FAQ

Die Vogelspinne ist ein sehr vielseitiges Haustier, das viele Menschen in ihren Bann zieht. Damit die Pflege aber auch gelingen mag, gilt es einige wichtige Dinge zu beachten. Wir haben bereits einen Artikel zur Haltung von Vogelspinnen in Deutschland veröffentlicht, der auf reges Interesse gestoßen ist. Damit in direkter Verbindung standen viele Fragen, die uns zu dieser Thematik erreicht haben.

Im Folgenden werden wir – in Form eines großen FAQS zum Thema Vogelspinnen – die wichtigsten Fragen klären und somit einen umfassenden und interessanten Eindruck bezüglich der Achtbeiner zu ermöglichen. Augenscheinlich sind Vogelspinnen mit mehr als 979 Arten ein sehr breites Themenfeld. Dem ist natürlich auch so, aber unser FAQ hilft dir bei den meisten Fragen weiter.

In den folgenden Zeilen werden wir besonders die Rolle der Vogelspinne in der Haltung, aber auch in der Wildnis behandeln. Besonders geht es dabei um die artgerechte Pflege, die klassischen Anfängerfehler, die optimale Ernährung sowie das theoretische Risikopotential für den Menschen. Zu jeder der folgenden Fragen wird eine kurze und einfache Antwort geliefert, sodass im Idealfall am Ende keine Fragezeichen mehr in deinem Kopf umherschwirren.

Allgemeines über Vogelspinnen:

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In der Terraristik ist kaum ein Tier so beliebt wie die Vogelspinne. Mit mehr als 146 Gattungen, mehr als 979 Arten und ganzen 12 Unterfamilien sind die Achtbeiner enorm vielseitig. Daher erreichen uns immer wieder spannende Fragen über die Fähigkeiten der Tiere. Für den Einstieg in das Vogelspinnen-FAQ möchten wir daher auch mit diesem Bereich beginnen:

Gehören Vogelspinnen zu den Insekten?

Nein, bei den Vogelspinnen handelt es sich – wie im Übrigen allen anderen Spinnen – um sogenannte Spinnentiere und nicht um Insekten. Die Familie der Vogelfamilie umfasst beinahe 1000 verschiedene Arten. Die Vogelspinnen werden den Orthognathen zugeordnet. Als andere Gruppe bei den Spinnentieren zählt die Gruppe der sogenannten Lhoabidognathen.

Diese Spinnen sind – im direkten Vergleich zu den Vogelspinnen – die schon seit fast 400 Millionen Jahren existieren, eine evolutionär jüngere Art der Spinnen. Dass Vogelspinnen zu den Spinnentieren gezählt werden und keine Insekten sind kann man auch daran äußerlich festmachen, dass Insekten sechs Beine haben, Spinnen aber über acht Beine verfügen.

Wo leben überall Vogelspinnen?

Die Vogelspinne ist in allen Regionen unserer Erde zu finden, die man als tropisch oder subtropisch bezeichnet. Zu diesen Regionen gehören etwa Afrika, Asien, Australien und Europa. Was Europa betrifft, so ist festzustellen, dass die Vogelspinnen besonders im Raum Spanien und Portugal zu finden sind, aber auch auf der Mittelmeerinsel Zypern. Die jeweilige Art der Vogelspinne bedingt, ob die Vogelspinnen auf Bäumen oder auf Sträuchern leben, oder doch auf dem Boden.

Sie können auch in der Erde leben, wo sie sich dann etwa in Höhlen unter der Erde finden lassen. Die Vogelspinnen, die auch zu den Webspinnen gehören, haben auch einen Verwandten, der sich in Deutschland finden lässt. Es handelt sich um die sogenannte Tapezierspinne, die sich etwa im bayerischen Flachland, also einem tendenziell wärmeren Gebiet in Deutschland, finden lässt.

Gibt es Albino-Vogelspinnen?

Im Tierreich gibt es viele Tiere, die Albinos sind. Bei den Vogelspinnen gibt es wenige Forschungen in diesem Bereich. Jedoch ist davon auszugehen, dass es zumindest im Bereich des Möglichen liegt, dass es Albino-Vogelspinnen gibt. Das normale Aussehen der Vogelspinne umfasst zumeist braune Brennhaare und eine Körperpartie, die dunkler gefärbt ist. Des Weiteren besteht der Körper der Vogelspinne aus zwei Teilen.

