Brachypelma emilia

Diese Vogelspinne stammt aus der Gattung Brachypelma, welche als sehr einsteigerfreundlich gilt. Das hierzulande auch unter dem Namen Orangebeinvogelspinne bekannte Tier besticht mit einer wunderschönen Färbung. Manch einer spricht sogar von einer der schönsten Vogelspinnenarten der Welt. Die friedlichen Achtbeiner gelten als anspruchslos in der Haltung und sind tagsüber oft außerhalb ihrer Wohnröhre zu sehen.

Im Gegensatz zu anderen Arten der Gattung gräbt die Brachypelma emilia deutlich mehr und legt auch gerne mal eine mehrere Monate andauernde Fresspause sein. Die aus Mexiko, und zwar genauer gesagt aus den Staaten Durango und Nayarit stammende Art, wird hierzulande gerne nachgezüchtet. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich ist die Nachfrage nach den anfängerfreundlichen Tieren gigantisch.

Leider informieren sich aber viele Neulinge nur unzureichend über die Haltungsanforderungen der Art. Auch ist vielen gar nicht bewusst, dass diese Spinne nur sehr langsam wächst. Oft vergehen 4 bis 6 Jahre vom Schlupf bis zum Adultstadium. Was man alles über die Orangbeinvogelspinne wissen muss, verraten wir dir in diesem großen Ratgeber. Beginnen möchten wir dabei aber mit einer kleinen Tabelle für den schnellen Überblick.

Steckbrief der Orangebeinvogelspinne:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Brachypelma emilia
Deutscher Name:Orangebeinvogelspinne
Erstbeschreibung:White, 1856
Artenschutz:WA II Anhang B (Herkunftsnachweis des Anbieters benötigt)
Verbreitung:Mittelamerika von Mexiko bis Costa Rica. Dort lebt die Orangebeinspinne in steppenartigen Landschaften, auf Feldern sowie in erdbedeckten Mülldeponien.
Lebensweise:Nachtaktiver Bodenbewohner, der bis zu einem Meter tiefe Wohnröhren anlegt und dort alleine lebt.
Verhalten:Ruhige Art, die bei einer Bedrohung oder Störung meist die Flucht ergreift. Im Terrarium ist die farbenfrohe und pflegeleichte Art oft zu sehen.
Lebenserwartung:Weibchen werden etwa 16 Jahre alt, männliche Spinnen sterben ca. 1 Jahr nach der Reifehäutung.
Adulte Größe:Die maximale Körperlänge beträgt 6 bis allerhöchstens 7 cm.
Aussehen:Schwarzes Abdomen mit orangefarbenen Bombardierhaaren, hellbeiger oder helloranger Carapax mit einem schwarzen Dreieck, welches beim Augenhügel beginnt und nach unten spitz zuläuft. Die 5. Beinglieder sind entweder hellbeige oder hellorange gefärbt.
Terrarium:40 x 30 x 30 cm großes Trockenterrarium mit 25 Watt-Strahler, 10 bis 15 cm hohen Bodengrund, Wohnhöhle, flachem Trinknapf sowie etwas Dekoration in Form von Pflanzen & Korkrindestücken.
Klimagestaltung:Tagsüber 26 °C bis 30 °C, nachts genügen 18 °C bis 20 °C. Die Luftfeuchte sollte zwischen 60 % & 70 % liegen.
Futter:Gängige Futterinsekten wie beispielsweise Heimchen, Grillen & Schaben.
Verteidigung:Hauptsächlich schützen sich die Tiere durch das Abwerfen ihrer Brennhaare. Manche Exemplare verspritzen auch gerne ihren Kot oder beißen zügig zu.
Schwierigkeitsgrad:Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

Brachypelma emilia im Terrarium

Diese Vogelspinnenart ist in die Farben Orange und Schwarz gehüllt. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 7 cm gehört die Brachypelma emilia zu den mittelgroßen Vogelspinnen. Die recht friedliche Art besticht mit wunderhübsch anzusehenden Beinen. Bestimmte Beinglieder sind nämlich mit hellbeigen oder leichtorangen Haaren verziert. Aufgrund dieses äußerlichen Merkmals wird die Spinne hierzulande auch als Orangebinvogelspinne betitelt.

