Vogelspinne Krankheiten Symptome

Ein unangenehmes Thema bei Vogelspinnen sind Krankheiten, Vergiftungen, Parasiten sowie Verletzungen. Noch immer sind Vogelspinnen-Krankheiten wenig erforscht und das wird vermutlich noch lange so bleiben. Zudem existieren nur wenige Medikamente. Und leider können Arzneimittel aus der klassischen Veterinär- oder auch Humanmedizin nicht angewendet werden.

Daher sollte man Haltungsfehler vermeiden und viel Wert auf Hygiene legen. So kann man vielen Krankheiten, die durch Bakterien oder Vieren entstehen vorbeugen. Auch Parasiten fühlen sich in dreckigen Terrarien wohler. Natürlich kann die Vogelspinne auch unter den besten Bedingungen ernsthaft erkranken. Wie man in so einem Fall vorgeht, verraten wir dir in unserem Ratgeber.

Wie man eine kranke Vogelspinne erkennt:

Den Reiz von Vogelspinnen oder Reptilien macht das Beobachten der Tiere aus. Häufig kann man hierbei schon erste Anzeichen für Erkrankungen erkennen. So deuten ein verminderter Appetit oder ein apathisches Verhalten auf eine möglicherweise erkrankte Vogelspinne hin. Zieht das Tier gar seine Kiefertaster unter den Voderkörper, ist höchste Aufmerksamkeit geboten.

Es ist immer sinnvoll einen Tierarzt zu konsultieren, wenn man sich Sorgen über den Gesundheitszustand seines Haustiers macht. Schließlich verbergen viele Vogelspinnen ihre schwächelnde Gesundheit, um keine Fressfeinde anzulocken. Häufig machen sich Erkrankungen durch ein abgemagertes Abdomen oder einer generellen Futterweigerung bemerkbar.

Es existieren aber noch viele weitere Symptome, wo man umgehend einen Tierarzt kontaktieren sollte.

  • Koordinationsprobleme
  • Stark stinkender Kot
  • Pelziger Hautbelag
  • Offene, blutende Wunden
  • Bewegliche Pünktchen auf dem Körper
  • Krampfartige Anfälle
  • Absterbende Gliedmaßen
  • Weiße Flüssigkeit an den Cheliceren
Gut zu wissen:
Manchmal kommt es durch Inzucht, Unterernährung, Vitaminmangel oder andere Umstände zu Missbildungen. Solange diese das Tier nicht im Alltag behindern, kann man von Schönheitsfehlern sprechen. So fehlt ab und an mal ein Bein. Dies ist zwar kein schöner Anblick, aber für die Spinnen völlig unproblematisch. Handelt es sich hingegen um schlimmere Missbildungen, ist eine Euthanasie unerlässlich.

Pilzbefall bei Vogelspinnen:

Ab und an treten an alten Verletzungen sogenannte Verpilzungen auf. Diese erkennt man relativ einfach. So findet man am Rumpf der Spinne weiße, graue und pelzige Beläge. Aber auch die Cheliceren oder Beine werden häufig von Pilzen befallen. Bereits nach ein oder zwei Wochen ist aus den anfangs kleinen Flecken ein großer Befall geworden.

Behandelt man diese Erkrankung nicht, wird die Vogelspinne schnell geschädigt. Vor allem der Chitinpanzer wird schnell in große Mitleidenschaft gezogen. Des Weiteren steigt die Anfälligkeit für andere Krankheiten rasch an. Außerdem können die Stoffwechselprodukte der Pilze den Organismus der Spinne vergiften.

Wer hier nicht gegensteuert, wird schnell mit einem lethargischen Verhalten der Vogelspinne konfrontiert werden. Nach einiger Zeit liegen sie nur noch herum und reagieren nicht einmal mehr auf Berührungen. So weit darf es aber erst gar nicht kommen.

Ursachen von Pilzerkrankungen:

Der Hauptgrund hinter Pilzerkrankungen bei Vogelspinnen ist meist ein zu feuchtes Klima im Terrarium. Zudem kommt es bei falsch gebauten Terrarien zu keiner ausreichenden Luftzirkulation. Aber auch zu kühle Temperaturen begünstigen einen Pilzbefall.

