Vogelspinne Kosten

Oft liest man, dass die Terraristik kein günstiges Hobby sei. Meist ist dies auch vollkommen korrekt. Gerade die Haltung von großen Schlangen oder Echsen kann richtig ins Geld gehen. Nicht zuletzt, da man richtig viel Platz für ein Terrarium oder gleich einen ganzen Hobbyraum benötigt. Vogelspinnen hingegen begnügen sich mit kleinen Würfeln als Behausung. Weiterhin sind sie in der Anschaffung nicht allzu teuer und viel fressen tun sie auch nicht.

Doch was heißt das denn nun genau? Kann ein Jugendlicher das Hobby problemlos von seinem Taschengeld finanzieren oder müssen die Eltern ab und an etwas dazu geben? Wie hoch sind die Kosten für die Grundausstattung und wie kann man dabei etwas Geld sparen? Auf all diese Fragen und noch einige mehr werden wir im Folgenden detaillierter eingehen. Nach dem Lesen wirst du abschätzen können, ob die Haltung für dich finanziell infrage kommt.

Alle Kosten auf einen Blick:
  • Gängige Vogelspinnen kosten je nach Alter, Geschlecht und Art zwischen 8 und 100 Euro. Beliebte Einsteigertiere wie die Brachypelma hamorri oder die Grammostola rosea bekommt man als subadulte Spinnen für 25 bis 50 Euro.
  • Ein Glas-Terrarium samt Technik, obligatorischen Einrichtungsgegenständen und Deko kostet ungefähr 100 Euro. Deutlich günstiger sind aber Komplettsets mit Kunststoffbox. Allerdings leidet hier auch die Optik drastisch.
  • Der monatliche Unterhalt für das Tier liegt im einstelligen Bereich. Weder sind die Stromkosten für die Lampe oder Heizmatte besonders hoch, noch fällt der minimale Futterverbrauch ins Gewicht.

Was kostet eine Vogelspinne?

Vogelspinne Kosten Anschaffung

In der Regel liegt der Preis für ein Jungtier in der 2. oder 3. Fresshaut um die 8 Euro. So einen Spiderling bekommt man aber gelegentlich auf Börsen und von privaten Züchtern bereits für 1 oder 2 Euro. Zumindest gilt dies für die häufig gezüchteten Arten. Möchte man hingegen ein subadultes Tier erwerben, steigt der Preis deutlich. Hier sind für ein Männchen etwa 25 Euro und für ein Weibchen 50 Euro fällig.

Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Grundsätzlich gilt nämlich folgendes: Umso seltener eine Spezies ist, desto teurer ist sie in der Anschaffung. Die am häufigsten gehaltenen Arten liegen aber innerhalb der vorher genannten Preisspannen. Richtig tief in die Tasche greifen, muss man daher meist nur bei adulten Weibchen. Hier sind dann schnell dreistellige Beträge drin. Als Anfänger und noch dazu ohne Zuchtambitionen ist dies aber eher unwichtig.

Gut zu wissen:
Viele Zoogeschäfte bieten adulte Vogelspinnen zu erstaunlich günstigen Konditionen an. Hier sollte man aber etwas aufpassen. Oftmals wird nämlich weder das Geschlecht, noch die (korrekte) Herkunft angegeben. Es handelt sich dann meist um sogenannte Wildfänge. Von deren Kauf ist aber abzuraten. Schließlich weiß man weder das Alter, noch sollte man diese Form des Handels unterstützen.

Wie teuer ist das Terrarium, die Technik & die Einrichtung?

Vogelspinne Terrraium Kosten

Möchte man in das Hobby Vogelspinnenhaltung einsteigen, frisst vor allem das Terrarium samt seiner Einrichtung die Kasse schnell auf. Je nach Größe des Tiers kann man mit 10 Euro oder auch 50 Euro kalkulieren. Wer auf seinem Becken noch einen schönen Lampenaufsatz montieren möchte, kann nochmal mit 25 Euro an Zusatzkosten rechnen. Sparfüchse erwerben entweder ein Kunststoffterrarium oder durchsuchen die einschlägigen Kleinanzeigenportale.

Kauft man sich ein Terrarium allerdings gebraucht, muss man es gründlich reinigen. Damit ist aber nicht der Einsatz von teuren Chemikalien gemeint. Ganz im Gegenteil! Das Becken wird am besten mit einem Dampfstrahler gereinigt oder zumindest warm ausgewaschen. Werden die Einrichtungsgegenstände ebenfalls übernommen, sollte man diese für 60 Minuten in den Backofen stellen. Die Temperatur sollte dabei bei 100 Grad Celsius liegen.

