Cyriopagopus lividus

Dank ihres auffallenden Erscheinungsbilds zählt diese Vogelspinne zu den begehrtesten röhrenbewohnenden Arten überhaupt. Aber nicht nur das Äußere der Tiere ist interessant. So ist das Verhalten im Terrarium recht defensiv, was die asiatische Spinne zu einem angenehmen Zögling macht. Aufgrund ihres unterirdischen Lebensstil bekommt man die Spinne, aber meist nur bei der Fütterung zu sehen.

Wer sich aber schon immer für Röhrenbewohner als Haustier interessiert hat, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Das Aussehen zieht einen nämlich schnell in seinen Bann, die Art ist sehr robust und wird noch dazu recht alt. Was man bei der Haltung beachten muss und wie die Tiere in der freien Wildbahn leben, verraten wir in diesem Beitrag. Außerdem gehen wir noch auf viele weitere spannende Aspekte ein.

Blaue Burma-Vogelspinne Steckbrief:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Cyriopagopus lividus
Deutscher Name: Blaue Burma / Blaue Thai / Kobaltblaue Vogelspinne
Artenschutz:Nein
Verbreitung:Regenwälder sowie Plantagen in Myanmar und Thailand
Lebensweise: Röhrenbewohner
Verhalten:Zurückhaltend, defensiv, nervös, beißt rasch bei Bedrohung
Lebenserwartung:Bis zu 20 Jahre beim Webchen, Männchen noch 1-2 Jahre nach der Reifehäutung
Adulte Größe:Bis 5 cm
Färbung:Blauschimmernd
Terrarium:30 x 30 x 40 cm (BxLxH) großes Feuchtterrarium oder ein richtiger Haplotank
Klimagestaltung:23 – 26 °C am Tag, 20 – 22 °C nachts, 70 – 80 % relative Luftfeuchtigkeit
Futter:Grillen, Schaben, Heuschrecken & Heimchen
Vergesellschaftung:Einzelhaltung
Schwierigkeitsgrad:Motivierter Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

Haplopelma lividum
Hier handelt es sich um einen Hybriden zweier Haplopelma-Arten, wovon ein Tier ein H. lividum sein müsste.

Die Kobaltblaue Vogelspinne gehört zu den kleinen bis mittelgroßen Vogelspinnen. Ihr Körper wird nämlich gerade einmal 5 bis 6 Zentimeter lang. Die Art verfügt über einen langgestreckten, grauen Carapax. Das Abdomen hat einen Farbverlauf von grau an der Basis bis hin zu bläulich bei den Spinnwarzen. Den Hinterleib zeichnet zusätzlich eine schwarze Längslinie, die manchmal stärker und schwächer ausgeprägt ist.

Die Schenkel sind schwarz gehalten mit einem leicht bläulichem Schimmer. Von den Knien bis zu den Füßen ist die Blaue Burma-Vogelspinne dunkelblau gefärbt. Die Körperbehaarung ist recht kurz und die Körperform sehr schlank. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass die Art über eine faszinierende Optik verfügt.

Gut zu wissen:
Zu Beginn wurde die Spinne aufgrund ihrer Färbung häufig mit der Blauen Malaysia-Vogelspinne verwechselt. Allerdings unterscheiden sich die Lebensweisen beider Tiere stark. Die einen leben unterirdisch, während die anderen in Hohlräumen von Bäumen ihr Nest aufschlagen. Diese Ungereimtheiten führten schließlich dazu, dass Andrew Smith im Jahr 1996 die Blaue Burma Vogelspinne als neue Art beschrieb.

Verbreitung & Lebensraum:

Blaue Burma Vogelspinne Verbreitung

Die Blaue Burma-Vogelspinne ist in Myanmar beheimatet. Allerdings findet man auch kleine Populationen im nahen Thailand. Die Vogelspinnenart lebt unterirdisch und legt kompakte und stark ausgesponnene Erdröhren an. Diese können bis zu 50 cm tief werden. Möchte man die Kobaltblaue Vogelspinne in der freien Wildbahn bestaunen, ist dies gar nicht so leicht. Sie verlässt ihre Wohnhöhle nämlich nur zum Fressen.

Damit sie ihre Röhre anlegen kann, wählt sie als Habit meist eine waldreiche Gegend mit feuchtem Erdreich. Neben solchen Arealen trifft man die Art heutzutage auch auf Plantagen an. Dort bekommt man sie aber auch nur zu Gesicht, wenn sie blitzschnell aus ihrem Höhleneingang springt, um ein Futtertier zu überwältigen. Innerhalb weniger Sekunden zieht sie ihre Beute in ihre Wohnröhre, um sie dort zu fressen.