Behandlung von Verpilzungen:

Die Vogelspinne sollte umgehen in einen gesäuberten Behälter umgesetzt werden. Dieser sollte ordentlich eingerichtet sein und über eine große Lüftungsfläche verfügen. Nun bepinselt man die befallen Stellen mit Alkohol. Dabei sollte man aber sparsam vorgehen, da ansonsten eine Vergiftung droht. Den sogenannten Isopropanol bekommt man in so gut wie jeder Apotheke.

Das Terrarium sollte sofort gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Das heißt, dass man den Bodengrund wechselt und alle weiteren Einrichtungsgegenstände in den Backofen gibt. Oft ist die Reinigung sehr langwierig, da die Sporen der Pilze sehr hartnäckig und widerstandsfähig sind. Weiterhin sollte man die Belüftung des Terrariums verbessern.

Parasiten bei Vogelspinnen:

Vogelspinne Parasiten

Parasiten sind ein ernst zunehmendes Problem bei Terrarien-Tieren. Gerade bei Neuanschaffungen und das insbesondere bei Wildfängen ist allergrößte Aufmerksamkeit geboten. Wer sich einen Wildfang angeschafft hat, sollte diesen für 1 bis 2 Monate in einem gesonderten Terrarium halten. So beugt man dem Einschleppen von Parasiten und Krankheiten bei den anderen Vogelspinnen vor.

Milben bei Vogelspinnen erkennen:

Leider ist keine Vogelspinne vor einem Milbenbefall gewappnet. Zum Glück können diese relativ einfach entdeckt werden. Mustert man seine Vogelspinne genau, fallen einem meist kleine, bewegliche Punkte auf dem Körper auf. Gerade die Cheliceren sind ein beliebter Platz. Hier können sich die Milben von Futterresten ernähren. Aber auch auf den Gelenkhäuten befinden sich häufig größere Ansammlungen.

Man solle bei einem Milbenbefall nicht gleich in Panik verfallen. Wenn sich nur wenige Tiere im Bereich der Beißklauen aufhalten, ist dies gar nicht so schlimm. Das Gegenteil ist schon fast der Fall. Die Tierchen erweisen sich nämlich als sehr nützlich. Sie halten die Cheliceren sauber und die Vogelspinne bietet ihnen Schutz und natürlich Nahrung. Im Fachjargon spricht man hier auch von der sogenannten Putzsymbiose.

Behandlung des Milbenbefalls:

Sobald der Bestand überhandnimmt, muss man reagieren. Zuerst sollte man die Haltungsbedingungen überprüfen und diese gegebenenfalls anpassen. Nicht selten reguliert sich der Bestand dann wie von Geisterhand nach unten. Als Alternative kann man auch zum Pinsel oder der Pinzette greifen. Dafür muss man die Vogelspinne aber betäuben.

Das Ganze hört sich aber gefährlicher und schwieriger an, als es in Wirklich ist. Man braucht lediglich eine luftdichte Dose, ein bisschen Backpulver sowie etwas Wasser und festes Papier. Zu Beginn setzt man die Vogelspinne vorsichtig in die Dose. Danach wird sie mit Vlies oder festem Papier bedeckt.

Nun folgt auch schon das Backpulver. Es muss mit etwas Wasser angefeuchtet werden. Während der gesamten Prozedur darf die Spinne aber nicht in Kontakt mit dem Backpulver kommen. Dies hat meist Verklebungen der Schleimhäute zur Folge. Oft entstehen so fatale Folgen. Sinn dieser Prozedur ist das Freisetzen von Kohlenstoffdioxid. Damit wird die Spinne nach etwa 10 bis 20 Minuten betäubt.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo man die Milben mit einem Alkohol-gedrängten Pinsel benetzen oder mithilfe einer Pinzette absammeln kann. Auch ein Zerquetschen ist eine einfache und schnelle Methode. Was man aber niemals machen sollte ist das Entfernen einer fest gesaugten Milbe. Etwa nach 30 Minuten erwacht die Spinne dann aus ihrer Betäubung.