Beim Vorderkörper befinden sich etwa die Mundöffnung und die Taster. Die Spannweite der Beine kann bis zu 28 Zentimeter betragen. Manchmal werden Vogelspinnen, die sich gerade im Häutungsprozess befinden, für Albino-Vogelspinnen gehalten. Allerdings ist dem nicht so. Abgesehen davon werden Bilder dieses Zustands gerne mit Photoshop bearbeitet, um den Eindruck eines echten Albinos zu erwecken.

Können Vogelspinnen überhaupt schlafen?

Nein, Vogelspinnen schlafen nicht wirklich. Das resultiert daraus, dass sie sich sehr wenig bewegen, was zu einem geringen Energieverbrauch führt. Zwar begeben sie sich ab und an im Laufe des Tages in eine Art Ruhestellung, wobei sie aber stets wachsam bleiben. Viele Menschen, die Vogelspinnen im Terrarium halten, bemerken etwa, dass sich ihre Vogelspinnen manchmal in einer Art Halbschlaf befinden und sich dann erschrecken, wenn der Halter der Spinne plötzlich die Scheibe des Terrariums öffnet.

Wenn man direkt in das Terrarium greift, um wichtige Arbeiten zu verrichten, ist so ein plötzliches Wecken unvorteilhaft – da sie dann zubeißen können. Jedoch ist es der Fall, dass es manche Vogelspinnen gibt, die Winterschlaf betreiben. So ist es etwa zum Beispiel die Grammostola Rosea, die ihre Winterruhe zumeist über einen Zeitraum von circa zwei Monaten abhält. Sie kommt aus Südamerika und probiert durch die dortigen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen durch einen Winterschlaf auszugleichen.

Wichtig ist, dass ihr dieser Winterschlaf auch gewährt werden sollte, wenn sie hier in einem Terrarium lebt, da diese Information in ihrem Erbgut gespeichert sind. Das Wort Winterschlaf ist hier jedoch etwas irreführend. Die Tiere halten eher eine Art Winterruhe oder auch Diapause ein. Sie schlafen also nicht wirklich, sondern verkriechen sich nur während der kalten Wintermonate in ihrer tiefen Wohnhöhle. So schützen sie sich vor den kalten Nächten. Schließlich kommt es im Winter sogar zu starkem Bodenfrost.

Kann eine Vogelspinne einen Menschen töten?

Nein, ein erwachsener Mensch, der gesund ist, kann durch den Biss einer Vogelspinne, nicht getötet werden. Es kann jedoch zu Folgeerscheinungen nach so einem Biss kommen, wie etwa kurzzeitige Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen. Die Intensität des Gifts fällt je nach Art unterschiedlich aus und damit auch die Wirkung beim Opfer. Ein Biss ist grundsätzlich betrachtet kein Zuckerschlecken. Man verspürt nämlich einen brennenden Wundschmerz.

Für Erwachsene, die geschwächt sind, oder für Kinder, z.B. eine Blutvergiftung. Wenn man allergisch auf das Gift der Vogelspinne reagiert, kann es jedoch lebensgefährlich werden, sodass es ärztlicher Hilfe bedarf. Zudem sollte beachtet werden, dass nicht alle Vogelspinnen giftig sind. Es ist bei dem Biss einer Vogelspinne zu empfehlen, zu überprüfen, von welcher Vogelspinnenart der Biss ausging, um dementsprechend handeln zu können.

Welche Feinde hat die Vogelspinne in der Wildnis?

Obwohl man es vielleicht gar nicht denken würde, hat auch die Vogelspinne Feinde in der freien Wildbahn, die ihr sogar das Leben kosten können. Zu den natürlichen Feinden zählen etwa die Wegwespen. Wenn man sich auf den Kontinent Amerika fokussiert, so sind es dort die sogenannten Pepsis Formosa.

