Schlangen für Anfänger & Experten – Diese Arten eignen sich!

Terrarien-Schlangen

Schlangen sind faszinierende Haustiere und werden daher immer beliebter. In vielen Terrarien finden man daher diverse Arten. Aber nicht alle von ihnen eignen sich für Einsteiger. Welche Schlangen man selbst halten kann, worauf man achten sollte und noch einiges mehr, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Achtung, aufgepasst:
Wer mit der Schlangenhaltung beginnen möchte, solle sich über ein paar Punkte im Klaren sein:

  • Alle Familienmitglieder sollten mit einer Schlange als Haustier einverstanden sein.
  • Man benötigt viel Platz für das Terrarium samt Technik und Futter.
  • Die Haltung bringt hohe monatliche Kosten mit sich für Strom, Futter und Zubehör.

Natürlich sollte man auch die lange Lebenserwartung genauso wenig unterschätzen, wie die geringe Akzeptanz von Schlagen als Hausbewohner. Häufig wird auch vergessen, dass man eine Vertretung für den Urlaub benötigt.

Schlangen für Anfänger:

Wer sich zum ersten Mal eine Schlange ins Haus holen möchte, sollte sich mit Nattern auseinandersetzen. Besonders die kleineren Exemplare sind sehr pflegeleicht und auch nicht giftig. Meist greifen Einsteiger zu Kornnattern, Ringelnattern oder auch Bändernattern. Sehr beliebt sind bei Einsteigern auch Erdnattern, Königsnattern sowie Strumpfbandnattern.

Unsere Empfehlung lautet dabei ganz klar Kornnattern. Sie sind anspruchslos in der Haltung und werden lediglich 100 bis 130 cm lang. Man braucht also kein allzu großes Terrarium. Auch die Kaufpreise sind verhältnismäßig niedrig. Zudem findet man viele Informationen im Netz oder in den zahlreichen Fachbüchern.

Wer nicht mit einer Natter in die Welt der Schlangen einstigen möchte, kann sich auch eine afrikanische Hausschlange holen. Abzuraten ist auf jeden Fall von den häufig verkauften Königspythons. Sie erfordern deutlich mehr Geschick in puncto Haltung als gerne suggeriert wird.

Schlangenarten für Fortgeschrittene:

Wer bereits etwas Erfahrung in der Haltung von diesen Tieren hat, kann sich mit Würgeschlangen auseinandersetzen. Allerdings werden diese deutlich größer als Nattern und können je nach Art über die 5 Meter-Grenze hinaus wachsen. Gerade bei der Boa Constrictor ist hier alle Achtung geboten. Sie gilt als Riesenschlange und benötigt daher einiges an Platz für die Pflege.

Aber auch kleinere Würgeschlangen sind nicht unbedingt die beste Wahl. Wer allein mit seiner Schlange lebt, kann schnell in Gefahr geraten. Wenn sie sich einmal um einen wickelt, gibt es niemanden, der einem zu Hilfe kommen kann. Sollten sich Kinder im Haushalt befinden, ist von Würgeschlangen absolut abzuraten.

Wer sich eine Würgeschlange für das heimische Terrarium holen möchte, sollte sich ein Exemplar aus der Boa Constrictor Imperator-Gruppe holen. Diese Würgeschlangen bleiben relativ klein und werden selten über 2 Meter lang.

Schlangen für Experten:

Wer sehr versiert in der Haltung ist, kann sich Gedanken über Giftschlangen machen. Allerdings nur, wenn auch die Nachbarschaft mit der Haltung einverstanden ist. Wer zur Miete lebt, wird dieses Vorhaben daher meist nicht vollenden können. Sollten die Nachbarn oder der Vermieter etwas gegen die Giftschlangenhaltung haben, sollte man auch nicht damit beginnen.

Zudem gibt es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen in Bezug auf giftige Schlagen. So unterliegen z. B. die Schwarze Mamba oder die Königskobra der Meldepflicht oder sind gar vollends verboten.

Wer diese Schlangen rechtlich halten darf, muss nachweisen können, dass er die Tiere artgerecht und ordnungsgemäß hält. Auch der Umgang wird nicht selten geprüft. Das Gleiche gilt für das Gegengift. Meist sollte eine Ampulle im Haus sein. Sicher ist schließlich sicher.

Wer also mit der Haltung von Giftschlangen beginnen möchte, sollte sich über die geltenden Regelungen in seinem Bundesland informieren. Ein genaues Studieren aller Vorschriften und Regelungen ist absolut anzuraten.

Fazit:

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Eines sollte man auf jeden Fall bedenken: Schlangen sind kein Kuscheltier, wie eine Katze oder ein Hund. Gerade Kinder vergessen dies häufig und geraten bei Würge- oder Giftschlangen selbst in Gefahr. Zudem sind viele Menschen nicht einverstanden bei der Haltung dieser Arten. Man sollte sich also gründlich mit der Familie und deren Haltung gegenüber Schlangen auseinandersetzen.

Viele vergessen auch, dass Schlangen Lebendfutter benötigen. Schließlich handelt es sich hier um Fleischfresser oder genauer gesagt Raubtiere. So fressen kleine Boas und Kornnattern hauptsächlich Nageltiere und Fische. Nicht jeder möchte die Fütterung dieser beliebten Terrarien-Schlangen mit eigenen Augen sehen.

Kleines FAQ zum Abschluss:

FAQ

Ab und bekommen wir Fragen zu den Schlangenarten gestellt. Daher haben wir uns dazu entschlossen ein kleines FAQ ins Leben zu rufen. So bekommt jeder und nicht nur der Fragende weiterführende Informationen zu diesem Thema.

Sind Schlangen als Haustiere erlaubt?

In vielen Wohnungen und Häusern werden Schlangen als Haustiere gehalten. Grundsätzlich ist nach der aktuellen Gesetzeslage die Schlangenhaltung in den eigenen vier Wänden erlaubt.

Allerdings unterliegen Giftschlangen häufig der Melde- oder gar Erlaubnispflicht. Bei diesen Schlangen sollte man sich vor der Anschaffung über die geltenden Regelungen erkundigen.

Kann der Vermieter Schlangen verbieten?

Prinzipiell sollte man sich an die unterschriebenen Bedingungen seines Mietvertrags auch einhalten. Ebenso ist es nicht verkehrt, die Nachbarn zu fragen, wie sie zum Thema Schlangenhaltung stehen.

Laut diversen Gerichtsurteilen kann es aber zulässig sein ungefährliche oder ungiftige Schlangen in geschlossenen Terrarien zu halten. Eine genauere Auskunft erhält man beim Anwalt seines Vertrauens.

Wie lange kann eine Schlange leben?

Konkret hängt dies von der Art der Schlange ab. Viele Exemplare der Boa und Python wurden in Gefangenschaft schon über 40 Jahre alt. Viele Elaphe-Arten überschreiten zudem regelmäßig die 30 Jahresmarke.

Natürlich werden auch viele Arten bei Weitem nicht so alt. Die Strumpfbandnatter zum Beispiel kann bereits nach rund 8 Jahren von einem gehen. Manche Schwarze Mamba wird gerade einmal 5 Jahre alt.

Über Sarah Engelmann 4 Artikel
Hi! Mein Name ist Sarah und ich schreibe hier über mein liebstes Hobby. Genauer gesagt bin ich die Person hinter den zahlreichen Ratgebern über Gottesanbeterinnen und Vogelspinnen. Das Ziel all meiner Artikel ist ganz simpel. Noch mehr Menschen sollen mit der Haltung dieser Tiere beginnen.

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