Psalmopoeus irminia

Ein schwarz-oranger Blitz huscht für den Bruchteil einer Sekunde durch das Terrarium. Das kann doch nur eine Venezuela-Ornament-Vogelspinne sein, schießt es dem Kenner durch den Kopf. Und genau so ist es auch. Heute widmen wir uns also mal einer sensationell gefärbten Baumbewohnerin aus den Wäldern Südamerikas. Die reizvolle Art weiß gleich mit mehreren Dingen zu bestechen. So kann sie nicht nur Töne erzeugen, sondern auch recht weit springen.

Darüber hinaus besitzt die auch als Venezolanischer Sonnentiger bekannte Spezies keinerlei Brennhaare auf dem Abdomen. Allerdings heißt das nicht, dass sie dadurch die perfekte Anfängerspinne ist. Passt man nämlich für einen kurzen Moment beim Öffnen des Terrariums nicht auf, kann der Achtbeiner einfach herausspringen. Etwas Erfahrung im Umgang mit Vogelspinnen schadet als beim Kauf der Psalmopoeus irminia auf keinen Fall.

Gesagt sei aber, dass auch ehrgeizige Neueinsteiger mit der Baumbewohnerin glücklich werden können. Wem die Fluchtgefahr nichts ausmacht, erhält hier eine sagenumwoben schön gefärbte Vogelspinne. Leider bekommt er diese nicht allzu oft zu Gesicht. Meist verlässt die Spezies ihr Versteck erst in den späten Abend- oder gar Nachtstunden und das auch nur für kurze Zeit. Worauf man sich dann freuen darf, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Alle wichtigen Fakten auf einen Blick:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Psalmopoeus irminia
Deutscher Name:Hierzulande kennt man das Spinnentier als Venezuela-Ornament-Vogelspinne. Gelegentlich hört man aber auch den Begriff Venezolanischer Sonnentiger.
Erstbeschreibung:Frank Saager, 1994
Artenschutz:Keiner
Verbreitung:Die Art stammt aus Südamerika. Dort ist sie in den Ländern Venezuela und dem angrenzenden Guyana sowie in der Gemeinde Pacaraíma im Nordwesten Brasilien zuhause. Sie lebt unter anderem in den Wäldern des Orinocodeltas und in der Hochebene Gran Sabana.
Lebensweise:Die nachtaktive Baumbewohnerin bevölkert Baumspalten, Astlöcher oder kleine Höhlen unterhalb der Wurzeln umgestürzter Bäume. Aufgrund ihrer verstecker Lebensweise bekommt man die Spinne allerdings nur sehr selten zu Gesicht.
Verhalten:Bei Gefahr zieht sich dieser Achtbeiner in Windeseile zurück. Als aggressiv kann die Spezies daher nicht beschrieben werden. Man sollte sich aber bewusst sein, dass die Tiere sehr flink sind und sogar kleine Sprünge vollziehen können. Ein Angriff kann also blitzschnell erfolgen.
Lebenserwartung:Weibliche Achtbeiner dieser Art können bis zu 12 Jahre alt werden. Die Männchen hingegen sind schon nach 1,5 Jahren geschlechtsreif und sterben danach meist binnen mehrerer Monate.
Adulte Größe:Die Weibchen werden bis zu 7 cm groß. Die männlichen Spinnen hingegen bleiben deutlich kleiner. Meist ist schon bei 5 cm Körperlänge Schluss.
Aussehen:Die Weibchen besitzen einen schlanken Körper. Charakteristisch sind die orange-farbenen Längsstreifen sowie das Fischgrätenmuster auf dem Hinterleib. Der restliche Körper ist schwarz eingefärbt. Männliche Tiere sind häufig sehr klein und weniger farbenprächtig.
Terrarium:Für die Pflege dieser Spinne benötigt man ein 30 x 30 x 40 cm großes Regenwaldterrarium. Darin sollte eine Versteckmöglichkeit in Form einer senkrecht stehenden Korkröhre verbaut sein. Eine Wurzel als Klettermöglichkeit sowie etwas Grün runden das Becken ab.
Klimagestaltung:Tagsüber empfiehlt sich eine Temperaturspanne von 25 bis 27 °C im Terrarium. Nachts hingegen genügt die Zimmertemperatur vollkommen, solange diese nicht längere Zeit unterhalb von 20 °C liegt. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich rund um die 80-Prozent-Marke bewegen.
Futter:Angenommen werden alle gängigen Futterinsekten wie Grillen, Heimchen und Schaben. Darüber hinaus bieten sich auch Mehlwürmer und Wachsraupen an.
Zucht:Die Verpaarung der Tiere verläuft meist friedlich. In Südamerika findet diese in der Trockenzeit von Dezemer bis Juni statt. Aus dem Kokon können bis zwischen 50 und 200 Jungtiere schlüpfen. Oftmals werden noch ein zweiter und dritter Kokon mit befruchteten Eiern und das ohne neue Verpaarung produziert.
Besonderheiten:Die Gattung Psalmopoeus verfügt über ein sogenanntes Stridulationsorgan. Die Tiere können als laute Töne erzeugen. Zudem besitzen sie keinerlei Brennhaare auf dem Hinterleib. Die Art kann schnell laufen, kleine Sprünge vollführen und mithilfe der Haftpolster an den Füßen glatte, senkrechte Flächen erklimmen.
Schwierigkeitsgrad:Ambitionierte Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

