Monocentropus balfouri

Über die Haltung dieser wunderschön anzusehende Spezies ist hierzulande nur wenig bekannt. Allerdings steigt die Zahl der in deutschen Terrarien zu bestaunenden Monocentropus balfouri  seit Jahren an. Dies hat uns schließlich auf die Idee gebracht, den blauen Vogelspinnen einen ganzen Artikel zu widmen. Nicht zuletzt, da man seit ungefähr 10 Jahren günstig deutsche Nachzuchten erwerben kann.

Die aus Vorderasien stammende Art findet man aber nicht nur im Krieg gebeutelten Jemen. Auf der Insel Sokrota gibt es nämlich ebenfalls einen relativ großen Bestand. Gerade an den Küsten, aber auch in höher gelegenen Gebieten kann man die Bodenbewohner bestaunen. Man muss aber häufig länger Ausschau halten, da viele Blaue Jemen-Vogelspinnen ihren Unterschlupf nach der Häutung aufgeben.

Zudem ist auch diese Art nachtaktiv und versteckt sich daher tagsüber in ihrer mit Spinnseide ausgekleideten Wohnhöhle. Nachts hingegen begeben sich die toll gefärbten Spinnen an den Eingang ihrer Höhle und lauern so vorbeikommenden Beutetieren auf. Nicht selten kann man während so einer Phase mehrere Monocentropus balfouri auf engem Raum erblicken. Diese Spezies ist nämlich sehr sozial und neigt aufgrund dessen kaum zu Kannibalismus.

Das soziale Verhalten dieser Vogelspinnen macht sich besonders bei der Brutpflege bemerkbar. Im Gegensatz zu anderen Arten sorgt sich die Mutter hier rührend um ihren Nachwuchs. Sie fängt Beutetiere, zerkleinert diese und verabreicht sie schließlich ihren Zöglingen. Erst nach einigen Monaten verlassen diese dann das Versteck, um selbständig zu leben. Dies ist aber nur ein faszinierender Fakt, mehr davon gibt es nun.

Die Blaue Jemen-Vogelspinne im Steckbrief:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Monocentropus balfouri
Deutscher Name:Blaue Jemen-Vogelspinne
Erstbeschreibung:1897 von Reginald Innes Pocock
Artenschutz:Nicht vorhanden. Wildfänge sind allerdings nicht nötig, da es inzwischen einige Züchter im deutschprachigen Raum gibt.
Verbreitung:Vorderasien, genauer gesagt im Jemen & auf der Insel Sokrota. Dort leben die Tiere hauptsächlich in Küstennähe. Es exsitieren aber auch Populationen in Höhen von bis zu 850 Metern.
Lebensweise:Nachtaktiver Bodenbewohner, der sich tagsüber bevorzugt in seinem Unterschlupf aufhält. Nachts erblickt man die Tiere am Eingang ihrer Wohnröhre. Dann lauern sie Beutetieren auf.
Verhalten:Für Vogelspinnen kann man hier von ausgesprochen sozialen Achtbeinern reden. Es gibt eine Brutpflege und die Art zeigt kaum Kannibalismus. Im Terrarium sind die Tiere oft hektischer und leicht reizbar.
Lebenserwartung:Weibchen werden in der Regel 12 bis 15 Jahre alt. Da Männchen binnen eines Jahres nach der Reifehäutung versterben, erreichen sie nur ein Alter von 4 bis allerhöchstens 5 Jahre.
Adulte Größe:Die Achtbeiner gehören zu den mittelgroßen Vogelspinnen und werden etwa 50 bis 70 mm groß. Die Beinspannweite beträgt im adulten Zustand ungefähr 170 bis 180 Millimeter.
Aussehen:Blau-Graue Grundfärbung, wobei die Extremitäten etwa zu 1/4 beige sind. Der Voder- und Hinterleib sind eher Beige mit einem Spritzer Blau eingefärbt. Die Spinnwarzen sind Dunkelblau gefärbt, was auch auf die Cheliceren zutrifft.
Terrarium:30 x 30 x 30 großes Trockenterrarium mit 10 bis 15 cm hohen Bodengrund, einer Wohnhöhle, einem flachen Trinknapf sowie etwas Dekoration.
Klimagestaltung:Tagsüber 26 °C – 32 °C, Nachts hingegen genügen 23 °C – 25 °C vollkommen. Die Luftfeuchte sollte sich in einem Bereich von 40 % – 50 % bewegen.
Futter:Gängige Futterinsekten wie Grillen oder Heimchen. Wer möchte kann aber auch Schaben, Zophoba-Larven oder Wachsraupen als Nahrung verarbeichen.
Verteidigung:Die Tiere besitzen keine Brennhaare. Im Verteidigugnsfall nehmen sie erst eine Drohgebärde ein, schlagen dann mit ihren Extremitäten zu und versuchen in letzter Konsequenz den Angreifer zu beißen.
Besonderheiten:Die Gruppenhaltung ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Die Tiere betreiben eine richtige Brutpflege & sind allgemein recht sozial eingestellt.
Schwierigkeitsgrad:Ambitionierte Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

