Grammostola porteri

Hierzulande kennt man diese Achtbeiner unter dem Namen Graue Chile-Vogelspinne. Die Tiere stammen aus der chilenischen Atacama-Wüste, konnten ihr Verbreitungsgebiet in den letzten Jahrzehnten aber etwas vergrößern. So gibt es inzwischen auch größere Populationen in anderen Ländern Südamerikas. Die bodenbewohnenden Vogelspinnen werden nicht nur in Deutschland gerne in Terrarien gehalten.

Sie sind nämlich sehr friedfertig, erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 6 bis 7 cm und werden recht alt. Die robusten Spinnen verzeihen zudem noch klassische Anfängerfehler und sind auch nicht besonders teuer. Allerdings wachsen die Tiere nur sehr langsam und es werden gerne mal mehrere Monate andauernde Futterpausen eingelegt. Außerdem sollte man als guter Halter eine mehrmonatige Diapause durchführen.

Die Pflege dieser Tiere kann von Einsteigern gestemmt werden. Allerdings muss man doch mit etwas mehr Zeit und Aufwand rechnen im Vergleich zu anderen Anfängervogelspinnen. Wer sich aber auf die Achtbeiner einlässt, wird nicht enttäuscht werden. Wovon wir aber abraten können ist der Erwerb von Wildfängen. Nicht selten sind diese bereits recht alt. Was man noch alles über die Art und ihre Eigenheiten wissen muss, erfährst du im Folgenden.

Unser Steckbrief zur Grauen Chile-Vogelspinne:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Grammostola porteri
Deutscher Name:Graue Chile-Vogelspinne
Erstbeschreibung:Mello-Leitão, 1936
Artenschutz:Derzeit unterliegen die Tiere keinerlei Artenschutzabkommen.
Verbreitung:Die Tiere leben in Südamerika. Dort findet man sie hauptsächlich in Chile, aber auch in den angrenzenden Ländern gibt es stabile Populationen.
Lebensweise:Es handelt sich hier um Bodenbewohner, die sich häufig über längere Zeiträume in ihre Wohnhöhlen zurückziehen. Des Weiteren werden nicht selten mehrmonatige Fresspausen eingelegt.
Verhalten:Die Tiere gelten als zurückhaltend und werden daher als Anfängerspinnen verkauft. Die Bombardierspinnen können bei Gefahr aber auch ihre Brennhaare abwerfen. Auch Bisse und Schläge mit den vorderen Extremitäten sind möglich.
Lebenserwartung:Weibliche Nachzuchten werden häufig über 20 Jahre alt. Viele Wildfänge sind allerdings bereits echte Senioren und können daher auch recht schnell versterben.
Adulte Größe:Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 cm. Die Beinspannweite kann bis zu 20 cm betragen.
Aussehen:Charakteristisch für diese Vogelspinnen ist die schwarz-graue Grundfärbung. Die Tiere verfügen allerdings über eine rosane Kopfplatte sowie lange, helle Haare am gesamten Körper.
Terrarium:Für adulte Exemplare empfiehlt sich ein Becken mit den Maßen 30 30 x 30 cm. Darin sollte man ca. 10 bis 15 cm hoch Walderde einfüllen. Als Unterschlupf bietet sich eine Höhle, einer Korkrinde, ein halber Keramik-Blumentopf oder auch eine halbe Kokosnussschale an.
Klimagestaltung:Während des südamerikanischen Sommers sollte die Temperatur zwischen 22 und 25 °C am Tag liegen. Nachts hingen, sind auch 16 °C kein Problem. Der Winter sollte bei Werten um die 15 °C simuliert werden. Hierbei muss die Luftfeuchte allerdings erhöht werden. 60 % sind dann nicht genug.
Futter:Hier kommen alle klassischen Futterinsekten wie Heimchen, Grillen oder auch Schaben infrage. Gerne dürfen auch Mehlwürmer oder Zophoba verarbeicht werden.
Besonderheiten:Bis vor einigen Jahren wurden die Arten Grammostola rosea und Grammostola porteri regelmäßig miteinander verwechselt. Daher wurden die G. porteri oft als Graue Grammostola rosea beschrieben und verkauft. Die Tiere wachsen langsam und werden oftmals erst nach 6 Jahren adult.
Schwierigkeitsgrad:Ambitionierte Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass diese Spezies als Graue Grammostola rosea in Deutschland verkauft wurde. Schuld an diesem Fauxpas war das fast identische Aussehen beider Arten. So verfügt nämlich die hier vorgestellte Graue Chile-Vogelspinne über eine ebenso rosa gefärbte Kopfplatte. Auch die Grundfärbung beider Arten ist identisch. So sind beide Spinnen schwarz-grau gefärbt.