Aber auch der Rumpf dieser Bodenbewohner hat es in sich. So ist der Vorderkörper meist leicht beige bis hin zu hellorange gefärbt. Betrachtet man ihn genauer, sticht einem ein schwarzes Dreieck ins Auge. Dieses beginnt bei den Augenhügeln und läuft in Richtung Hinterleib spitz zusammen. Das Abdomen ist mit seiner schwarzen Färbung etwas unauffällig. Allerdings befinden sich auch an ihm orange Härchen.

Gut zu wissen:
Im Gegensatz zu den anderen Arten der Gattung Brachypelma sind diese Spinnen etwas kräftiger gebaut. Die Männchen bleiben meist etwas kleiner. In der Praxis lässt sich ein Unterschied von einem Zentimeter bei der Kopf-Rumpf-Länge beobachten. Zudem verfügen viele Männchen über eine leicht dunklere Färbung, die oftmals einen dezent sichtbaren metallischen Schimmer aufweist.

Verbreitung & Lebensraum:

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Möchte man diese farbenfrohe Vogelspinnenart in der freien Wildnis bestaunen, muss man nach Amerika reisen. Genauer gesagt leben die Tiere dort in den Ländern Mexiko, Costa Rica und Panama. In großen Mengen anzutreffen, sind sie aber nur in Mexiko und zwar in den Staaten Durango und Nayarit. Dort leben sie hauptsächlich in steppenartigen Landschaften. Inzwischen findet man die Spinnen aber auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Aufgrund der rasch voranschreitenden Abholzung der letzten Jahre konnte die Art ihren Lebensraum kontinuierlich ausdehnen. Zudem graben diese Spinnen für ihr Leben gerne. Nicht selten sind ihre Wohnröhren bis zu einem Meter tief. Dieser Umstand ermöglicht es ihnen, sogar in regelmäßig umgepflügten Feldern zu überleben. Auch Steppenbrände können den Bodenbewohnern in dieser Tiefe nichts mehr anhaben.

Gut zu wissen:
Besonders große Ansprüche an ihr Habitat stellen Vogelspinnen für gewöhnlich nicht. Daher existieren sogar Populationen auf erdbedeckten Mülldeponien. Lieber ist den Achtbeinern aber die Prärie. Dabei spielt es allerdings keine Rolle, ob es sich um karge, trockene, steinige oder dicht bepflanzte Areale handelt. Die Spezies kommt in vielen Höhenlagen und Vegetationsformen in Mittelamerika vor.

Lebensweise & Verhalten:

Brachypelma emilia Lebensweise

Viele Spinnen gelten als scheu und überaus schreckhaft. So ist es auch hier der Fall. Die Einzelgängerin zählt darüber hinaus zu den sogenannten Bombardierspinnen. Das beutetet, dass sie zur Verteidigung ihre Brennhaare vom Hinterleib abwirft. Bevor es aber so weit kommt, versucht sie erst einmal zu flüchten. Gelingt dies nicht, nimmt sie eine Drohstellung ein und beginnt schließlich mit dem Bombardieren des Störers.

Manche Halter haben uns noch davon berichtet, dass die Tiere ihren Kot als Abwehrmechanismus einsetzen. Diesen können sie bei Bedarf nämlich in Richtung des Angreifers spritzen. Hat sich der Feind trotz dieser eindeutigen und sehr wirkungsvollen Verteidigungshandlungen in die direkte Nähe der Spinne getraut, versucht diese ihn nun mit den Vorderbeinen zu schlagen oder sogar zu beißen.

Gerade Letzteres ist nicht zu unterschätzen. Beim Biss wird nämlich eine kleine Menge Gift und noch dazu eine Portion Bakterien übertragen. Für uns Menschen ist zwar keines von beiden wirklich lebensbedrohlich, aber einen Arzt sollte man zur Sicherheit trotzdem aufsuchen. Gerade Allergiker sollten auf der Hut sein. Aber auch eine Blutvergiftung ist im Rahmen des Möglichen. Außerdem sorgen bereits die Brennhaare für Irritationen auf der Haut.

