Lasiodora parahybana

Bei dieser Vogelspinne aus den Steppen und Trockenwäldern Brasiliens ist der Name Programm. Die Art erreicht eine für Spinnen gigantische Größe. So wird der Körper bis zu 10 cm lang und die Beinspannweite kann bis zu 30 cm betragen. Es handelt sich hier zwar um eine bodenbewohnende Vogelspinne, allerdings verstecken sich Vertreter dieser Art nicht allzu lange unter Wurzeln, Steinen oder Falllaub.

Während der kälteren Monate, der Häutung und auch der Brutpflege ziehen sich viele Tiere aber für längere Phasen in ihre tiefen Wohnhöhlen zurück. Im Terrarium, aber auch in der freien Natur ist der Fluchtreflex selten besonders stark ausgeprägt. Die Tiere gehen lieber zum Angriff über, indem sie sich mit ihren Brennhaaren zur Wehr setzen. Vorher nehmen sie aber gerne eine Art „Imponierstellung“ ein.

Sie spreizen dafür ihre Beißklauen auseinander und heben den Vorderleib an. Angegriffen wird dann aber nicht mittels eines Bisses, sondern durch Schläge mit den Vorderbeinen. In Terrarien findet man die großen Vogelspinnen hierzulande recht oft. Man spricht sogar von einem Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen sollte. Was man über die Haltung der verfressenen Spinnen wissen muss, verraten wir dir in diesem Ratgeber.

Steckbrief der Brasilianischen Riesenvogelspinne:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Lasiodora parahybana
Deutscher Name:Brasilianische Riesenvogelspinne
Erstbeschreibung:Mello-Leitão, 1917
Artenschutz:Nein
Verbreitung:Trockenwälder und Steppen in Ostbrasilien, genauer gesagt bevölkert sie dort das Paraíba-Areal.
Lebensweise:Bodenbewohner
Verhalten:Schnell reizbar, geht lieber zum Kampf über anstatt zu flüchten.
Lebenserwartung:Weibchen werden 10 bis 15 Jahre,
Männchen hingegen versterben ungefähr 2 Monate nach der Reifehäutung.
Adulte Größe:Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 10 cm, die Beinspannweite kann bis zu 30 cm betragen.
Färbung:Schwärzlich mit grauen Brennhaaren. Bei Männchen gibt es rötliche bis braune Brennhaare.
Terrarium:50 x 40 x 40 cm großes Halbfeuchtterrarium
Klimagestaltung:Tagsüber 23 °C bis 26 °C, nachts genügen 18 °C bis 20 °C völlig. Die Luftfeuchte sollte zwischen 65 und 75 % liegen.
Futter:Gängige Futterinsekten & nestjunge Mäuse.
Verteidigung:Imponierstellung, dann Schläge mit den Vorderbeinen oder Abwurf der Brennhaare. Der Giftbiss ist eher die Ausanahme.
Schwierigkeitsgrad:Ambitionierte Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

Brasilianische Riesenvogelspinne

Männchen weisen bei dieser Art einen relativ schlanken Körperbau im Vergleich zu den Weibchen auf. Zudem sind sie nicht nur schwarz gefärbt mit langen grauen Haaren am ganzen Körper, sondern besitzen sogar rotbraune Härchen am Abdomen. Oftmals kräuseln sich die längeren Haare bei beiden Geschlechtern. Es existieren keine weiteren Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Tieren.

Über die Größe haben wir bereits in der Einleitung zu diesem Artikel gesprochen. Die Kopf-Rumpf-Länge kann bis zu 10 cm betragen. Die Beinspannweite ist wirklich gigantisch. Bis zu 30 cm sind hier problemlos möglich. Trotz dieser gewaltigen Maße werden die Vertreter dieser Art gerade einmal 150 Gramm schwer. Ausgenommen davon sind verfressene Exemplare, die durchaus über 200 Gramm auf die Waage bringen.