Aufgrund dessen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Kreuzungen zwischen beiden Spezies. Am ganzen Körper befinden sich lange, hell gefärbte Härchen. Diese können je nach Tier hellbraun, grau oder sogar weiß sein. Sind diese Achtbeiner endlich ausgewachsen, erreichen sie eine Körperlänge von ungefähr 6 bis 7 cm. Man muss sich allerdings rund 6 bis 8 Jahre gedulden bis die Tiere endlich als adult bezeichnet werden können.

Dafür werden die weiblichen Vertreter dieser Spezies nicht selten über 20 Jahre alt. Auch kann man sie mit Fug und Recht als sehr robust bezeichnen. Selbst klassische Anfängerfehler in der Spinnenhaltung scheinen den Tieren wenig auszumachen, wenn gleich man sich auch hier detailliert über die Haltungsbedingungen informieren sollte. So wird nämlich immer wieder davon berichtet, dass diese Vogelspinnen kurzweilig sehr aggressiv werden können.

Gut zu wissen:
Diese Vogelspinne wird von Kennern besonders wegen ihrer hübschen Optik geschätzt. So ist das Carapax nicht nur rosa gefärbt, sondern reflektiert sogar metallisch. Die Art ist sehr kompakt gebaut und verfügt über einen apfelförmigen Brennhaarspiegel auf dem Abdomen. Das Äußere ist wirklich als wunderschön zu bezeichnen. Da die Tiere aber häufig lange in ihren Wohnhöhlen leben, bekommt man sie leider viel zu selten zu Gesicht.

Verbreitung & Lebensraum:

Grammostola porteri Lebensraum

Zum Ersten mal wurde die Grammostola porteri im Jahre 1936 vom brasilianischen Zoologen Cândido Firmino de Mello-Leitão beschrieben. Er entdeckte die Achtbeiner in der Nähe der Küstenstadt Papudo. Diese befindet sich in Südamerika oder genauer gesagt liegt sie in der chilenischen Region Valparaiso. Dort herrscht ein recht interessantes Klima. Im Sommer ist es nämlich recht trocken und gerade einmal um die 20 °C warm.

Einen Winter wie wir ihn kennen, gibt es dort zwar nicht, aber während der kälteren Monate Mai bis August ist es dort kaum wärmer als 12 bis 15 °C. Zudem kommt es während dieser Jahreszeit vermehrt zu Niederschlägen, wohingegen es im Sommer fast gar nicht regnet. Nicht nur in der Nähe der Küste gibt es stabile Populationen dieser Tiere. So leben die Spinnen noch in den Randgebieten der Atacama-Wüste sowie in an Chile angrenzenden Ländern.

Dort findet man die unauffälligen Vogelspinnen am Boden. Zumindest gilt dies, wenn sie auf der Suche nach Nahrung sind. Ansonsten leben die Achtbeiner eher unterirdisch. Meist halten sie sich für mehrere Monate in ihren Wohnröhren auf, um sich vor dem kalten und feuchten Winter in ihrem Lebensraum zu schützen. Sie führen also eine mehrmonatige Winterruhe durch, während dieser sie fast gar keine Nahrung zu sich nehmen.

Gut zu wissen:
Das Habitat der Grammostola porteri zeichnet sich durch einen eher trockenen Boden aus. Die Tiere sind nämlich nur in den Wintermonaten kleine Niederschläge gewöhnt. Ist der Grund im Terrarium zu nass, macht sich dieser Umstand im Verhalten der Vogelspinnen bemerkbar. Die Achtbeiner hängen dann nämlich nur an den Scheiben des Terrariums herum und vermeiden so ein Berühren des zu nassen Substrats.

Die Haltung der Grammostola porteri erklärt:

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Immer wieder hört oder liest man, dass diese Vogelspinnen perfekt für Einsteiger geeignet sein. Das heißt aber nicht, dass man die Haltungsanforderungen dieser Art auf die leichte Schulter nehmen kann. So muss man eine mehre Monate andauernde Winterruhe durchzuführen und von Zeit zu Zeit mit einem hitzigen Gemüt der Achtbeiner rechnen. Aber darauf werden wir später detailliert eingehen.

Für den Einstieg fangen wir erst Mal mit der empfehlenswerten Ausrüstung an:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Dekoration
Bevor du dir übereilt eine Graue Chile-Vogelspinne anschaffst, solltest du bereits ein fertig eingerichtetes Terrarium besitzen. Schließlich muss die Ausstattung vollständig sein und die Technik auch wirklich funktionieren. Letzteres wirst du nur durch einen mehrtägigen Probelauf herausfinden können. Nicht selten entdeckt man dabei noch Fehler wie zu niedrige Temperaturen oder einen viel zu feuchten Bodengrund.