Nicht nur die Vogelspinne sollte von den Parasiten befreit werden. Auch das Terrarium muss gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Hierfür muss der Bodengrund gewechselt und die gesamte Einrichtung im Backofen bei 150 Grad Celsius sterilisiert werden.

Wurmbefall bei Vogelspinnen erkennen:

Viele Tiere leiden an Würmern. Auch bei Vogelspinnen kann es zu einem solchen Wurmbefall kommen. Man erkennt ihn im Anfangsstadium an einem eingefallenen Abdomen. Zumindest gilt dies, solange die Spinne ausreichend frisst. Im weiteren Verlauf der Krankheit wird die Vogelspinne immer schwächer und zieht sich schließlich zurück. Das Fressen wird ebenfalls eingestellt.

Behandlung des Wurmbefalls:

Im Gegensatz zu anderen Haustieren ist der Wurmbefall bei Vogelspinnen nur gering erforscht. Aufgrund dieses Umstands gibt es auch keine Behandlungsmethode. Daher handelt es sich hier um eine tödlich verlaufende Erkrankung. Manchmal bekommt man den Wurmbefall erst mit, wenn Gliedmaßen abfallen und plötzlich Unmengen an Würmern aus der Spinne kriechen. In so einem Fall verenden die Vogelspinnen innerhalb weniger Stunden oder Tage.

Vergiftungen bei Theraphosidae:

Vogelspinne Vergiftung

Vogelspinnen und andere Terrarien-Tiere können wirklich sehr empfindlich auf Insektizide, Pestizide und andere Umweltgifte reagieren. Allerdings ist es sehr schwierig eine Vergiftung bei einer Vogelspinne zu erkennen. Nur bei besonders hohen Giftdosen kommt es zu krampfartigen Anfällen oder dem Verlieren von Gliedmaßen. Leichte Vergiftungserscheinungen, wie ein träges Verhalten oder ein geminderter Appetit werden oft nicht bemerkt.

Ursachen:

Toxische Substanzen können sich in Futtertieren oder auch auf neuen Einrichtungsgegenständen befinden. Futterinsekten aller Art dürfen beispielsweise nicht mit behandelten oder ungewaschenem Grünfutter verköstigt werden. Eine weitere Gefahr geht von bestimmten Terrarien-Pflanzen aus. Manche von ihnen enthalten ein schwaches Gift, das für die Spinnen durchaus gefährlich werden kann.

Behandlung einer Vergiftung:

Als Erstes sollte man die Vogelspinne in ein anderes Behältnis umsetzen. Danach muss das Terrarium gründlich gereinigt sowie desinfiziert werden. Selbstredend muss der Bodengrund getauscht werden. Alle Gegenstände sollten entweder abgekocht oder im Backofen sterilisiert werden.

Verletzungen bei Vogelspinnen:

Vogelspinnen Verletzungen

Natürlich sind Wunden keine Erkrankungen im klassischen Sinn, aber trotzdem möchten wir deren Behandlung innerhalb dieses Ratgebers erläutern. Es kommt nämlich recht häufig zu Verletzungen. Zum Glück können diese recht einfach verarztet werden oder heilen gar von selbst aus. Zudem kann man hier sehr gut präventiv tätig werden.

Ursachen:

Viele Wunden entstehen aufgrund von engen Spalten oder Ritzen im Terrarium. Die Vogelspinnen verhaken sich mit ihren Beinen und ehe man sich versieht, reißt es auch schon ab. Häufig ist auch Fliegendraht als Lüftungsfläche der Verursacher des Gliedmaßenverlusts.

Des Weiteren sind viele Terrarien zu hoch gebaut. Bei bodenbewohnenden oder unterirdisch lebenden Spinnen sollte das Behältnis nicht höher als 30 cm sein. Ansonsten kann ein Absturz beim Klettern für schwerste und leider auch tödliche Verletzungen bei den Vogelspinnen sorgen.

Relativ selten kommt es zu Wunden durch Angriffe von Futtertieren. Verspeist die Spinne beispielsweise nicht alle Insekten können sich diese im Terrarium verstecken und die Spinne nachts anknabbern. Gerade während der Häutungsperiode sollte man aufpassen.

