muss ihn nur noch sicher nach Hause bringen. Allerdings kann man hierbei ein Fehler machen. Welche das sind und worauf man achten sollte, verraten wir dir in diesem Ratgeber. Wie immer kommen dabei die Tipps vom Experten nicht zu kurz.

Gesetzliche Grundlagen zum Leguan-Transport:

Auch der Transport von Tieren ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Die Tierschutztransportverordnung schreibt genau vor, woran man sich bei einem Leguan halten muss.

Im Bereich über wechselwarme Tiere ist dabei ganz klar geschrieben, dass ein Leguan in einem Behältnis befördert werden muss, das seinem Temperatur- und Platzbedürfnis entspricht. Was das genau bedeutet und wie man das Ganze korrekt umsetzt, erfährst du nun.

Worauf man beim Transport achten sollte:

Der Heimtransport geschieht bei Leguanen einzeln in Leinenbeuteln. Diese werden benutzt, um den Stress für die Tiere zu reduzieren. Die Leinensäckchen werden im Inneren der Box durch Verpackungschips oder Papier fixiert.

Bei niedrigen Temperaturen sollte man nicht nur eine normale Box verwenden. Viel besser ist ein Styroporkarton. Auch bei längeren Reisezeiten ergibt eine Box aus Styropor Sinn. Der besseren Wärmedämmung sei Dank.

Sollte es draußen sehr kalt sein, kann man noch eine Wärmflasche oder einen Taschenwärmer ins Innere der Box legen. Sehr kleine Tiere können auch im Beutel unter einer Jacke transportiert werden.

Häufig vergessen Anfänger, dass die Box über Luftlöcher verfügen muss. Zudem sollte sie sich fest verschließen lassen, damit die Tiere nicht versehentlich aus der Box fallen. Des Weiteren sollte man bei sehr hohen Temperaturen ein Auge darauf haben, dass es im Inneren der Box nicht zu warm wird.

Was man bei der Transportbox wissen sollte:

Man muss nicht immer eine Transportbox kaufen. Jungtiere passen häufig noch in Heimchendosen. Auch normale Kartons aus Pappe sind eine günstige Möglichkeit. Dann darf man aber die Luftlöcher nicht vergessen.

Wer ein paar Euro mehr ausgeben möchte, sollte sich eine Reptilientransportbox kaufen. Diese sind stabiler, ausbruchssicher und verfügen über ausreichend Luftlöcher. Zudem kann man nur einen Teil des Deckels aufklappen.

Das Ganze ist nicht unpraktisch beim Herausnehmen der Tiere. Zudem verfügen die Boxen über Transportgriffe. Ausgelegt werden diese mit Zellstoff, wie Küchenpapier oder Zeitungen. Nachdem dem Transport muss das gekaufte Behältnis noch gründlich geputzt und desinfiziert werden.

So ein Faunarium eignet sich auch gut zum Transport von Futterinsekten. Man macht bei der Anschaffung also nichts verkehrt. Zudem bekommt man im Internet solche Boxen bereits unterhalb der 5 Euro Grenze.

Leguane nach dem Transportieren eingewöhnen:

Die neuen Leguane sollten auf keinen Fall gleich in das spätere Terrarium gelassen werden. Besser ist es sie in ein Quarantänteterrarium zu verbringen. Da man hier eine einfachere Einrichtung hat, kann man das Terrarium auch bei Bedarf schneller und einfacher desinfizieren.

Als Halter sollte man sich noch auf ein paar Punkte bezüglich des eigenen Verhaltens gegenüber den Leguanen konzentrieren. So sollte man mit ruhigen Bewegungen an das Terrarium herantreten. Ebenso sollte man ganz vorsichtig darin hantieren.

So können sich die Leguane ganz einfach an den neuen Halter gewöhnen. Zudem verlieren sie dadurch die Furcht vor Pflegemaßnahmen. Außerdem müssen sich die Tiere noch auf den Tag-Nacht-Rhythmus von Licht und Klima einstellen. Das gelingt in einem Quarantäneterrarium deutlich besser. Schließlich gibt es hier keine dominanten Tiere.

Importierte Leguane sollten zur besseren Kontrolle einzeln in den Quarantäneterrarien gehalten werden. Nachzuchten können hingegen in kleineren Gruppen von 2 bis 3 Tieren im selben Terrarium untergebracht werden. Zudem sollte man noch eine Kotuntersuchung bei den Neuankömmlingen durchführen lassen.