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Diese Vogelspinnen-Art verfügt über ein faszinierendes Aussehen. Aber fangen wir lieber erstmal bei den Grundlagen an. Die Blaue Jemen-Vogelspinne gehört zu den mittelgroßen Spezies, da sie eine Körperlänge von 50 bis 70 mm erreicht. Die Beinspannweite bei adulten Vertretern liegt bei etwa 170 bis 180 mm. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten werden die Weibchen nicht größer als die Männchen.

Ebenso ist das Farbspektrum bei beiden Geschlechtern gleich. So sind die Beine und Taster vom Tarsus bis hin zur Patella in ein bildhübsch anzusehendes Blau gefärbt. Am Femur geht das Blau dann in einen Beige über. Dafür sind die Beißklauen genauso wie die Spinnwarzen von vorne bis hinten dunkelblau getüncht. Gelegentlich ist der Farbton dabei sehr dunkel und erinnert fast schon an Schwarz.

Die Färbung des Hinter- als auch Vorderleibs ist oft Beige mit einem leichten bläulichen Schimmer. Bei manchen Tieren überwiegt aber auch gelegentlich der blaue bis türkise Schimmer. Leider sind solche fast vollständig blauen Exemplare recht selten. Aber auch die Kombination aus Beige und Blau macht die Tiere zu einem echten Blickfang im Terrarium. Leider bekommt man sie dort fast nur nachts zu Gesicht.

Gut zu wissen:
Gemeinsam mit nur 2 weiteren Vertretern bildet die Monocentropus balfouri die recht überschaubare Gattung Monocentropus. Unterstützt wird sie dabei von der M. lambertoni und der M. longimanus. Die beiden letztgenannten Tiere spielen in der deutschen als auch in der internationalen Terraristik absolut keine Rolle.

Verbreitung & Lebensraum:

Monocentropus balfouri Verbreitung Karte

Der Name verrät einem bei dieser Art schon so einiges über den Lebensraum. Allerdings findet man die Vertreter dieser interessanten Spezies nicht nur auf dem Festland Vorderasiens. Neben dem Jemen gehört vor allem die Insel Sokotra zum Hauptverbreitungsgebiet. Dort leben die Bodenbewohner aber nicht nur an der hinreißenden Küste, sondern auch in höher gelegenen Arealen der kleinen Insel im Indischen Ozean.

Zum Schutz vor Feinden verstecken sich die Spinnen tagsüber in ihren Wohnröhren. Diese heben sie aber nicht immer selbst aus, sondern besetzen auch verlassene Tunnelsysteme anderer Tiere. Interessant ist dabei aber nicht nur, dass die Achtbeiner ihren Unterschlupf mit großen Mengen von Gespinst auskleiden. Es wird nämlich immer wieder berichtet, dass die Blauen Jemen-Vogelspinnen ihre Verstecke nach der Häutung aufgeben.

Ob dem wirklich so ist, wurde aber noch nicht abschließend geklärt. Sicher weiß man aber folgendes: Diese Vogelspinnen sind im Vergleich zu ihren anderen Artgenossen überaus sozial. So gibt es gegenüber innerartlichen Vertretern fast keine Aggressivität oder gar Kannibalismus. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer wieder mehrere Tiere auf engem Raum zusammenleben. Dabei bewohnen sie aber stets ihre eigene Höhle.

Gut zu wissen:
Die Art lässt sich als eher scheu bezeichnen. Tagsüber bekommt man die Achtbeiner nur selten zu Gesicht. Auch ziehen sie sich bereits bei der geringsten Störung in ihre Tunnelsysteme zurück. Möchte man sie erspähen, muss man sich also in der Dämmerung oder noch besser in der Nacht, auf die Lauer legen. Dann entdeckt man die Spinnen aber recht gut in den Felslandschaften, Trockenwäldern und Steppengebieten ihres Habitats.

Die Haltung der Monocentropus balfouri erklärt:

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Vogelspinnen aus Asien und Afrika stehen bei vielen Vogelspinnenhaltern ziemlich weit hinten auf der Wunschliste. Diese Art stellt dabei aber die Ausnahme von der Regel dar. Schließlich kann man sie in kleinen Rudeln halten und die Optik ist wirklich interessant. Allerdings sind diese Achtbeiner etwas launisch und die Gruppenhaltung erfordert starke Nerven. Zudem kommt es wegen Haltungsfehlern nicht selten zu Kannibalismus.

