Theraphosa apophysis

Diese Gattung ist vor allem für die ungeheuer große Goliath-Vogelspinne bekannt. Inzwischen kann man in Deutschland aber auch die beiden anderen Vertreter der Theraphosa halten. Und auch diese Achtbeiner werden alles andere als klein. Wir sind von den 3 gigantischen Spinnen einfach mehr als nur begeistert. Da lag es nahe, nun auch noch das dritte und damit letzte Exemplar im vollen Umfang vorzustellen.

Die Rede ist natürlich von der Theraphosa apophysis. Die im deutschsprachigen Raum manchmal als Venezuela-Riesenvogelspinne bezeichnete Art, wird nur selten im Terrarium gehalten. Dieser Umstand ist allerdings etwas verwunderlich, schließlich wird diese Spinne genauso groß wie Theraphosa blondi. Manch einer munkelt sogar, dass es sich hier um die größte Vogelspinne der Welt handeln soll. Sicher ist jedenfalls, dass die Tiere eine Körperlänge von über 10 cm erreichen.

Die Beinspannweite kann dabei sogar oberhalb von 25 cm liegen. Bereits als Spiderlinge sind die Achtbeiner echte Riesen. Sie kommen nämlich mit einer Größe von fast 2 cm auf die Welt und erbeuten bereits in diesem Stadium mittlere Heimchen. Die Tiere sind allerdings recht genügsame Fresser und brauchen daher auch rund 4 bis 5 Jahre bis zur Reifehäutung. Was man noch alles über die faszinierenden Giganten wissen muss, erfährst du nun.

Unser Steckbrief über die Venezuela-Riesenvogelspinne:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Theraphosa apophysis
Deutscher Name:Venezuela-Riesenvogelspinne
Erstbeschreibung:Tinter, 1991
Artenschutz:Keiner
Verbreitung:Möchte man die Spinnen in der Wildnis bestaunen, muss man nach Südamerika reisen. Dort leben die Tiere in Venezuela sowie in den Grenzregionen zu Brasilien und Guyana.
Lebensweise:Imposante Bodenbewohner, die sich im Schutz der Dämmerung oder erst mitten in der Nacht aus ihren Wohnröhren heraus trauen. In ihrem Habitat ist es sehr warm und es gibt Regen- und Trockenzeiten.
Verhalten:Diese Vogelspinnen sind reizbar und damit ab und an aggressiv. Oftmals reicht bereits eine kleine Störung aus, damit die kräftig gebauten Achtbeiner zum Angriff übergehen.
Lebenserwartung:Die weiblichen Vertreter dieser Gattung werden ungefähr 10 bis 12 Jahre alt. Die männlichen Tiere sterben etwa 6 bis 12 Monate nach der Reifehätung. Damit werden die Mänchen ca. 5 bis 6 Jahre alt.
Adulte Größe:Nach unseren Erfahrungen erreichen diese Achtbeiner eine maximale Körperlänge von ca. 10 bis 12 cm. Die Beinspannweite kann dabei etwa 25 bis 30 cm betragen. Männliche Tiere bleiben mit 5 bis 8 cm Länge etwas kleiner.
Aussehen:Diese Achtbeiner gibt es in verschiedenen Färbung von einem dunklen Schwarz bis hin zu einem hellen Braun. Der Carapax ist besonders nach der Reifehäutung rosa gefärbt. Im Gegensatzu zu den anderen Männchen der Gattung, besitzen diese Achtbeiner Schienbeinhaken.
Terrarium:60 x 40 x 40 cm großes Feuchtterrarium mit einem 10 bis 15 cm hohen Bodengrund. Gut geeignet sind Mischungen aus Sand und Erde. Nicht vergessen darf man ein Versteck sowie einen Trinknapf. Ebenfalls nicht fehlen sollten Pflanzen und ein bisschen Deko.
Klimagestaltung:Tagsüber sollte sich die Temperatur in einem Bereich von 24 bis 27 °C bewegen. Nachts hingegen ist eine Absenkung auf 20 bis 22 °C angebracht. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich bei 70 bis 90 % bewegen, wobei Staunässe zu vermeiden ist.
Futter:Es könnten tote Nacktmäuse oder Nacktratten sowie gängige Futterinsekten als Nahrung verabreicht werden. Gemeint sind damit große Heuschrecken, Schaben, Grillen oder Heimchen.
Besonderheiten:Diese Spinnen können sehr laut mit ihren Coxen stridulieren und der Carapax ist nach der Reifehäutung oft stark rosa gefärbt.
Schwierigkeitsgrad:Ambitionierte Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