Gut zu wissen:
Obwohl man aufgrund der Größe etwas anderes denken könnte, wachsen Brasilianische Riesenvogelspinnen nicht allzu schnell. Ihr Wachstum ist als mittelmäßig einzustufen. Bei einer normalen Futtermenge werden die Tiere nach ca. 3 bis 4 Jahren erwachsen. Wer selbstbewusste, verfressene und natürlich stattliche Vogelspinnen mag, wird von der Haltung dieser relativ robusten Art begeistert sein.

Verbreitung & Lebensraum:

Lasiodora parahybana Verbreitung Karte

Zur Gattung Lasiodora gehören rund 36 verschiedene Arten. Deren Hauptverbreitungsgebiet ist Südamerika oder genauer gesagt Brasilien. Die leicht reizbaren Bombardierspinnen leben dort in den Steppen und Trockenwäldern. Das genaue Verbreitungsgebiet dieser Art erstreckt sich über den Osten des Landes. Besonders stark vertreten sind die großen Vogelspinnen im nordöstlich gelegenen Bundesstaat Paraíba.

Dessen frühere Bezeichnung Parahuba war namensgebend für den lateinischen Namen der Achtbeiner. Wer die Tiere dort in der Wildnis bestaunen möchte, braucht ein gutes Auge. Die Tiere verstecken sich dort nämlich häufig unter Wurzeln, Rindenstücken, Steinen oder Falllaub. Während der kalten Monate ziehen sie sich auch gerne in richtige Wohnröhren zurück. Diese suchen sie ebenfalls während der Häutung und Brutpflege auf.

Oftmals ist dabei zu beobachten, dass die Wohnhöhlen zum Schutz vor Feinden mit Brennhaaren ausgekleidet werden. Nicht immer graben die Brasilianischen Riesenvogelspinnen ihre Verstecke selbst. Sie nehmen auch verlassene Bauten von anderen Tieren in Beschlag. Allerdings dürfen diese dann nicht zu geräumig ausfallen. Schließlich mögen es die Spinnen lieber eng und kuschlig.

Gut zu wissen:
Alle Vogelspinnen sind flinke und sehr gut getarnte Lauerjäger. Auch die Vertreter dieser Art schießen blitzschnell aus ihrem Versteck heraus um vorbeikommende Insekten und Nager zu fangen. Im Terrarium sollte man den Spinnen aber nur dann Wirbeltiere wie Nacktmäuse oder Nacktratten anbieten, wenn man kein Problem mit dem Entfernen der geruchsintensiven Überbleibsel hat.

Lebensweise & Verhalten:

Lasiodora parahybana im Terrarium

Bekannt ist diese Vogelspinnenart nicht nur für ihr enorme Größe, sondern auch für das leicht reizbare Gemüt. Die Spinnen wehren sich bereits bei kleineren Störungen. Oftmals bleibt es dabei bei der Imponierstellung, wo der Vorderleib angehoben wird und die Beißklauen gespreizt werden. Fühlen sich die Tiere aber durch Fressfeinde oder Arbeiten im Terrarium besonders bedrängt, schalten sie eine Stufe höher.

Je nach Abstand zum Angreifer erfolgen nun Schläge mit den Vorderbeinen oder es werden die Brennhaare abgestreift. Bisse sind trotz des aggressiven Gemüts eher selten zu beobachten. Einher mit dem aggressiven Verhalten, geht ein recht zeigefreudiges Wesen. Im Terrarium kann man die Tiere häufig außerhalb ihres Unterschlupfs bestaunen. Manchmal versuchen sie dabei sogar aus ihrem Terrarium zu fliehen.

Wie uns verschiedene Halter berichtet haben, lassen die Brasilianischen Vogelspinnen dabei nichts unversucht. Sie stemmen mit ihrer großen Kraft sogar schwere Abdeckungen auf. Daher muss das verwendete Terrarium besonders sorgfältig auf potenzielle Ausbruchsgefahren untersucht werden. Das Anbringen eines zusätzlichen Schlosses bei aufklappbaren Türen ist dabei ebenso sinnvoll wie das zusätzliche Sichern von Gazedeckeln.