Artgerechte Einrichtung des Terrariums:

Für die artgerechte Haltung einer adulten Grammostola porteri benötigst du ein Trockenterrarium mit den Maßen 30 x 30 x 30 cm. Darin solltest du einen grabfähigen Boden aufschütten, da diese Achtbeiner gerne für längere Zeit in ihren Wohnhöhlen verschwinden. Gute Erfahrungen haben wir mit Wald- oder auch Blumenerde gemacht, die wir zwischen 10 und 15 cm Höhe aufgeschüttet haben.

Damit sich die Spinnen so richtig wohl in ihrem Becken fühlen, brauchen sie noch einen Unterschlupf. Hierfür kannst du auf eine Korkröhre, eine Wohnhöhle aus dem Fachhandel oder auch einen halben Keramik-Blumentopf zurückgreifen. Auch eine halbe Kokosnussschale hat ihren eigenen Charme. Damit die Verstecke schnell angenommen werden, stechen wir noch den Eingang zur Wohnröhre etwas vor.

Um das Terrarium optisch abzurunden, darf Dekoration in Form von Wurzeln und Pflanzen nicht fehlen. Ob man hierbei auf echtes oder doch lieber künstliches Grün setzt, ist jedem selbst überlassen. Da diese Vogelspinnen viel und ausgiebig graben, kommt es manchmal vor, dass ihnen ein Gewächs nicht gefällt und sie es dann einfach ausgraben. Mit Kunstpflanzen hat man in so einem Fall dann weniger Ärger. Nicht fehlen darf der Wassernapf.

Die korrekte Klimagestaltung will hier gekonnt sein:

Die Grammostola porteri stellen höhere Anforderungen an die klimatischen Bedingungen in ihrem künstlichen Zuhause als andere Vogelspinnen-Arten. So sollte es während des südamerikanischen Winters, also von Mai bis August, relativ feucht und kalt im Terrarium sein. Tagsüber sind Werte um die 15 °C empfehlenswert. Nachts darf es sogar noch eine Spur kühler werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich während dieser Jahreszeit bei 75 % bewegen.

Ist der südamerikanische Winter endlich vorbei, kommt aber auch keine richtige Sommerstimmung im Becken auf. Schließlich sind gerade einmal Werte zwischen 22 °C und 25 °C am Tag sinnvoll. Nachts hingegen darf die Temperatur ruhig auf 16 °C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich ungefähr bei 60 % einpendeln. Wer es im Sommer mit den Temperaturen im Terrarium übertreibt, wird seine Tiere nicht allzu oft zu Gesicht bekommen.

Nach unseren Erkenntnissen führt zu viel Wärme im Terrarium nämlich dazu, dass sich die Tiere dauerhaft in ihren Wohnröhren verkriechen und gar nicht mehr aus ihnen herauskommen wollen. Häufig wird zusätzlich noch das Fressen eingestellt und das gleich über einen längeren Zeitraum, was einem aber zum Glück nicht wirklich beunruhigen muss. Zumindest so lange das Verhältnis von Hinterleib zu Vorderleib größer als 1 zu 1 ist.

Erfolgreiche Zucht der Achtbeiner:

Wer die Graue Chile-Vogelspinne selbst nachzüchten möchte, kann dieses Vorhaben auch ohne allzu große Schwierigkeiten in die Tat umsetzen. Die Verpaarung verläuft in der Regel friedlich. Nach rund 1 bis 2 Monaten beginnt das Weibchen dann mit dem Bau des Kokons. In diesem können bis zu 500 Eier enthalten sein. Oft sind es aber auch nur 300. Bis die Jungtiere dann schließlich schlüpfen, vergeht häufig ein langer Zeitraum.

Aufgrund der kalten Sommermonate reden wir hier von einer Zeitspanne von 2 bis 3 Monaten. Die Aufzucht der Jungtiere gelingt recht gut, wenn gleich das Wachstum sehr langsam ist. Bis so eine Spinne adult ist, vergehen häufig 6 bis 8 Jahre. Daher gestaltet sich der Verkauf der Nachzuchten eher schwierig. Wirkliche Bestseller sind Grammostola porteri Spiderlinge also eher nicht, obwohl man sie durchaus für gutes Geld verkaufen kann.

Das ist in der Tat schade, da so der Import von adulten Tieren reduziert werden könnte. Wer sich trotz all dieser Umstände für die Nachzucht der Achtbeiner entschieden hat, sollte noch 2 Sachen wissen. Nämlich, dass das Simulieren des kalten, feuchten Winters essenziell für den Zuchterfolg ist. Zudem sollte man bei der Verpaarung genau darauf achten, dass man die beiden Arten G. porteri und G. rosea nach Möglichkeit nicht kreuzt.