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Auf dem samtig behaarten Hinterleib dieser Tiere befindet sich ein Farbmuster, welches einen unweigerlich an ein Tigerfell denken lässt. Die dunkel gefärbten Achtbeiner verfügen über auffällige orange Längsstreifen an den Tarsen und Metatarsen. Die schwarzen Beine sind für die Körperlänge recht weit und besitzen eine graublaue Behaarung. Auch der Vorderleib verfügt über diese markanten Haare.

Im richtigen Licht schimmert der ganze Körper deswegen wunderschön metallisch. Leider sind die Männchen selten so farbenprächtig wie die Weibchen und bleiben noch dazu recht klein. Ihre Zeichnung auf dem Hinterleib ist selten sehr ausgeprägt und nach der Reifehäutung sind sie sogar einheitlich grau. Das Prosoma schimmert dann oft grünlich, wohingegen das Opisthosoma leicht bräunlich daher kommt.

Die orangen Längsstreifen sind oftmals vollkommen verblasst und die Böcke wirken im Verhältnis zu den Weibchen daher ziemlich farblos. Bis zu einer Körperlänge von ca. 1,5 cm konnten wir die Beobachtung machen, dass der Carapax sowie die Metatarsen größtenteils hell-beige färbt sind. Darüber hinaus siedeln sich viele Jungtiere beim Einzug in ihr neues Terrarium vorübergehend am Boden an.

Gut zu wissen:
Diese Tiere sind wahre Asse in puncto Bewegung. Dank ihrer Haftpolster können sie in Windeseile an senkrechten Gegenständen heraufklettern. Selbst glatte Oberflächen wie etwa Terrarienscheiben stellen für die Tiere keinerlei Hindernis dar. Des Weiteren können sie recht präzise und weit springen. In der freien Natur überwinden sie so kleinere Abstände zwischen Bäumen oder Felsvorsprüngen.

Lebensweise & Verhalten:

Psalmopoeus irminia Verbreitungsgebiet

In Südamerika gibt es viele spektakuläre Vogelspinnen-Gattungen. Auch die Psalmopoeus irminia stammt von diesem Kontinent. Genauer gesagt lebt sie in den Ländern, Venezuela, Guyana und Brasilien. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Waldareale des Orinocodeltas sowie der Gran Sabana. Darüber hinaus findet man sie auch in anderen bewaldeten Teilen der 3 Länder. So gibt es in der brasilianischen Stadt Pacaraíma ein isoliertes Vorkommen.