Gut zu wissen:
Bei allen Arbeiten im Terrarium sollte man mit größter Aufmerksamkeit und Vorsicht agieren. Ansonsten kann man schon mal eine Ladung Brennhaare abbekommen. Und diese setzen sich dank ihrer Widerhaken wirklich gut auf der Haut und Kleidung fest. Gerade Allergiker mit empfindlicher Haut sollten sich daher die Haltung der Brasilianischen Riesenvogelspinne gründlich überlegen.

Haltung der Brasilianischen Riesenvogelspinne:

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Bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts tauchten im Handel immer wieder große Exemplare dieser Art auf. Schnell fanden die robusten Bodenbewohner damals ein neues Zuhause. Und ihre Besitzer wurden nicht enttäuscht. Die Tiere sind ausdauernd, robust, verfressen, großwüchsig und dazu noch fast immer präsent. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Art heute großer Beliebtheit unter Spinnenhaltern erfreut.

Aufgrund der gigantischen Größe und dem leicht reizbaren Gemüt muss man bei der Haltung dieses Klassikers aber auch einige Dinge beachten. Gerade Einsteiger sollten sich deshalb detailliert in die artspezifischen Besonderheiten einlesen. Wer sich ein besonders großes Vogelspinnenterrarium zulegen möchte, sollte sich die Lasiodora parahybana definitiv einmal genauer anschauen.

Die zeigefreudige Spinne macht als adultes Tier eine überraschend gute Figur in einem Halbfeuchtterrarium mit den Maßen 80 x 40 x 40 cm (L x B x H). Zudem ist es immer wieder ein Augenschmaus den Fressmaschinen beim Vernichten von Futtertieren zuzusehen. Manche Exemplare fressen sogar 2 Heuschrecken auf einmal. Dann hängt wirklich an jeder Beißklaue ein Tier. Worauf es bei der Haltung dieser hochinteressanten Tiere ankommt, erfährst du nun.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Wer sich für die Haltung dieser interessanten Art entschieden hat, braucht einiges an Ausrüstung. Mit einem leerem Terrarium allein ist es da natürlich nicht getan. Ohne etwas Deko, die grundlegenden Einrichtungsgegenstände und einer Portion Technikgedöns wird sich die Spinne nicht wohlfühlen.

Was man für den Einstieg alles benötigt, verrät dir unsere Aufzählung:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Deko
Bevor du deine Brasilianische Riesenvogelspinne kaufst, solltest du bereits ein fertig eingerichtetes Terrarium besitzen. Schließlich sollte die Einrichtung vollständig sein und die Technik korrekt funktionieren. Daher muss das Becken für ein oder zwei Tage Probe laufen. So kann man Fehler aller Art erkennen und diese beheben. Außerdem braucht das Bodensubstrat ausreichend Zeit, um nicht mehr zu feucht zu sein.

Terrarium:

Für die Haltung dieser Art sollte die Behausung keinesfalls kleiner als 50 x 40 x 30 cm (L x B x H) sein. Damit sich die Spinne wohlfühlt, sollte man als Bodengrund Blumen- oder Lauberde nutzen. Wichtig ist dabei, dass diese ordentlich festgedrückt wird. Einsinkende Tarsen beim Laufen kann die Lasiodora parahybana nämlich absolut nicht leiden. Zudem sollte das Substrat leicht befeuchtet werden.

Auf dem etwa 10 bis 15 cm hohen Bodensubstrat dürfen natürlich nicht die Versteckmöglichkeiten fehlen. Gute Erfahrungen haben wir mit einem großen, gebogenen Stück Korkrinde gemacht. Aber auch eine ausreichend große Wohnhöhle ist hier eine gute Option. Nicht vergessen darf man einen flachen Trinknapf. Wer dabei etwas Geld sparen möchte, kann einen Blumenuntersetzer aus glasierten Ton nutzen.