Venezuela-Riesenvogelspinne

Umso größer eine Vogelspinne werden kann, desto mehr Menschen wollen sie in ihrem Zuhause halten. Ob das der einzige Grund ist, der für den Erwerb der Theraphosa apophysis spricht, darf natürlich jeder selbst entscheiden. Allerdings macht die Optik dieses Achtbeiners einiges her. Die Weibchen werden rund 10 bis 12 cm lang, besitzen oft einen stark rosafarbenen Carapax und sind sehr kräftig gebaut.

Zudem variiert die Färbung von Schwarz bis Braun. Einfach so auf die Hand nehmen kann meine Venezuela-Riesenvogelspinne nicht. Zu groß ist die Beinspannweite mit mehr als 25 cm. Selbst mit beiden Händen wird das Vorhaben noch ein richtiger Millimeter-Akt. Allerdings sollten Vogelspinnen eh im Terrarium bleiben. Dort kann man die seltenen Geschöpfe aus Südamerika dann in aller Ruhe und das von jeder Seite bestaunen.

Wer ganz genau hinschaut, entdeckt auf dem Hinterkörper häufig einen großen, runden und dunklen Fleck. Außerdem verfügen die Jungtiere nicht selten über weiße Tarsen. Bei so gut wie jeder Häutung verdoppeln die kleinen Spinnen ihre Größe. Zumindest gilt dies für die ersten paar Häutungen. Obwohl diese Achtbeiner recht groß sind, handelt es sich um keine Fressmaschinen. Eine Fütterung alle 2 Wochen genügt selbst noch den Spiderlingen.

Gut zu wissen:
Aufgrund von Haltungsfehlern oder hektischem Verhalten beim Umgang mit den Tieren kommt es recht oft zu einer leichten Reizbarkeit dieser Vogelspinnen. Im Vergleich zur T. blondi sind sie aber deutlich friedlicher und beißen nur ganz selten zu. Womit man aber im Laufe der Jahre definitiv Bekanntschaft machen wird, sind die Brennhaare. Selbst eine kleine Ladung reicht für ein brennendes oder juckendes Gefühl auf der Haut.

Verbreitung & Lebensraum:

Theraphosa apophysis Verbreitung Karte

Diese Vogelspinnen stammen aus dem tropischen Regenwald in Südamerika. Obwohl es in dieser Region mit weit über 30 Grad Celsius recht warm ist, trifft das nicht auf den Boden im dicht bewachsenen Dschungel zu. Nur ganz wenige Sonnenstrahlen dringen bis auf die Erde vor. Das macht es wirklich schwierig die Eingänge zu den Wohnröhren der Tiere zu entdecken. Irgendwann hat man dann aber einen solchen Erdgang gefunden.

Nicht selten sind diese im Eingangsbereich mit etwas Spinnseide ausgekleidet. Bis zu einem ganzen Meter tief können diese Tunnelsysteme sein. Verspürt die Theraphosa apophysis etwas Hunger begibt sie sich an die Mündung und lauert dort auf am Boden lebende Arthropoden und kleine Wirbeltiere. Meist dauert es auch gar nicht allzu lange und die Spinne hat etwas Essbares erbeutet.

Dann zieht sich der Achtbeiner auch schon wieder in seine Höhle zurück, um das Innere des Futtertiers in aller Ruhe auszusaugen. Meist bleiben die Tiere jedem einzelnen Tag 22 bis 23 Stunden in ihrer Röhre. Wirklich oft sieht man die Bodenbewohner daher nicht an der Erdoberfläche. Auch ist der Bewegungsdrang sehr gering und die Venezuela-Riesenvogelspinnen entfernen sich daher so gut wie nie vom Eingang ihres Unterschlupfs.