Mit einem leeren Becken allein ist es natürlich nicht getan. Die Vogelspinne braucht noch ausreichend Bodengrund, einen flachen Trinknapf sowie ein Versteck. Ebenfalls nicht fehlen sollte etwas Grün in Form von echten und künstlichen Pflanzen. Ein bisschen Dekoration schadet selbstverständlich auch nicht. Für all diese Posten zusammen sollte man mit 20 bis 50 Euro rechnen. In einem Komplettset sind sie natürlich etwas billiger enthalten.

Gut zu wissen:
Sparfüchse kaufen nicht die teure Terrarienerde aus dem Fachmarkt, sondern nutzen stattdessen lieber Waldhumus. Wem diese Möglichkeit verwehrt bleibt, kann einfach biologische Blumenerde nutzen. Boden- und Röhrenbewohner freuen sich zudem noch über etwas Lehm im Substrat. Dies macht ihre Höhlen, nämlich einsturzsicherer. Anstatt einer teuren Wohnhöhle kann auch eine günstige Korkröhre kaufen.

Wie hoch sind die monatlichen Kosten?

Vogelspinne monatliche Kosten

Vogelspinnen sind genügsame Tiere. Adulte Exemplare fressen oft nur einmal pro Monat. Je nach verabreichten Futtertier sollte man mit 2 Euro bis 5 Euro für eine Packung rechnen. Auch das Fressen für die Aufzucht mehrere Spiderlinge bewegt sich in diesem überschaubaren Rahmen. Das Leitungswasser für den Trinknapf fällt meist gar nicht ins Gewicht. Wer allerdings Granulat zur Verdickung der Flüssigkeit nimmt, sollte ungefähr 50 Cent pro Monat einplanen.

Wirklich nötigt, ist dies aber nicht. Gemacht wird es aber deshalb, um nicht täglich das Wasser nachfüllen zu müssen. Schuld an der raschen Verdunstung sind die hohen Temperaturen im Terrarium. Zwar hört und liest man ab und an, dass Vogelspinnen auch bei Zimmertemperatur gehalten werden können, aber artgerecht kann dies nicht sein. Schließlich ist es über lange Perioden in ihren Heimatländern deutlich wärmer.

Daher braucht es zur Erwärmung des Beckens eine Lampe oder eine Heizmatte. Beide Gadgets verbrauchen natürlich etwas an Strom. Da man aber selten mehr als 10 Watt oder höchstens 25 Watt für ein normales Terrarium braucht, bleiben die Stromkosten überschaubar. Mehr als 5 Euro muss man daher nicht auszugeben. Alles in einem schlägt dieser Punkt mit ca. 9 Euro zu Buche.

Gut zu wissen:
Wer Strom sparen möchte, kann die Terrarien in der Nähe einer Heizung platzieren. Auf keinen Fall sollte man sie aber aufs Fensterbrett stellen, um die Sonne als kostenlose Heizquelle zu nutzen. Dies führt nur zur einem raschen Hitzetod der Vogelspinne. Die Schlitze bzw. Belüftungsmöglichkeiten im Becken reichen nämlich nicht aus, damit genügend Zirkulation zum Abbau der Hitze entsteht.

Unser Fazit zu den Kosten der Vogelspinnenhaltung:

Wir würden hier von einem günstigen Hobby sprechen. Selbst die Haltung mehrere Achtbeiner verursacht kaum nennenswerte Kosten. Allerdings kann immer mal etwas kaputtgehen und muss nachgekauft werden. Dies gilt insbesondere für Lampen und verlegte Futterpinzetten. Auch Trinknäpfe können herunterfallen und springen. Trotz solcher Missgeschicke ist die Haltung einer Vogelspinne alles andere als teuer.

In der Terraristik gibt es ansonsten kaum einen anderen Bereich, der mit so geringen Kosten glänzen kann. Lediglich Gottesanbeterinnen und andere Insekten sind ähnlich günstig in der Anschaffung als auch Haltung. Im Großen und Ganzen lässt sich deshalb festhalten, dass eine Vogelspinne finanziell gesehen keine Löcher in den Geldbeutel frisst. Außerdem stellt sie einen tollen Einstieg in die Welt der exotischen Haustiere dar.


Ist dir die Haltung einer Vogelspinne zu teuer?

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