Zur Verschönerung des Terrariums sollte man noch ein paar Pflanzen einsetzen. Ob es sich dabei um echtes oder nur künstliches Grün handelt, ist relativ egal. Da manche Vertreter dieser Art gerne das halbe Becken umgraben, überleben echte Pflanzen oft nicht allzu lange. Wer es trotzdem probieren möchte, fährt mit Efeutute oder Moos gut. Ein paar Steine, Blätter und Rindenstücke runden die Optik ab.

Klimagestaltung:

Für eine artgerechte Haltung sind die klimatischen Bedingungen innerhalb des Terrariums das A & O. Tagsüber sollte es etwa 23 bis 26 °C warm werden. Nachts hingegen genügt die Zimmertemperatur vollkommen, solange sie nicht unterhalb von 18 °C sinkt. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich in einem Bereich von 65 bis ungefähr 75 % einpendeln. Dabei ist darauf zu achten, dass Staunässe und Zugluft vermieden wird.

Futter:

Bei der Ernährung der Brasilianischen Riesenvogelspinne kann man auf alle gängigen Futterinsekten zurückgreifen. In der Regel sollten aber Heimchen und Grillen ausreichen. Wer allerdings für etwas mehr Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen möchte, kann auch Argentinische Schaben oder Zophobas als Leckerli geben. Aufgrund der Größe eignen sich auch Nacktratten oder Nacktmäuse als Nahrung.

Oftmals werden diese aber nicht angenommen oder nur an ein paar Stellen angeknabbert. Das Entsorgen der oftmals übelriechenden Hinterlassenschaft ist zudem nicht für jeden Halter eine angenehme Sache. Ob die Gabe von Wirbeltieren daher überhaupt in Erwägung gezogen werden sollte, muss man gründlich überlegen. Zu Bedenken ist weiterhin, dass nur noch die Gabe toter Mäuse erlaubt ist und nicht jede Vogelspinne ein Freund von Aas ist.

Zucht:

Wer sich mit der Vermehrung der Lasiodora parahybana als Anfänger beschäftigen möchte, hat hier gute Karten. Die erfolgreiche Nachzucht sollte keine allzu große Schwierigkeit sein. In der Regel verläuft die Verpaarung von Männchen und Weibchen absolut friedlich und einfach. Laut verschiedenen Züchtern sollten die Männchen ungefähr nach 2 bis 3 Jahren geschlechtsreif sein. Bei den Weibchen dauert dieser Prozess ca. 1 Jahr länger.

Ist nach der Verpaarung ein Zeitrahmen von 1 bis 2 Monaten vergangenen, beginnt das Weibchen mit dem Bau des Kokon. Darin können bis zu 2000 Eier enthalten sein. Nach rund 8 Wochen schlüpfen dann die kleinen Spinnen. Deren Aufzucht verläuft meist problemlos. Die Spiderlinge fressen gut und wachsen schnell heran. Aufgrund dessen sollten sie von Beginn an in Grillen- oder Heimchendosen gepflegt werden.

Kaufen:

Lasiodora parahybana

Brasilianische Riesenvogelpinnen kann man sowohl online als auch offline erwerben. Gerade Letzteres ist dabei klar unser Favorit. Gemeint ist damit aber nicht der Erwerb der Spinne auf einer Börse oder in einer Zoohandlung, sondern der Kauf bei einem Züchter. Dort kann man sich die Tiere und deren Lebensraum nämlich in Ruhe ansehen. Zudem bekommt man von einem erfahrenen Züchter fachkundige Antworten auf seine Fragen.

Und man kann sich vielleicht sogar ein paar Dinge für die spätere Terrarieneinrichtung abschauen. Aber auch bei Züchtern ist natürlich immer etwas Vorsicht geboten. So schadet es nie einen Blick auf den Zustand der Becken zu werfen. Dabei gilt es zu schauen, ob die klimatischen Bedingungen passen, die Terrarien groß genug sind und wie es der Anbieter mit der Hygiene nimmt.