Gut zu wissen:
Der Charakter lässt sich als ruhig beschreiben. Angriffe bei Arbeiten im Terrarium sind aufgrund dessen eher die absolute Ausnahme als die Regel. Trotzdem sollte man vorsichtig in der Nähe der Spinne sein. Dies gilt insbesondere für Arbeiten im Bereich der Wohnhöhle. Nicht selten wird diese nämlich mit einem Teppich aus Brennhaaren ausgekleidet, was zu einer deutlich sichtbaren Glatze auf dem Hinterleib führt.

Haltung der Brachypelma emilia:

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Im Zusammenhang mit dieser Gattung hört man immer wieder Wörter wie Anfängertiere, pflegeleicht oder robust. All diese Aussagen stimmen auch, aber sie sollten einen keinesfalls dazu verleiten, übereilt eine Orangebeinvogelspinne zu kaufen. Schließlich muss man sich vor dem Erwerb gründlich in die Haltung von Vogelspinnen im Allgemeinen und den arttypischen Haltungsanforderungen dieser Achtbeiner einarbeiten.

Macht man alles richtig, wird man von diesen mittelamerikanischen Spinnen begeistert sein. Sie sind ruhig, friedfertig und zeigen sich auch am Tag gerne in ihrem Zuhause. Manche Tiere sind aber auch etwas zickiger oder buddeln riesige Gänge quer durchs Terrarium. So oder so handelt es sich hier um einen robusten Bodenbewohner, der die typischen Anfängerfehler verzeiht und damit stets eine gute Wahl darstellt.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Im Gegenzug zu Katzen, Hunden und anderen Vierbeinern brauchen unsere Spinnen ein eigens geschaffenes Biotop. Gerade als Einsteiger ist das Einrichten eines Terrariums kein leichtes Unterfangen. Schließlich sind die Regale der Zoohandlungen gut gefüllt und man verliert schnell den Überblick, welche Gegenstände man wirklich zur Haltung der Brachypelma Emilia benötigt. Aus diesem Grund haben wir eine kleine Auflistung erstellt:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Dekoration
Bevor du deine Orangebeinvogelspinne kaufst, solltest du bereits ein fertig eingerichtetes Terrarium besitzen. Schließlich sollte die Einrichtung vollständig sein und die Technik korrekt funktionieren. Daher muss das Becken für ein oder zwei Tage Probe laufen. So kann man Fehler aller Art erkennen und diese beheben. Außerdem braucht das Bodensubstrat ausreichend Zeit, um nicht mehr zu feucht zu sein.

Terrarium:

Für die Haltung dieser Art empfehlen wir ein Trockenterrarium mit den Maßen 40 x 30 x 30 cm. Damit man im Inneren die relativ hohe Temperatur von bis zu 30 Grad Celsius erreicht, empfehlt sich die Installation einer 25 Watt starken Beleuchtung. Als Alternative dazu bietet sich eine ebenso gut ausgestattet Heizmatte an, welche direkt an der Rückseite des Beckens angebracht wird.

Zur Überwachung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit empfehlen wir den Erwerb eines digitalen Kombigeräts mit zusätzlichen Fühlern. Aufgrund der größeren Grundfläche kann man so nämlich 2 separate Bereiche klimatisch überwachen. Nicht fehlen darf bei der Haltung der Brachypelma emilia ein flacher Trinknapf sowie ein Unterschlupf. Gute Erfahrungen haben wir hierbei mit Wohnhöhlen aus dem Fachhandel oder im Boden verankerten Korkröhren gemacht.

Als Bodengrund bietet sich 10 bis 15 cm hoher Waldhumus an. Aber auch ein Gemisch aus Lehmerde und Sand ist keine schlechte Wahl. Wer sein Terrarium noch etwas ansehnlicher gestalten möchte, kann im Inneren ein paar Dekorelemente platzieren. Eine Strukturrückwand samt Kunstpflanzen lassen das Becken gleich viel interessanter aussehen. Wer hingegen auf echtes Grün setzen möchte, kann etwas Moos oder auch eine Agave im Inneren aufstellen.