Gut zu wissen:
Manche Exemplare der Blauen Burma-Vogelspinne siedeln sich auf Holzplantagen an. Allerdings wird das gefällte Holz samt den Spinnen zur weiteren Verarbeitung in andere Gebiete transportiert. Daher müssen sich die Tiere schnell an einen neuen Lebensraum anpassen können. Das ist für sie auch kein allzu großes Problem, was sie für die Terrarienhaltung so interessant macht. Schließlich sind sie damit sehr robust.

Lebensweise & Verhalten:

Die Blaue Burma-Vogelspinne versteckt sich meist in ihrer Wohnröhre. Sie ist leicht reizbar und bissig. Wird sie gestört und hat keine Rückzugsmöglichkeit, nimmt sie eine typische Verteidigungsstellung ein. Dabei schlägt sie nicht nur kräftig mit ihren Vorderbeinen um sich, sondern zeigt auch ihre giftigen Beißklauen. Reicht auch dies nicht zur Abwehr des Angreifers, attackiert sie ihn schließlich.

In der freien Wildbahn wird die Art schnell aggressiv und ihr Verhalten gilt daher als ziemlich unberechenbar. Gerade ihr Giftbiss ist sehr gefürchtet. Zum Glück kommt es nur selten zum Angriff, da sich die Spinne meist in Windeseile in ihre Wohnröhre zurückzieht. Kämpfen ist bei ihr nur der letzte Ausweg. Das erste Mittel zur Selbstverteidigung ist hier ganz klar die Flucht vor dem Feind.

Gut zu wissen:
In der Terraristik legt die Blaue Burma-Vogelspinne in der Regel ein ruhiges und defensives Verhalten an den Tag. Der Umgang ist mit ihr überraschend einfach. Sie zieht sich bei Arbeiten im Terrarium sofort in ihre Wohnhöhle zurück und geht nur in ganz selten Fällen zum Angriff über. Leider verlässt sie ihre Wohnhöhle nur ganz selten. Zu Gesicht bekommt man die farbenprächtige Art dann nur bei der Fütterung.

Haltung der Blauen Burma-Vogelspinne:

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Die artgerechte Haltung dieser Vogelspinne macht großen Spaß und unterscheidet sich zudem deutlich von der Haltung anderer beliebter Vogelspinnenarten. Schließlich handelt es sich hier um einen echten Röhrenbewohner, den man nur selten zu Gesicht bekommt. Darüber hinaus passen normale Anfängersets nicht zur unterirdischen Lebensweise dieser Spinne. Man muss sich also selbst alles Benötige zusammenstellen.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Wer sich für die Haltung dieser interessanten Art entschieden hat, braucht einiges an Ausrüstung. Mit einem leerem Terrarium allein ist es da natürlich nicht getan. Was man für den Einstieg alles benötigt, verrät dir unsere Liste:

  • Terrarium
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
Nicht alle Züchter oder Händler haben die Blaue Burma Vogelspinne in ihrem Sortiment. Zudem sind die Preise etwas höher und man muss außerdem noch weite Fahrtstrecken zum Anbieter in Kauf nehmen. Zusätzlich dazu findet man in der einschlägigen Literatur nur wenige Informationen zur Haltung von Röhrenbewohnern und damit auch zu dieser Vogelspinnenart.

Terrarium:

Den Ansprüchen der Vogelspinne wirst du mit einem Terrarium bei einer Mindestgröße von 30 x 30 x 50 cm gerecht. Wichtig ist die Höhe, da diese Vogelspinnen bevorzugt lange Röhren bauen. Um ihnen dies zu ermöglichen, sollte der Bodengrund mindestens 30 cm oder gerne noch etwas höher ausfallen. Schließlich handelt es sich hier um unterirdisch lebende Tiere.

Für die passende Konsistenz ist ein Gemisch aus Waldboden, Erde und Sand zu verwenden. Mischungen aus Humus sowie Sand eignen sich ebenfalls für die Befüllung. Des Weiteren musst du den Bodengrund relativ feucht halten, weil diese Vogelspinnen eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugen. Die Durchschnittstemperatur sollte tagsüber bei 23 bis 26 °C und nachts bei 18 bis 20 °C liegen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte sich bei 75 bis 85 Prozent bewegen. Damit die Tiere auch etwas trinken können, sollte man einen kleinen, flachen Trinknapf im Terrarium platzieren. Darüber hinaus bietet sich als Abschluss des Wohntunnels eine Korkröhre an. Wer möchte, kann natürlich auch eine normale Wohnhöhle aus dem Terraristikbereich nutzen.