Die Vogelspinne befindet sich nämlich in einem schockartigen und vor allem bewegungslosen Zustand und wehrt sich aufgrund dessen nicht gegen die aggressiven Futtertiere. Nicht selten kommt es genau in dieser Phase zu schwersten Verletzungen. Daher sollte man überflüssiges Lebendfutter immer aus dem Terrarium entnehmen.

Manchmal überfüttern die Halter ihre Vogelspinne und das Hinterteil ist so fett geworden, dass es unter großem Druck steht. Streift das Tier nun einen spitzen oder scharfkantigen Gegenstand im Terrarium, kann das Abdomen aufplatzen. Selbstredend sollte man keinerlei solcher Einrichtungsgenstände nutzen. In der Realität tun Einsteiger dies aber aufgrund von Unwissenheit häufig.

Behandlung von verletzten Gliedmaßen:

Wenn Vogelspinnen sich einzelne Beine abreißen, ist dies nicht weiter tragisch. Die Tiere verfügen nämlich über Sollbruchstellen an den Coxen, womit sie jederzeit einzelne Beine vollständig oder teilweise verlieren können. Meist trocknen die dadurch entstanden Wunden nach mehreren Stunden ab.

Allerdings gilt dies nur, wenn die Gliedmaßen auch an den Sollbruchstellen abreißen. Andernfalls schließen sich die Wunden nicht mehr selbständig und bei jeder Bewegung treten große Mengen Körperflüssigkeit aus. In so einem Fall muss man als Halter das restliche Beinstück amputieren. Dies gelingt mithilfe einer Pinzette, die über breite Enden verfügt.

Man übt einfach etwas Druck auf die Mitte des Femurs aus. Dies animiert die Vogelspinne zum Ausklinken des Beins. Natürlich wehrt sich das Tier anfangs dagegen, aber irgendwann kommt es dann zum erlösenden, laut knackenden Geräusch. Auch die Beißklauen können abbrechen. In so einem Fall muss man das Futter vorübergehend auf weichhäutige Futtertiere umstellen.

Frisch geschlüpfte Insekten stellen hier eine gute Wahl dar. Weiter eingreifen braucht man nicht. Bereits nach der nächsten Häutung ist der Schaden von selbst behoben. Sollten aber beide Chelicerenklauen verletzt sein, sind die Heilungsaussichten deutlich schlechter. Oft können sie keine Nahrung mehr aufnehmen. Hier kann die Verfütterung von Rinderherz einen letzten Ausweg darstellen.

Behandlung von Verletzungen am Körper:

Kommt es zu einer Wunde am Vorderteil der Vogelspinne verheilt diese meist innerhalb von ein bis zwei Häutungen vollständig. Allerdings sollte man die Wundheilung mithilfe von Salben beschleunigen. Diese stoppen nämlich dank ihrer klebrigen Konsistenz die Blutung. Des Weiteren unterstützt man die natürlichen Heilungskräfte der Spinne.

Leider führen bestimmte Wunden am Hinterteil, wie etwa tiefe Schnitte oder große Platzwunden, zum vollständigen Ausfließen der Körpersäfte. Hier handelt es sich also um eine tödliche Verletzung, die leider nicht mehr verarztet werden kann. Man sollte das Tier aufgrund dieser Tatsache schnellstmöglich von seinem Leiden erlösen.

Vogelspinnenkrebs:

Vogelspinnenkrebs

Krebs tritt leider auch bei Vogelspinnen auf. Im Gegensatz zu Menschen oder gewöhnlicheren Haustieren ist dieser aber bei den Spinnentieren nicht besonders erforscht. Einen Krebsbefall erkennt man zum Beispiel an blasenartigen Veränderungen an den Spinnwarzen.

Im weiteren Verlauf der Krankheit verändert sich die Färbung der Blasen in ein Blau oder Rot. Trotz der schwerwiegenden Symptome soll die Vogelspinne nur wenig von ihrer Erkrankung mitbekommen. Laut der Aussage verschiedenster Forscher sollen die Tiere, nämlich bis zum Ende fast beschwerdefrei weiterleben.