Gut zu wissen:
In der Terraristik handelt es sich hier um ein Liebhabertier. Diese Spinnen sind nämlich schwierig zu bekommen und daher sehr teuer. Bereits Jungtiere kosten im unbestimmten Zustand um die 100 Euro. Adulte Weibchen hingegen werden häufig gar nicht verkauft oder nur gegen sehr hohe Gebote an andere Züchter abgegeben. Aufgrund dieser Widrigkeiten wird die Theraphosa apophysis noch lange eine Seltenheit im Hobby bleiben.

Fortpflanzung in der freien Natur:

Die Männchen verlassen die Bauten oft für mehrere Stunden. Allerdings nicht zum Jagen, sondern um in der Paarungszeit von Oktober bis Dezember ein Weibchen zur Fortpflanzung zu finden. Die Weibchen sind selbst bei der Verpaarung noch so standorttreu, das sie sich nur wenige Zentimeter vom Höhleneingang entfernen. Ungefähr 8 bis 12 Wochen nach dem Geschlechtsakt legt das Weibchen die Eier in einen Kokon.

Damit der Brutsack nicht von beschädigt oder gar von anderen Tieren angeknabbert wird, kleiden die weiblichen Tiere den Eingang zur Wohnröhre großflächig mit ihren Brennhaaren und etwas Gespinst aus. Selbst der Kokon bekommt noch ein paar Brennhaare zum Schutz. Läuft alles glatt, schlüpfen die Spiderlinge im Eisack, häuten sich darin zweimal und leben dann noch eine Zeit lang im mütterlichen Bau.

Zumindest so lange bis das Außenskelett ausgehärtet ist. Danach verlassen die kleinen Achtbeiner das Versteck und beginnen mit ihrem Leben als Einzelgänger. Leider läuft nur selten alles nach Plan und so werden viele Kokons gefressen oder es befinden sich keinerlei Eier im Inneren. Dann wird es leider nichts mit den 50 bis 90 Jungtieren. Diese sind bereits nach einem halben Jahr stolze 4 cm groß und haben sich in diesem Zeitraum in der Regel 3-mal gehäutet.

Gut zu wissen:
Das Paarungsverhalten wird häufig als ungestüm und sehr aggressiv beschrieben. Andere Halter hingegen berichten von friedlichen Verpaarungen ohne große Schwierigkeiten. Die Verpaarung der Theraphosa apophysis stellt bei der Zucht also eine sehr heikle Phase dar. Am besten lässt man die Scheiben des Terrariums offen und beobachtet den Vorgang akribisch. So kann man nämlich noch schnell mithilfe der Pinzette eingreifen.

Die Haltung der Theraphosa apophysis erklärt:

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Große Vogelspinnen haben als Haustier ihren ganz besonderen Reiz. Allerdings ist die Pflege solcher Giganten sehr anspruchsvoll. Die Achtbeiner benötigten eine Menge Platz im Vergleich zu ihren kleineren Artgenossen, sind zudem meist deutlich teurer in der Anschaffung und greifen auch noch deutlich schneller an. Daher empfehlen wir die Haltung der Venezuela-Riesenvogelspinne nur erfahrenen Leuten.

Allerdings können auch sehr ambitionierte Einsteiger die Pflege der Spinnen bewältigen. In so einem Fall muss man sich aber sehr gründlich in die speziellen Haltungsanforderungen der Achtbeiner einarbeiten. Bevor wir aber auf die Eigenheiten der Art und deren genauen Haltungsbedingungen zu sprechen kommen, möchten wir dir erstmal ein paar nützliche Gegenstände für die Haltung vorstellen:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Dekoration
Die Theraphosa apophysis bekommt man nicht an jeder Ecke. Oft muss man lange suchen und eine Stange Geld ausgeben. Aber nicht nur deshalb sollte man vor dem Erwerb bereits ein fertig eingerichtetes Terrarium besitzen. Schließlich muss die Ausstattung vollständig sein und die Technik auch wirklich funktionieren. Letzteres wirst du allerdings nur durch einen mehrtägigen Probelauf herausfinden können.

Artgerechte Einrichtung des Terrariums:

Umso riesiger die Spinne ist, desto größer muss auch das Becken für die artgerechte Haltung ausfallen. Ein 60 x 40 x 40 cm großes Feuchtterrarium darf es da schon sein. Dieses sollte rund 10 bis 15 cm hoch mit Blumenerde oder Walderde befüllt werden. Aber auch ein Gemisch aus Sand und Erde eignet sich ganz gut. Damit das Tier sich aber wirklich wohlfühlt, braucht man natürlich noch etwas mehr an Einrichtung.