Die Art bevorzugt ein warmes Klima mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. In ihrem natürlichen Habitat versteckt sie sich tagsüber in Astlöchern, Baumspalten oder in kleinen Höhlen unterhalb von Wurzeln umgestürzter Bäume. Die Behausungen erkennt man recht zuverlässig anhand des vielen Gespinsts. Verstärkt wird dieses nicht selten durch Erde oder Pflanzenteile. Erst in den dunklen Abend- oder Nachtstunden traut sich die scheue Art aus ihrem Versteck.

Dann geht sie auf die Jagd nach Insekten und anderen kleinen Tieren. Dabei gelingt es ihr mithilfe von Haftpolstern Bäume oder Felsvorsprünge zu erklimmen. Einzige Voraussetzung für die waghalsigen Klettereien ist ein bisschen Wasser auf der Oberfläche. Schließlich funktioniert die hier genutzte Adhäsionskraft nur mit ein wenig Feuchtigkeit. Neben dem Bergsteigen liegt der Spinne auch noch die Disziplin Weitsprung sehr gut.

Gut zu wissen:
In den Regenwäldern und Savannengebieten ihrer Heimat herrscht ein warmes, humides Klima. Konkret bedeutet dies, dass die jährlichen Niederschläge ergiebiger als die Verdunstung im gleichen Zeitraum sind. Dies hat eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 Prozent zur Folge. Die Temperatur schwankt je nach Jahreszeit zwischen 29 und 32 °C am Tage. Nachts hingegen wird es selten kälter als 20 °C.

Haltung der Venezuela-Ornament-Vogelspinne:

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Über die artgerechte Pflege von baumbewohnenden Vogelspinnen findet man hierzulande nicht allzu viel im Netz. Aufgrund dessen werden wir versuchen dir im Folgenden sowohl allgemeine als auch spezifische Tipps zur Haltung zu geben. Eines aber gleich vorweg: Für Anfänger gibt es auf jeden Fall leichter zu haltende Spinnen. Gemeinst ist damit aber nicht nur der zeitliche Aufwand, sondern auch das Verhalten der Tiere.

Ehe man sich nämlich versieht, springen sie einfach aus dem Terrarium heraus oder auf den eigenen Arm. Arbeiten sollten deswegen nur durchgeführt werden, wenn sich der Achtbeiner in der Wohnröhre aufhält. So ist die Fluchtgefahr deutlich geringer. Vor Angriffen braucht man sich keine großen Sorgen zu machen, schließlich sind diese Lebewesen eher scheu und besitzen zudem nicht mal Brennhaare auf dem Hinterleib.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Damit du dir einen ersten Überblick über alle benötigten Gegenstände für die Pflege machen kannst, haben wir im Folgenden die komplette Grundausstattung aufgelistet:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Dekoration
Eine Sache sollte man hierbei allerdings beachten. Das Terrarium muss vor dem Einzug der neuen Bewohnerin vollständig eingerichtet worden sein. Weiterhin sollte man noch einen gründlichen Testlauf von ein oder zwei Tagen vollziehen, um etwaige Fehler erkennen zu können und diese dann rechtzeitig beheben zu können. Oftmals sind nämlich die Leuchtmittel zu stark oder auch viel zu schwach oder das Substrat viel zu nass.

Artgerechte Einrichtung des Terrariums:

Der Begriff baumbewohnend verrät schon so einiges über das künftige Biotop. So hält sich die Venezuela-Ornament-Vogelspinne gerne in luftiger Höhe auf. Das Regenwaldterrarium sollte daher 40 cm hoch, 30 cm breit sowie 30 cm tief sein. Als Bodengrund empfehlen wir etwa 5 bis 10 cm hohe Wald- oder Blumenerde. Gerne darf auch ein fertiges Substrat aus dem Fachhandel verwendet werden. Nötig ist es allerdings nicht.

Das Hauptaugenmerk in puncto Einrichtung sollte man auf das Versteck legen. Wir greifen hierfür gerne auf eine senkrecht platzierte Korkröhre zurück. Nicht schaden kann hier noch eine Wurzel sowie etwas Grün in Form von Efeu, Drachenbaum oder auch Moos. Wer es nicht so mit echten Pflanzen hat, kann natürlich auch künstliche Gewächse aufstellen. Diese bekommt man bereits für wenig Geld und sie gehen zudem nicht ein, wenn sie voll gesponnen werden.