Ursachen:

Weshalb es zum Vogelspinnenkrebs kommt, ist noch nicht abschließend geklärt worden. Die Forschung auf diesem Gebiet steckt noch immer in den Kinderschuhen. Man vermutet derzeit, dass eine Virusinfektion Schuld am Krebsbefall sein könnte.

Behandlungsmöglichkeiten von Vogelspinnenkrebs:

Es existiert weder ein direktes Gegenmittel noch eine anerkannte Behandlungsmöglichkeit, die den Verlauf verzögern oder etwas lindern kann. Daher nehmen Krebserkrankungen bei unseren Lieblingen leider stets einen tödlichen Verlauf. Sobald das Tier die Futteraufnahme einstellt, dauert es nicht mehr lange bis zum Ableben.

Bakterien & Viren als Auslöser:

Bakterien und Viren bei Vogelspinnen

Es gibt keine schlimmeren Erreger als Bakterien und Viren bei Vogelspinnen. Der Kampf gegen Bakterien oder auch Viren ist oft aussichtslos. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Symptome äußerst vielfältig sind. Zudem ist es schwierig die Ursachen zu erkennen.

Damit man sich eine Erkrankung bei den Tieren mit Bakterien oder Viren zumindest etwas vorstellen kann, haben wir uns ein bakteriell bedingte Hauterkrankung als Beispiel herausgesucht. Diese hat die Spinne eines Lesers befallen und er beschrieb uns den Krankheitsverlauf wie folgt:

Bei einer meiner älteren Vogelspinnen kam es auf dem Hinterteil zu kleinen, kreisrunden mit Flüssigkeit gefüllten Blasen. Schuld an dieser Hauterkrankung waren Bakterien. Besonders gut erkannte man die Blasen auf den Abdomen der Bombardierspinne. Allerdings dauert es mehrere Wochen bis der komplette Hinterleib bedeckt war.

Zudem wirkt dieser nach einiger Zeit glasig und prall. Weiterhin entstanden dann bräunliche bis schwarze Flecken auf der Hautoberfläche. Das Ende der Krankheit und leider auch dem der Vogelspinne war eingeläutet. Leider gab und gibt es kein Mittel gegen diese aggressive Erkrankung. Der Tod der geliebten Vogelspinne ist noch immer die Folge.

Ursachen von solchen Erkankungen:

Man muss der Spinne eine artgerechte Unterkunft bieten. Gemeint ist damit vor allem der Aspekt Hygiene, aber auch falsche klimatische Bedingungen führen häufig zu Erkrankungen bei Vogelspinnen. Ebenfalls sollte man übermäßige Zugluft im Terrarium vermeiden. Der Raum, in dem das Terrarium steht, sollte aber regelmäßig gelüftet werden.

Behandlung bakterieller und virusbedingter Krankheiten:

Bei einer Erkrankung durch Viren oder Bakterien muss man immer einen Veterinärmediziner kontaktieren. Er stellt dann die Diagnose, bereitet die Therapie vor und erklärt einem die Anwendung der Arzneimittel. Eine Selbstdiagnose und Behandlung dieser Vogelspinnen-Krankheiten sind definitiv nicht zu empfehlen.

Man sollte allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass nicht alle durch Viren oder Bakterien bedingten Krankheiten bei Vogelspinnen geheilt werden können. Da solche Erkrankungen wenig erforscht sind, ist das Repertoire an nützlichen Medikamenten überschaubar. Ein wirklich trauriger Umstand.

Bewegungsstörungen – Dyskinetisches Syndrom:

Über dieses Syndrom bei Vogelspinnen ist nur wenig bekannt. Es gibt zu dem keinerlei Behandlungsmethoden. Daher führt diese Vogelspinnen-Krankheit nicht selten zum Tod binnen weniger Tage oder Wochen. Leider ist noch immer unbekannt, warum es zu den krampfartigen Anfällen oder den Verlust er Gliedmaßen kommt.