Futter:

In ihrem natürlichen Lebensraum frisst die Blaue Burma-Vogelspinne Insekten und andere kleine Tiere. Daran sollte man sich auch in der Terraristik orientieren. Daher bieten wir der Spinne gerne Grillen, Schaben, Heuschrecken und Heimchen an. Ab und an freut sich das Tier aber auch über Schaben und Zoophobas.

Das Futterinsekt wird hier einfach in der Nähe der Höhle platziert und meist dauert es gar nicht lange, bis die Spinne aus ihrem Versteck schießt und das Insekt überwältigt. Nur wenige Sekunden später ist das Spektakel auch schon wieder vorbei und die Blaue Burma Vogelspinne verspeist ihre Beute in ihrer Wohnröhre.

Zucht:

Die Blaue Burma-Vogelspinne durchläuft bis zur Geschlechtsreife mehrere Häutungen. Derweil webt das Männchen ein Spermanetz und füllt es mit seinem Sperma. Dieses nimmt das Männchen in die Bulben (sekundäre Geschlechtsorgane an den Tastern) auf, indem es mit seinen Pedipalpen (zweites Extremitätenpaar nach den Bissklauen) die Spermaflüssigkeit hinein in die Bulben pumpt.

Dann geht die Suche nach dem Weibchen los. Bei der Zucht brauchst du natürlich männliche und weibliche Tiere. Das Männchen bemerkt die Anwesenheit eines Weibchens, wenn es den chemischen Riechstoff (Pheromon) des Weibchens riecht. Hat ein Männchen das Weibchen ausgemacht, umwirbt es das Weibchen mit kräftigem trommeln und macht dabei mit seinem dritten Beinpaar krampfartige Bewegungen.

Oft trommelt das Männchen zusätzlich mit dem ersten sowie zweiten Beinpaar, dabei prüft es die Paarungsbereitschaft des Weibchens. Die seismische Kommunikation wird über den Boden durch Reibung gegeneinander beweglicher Körperteile produziert und die beim Trommeln ausgelösten Vibrationen sind seismische, akustische Signale, die das Weibchen über die Hörhaare wahrnimmt.

Nach der Kopulation sind drei bis sechs Wochen vergangen. Das Weibchen versiegelt nun die Zugänge des Nestes. Sie webt mit Seide einen Kokon innerhalb des Nestes. Sie legt etwa 100 Eier in diesen ab. Im Kokon durchlaufen die Nymphen mehrere Entwicklungsstadien, wobei sie sich zweimal häuten. Sie schlüpfen im Innern des Kokons nach drei Wochen. Nach rund zehn Wochen schlüpfen dann die Spiderlinge.

Sie haben bereits beim Schlupf eine Beinspannweite von einem Zentimeter und sehen daher recht stattlich aus. In der Folge häuten sie sich alle zwei bis drei Wochen und fressen in der ersten Zeit Kleinstinsekten. Sie verlassen das Nest ein paar Tage nach dem Schlupf. Während dieser Zeit sind die Spiderlinge sehr verwundbar. Du musst in dieser Zeit die richtigen Vorkehrungen treffen, um die Zucht zu schützen.

Bemerkst du, dass die Kleinen den Kokon verlassen, wenn sie die zweite Häutung hinter sich haben, musst du sofort eingreifen. Die Mutter kann zum Feind der kleinen Spinnen werden und sie fressen wollen. Du siedelst alle rechtzeitig aus dem Terrarium in sogenannte Aufzucht-Dosen um. Dabei legst du Wert auf Sorgfalt sowie Schnelligkeit, damit du die Mutter einerseits nicht reizt, andererseits hältst du sie davon ab, die jungen Vogelspinnen zu fressen.

Nun kannst du mit der Einzelaufzucht beginnen. Die Jungtiere hältst du nun einzeln. Kurze Zeit nach der zweiten Häutung kannst du sie bereits füttern. In dieser Phase musst du viel Zeit für die Kleinen haben und sie vor ihren Geschwistern schützen. Wenn du zu spät eingreifst, fressen sie sich gegenseitig auf. Schnell richtest du je nach Anzahl der Jungtiere Aufzuchtbecken her.

Am besten ist es, die Becken bekommen ein warmes sowie feuchtes Klima wie im Terrarium. Damit hast du die richtigen Lebensbedingungen für die kleinen Blauen Burma-Vogelspinnen. Das neue Heim muss sich an die jeweilige Größe des Tieres anpassen sowie später gewechselt werden. Anfangs reicht der Auslauf für die junge Vogelspinne, wenn sie ein 100 ml Gefäß zur Verfügung hat.