Nicht fehlen darf bei der Ausstattung noch ein kleiner und vor allem flacher Wassernapf. Auch kann man noch eine Rückwand aus Kork oder gar speziell gestalteten Styropor an der Rückwand ankleben. Dies sollte man allerdings schon vor dem Einbringen des Bodengrunds erledigt haben. Wer das Terrarium noch ansehnlicher und naturgetreuer gestalten möchte, kann noch Rindenstücke oder trockenes Laub auf dem Boden auslegen.

Korrekte Klimagestaltung im Becken:

psalmopoeus irminia im terrarium

Am helllichten Tag mögen es diese Achtbeiner besonders warm. Die Temperatur im Terrarium sollte daher nach Möglichkeit zwischen 25 und 27 °C liegen. Nachts hingegen darf es ruhig auf 20 °C im Inneren abkühlen. Kälter sollte es aber nicht werden. Ist dies nicht 100-prozentig gewährleistet, empfiehlt sich das Anbringen einer schwachen Heizmatte an einer der seitlichen Glasscheiben. Bei Tag reicht hingegen die Beleuchtung als Heizquelle aus.

Die Luftfeuchte sollte tagsüber in einem Bereich von 70 bis 90 % hin und her pendeln. Damit man solch hohe Werte täglich zielsicher erreicht, wird man nicht um das Nutzen eines Druckluftsprühers gefüllt mit Wasser herumkommen. Obendrein muss das Klima allzeit im Auge behalten werden. Dafür nutzen wir digitale Kombigeräte mit mehreren Messfühlern. So sparen wir uns separate Thermo- und Hygrometer.

Wie dir die Nachzucht mit Erfolg gelingt:

Die Verpaarung dieser Art läuft in aller Regel friedlich ab. Obzwar die gräulich gefärbten Männchen viel kleiner als die Weibchen sind, werden sie nur selten von ihnen nach dem Kopulieren attackiert oder gar gefressen. Die Paarungssaison wird im Dezember eingeläutet und endet mit dem Monat Juni. Dann ist auch die Trockenzeit in Südamerika vorbei. Rund 8 Wochen nach dem Geschlechtsakt wird auch schon der Kokon gebaut.

Rechnen sollte man beim Schlupf mit etwa 100 Jungtieren. Je nach Mutter können es aber auch nur 50 oder gar stolze 200 Spiderlinge sein. Die Aufzucht gelingt meist ohne große Probleme, die kleinen Spinnen gehen gut ans Futter. Wichtig zu wissen ist in puncto gezielter Vermehrung noch ein kleiner Aspekt. Die Weibchen können ohne Probleme noch einen zweiten ebenfalls befruchteten Kokon produzieren, ohne nochmals verpaart worden zu sein.

Typische Fallstricke beim Kauf der Psalmopoeus irminia:

psalmopoeus irminia im Versteck

Vogelspinnen sollte man nach Möglichkeit immer bei einem bekannten Züchter oder renommierten Händler erstehen. Allerdings gibt es bei Weitem nicht in jeder Stadt einen Anbieter für diese wunderschönen Achtbeiner. Daher kommt man manchmal nicht um den Onlinekauf einer Venezuela-Ornament-Vogelspinne herum. In so einem Fall sollte man gut auf die Versandbedingungen Acht geben.

Erfahrene Händler verschicken die Tiere je nach Jahreszeit in einer weich gepolsterten Styroporbox samt Heat- oder Coolpack. Oftmals muss man für diesen Service aber etwas mehr blechen. Der Aufpreis lohnt sich aber auf alle Fälle. Keinesfalls sollte man am Versand sparen. Schon allein dem Tier zuliebe. Kann man seine Vogelspinne allerdings vor Ort erwerben, ist dies dem Onlineshopping stets vorzuziehen.