Klimagestaltung:

Für die Haltung der Brachypelma emilia sollte am Tage eine Temperatur zwischen 26 und 30 Grad Celsius herrschen. Nachts hingegen reicht die normale Zimmertemperatur von 18 bis 21 Grad Celsius vollkommen aus. Die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Terrariums sollte sich in einem Rahmen von 60 bis 70 Prozent bewegen. Geringere Werte sind nicht empfehlenswert, schließlich soll das Bodensubstrat nicht vollständig austrocknen oder gar aushärten.

Futter:

Unsere adulten Orangebeinvogelspinnen bekommen bei uns überwiegend Heimchen. Aber auch die vielen verschiedenen Grillenarten bieten sich als Nahrungsquellen an. Viele Halter schwören zudem noch auch auf Schaben. Ab und an darf man zudem mal eine Zophobalarve oder ein paar Mehlwürmer als Leckerli geben. Nicht vergessen darf man das regelmäßige Auffüllen des Trinknapfs.

Ohne ausreichend Wasser können Vogelspinnen nämlich nicht allzu lange überleben. Wem das regelmäßige Auffüllen zu viel Arbeit ist, kann das Wasser mithilfe von speziellem Granulat in eine Art Gel verwandeln. Die Spinnen nehmen auch diese Flüssigkeit dankend auf und man muss nur 2 mal die Woche das Wasser nachschenken. Zudem können die Tiere in der Masse nicht ertrinken.

Gelegentlich kommt es bei diesen Spinnen zu einer länger andauernden Futterverweigerung. Sollte die Spinne also über mehrere Monate nicht fressen, braucht man sich daher so gut wie keine Sorgen zu machen. Dies gilt aber nur, wenn der Hinterleib nicht eingefallen ist. Zudem konnten wir noch beobachten, dass Weibchen gefräßiger als Männchen sind. Aber auch sie legen vor und nach der Häutung eine längere Fresspause ein.

Zucht:

Die Haltung, aber auch die Nachzucht dieser Spinnen gelingt bereits wenig erfahrenen Haltern. Nach unserer Erfahrung verläuft die Verpaarung meist friedlich, ab und an sind die Weibchen gegenüber dem Männchen aber auch etwas aggressiv. Sind ungefähr 3 bis 4 Monate vergangen, beginnt das weibliche Tier mit dem Bau des Kokon. Darin können bis zu 800 Eier enthalten sein. Sind ca. 10 Wochen vergangen schlüpft auch schon der Nachwuchs.

Dieser wächst leider sehr langsam. Aufgrund dieses Umstands dauert es ganze 4 bis 6 Jahre bis das Adultstadium erreicht ist. Möchte man die Tiere rechtlich einwandfrei in Umlauf bringen, muss man als Anbieter einen Herkunftsnachweis erstellen. Dies ist zwingend notwendig, da die Art im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Abkommens aufgeführt wird. Zudem muss der Käufer die Haltung meist bei der Gemeinde anzeigen.

Kaufen:

In Deutschland ist der Markt an Spinnen der Gattung Brachypelma riesig. Es gibt unzählige Zooläden, Online-Shops und Züchter, die massig Tiere im Angebot haben. Dabei spielt es sogar keinerlei Rolle, ob man sich nur für Spiderlinge, subadulte oder bereits erwachsene Tiere interessiert. Die Preise sind zudem relativ überschaubar, was den Erwerb der farbenfrohen Tiere besonders attraktiv macht.

Gerade der Kauf von Tieren bei Züchtern ist hier absolut anzuraten. In den einschlägigen Anzeigenportalen findet man nämlich in fast jeder größeren Stadt einen ansässigen Anbieter. Es ist hier also nicht zwingend notwendig seinen künftigen Achtbeiner online zu kaufen und dann via Kurier liefern zu lassen. Dies spart außerdem nicht nur Versandkosten, sondern ermöglicht es einem auch die Brachypelma emilia Spinnen vor Ort gründlich zu checken.

Dabei sollte man aber nicht nur die Tiere gründlich unter die Lupe nehmen. Besonders interessant sind die vielen Terrarien oder genauer gesagt der Zuchtraum. Alles sollte sauber sein und einen guten Eindruck hinterlassen. Das heißt in der Praxis, dass die Becken ausreichend groß sind und korrekt klimatisiert sind. Zudem sollte der Anbieter bei Fragen nicht auf die gängige Literatur verweisen, sondern mit Erfahrung punkten können.