Wie man solche Vorfälle vermeidet und worauf man bei der Pflege achten muss, verraten wir dir im Folgenden. Wie immer werden wir aber mit den Grundlagen beginnen. Mit einem leeren Terrarium allein ist es nämlich nicht getan. Man benötigt nämlich noch jede Menge Zubehör, Dekoration und eine ganze Menge Technik zur erfolgreichen Haltung der Blauen Vogelspinne. Was man zum Beginn alles gebrauchen kann, haben wir im Folgenden für dich aufgelistet:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Dekoration
Bevor du deine Blaue Sokrota-Vogelspinne kaufst, solltest du bereits ein fertig eingerichtetes Terrarium besitzen. Schließlich sollte die Ausstattung vollständig sein und die Technik auch wirklich funktionieren. Daher muss das Becken samt seiner Einrichtung für ein oder zwei Tage Probe laufen. So kann man Fehler aller Art erkennen und diese noch rechtzeitig beheben.

Terrarium:

Als Terrarium empfehlen wir ein Becken in der Größe 30 x 30 x 30 cm. Dieses eignet sich außerdem nicht nur zur Haltung einer Vogelspinne, sondern auch für eine ganze Gruppe von 3 bis 5 Tieren. Bekanntermaßen webt diese Spezies das komplette Terrarium zu. Damit dies auch ohne Weiteres funktioniert, sollte man gleich eine ganze Ladung Äste oder eine Wurzel im Inneren platzieren.

Der Bodengrund sollte mindestens 10 bis 15 cm hoch sein. Viele Blaue Jemen-Vogelspinnen lieben nämlich das Graben. Um im Terrarium für einen möglichst natürlichen Look zu sorgen, empfiehlt sich das Einbringen von Pflanzen. Aufgrund der vielen und recht dichten Gespinste würden wir allerdings von Echten abraten. Wer will, kann noch eine Wohnhöhle oder einen Wassernapf ins Becken stellen. Wirklich nötig, ist aber beides nicht.

Klimagestaltung:

Sobald es hell wird, steigt auch schon die Temperatur. So soll es auch im Terrarium sein. Tagsüber sollte sich die Nadel des Thermometers im Bereich von 26 bis 32 Grad Celsius bewegen. Nachts darf es etwas kühler sein. Die normale Zimmertemperatur in unseren Breitengraden ist aber etwas zu kühl. 23 bis 25 Grad Celsius darf es nachts schon warm sein. Die Luftfeuchte sollte etwa 40 bis 50 Prozent betragen.

Zucht:

In der freien Wildnis verpaaren sich die Blauen Jemen-Vogelspinnen von Dezember bis Februar. Dabei weicht ihr Fortpflanzungsverhalten nicht von dem anderer Vogelspinnen ab. Hat das Männchen das Weibchen erfolgreich bestiegen, muss man sich für 6 bis 8 Wochen gedulden. Dann legt die weibliche Spinne auch schon einen Eikokon in ihrer Wohnhöhle an. Meist befinden sich darin 20 bis allerhöchstens 40 Eier.

Dies ist natürlich relativ wenig, ermöglicht es der Spinne aber auch sich später intensiv, um ihren Nachwuchs zu kümmern. Dieser schlüpft allerdings erst 38 bis 42 Tage nach dem Kokonbau. Die kleinen Spiderlinge zeigen dann ein interessantes Verhalten. Sie durchlaufen nämlich nur 2 der 3 Larvenstadien. Außerdem sind sie zu Beginn völlig von ihrer Mutter abhängig. Diese erlegt die Beutetiere und reicht sie ihnen in mundgerechten Stücken.

Das mag normal klingen, ist es aber überhaupt nicht. Bei Vogelspinnen gibt es nämlich keinerlei Brutpflege. Auch verbleiben die kleinen Spinnen normalerweise nicht für einige Monate bei der Mutter. Daher neigen viele Züchter dazu den Nachwuchs schnellstmöglich aus dem Terrarium zu holen. Dies ist aber ein Fehler. In der Praxis hat sich gezeigt, dass man bis zu 3. oder 4. Fresshaut warten sollte.

Erst dann ist der Moment gekommen, wenn man die Spiderlinge gefahrlos entnehmen kann. Vorher sind sie nämlich alles andere als stabil. Entweder werden sie in ein kleines Terrarium oder in eine 3 Liter große Aufzuchtdose gesetzt. Ab diesem Zeitpunkt wachsen die Tiere schnell heran. Oftmals vergehen gerade einmal 2 bis 3 Jahre und schon sind die Weibchen geschlechtsreif. Die Männchen brauchen oftmals noch weniger Zeit.