Schließlich hat man nur so die Möglichkeit die Zuchtbehältnisse genauer anzusehen. Hier gilt es zu prüfen, ob die Tiere bei korrekten klimatischen Bedingungen gehalten werden. Darüber hinaus sollten die Boxen groß genug und natürlich sauber sein. Sind diese Punkte erfüllt, kann man sich dann der Begutachtung der Achtbeiner widmen. Worauf man dabei Wert legen sollte, haben wir im Folgenden beschrieben:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkte auf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose bei dem Exemplar der eigenen Wahl herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden die kleinen Spiderlinge in mit Zeitung ausgekleidete Filmdöschen gesteckt. Größere Nhandu chromatus hingegen können nur in normal großen Futterinsektendosen transportiert werden. Um die Achtbeiner dabei verlässlich vor lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich der Einsatz einer handelsüblichen Styroporbox.

Unser kleines FAQ zum Abschluss:

FAQ

Baumbewohner werden hierzulande ständig beliebter als Haustiere. Von daher verwundert es uns auch nicht wirklich, dass wir immer mehr Fragen rund um dieses farbenprächtige Exemplar erhalten. Dies hat uns schließlich dazu veranlasst diesen kleinen Ratgeber, um einen Frage-Antwort-Bereich zu erweitern. Nachfolgend findest du also die besten Fragen unserer Leser samt unseren ausführlichen Antworten:

Welche echten Pflanzen eignen sich für die Pflege der Psalmopoeus irminia?

Möchte man nicht auf falsches Grün setzen, hat man hier ganz klar die Qual der Wahl. Für das künstliche Biotop eignen sich fast alle gängigen Terrarien-Pflanzen. Wir sind große Fans von Efeu, Drachenbaum sowie verschiedenen Moosen. Letztere speichern viel Flüssigkeit und sorgen so für die Aufrechterhaltung der hohen Luftfeuchtigkeit im Becken. Anmerken möchten wir aber noch, dass echte Pflanzen gehegt und gepflegt werden wollen.

Wer also nicht allzu viel Zeit in sein Terrarium investieren möchte oder einfach einen grünen Daumen besitzt, sollte lieber künstliche Pflanzen einsetzen. Diese schauen ebenfalls recht gut aus und können weder eingehen noch von der Vogelspinne ausgegraben werden. Ein großer Vorteil, wie wir finden. Nicht zuletzt ist die Auswahl im Fachhandel recht groß und man bekommt für wenig Geld eine ganze Menge Grün.

Eignet sich die Venezuela-Ornament-Vogelspinne für Anfänger?

Wir würden diesen Achtbeiner eher nicht als klassisches Einsteigertier einstufen. Schließlich sind manche Exemplare sehr aggressiv und ohne man sich versieht, springt die Spinne bei Arbeiten aus dem Terrarium. Etwas Erfahrung im Umgang mit Vogelspinnen ist daher nicht verkehrt. Allerdings kennen wir auch viele Einsteiger, die direkt mit dieser Art begonnen und alle Herausforderungen mit Bravour gemeistert haben.

Daher würden wir hier das Prädikat „Geeignet für ehrgeizige Neueinsteiger“ vergeben. Für die Haltung sprechen beispielsweise Punkte wie das Fehlen der Brennhaare sowie das überwiegend rasche Verschwinden bei Bedrohungen. Allerdings kann sich letzteres mit dem Alter etwas legen. So werden manche Achtbeiner im zunehmenden Alter immer reizbarer und springen gerne mal auf die Hand ihres Pflegers.

Wie genau verteidigen sich die Venezolanischen Sonnentiger?

Im Prinzip lässt sich diese Frage mit nur 3 Worten beantworten: Flucht, Drohstellung, Giftbiss. Konkret bedeutet dies, dass die Tiere zuerst in ihre sichere Wohnröhre flüchten möchten. Gelingt ihnen das nicht, wechseln sie eine imposante Drohstellung. Häufig wird dabei noch mit den Vorderbeinen auf dem Boden herum getrommelt. Erst in letzter Konsequenz versuchen sie es mit ihrem Giftbiss. Wichtig zu wissen ist noch, dass die Tiere keinerlei Brennhaare besitzen.

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