Typische Fallstricke beim Erwerb:

Möchte man sich eine Grammostola porteri zulegen, hat man meist nur die Wahl zwischen adulten Wildfängen und sehr jungen Nachzuchten. Wildfänge haben einen großen Vorteil. Sie müssen nämlich nicht 5 Jahre oder noch länger aufgezogen werden bis sie endlich erwachsen sind. Dafür sind sie meist eine Spur aggressiver und mögen ihr künstliches Zuhause zu Beginn eher nicht.

So verweigern Importe häufig über mehrere Monate hinweg das Futter und verstecken sich gleichzeitig für längere Zeit in ihren Wohnröhren. Bei solch empfindlichen Exemplaren ist eine genaue Simulation der Winter- und Sommermonate wichtig. Dies hilft ihnen nämlich beim schnellen Einleben im Terrarium. Fühlen sich die Wildfänge endlich wohl in ihrem neuen Zuhause, bekommt man sie dann wieder zu Gesicht.

Neben der langen Eingewöhnung, spricht noch der häufig schlechte Gesundheitszustand gegen den Erwerb vom importierten Grauen Chile-Vogelspinnen. Unserer Meinung nach der bessere Weg ist der Kauf bei einem Züchter. So werden weniger Spinnen ihrem natürlichen Habitat entrissen und man kann sich die Tiere in aller Ruhe ansehen. Worauf man dabei achten sollte, haben wir im Folgenden detailliert aufgelistet:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkte auf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden Spiderlinge in Döschen gesteckt. Adulte Exemplare hingegen werden in Futterinsektendosen oder kleinen Faunaboxen transportiert. Um die Achtbeiner vor lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Styroporbox. Im Winter ist ein Heizkissen als Wärmequelle keine schlechte Idee.

Unser kleines FAQ zum Abschluss des Beitrags:

FAQ

In Deutschland sind andere Arten aus der Gattung Grammostola weit mehr gefragt als die hier vorgestellte Graue Chile-Vogelspinne. Trotzdem finden wir ab und an mal eine E-Mail mit Fragen über diese Art in unserem Postfach. Letztendlich blieb uns auch hier nichts anderes übrig, als den Ratgeber um einen kleinen Frage-Antwort-Bereich zu erweitern. So bekommst auch du und nicht nur der Fragesteller zusätzliche Informationen.

Wie verteidigt sich die Grammostola porteri gegenüber Angreifern?

Diese Vogelspinnen gelten als sehr friedfertig. Ihr erster Instinkt ist nämlich niemals das Kämpfen, sondern immer die Flucht vor dem Störenfried. Gelingt diese ihnen aber nicht, nehmen sie zuerst eine Drohstellung ein. Schreckt diese das Gegenüber nicht ab, beginnen sie mit dem Abwerfen ihrer Brennhaare. Diese sorgen bei Kontakt mit der Haut, den Schleimhäuten oder auch Atemwegen des Aggressors für starke Schmerzen.

Relativ schnell kommt es zu starken Rötungen oder Pusteln. Zudem brennenden oder juckenden die betroffenen Stellen stark. Allerdings dauert es doch ein paar Minuten bis die Wirkung einsetzt. Daher nähern sich viele Feinde der Spinne weiterhin. Nun muss das Tier sich mit seinen vorderen Extremitäten verteidigen. Immer wieder schlägt sie mit diesen nach dem Angreifer. Erst in letzter Konsequenz setzt sie ihren Giftbiss ein.

Wie teuer ist die Graue Chile-Vogelspinne in der Anschaffung?

In so gut wie jeder größeren Zoohandlung werden Wildfänge dieser Art für 35 bis 75 Euro angeboten. Deren Kauf halten wir aber nicht für sinnvoll. Meist sind die Tiere, nämlich in einem bedauernswerten Zustand. Sie sind oft stark abgemagert, haben Parasiten und noch dazu sind sie vom langen Transport geschwächt. Nicht selten handelt es sich auch um alte Tiere, die die Eingewöhnung im Terrarium viel Kraft und damit Lebenserwartung kostet.

Besser ist daher immer der Kauf bei einem Züchter. Hier bekommt man junge Spiderlinge ohne Geschlechtsbestimmung bereits für 25 Euro. Legt man Wert auf ein weibliches Jungtier, muss man tiefer in die Tasche greifen. Meist sind 40 bis 50 Euro fällig. Gerade adult gewordene Weibchen sind derzeit am teuersten. Hier kann man mit mindestens 100 Euro rechnen. Der voraussichtlich gute Zuchterfolg kostet eben sein Geld.

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