Kaufen:

Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass man diese Vogelspinnen nur als Wildfang bekommen hat. Zum Glück sind diese Zeiten hierzulande endlich vorbei. Inzwischen gibt es nämlich einige Züchter, wenngleich man eine längere Fahrtstrecke zum Erwerb in Kauf nehmen muss. Alternativ bietet sich natürlich das Online-Shopping an. Dann kann man die Tiere vor der Anschaffung aber nicht begutachten und auf diese Aspekte achten:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkteauf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden junge Vogelspinnen in Döschen gesteckt. Diese werden noch mit etwas Zeitungspapier ausgelegt und schon kann es losgehen. Adulte Exemplare hingegen können aufgrund ihrer Ausmaße nur in Futterinsektendosen transportiert werden. Um die Tiere vor lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Styroporbox.

Unser kleines FAQ zum Abschluss:

FAQ

Unsere Artenvorstellung ist nur eines der ganz wenigen Dokumente im deutschsprachigen Raum, das sich detaillierter mit der Haltung dieser blauen Vogelspinnen auseinandersetzt. Aufgrund dessen erhalten wir immer wieder Fragen und Kommentare rund um die immer beliebter werdenden Tiere. Dies hat uns schließlich dazu veranlasst im Folgenden einen Frage-Antwort-Bereich zu erstellen.

Dort bekommst du die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen unserer Leser. Außerdem profitiert so nicht nur der Fragesteller von unserer Auskunft. Aber wollen wir gar nicht mehr länger um den heißen Brei herum reden. Hier sind auch schon die besten Fragen:

Woher stammt die Bezeichnung Monocentropus balfouri?

Diese leitet sich vom schottischen Entdecker der Blauen Jemen-Vogelspinnen ab. Dessen Namen lautete nämlich Sir Isaac Bayley Balfour. Der 1853 geborene Verwaltungsbeamte war aber nicht nur ein bekennender Spinnenfan, sondern auch ein renommierter Botaniker. In diesem Fachgebiet kennt man seine Arbeiten unter dem Autorenkürzel BALF.F. Aber kommen wir noch einmal kurz auf die Entdeckung dieser Vogelspinne zurück.

Auf einer von Sir Balfour geleiteten wissenschaftlichen Expedition wurde die Blaue Jemen-Vogelspinne erstmals aufgespürt. Dies war im Jahre 1880, und zwar auf der Insel Sokotra. Damals herrschte im Allgemeinen ein recht großes Interesse an der speziellen Pflanzen- als auch Tierwelt der Insel. Sogar die Akademie der Wissenschaften in Wien entsandte in jenen Tagen einige Forscher für eine wissenschaftliche Expedition auf die Insel im Indischen Ozean.

Wie giftig ist die Blaue Jemen-Vogelspinne eigentlich?

Im Jemen und vor allem auf der Insel Sokotra fürchten sich die Einheimischen enorm vor dieser Spezies. Dort wird der Spinne nämlich nachgesagt, dass sie mit ihrem Giftbiss ein Kamel töten kann. Zwar wurde die Intensität des Giftes nie wissenschaftlich überprüft, aber in der Regel entstehen nach dem Biss einer Vogelspinne bei Menschen und großen Säugetieren keine medizinisch relevanten Symptome.

Kommt es doch einmal zu stärker ausgeprägten Schmerzen oder gar ernsthaften Problemen, sind meist nur Allergiker betroffen. Oftmals ist dabei sogar nicht das Gift das Problem, sondern die beim Biss übertragenen Keime und Bakterien. Diese können nämlich nicht für starke Entzündungen sorgen. In ganz seltenen Fällen ist eine Blutvergiftung im Rahmen des Möglichen. Daher sollte man die Wunden sofort ausspülen und desinfizieren.

Worauf ist bei der Gruppenhaltung zu achten?

Zu aller erst sollte man darauf achten, dass man keine Tiere aus unterschiedlichen Kokons zusammensetzt. Selbstredend gilt dies auch für unterschiedliche Größen. Zudem darf das Terrarium nicht zu groß sein. Dies führt nämlich nur dazu, dass die Tiere mit dem Abstecken von Revieren beginnen und sich so schließlich als Feinde oder Futter betrachten.

In der Praxis bedeutet dies, dass man für eine Gruppe aus 3 bis 5 Tieren eben kein 60 x 30 x 30 cm großes Terrarium nutzen kann. Obwohl dies erstmal ungewöhnlich klingt, muss ein 30 x 30 x 30 cm kleiner Würfel als neues Zuhause genügen. Da die Tiere gerne weben, sollte man ausreichend Äste im Inneren platzieren. Eine Trinkschale wird zudem selten angenommen und meist rasch mit Spinnseide bedeckt.

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