Der Ablauf ist allerdings recht einfach zu veranschaulichen. Zu Anfang treten oft zeitweilige Koordinationsprobleme auf. So kommt es zu Zuckungen oder reflexartigen Bewegungen der Beine ohne jeglichen Grund. Mit der Zeit werden die Symptome immer stärker.

Die Vogelspinne verweigert das Futter, liegt nur noch herum oder kauert sich zusammen. Im Endstadium kommt es dann meist zu zwei unterschiedlichen Szenarien. Entweder kann die Spinne ihre Gliedmaßen gar nicht mehr steuern und verkrampft völlig oder sie strampelt unkoordiniert herum.

Ursachen des Syndroms:

Nach aktuellen wissenschaftlichen Forschungen geht man davon aus, dass die Erkrankung durch Vergiftungen, Infektionen oder einen Schlaganfall ausgelöst werden kann. Sicher ist man sich hier aber noch nicht zu 100 %. So könnten auch Viren, Bakterien, Altersschwäche, Endoparasiten oder gar eine Kombination aus all diesen Möglichkeiten Schuld an der Erkrankung sein.

Behandlung des Dyskinetischen Syndroms:

Es gibt keine anerkannte Heilungsmethode. Man kann allerdings verschiedene Methoden ausprobieren. So hört man immer wieder von der Heizungsmethode, der Schocktherapie, der Chemotherapie und der Kühlschrank-Methode.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Das Thema Vogelspinnen-Krankheiten ist wenig erforscht und dementsprechend häufig erhalten wir Fragen von verzweifelten Haltern. Dies hat uns auf die Idee gebracht den Beitrag, um ein kleines FAQ zu erweitern. Dieses soll dich mit zusätzlichen und natürlich wichtigen Informationen versorgen:

Welche Arten von Parasiten befallen Vogelspinnen?

Meist hört man nur etwas von Milben oder kleinen Würmern. Vogelspinnen können aber auch von Wegwespenlarven oder von verschiedenster Fliegenlarven parasitiert werden. Ab und an kommt es auch mal vor, dass Futtertieren für einen Parasitenbefall verantwortlich sind. Daher sollte man keine alten, schlechten oder gar stinkenden Insekten an die Vogelspinnen verfüttern.

Was sollte man bei Häutungsproblemen unternehmen?

Als erste Maßnahme empfiehlt sich das vorsichtige und vollständige Entfernen der Haut. Danach sollte man umgehend einen fachkundigen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann die Vogelspinne auf Krankheiten untersuchen. Auch ein Blick auf die Haltungsparameter schadet nicht. Häufig liegt hierin die Ursache begründet.

Woran erkennt man, dass die Vogelspinne stirbt?

Es gibt ein paar Anzeichen, dass die Spinne nicht mehr allzu lange lebt. So frisst sie immer weniger oder verweigert das Futter gar völlig. Häufig zieht sich das Tier in die eigene Höhle zurück und schlägt die Laufbeine unter den Körper zusammen.

Meist dauert es jetzt nicht mehr lange bis die Spinne von einem geht. Sinnvoll ist es bei all diesen Anzeichen einen fachkundigen Tierarzt aufzusuchen. Leider kennen sich nur wenige von ihnen gut mit Wirbellosen aus.

Wie kann man eine Vogelspinne von ihrem Leiden erlösen?

So gut wie jeder Halter wird einmal damit konfrontiert werden seine Vogelspinne zu töten. Allerdings wissen nur wenige Halter wie man das Ganze am schonendsten macht. So sollte man die schwer kranke oder tödlich verletzte Spinne so stressfrei wie nur möglich einfangen. Nun legt man sie in einen ausreichend großen Behälter und verschließt diesen fest.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo man die Dose in den Gefrierschrank legt. Bereits nach wenigen Minuten verfällt die Spinne in eine Kältestarre. Sie befindet sich nun in einem Dämmerzustand und bekommt keine äußeren Reize mehr mit. Bereits kurze Zeit später wird sie sozusagen einschlafen und nicht mehr aufwachen. Die Temperatur innerhalb des Gefrierschranks sollte bei mindestens -18 °C liegen.