In manchen Gegenden zählen aber auch Skorpione sowie Hundertfüßer zu den Fressfeinden der Vogelspinne. Es gibt aber auch kleinere und räuberische Wirbeltiere, welche die Vogelspinne gelegentlich erbeuten. Dazu zählt unter anderem die afrikanische Manguste. Interessant ist, dass Völker der Wanderameise, die im Größenverhältnis der Vogelspinne hoffnungslos unterlegen, sind durch das Überlaufen der Vogelspinne diese töten können.

Können sich die Gliedmaßen jetzt echt regenerieren?

Vogelspinnen verfügen tatsächlich über die interessante Eigenschaft, dass sie Gliedmaßen wieder vollständig regenerieren können. Bei einer Häutung können so verlorene Gliedmaßen wiederhergestellt werden. Es wird so auch über Fälle von Haltern berichtet, dass die Zähne ihrer Vogelspinne, die bei Ausbruchsversuchen abgebrochen waren, nach der Häutung wieder nachgewachsen sind.

Damit so eine Regeneration wirklich optimal verläuft, bedarf es meistens drei Häutungen. Innerhalb von dieser Periode werden die Gliedmaßen der Vogelspinne in den meisten Fällen vollständig nachgebildet, sodass sie sich auf dem gleichen Stand wie vor dem Verlust ihrer Gliedmaßen befindet und ohne irgendeine Form der Behinderung ihr Leben weiterleben kann.

Wie frisst eine Vogelspinne?

Durch eine toxische Substanz, ihr Gift, betäuben die Vogelspinnen bei einem Biss ihr Opfer. Dadurch wird es gleichzeitig auch zersetzt. Allgemein lässt sich sagen, dass die Vogelspinnen alles Fleischliche fressen, was sie überwältigen können. In der Praxis sind das überwiegend größere Insekten wie Heuschrecken, Grillen, Wachsraupen, Schwarzkäferlarven oder auch Schaben. Zu ihrer Beute gehören aber auch Tausendfüßer und Skorpione.

Die großen Vogelspinnenarten machen manchmal Jagd auf kleine Echsen, oder auch auf Giftschlangen, was aber eher die Ausnahme als die Regel darstellt. Das Fressverhalten der Vogelspinnen ist besonders im Kontext ihrer Haltung im Terrarium zu beachten. Hier füttert man nämlich fast nur Futterinsekten. Manch einer greift aber auch von Zeit zu Zeit auf Wirbeltiere wie etwa nestjunge Mäuse und andere Säuger zurück.

Zur Pflege & Haltung der Achtbeiner:

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In Deutschland sind Vogelspinnen häufig gehaltene Haustiere. Viele Menschen besitzen dabei sogar mehrere Terrarien samt Bewohner. Da viele aber über artspezifische Eigenheiten verfügen, bekommen wir immer wieder sehr interessante Fragen per Mail. Die Häufigsten von ihnen haben wir im Folgenden aufgelistet und natürlich auch in allen Details beantwortet:

Kann man eine Vogelspinne auf die Hand nehmen?

Natürlich ist es nicht verboten, die Vogelspinne mal auf die Hand zu nehmen. Jedoch sollte man sich vor Augen führen, dass so etwas keineswegs artgerecht ist – Vogelspinnen sind einfach keine Kuscheltiere. Im Vordergrund sollte stehen, dass man sich an ihrem Anblick und der Beobachtung ihres Verhaltens im Terrarium erfreut. Besonders bei Bombardierspinnen sollte man aufpassen, um beispielsweise Rötungen durch die Brennhaare zu verhindern.

Vogelspinnen bauen im Übrigen keine Form einer Beziehung zum Menschen auf, wie das etwa bei Hunden oder Katzen der Fall ist. Es ist daher also zu empfehlen, die Vogelspinnen im Terrarium zu belassen. Das Herausnehmen aus dem Terrarium und das auf die Hand nehmen, bedeutet für die Vogelspinne Stress und keine Erholung. Daher empfehlen wir diese Form des Umgangs mit den Achtbeinern nicht.

Welche Arten sind besonders aggressiv?

Die aggressivsten Vogelspinnen, die es gibt, sind zumeist in Asien, Lateinamerika oder auch in Afrika zu finden. Sie greifen schon nach einer geringen Reizung an – ohne jegliche Vorwarnung. Das Bombardieren gilt dabei als besonders schmerzend auf der Haut, da es zu starken Rötungen oder gar Pusteln kommen kann. Als besonders schneller Angreifer ist hierbei die Megaphobema Robustum bekannt.