Kaufberatung:

Vor dem Kauf deiner Kobaltblauen Vogelspinne musst du erstmal überprüfen, ob du ausreichend Platz und Geld zur Verfügung hast. Dann stellt sich als nächstes die Frage, ob du einen Spiderling (kleines Jungtier) aufziehen möchtest oder lieber mit einem älteren Exemplar startest. Jungtiere sind zwar günstiger, brauchen aber auch viel Liebe. Zudem werden sie in kleinen Behältnissen aufgezogen.

Möchtest du lieber etwas weniger Arbeit haben und noch dazu ein großes Terrarium besitzen, solltest du ein subadultes Tier kaufen. Dieses kannst du je nach Größe entweder direkt in das spätere Terrarium setzen oder zumindest einen größeren Kunststoffbehälter als Übergangslösung nutzen. Die Lebenserwartung unterscheidet sich zwischen männlichen und weiblichen Vogelspinnen besonders stark.

Allerdings sind Weibchen auch deutlich teurer als Männchen. Du musst hier also individuell nach deinen Wünschen eine Entscheidung treffen. Weißt du nun, was genau du möchtest, geht es jetzt zum nächstgelegenen Züchter. Dort musst du allerdings auf ein paar Aspekte achten, um keinen Fehlkauf zu tätigen:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkteauf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden junge Vogelspinnen in Döschen gesteckt. Diese werden noch mit Zeitungspapier ausgelegt und schon kann es losgehen. Große Exemplare, wie die hier vorgestellte Goliath-Vogelspinne, fühlen sich in geräumigeren Heimchendosen deutlich wohler. Um die Tiere vor Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die Verwendung einer Styroporbox.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Immer wieder erreichen uns Fragen zur Haltung dieses Röhrenbewohners. Obwohl nur wenige Terrarianer solche Tiere halten möchten, ist die Masse an Fragen gar nicht so gering. Dies hat uns schließlich auf die Idee gebracht ein kleines FAQ mit den am häufigsten gestellten Fragen unserer Leser zu erstellen. So bekommt nicht nur der Fragende, sondern auch du weitere Informationen zur Art.

Eignet sich eine Blaue Burma-Vogelspinne für Einsteiger?

Viele Terrarianer würden Anfängern von der Haltung der Blauen Burma Vogelspinne abraten. Sie sei nämlich zu aggressiv, schnell und unberechenbar. Dieser Meinung können wir uns aber nicht anschließen. Wir haben nämlich bei der Terrarienhaltung gegenteilige Erfahrungen gemacht. Unsere Tiere waren stets zurückhaltend und haben sich bei Arbeiten in ihre Röhre zurückgezogen.

Deshalb eignet sich die Art durchaus für Anfänger. Man sollte sich aber bewusst sein, dass es nur wenig Literatur zu dieser Art gibt. Außerdem bekommt man sie meist nur bei der Fütterung zu Gesicht. Ansonsten lebt sie zurückgezogen in ihrem Tunnel. Wer seine Vogelspinne öfter sehen möchte, sollte sich lieber einen Bodenbewohner aus der Gattung Brachypelma holen.

Wann wurde die Blaue Burma-Vogelspinne zum ersten Mal beschrieben?

Die Erstbeschreibung der Blauen Burma-Vogelspinne war im Jahre 1996 durch den renommierten Forscher Andrew. M. Smith.

Wie verteidigt sich die Cyriopagopus lividus gegenüber Angreifern?

Die Blaue Burma-Vogelspinne schleudert keine Brennhaare in Richtung des Angreifers. Sie besitzt nämlich keine. Auch ist Kämpfen nicht ihr erster Instinkt. Solange sie die Möglichkeit zum Rückzug in ihre Wohnröhre hat, nutzt sie diese. Anderenfalls droht sie mit ihren Bissklauen und beißt, wenn erforderlich zu. Manchmal verscheucht aber auch das Trommeln mit den Vorderbeinen den Angreifer.

Das Gift dieser Vogelspinne ist für Menschen nicht ganz ungefährlich. Gerade Allergiker sollten auf der Hut sein. Zudem verursachen die großen Bissklauen tiefe und damit auch schmerzhafte Wunden. Durch den Biss wird Gift durch einen feinen Kanal von der Giftdrüse über die beiden Klauen hinein in die Beute gepumpt. Das eingespritzte Gift dient gleichzeitig zur Verdauung des Beutetieres.

Es zersetzt den Körper der Beute, sodass die Spinne sie anschließend aussaugen kann. Die leblose Hülle wird dann einfach von der Spinne weggeworfen und muss im Terrarium umgehend entsorgt werden. Ansonsten beginnt die leere Hülle nämlich schnell zu schimmeln. Außerdem ist sie im Becken wenig ansehnlich.

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