Sind einem hierbei keine negativen Dinge aufgefallen, kann man sich nun ganz der Begutachtung der angebotenen Lasiodora parahybana widmen. Worauf es dabei ankommt, haben wir im Folgenden einmal detailliert aufgelistet:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkteauf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden junge Vogelspinnen in Döschen gesteckt. Diese werden noch mit Zeitungspapier ausgelegt und schon kann es losgehen. Große Exemplare, wie die hier vorgestellte Goliath-Vogelspinne, fühlen sich in geräumigeren Heimchendosen deutlich wohler. Um die Tiere vor Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die Verwendung einer Styroporbox.

Unser FAQ zum Abschluss der Artvorstellung:

FAQ

Immer wieder erreichen uns Fragen rund um diese Vogelspinne. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass sie von vielen als Klassiker schlechthin bezeichnet wird. Aufgrund der enormen Größe und des schwierigen Gemüts erreichen uns oft Fragen von besorgten Haltern. Dies hat uns auf die Idee gebracht im Folgenden ein kleines FAQ mit den interessantesten Fragen unserer Leser zu erstellen:

Welche anderen Riesenvogelspinnen gibt es als Alternative?

Ebenfalls auf sehr gigantische Maße kommt die südamerikanische Theraphosa blondi. Die hierzulande als Goliath-Vogelspinne bekannte Art gilt laut dem Guinness-Buch der Rekorde als die größte Vogelspinne überhaupt. Sie erreicht eine ähnliche Beinspannweite wie die Brasilianische Riesenvogelspinne, dafür wird der Körper aber bis zu 2 cm länger.

Ein weiterer interessanter Kandidat ist die Acanthoscurria geniculata, die man in Deutschland als Weißknievogelspinne bezeichnet. Mit einer Körperlänge von 9 cm gehört die Art unverkennbar zu den Riesenvogelspinnen. Zudem stammen auch diese Tiere aus Brasilien und stellen damit ähnliche Anforderungen an ihr Terrarium. Nachzuchten sind auch hier häufig im Handel erhältlich und dies zu einem überaus fairen Preis.

Ebenfalls aus Brasilien stammt noch die Theraphosa stirmi. Die Art ist zwar nicht so bekannt und wird auch seltener im Terrarium gehalten, erreicht aber eine Beinspannweite von 25 cm. Adulte Exemplare werden oft für mehrere Hundert Euro gehandelt. Eine Anschaffung mag also gut überlegt sein. Zudem brauchen es diese Tiere nicht ganz so warm. Ihnen genügen tagsüber bereits Höchstwerte von 25 Grad Celsius.

Wie giftig ist die Brasilianische Vogelspinne?

Das Eindringen der Beiklauen in der eigenen Haut ist wirklich schmerzhaft. Die bis zu 2,5 cm langen Bisswerkzeuge übertragen dabei nicht nur Bakterien, sondern auch ein leichtes Gift. Diesem wird etwa die Intensität eines Bienenstichs nachgesagt. Nichtsdestotrotz sollte man zur Vorsicht einen Arzt konsultieren. Gerade Insektengiftallergiker sollten hier nicht nachlässig sein. Es kann nämlich durchaus zu einem gefährlichen anaphylaktischern Schock kommen.

Aber auch für gesunde Menschen ist die Behandlung durch einen Arzt ratsam. Die Bisswunde sollte nämlich fachmännisch gesäubert und desinfiziert werden. Die Bakterien und Keime könnten nämlich durchaus zu einer Blutvergiftung führen. Wie wahrscheinlich dies letztendlich ist, können wir aber nicht sagen. Festhalten lässt sich aber, dass man den Tieren bei Arbeiten im Terrarium mit Respekt begegnen sollte.

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