Sind all diese Punkte erfüllt, kann im Prinzip nicht mehr viel schieflaufen. Man sollte die angebotenen Tiere aber gründlich begutachten und dabei auf folgende Aspekte achten:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkteauf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden junge Vogelspinnen in Döschen gesteckt. Diese werden noch mit etwas Zeitungspapier ausgelegt und schon kann es losgehen. Adulte Exemplare hingegen können aufgrund ihrer Ausmaße nur in Futterinsektendosen transportiert werden. Um die Tiere vor lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Styroporbox.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Von Zeit zu Zeit bekommen wir sehr interessante Fragen rund um die Gattung Brachypelma gestellt. Weil dabei eine beachtliche Anzahl an Leuten großes Interesse an der Orangebeinvogelspinne besitzt, haben wir ein kleines FAQ erstellt. Im Folgenden findest du also die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen unserer Leserschaft rund um die Brachypelma emilia.

Wie giftig ist die Brachypelma emilia?

Vogelspinnen müssen sich gegen eine Vielzahl an Feinden behaupten können. Damit dies auch gelingt, können sie auf einige hocheffiziente Verteidigungsstrategien zurückgreifen. Einige davon sind sogar giftig. Aber keine Sorge! Für uns Halter ist die Menge und Intensität der toxischen Substanz eher ungefährlich. Nichtsdestotrotz können der Giftbiss oder die Brennhaare für Rötungen, Juckreiz, leichte Schwellungen und andere Symptome sorgen.

Bekommt man beispielsweise die Brennhaare in die Atemwege, kann dies zu starken Reizungen an der Mund- und Nasenschleimhaut führen. Gerade Asthmatiker können dadurch schmerzhafte Hustenkrämpfe bekommen. Aber auch die Augen reagieren äußerst empfindlich auf den Kontakt mit den Brennhaaren. Zudem können beim Biss Keime und andere Substanzen übertragen werden, die für eine Blutvergiftung sorgen können.

Daher sollte man bereits bei einem leichten Unwohlsein einen Arzt konsultieren. Trotz alledem ist das Gift nicht stärker als das einer Biene oder Wespe. Man braucht sich also keine allzu großen Sorgen vor ernsthaften Beschwerden zu machen. Vorsicht ist im direkten Umgang mit den Tieren aber stets geboten. Dies gilt insbesondere für Asthmatiker und Allergiker. Zum Schutz vor Hautirritation kann man Handschuhe und langärmlige Klamotten empfehlen.

Welche empfehlenswerten Alternativen zur Orangebeinsvogelpinne gibt es denn?

Für Anfänger gibt es auf dem deutschen Markt einige interessante Vogelspinnen. Alleine die Gattung Brachypelma kann mit unzähligen Anfängerspinnen aufwarten. Sehr beliebt ist hierzulande zum Beispiel die Brachypelma hamorii. Viele Menschen kennen die Tiere aus dem Fernsehen. Es gibt nämlich so gut wie keine andere Art, die einen so ruhigen Charakter besitzt und sich damit perfekt für Videoaufnahmen eignet.

Selbstredend handelt es sich hier um die Einsteigervogelspinne schlechthin. Allerdings gibt es auch andere bodenbewohnende Gattungen, die sich als äußerst pflegeleicht präsentieren. So eignen sich für Anfänger noch diese Vogelspinnen: Rote Chile-Vogelspinne (Grammostola rosea), Cyanblaue Venezuela-Vogelspinne (Chromatopelma cyaneopubescens) und die Acanthoscurria geniculata (Weißknievogelspinne).

Wer sich ebenfalls für Baumbewohner interessiert, kann sich noch die Tiere aus der Gattung Avicularia genauer ansehen. Und der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass wir keine röhrenbewohnende Art kennen, die wir als absolut anfängerfreundlich einstufen würden. Mit am pflegeleichtesten in diesem Bereich sollte aber die Blaue Thai Vogelspinne (Cyriopagopus lividus) sein. Zur Haltung wird allerdings ein sogenannter Haplotank gebraucht.

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