Aber auch die Acanthoscurria geniculata, welche im tropischen Regenwald von Brasilien beheimatet ist, ist sehr aggressiv und gefährlich. Sie wirft ebenso bei einer Bedrohung ihre Brennhaare ab und beißt danach noch aggressiv auf den Angreifer ein. Die größte Vogelspinne der Welt, die Theraphosa blondi ist ebenfalls keine schüchterne Spinne. Sie lässt sich aber trotzdem ganz gut in einem großen Vogelspinnenterrarium halten.

Was ist der Spinnengriff & funktioniert er tatsächlich?

Wenn es nicht klappt, dass die Spinne auf die eigene Hand läuft, so kann man alternativ den sogenannten Spinnengriff anwenden. Das ist außerordentlich praktisch, wenn sich die Spinne zur Vorsorge anschauen möchte oder einfach das Geschlecht der Vogelspinne bestimmen möchte. Man schiebt zunächst die Spinne langsam durch einen Strohhalm an und wartet die Reaktion ab.

Bei einer aggressiven Rückmeldung etwa bietet es sich an, sein Glück nochmals an einem anderen Tag zu probieren. Falls die Reaktion jedoch milde ist, drückt man vorsichtig den Zeigefinger auf den Vorderkörper und anschließend mit dem Mittelfinger und mit dem Daumen zwischen das dritte und vierte Beinpaar. So gelingt es, die Vogelspinne einfach und sicher aus dem Terrarium zu nehmen.

Warum haben manche Vogelspinnen ein schrumpeliges Abdomen?

Wenn der Hinterleib von der Vogelspinne eingefallen wirkt, obgleich sich die Vogelspinne sich ansonsten gut ernährt, ist es meist ein Wurmbefall, der dahinter steckt. Dieser sorgt dafür, dass die Spinne an Gewicht verliert und zunehmend schwächer wird. Während dieser Zeit wird sich der Achtbeiner zurückziehen und verstecken.

Ein weiteres Indiz für einen Wurmbefall ist dann auch, wenn die Spinne aufhört mit dem Essen. Bis dato gibt es dagegen leider keine hilfreiche Methode der Behandlung, weshalb so ein Wurmbefall in den meisten Fällen zum Tod führt.

Kann man Vogelspinnen auch in Gruppen halten?

Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, da hier zwischen den verschiedenen Arten bei den Vogelspinnen differenziert werden muss und außerdem noch welches Alter die Vogelspinnen haben, die vergesellschaftet werden sollen. Die meisten Vogelspinnenarten gelten jedoch nach der Meinung der aktuellsten Studien und der Meinung der Wissenschaftler*innen als Einzelgänger, die kein soziales Verhalten zeigen.

Es bietet sich an, je nach Spinnenart, Alter der Spinne und der generellen Verfassung der Spinnen in der Situation des Schaffens einer Gruppe, die Vergesellschaftung der Spinnen, differenziert zu entscheiden und sich vorher Gedanken zu machen. Pauschalisierungen sind schwierig, aber es hat sich gezeigt, dass sich die im Folgenden genannten Vogelspinnenarten im Allgemeinen für eine Vergesellschaftung, also der Gruppenhaltung, eignen.

So sind etwa die Holothele incei, die Heterothele villosella, die Monocentropus balfouri oder auch einige Vogelspinnen der Vogelspinnenart Avicularia spp. für die Gruppenhaltung geeignet. Wenn es dann konkret zum Versuch einer Vergesellschaftung kommt, so sind es zumeist noch die Jungtiere, die am besten damit klarkommen. Bei adulten Vogelspinnen kann es jedoch problematisch werden. Was übrigens auch für unterschiedlich alte Vertreter dieser Art gilt.

Sind Wildfänge empfehlenswert oder problematisch?

Wenn es um den Kauf von einer neuen Vogelspinne gibt, so gibt es zumeist zwei Optionen. Den Kauf eines Wildfanges oder dem einer Vogelspinne, die aus der Nachzucht entstammt. Für Anfänger bei Vogelspinnen gilt, dass diese dringend vom Kauf eines Wildfanges ablassen sollte, da die Haltung solcher Vogelspinnen sehr viel Erfahrung und Expert*innenwissen bedarf. Da es sich bei der Vogelspinne um ein giftiges Tier handelt, sollte man sich darüber besonders gut Gedanken machen.

Zudem hängt es auch von ihrer Herkunft ab, wie und auf welche Art und Weise die Spinne gut gehalten werden kann. Als Vorteil bei dem Kauf von einem Wildfang kann der Aspekt betrachtet werden, dass der Erwerb – aufgrund wesentlich weniger intensiver Arbeit wie bei der Nachzucht – wesentlich einfacher verläuft. Auch eine faszinierende Farbpracht aus der Natur könnte ein Argument pro Wildfang sein.

Es sprechen jedoch auch äußerst viele Gründe gegen ebenjene Form des Kaufs. So etwa, dass die Vogelspinne, wegen der für sie gravierenden Umstellung, große Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Viele Wildfänge sind auch mit Parasiten oder Viren befallen, sodass sie eine Gefahr für andere Vogelspinnen darstellen. Zu guter Letzt trägt man dazu bei, dass die Artenvielfalt in der Natur langsam schwindet.

Wie setzt man eine Vogelspinne um?

Für das Umsetzen der Vogelspinne bieten sich in Summe fünf verschiedene Methoden an. Die erste Methode meint das Umsetzen der Vogelspinne per Hand. Hier kann man auf dicke Handschuhe, die vor dem Biss schützen, setzen. Manche Halter*innen schwören auch auf das Umsetzen per Pinzette. Da die Druckausübung jedoch nur schwer kontrolliert werden kann, ist davon abzuraten.

Der bereits in diesem Beitrag vorgestellte Vogelspinnengriff ist mit wesentlich weniger Risiko verbunden und bedarf nur der Kenntnis der richtigen Technik beim Halter. Übung bedarf jedoch auch diese Technik. Die Spinne mit einer Kunststoffdose einzufangen und dann umzusetzen, kann jedoch als sicherste und stressfreiere Methode für Mensch und Spinne betrachtet werden.

Als Dose prädestiniert ist etwa die Heimchendosen, natürlich inklusive von Luftlöchern. Es gilt bei dieser Form des Umsetzens darauf zu achten, dass man vorsichtig und ruhig vorgeht. Manchmal bietet es sich auch an, die Vogelspinne, zum Beispiel durch einen Gegenstand aus der Einrichtung, wie etwa eine Korkröhre in ein anderes Terrarium zu überführen. Wenn sich so eine Situation ergibt, kann man auf diese Art und Weise gut verfahren.

Was macht man, wenn die Spinne entwischt ist?

Wenn die Vogelspinne aus dem Terrarium ausgebrochen ist, sollte man zunächst nicht in Panik verfallen und überprüfen, ob die Türen und Fenster gegenwärtig verschlossen sind und ob sie es auch in der Vergangenheit gewesen sind. Es lohnt sich in jedem Fall, eine öffentliche Institution darüber in Kenntnis zu setzen, so etwa die Polizei.

Dies ist besonders zu empfehlen, wenn man eine der besonders gefährlichen Vogelspinnen gehalten hat. Lebt man in einem geteilten Haushalt mit anderen Personen, so sollten diese auch informiert werden. Sofern eine Suchaktion stattfindet, kann man sich auch an dieser beteiligen und dafür sorgen, dass die Vogelspinne wieder gefunden wird.

Wie erkennt man eigentlich Staunässe im Terrarium?

Als Staunässe kann der Zustand im Terrarium bezeichnet werden, bei dem sich das Wasser an den Scheiben kondensiert und dann auch herunterläuft. Leicht beschlagene Scheiben können als quasi eine Art letzte Vorstufe zur Staunässe betrachtet werden. Die besagte Staunässe kann für einige Arten der Vogelspinne, so etwa für die Avicularias, durchaus bedenklich sein.

Daher gilt es, das Terrarium und die Situation im Blick zu halten und bei dem Verdacht auf Staunässe auch dementsprechend zu reagieren. Weniger die Luftfeuchtigkeit ist bei der Staunässe das Problem, sondern die mangelhafte Belüftung. Dies gilt insbesondere für kleinere Terrarien. Abhilfe lässt sich meist mit dem Öffnen der Lüftungsschlitze schaffen. Alternativ muss man zusätzliche Lüftungsöffnungen installieren.

Kann man ein Aquarium als Terrarium für Vogelspinnen nutzen?

Das ist wieder eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Vogelspinnen, die unterirdisch leben, lassen sich theoretisch in einem Vollglasaquarium halten, was allerdings dann sehr hoch mit Erde befüllt sein müsste. Mit einem Haplotank fährt man jedoch in jedem Fall besser, da dieser über ausreichend Lüftungsflächen verfügt und es so nicht zu Staunässe im Erdreich kommt.

Daher ergibt es Sinn, jegliche Vogelspinnen in einem Terrarium und nicht in einem Aquarium zu halten. Bei manchen Vogelspinnen lässt es sich theoretisch machen, aber das ist bisweilen auch immer eine Ermessensfrage. Die Preisspanne bei den Terrarien ist groß, sodass für jeden Geldbeutel das passende Terrarium dabei sein sollte und man daher kein Aquarium zweckentfremden muss.

Was macht man gegen Schimmel im Terrarium?

Eine Vogelspinne zu halten, bedeutet auch, ihr viel Pflege, Zuwendung und Aufmerksamkeit zu schenken. Auch wenn die Vogelspinne nicht oft gefüttert werden muss, so müssen die Futterreste aus dem Terrarium dennoch mit großer Sorgfalt entfernt werden. Das ist darin begründet, dass man so gegen Schimmelbildung im Terrarium ankämpfen kann.

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Wasserbehälter der Vogelspinne circa alle zwei Tage mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Wenn man diesen Aspekten folgt, hat man gute Rahmenbedingungen geschaffen. Wichtig ist, dass der Schimmel entfernt wird und geklärt wird, dass die Lüftung auch richtig funktioniert. Es lohnt sich auch eine Desinfektion des mit dem Schimmel befallenen Bereiches, um den Schimmel zu bekämpfen.

Wichtig ist, Hölzer und Steine auszukochen, damit sie wirklich frei vom Schimmel sind. Bei künstlichen Materialien aus dem Terrarium genügt hingegen die gründliche Desinfektion. Sollte Staubnässe zum Schimmel im Terrarium geführt haben, so kann man den Boden entweder komplett austauschen, oder das überschüssige Wasser absaugen, wobei die Vogelspinne natürlich aus dem Terrarium zu nehmen ist.

Abschließendes Fazit zum FAQ:

Wir hoffen, mit diesem FAQ die wichtigsten noch offenen Fragen zur Haltung und Lebensweise von Vogelspinnen beantwortet zu haben. Eine Vogelspinne ist kein Kuscheltier, sondern eine hochsensible Spinne. Daher sollte man sich vor ihrer Anschaffung intensiv mit ihrer Haltung, ihrem Verhalten und auch Besonderheiten, die wir hier im FAQ bearbeitet haben, beschäftigen, um sich der Entscheidung sicher zu sein.

Früher noch als tödlich verschrien, wissen wir heute, dass ein Biss der Vogelspinne nicht todbringend, aber schmerzhaft, ist. Da nicht nur die Vogelspinnen unterschiedlich in ihren Arten sind, sondern auch wir Menschen in unserer körperlichen Konstitution, muss man Schwache und Kinder aus dieser Annahme ausklammern. Die richtige Haltung einer Vogelspinne ist essenziell, damit sie sich wohlfühlt und man selbst auch viel Spaß an der Haltung hat.

Bevor man also übereilt eine Vogelspinne als Haustier erwirbt, sollte man sich erst einmal gründlich in die Haltungsanforderungen und Eigenheiten der Tiere einlesen. Auf unserer Webseite findest du daher zahlreiche Artikel über die artgerechte Pflege der Achtbeiner. Allerdings stellen wir auch regelmäßig interessante Tiere für das heimische Terrarium vor. In diesem Sinne wünschen wir dir viel Spaß beim Verschlingen unserer Beiträge.

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