Die Grundlage stellen dabei der flache Trinknapf sowie das Versteck dar. Letzteres kann eine Korkrinde, eine Wohnhöhle aus dem Fachhandel, ein halber Keramik-Blumentopf oder auch eine halbe Kokosnussschale sein. Ebenso nicht fehlen darf etwas echtes oder künstliches Grün. Prinzipiell gitl hier, dass künstliche Pflanzen viel weniger Arbeit machen und natürlich nicht eingehen können. Daher sind sie stets unsere erste Wahl.

Wer allerdings sein Glück mit echten Pflanzen probieren möchte, kann sich am Epipremnum aureum oder am Scindapsus pictus probieren. Im Prinzip war es das auch schon in puncto Einrichtung. Nicht unerwähnt möchten wir an dieser Stelle aber noch eine Rückwand aus Korkrinde lassen. Bringt man sie vor der Befüllung mit Terrarienkleber an der Rückscheibe an, wirkt das Terrarium gleich viel naturgemäßer.

Gleiches gilt natürlich noch für einen Wärmestrahler oder eine Heizmatte. Da das Terrarium hier etwas größer ausfällt, muss die Lampe dementsprechend mehr Leistung besitzen. 20 Watt sollten aber für eine warme und eine gemäßigte Temperaturzone reichen. Damit man deren beiden Werte aber auch vernünftig kontrollieren kann, braucht man noch ein Hygro- sowie Thermometer. Wir bevorzugen hier ganz klar digitale Anzeiger.

Korrekte Klimagestaltung im Becken:

Natürlich nutzt auch das beste Kombigerät nichts, wenn man gar nicht weiß, wie warm oder kalt es im Becken sein muss. Am Tag genügt eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Nachts sollte man die Temperatur allerdings absenken, indem man die Beleuchtung oder Heizmatte ausschaltet. Hier reichen nämlich 20 bis 22 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich bei 70 bis 90 % einpendeln, wobei Staunässe tunlichst zu vermeiden ist.

Typische Fallstricke beim Kauf der Theraphosa apophysis:

Es ist gar nicht so leicht einen Züchter oder Händler aufzuspüren, der auch diese Tiere im Angebot hat. Die Theraphosa blondi bekommt man inzwischen fast überall und auch noch als Nachzucht. Bei der Venezuela-Vogelspinne ist dies leider nicht der Fall. Hier muss man lange suchen bis man einen Züchter gefunden hat. Häufig muss man sich die Tiere aber zuschicken lassen oder gar einen Wildfang erwerben. Hier ist aber ein bisschen Vorsicht geboten.

Schließlich soll es sich um die hier vorgestellte Art und kein anderes Tier der Gattung Theraphosa handeln. Zudem sind solche Tiere häufig vom langen Transport geschwächt, können sich nur schwer an die Haltung im Terrarium gewähren oder leiden gar an Parasiten oder Würmern. Aufgrund dieser Umstände raten wir immer zum Kauf von Nachzuchten, und zwar am besten direkt vor Ort.

Worauf es dabei dann im Speziellen ankommt, haben wir im Folgenden erklärt:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkte auf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden die recht großen Spiderlinge nicht in Döschen gesteckt, sondern in Futterinsektendosen transportiert. Adulte Exemplare brauchen sogar eine richtige Faunabox für die Beförderung. Um die Achtbeiner vor lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Styroporbox sowie eines Heizkissens im Winter.

Unser kleines FAQ zum Abschluss des Beitrags:

FAQ

Diese südamerikanischen Bodenbewohner haben uns schon lange in ihren Bann gezogen. Aber auch immer mehr andere Menschen begeistern sich für die Pflege der Theraphosa apophysis. Natürlich erfordern solch kolossale Vogelspinnen mit einem leicht reizbaren Gemüt viel Fingerspitzengefühl. Oftmals fühlen sich die Besitzer nach einiger Zeit auch etwas überfordert und mailen uns dann ihre Fragen. Gerne beantworten wir diese Anfragen nach bestem Wissen und Gewissem.

Allerdings soll jeder etwas von den Antworten haben und so sind wir auf die Idee gekommen einen kleinen Frage-Antwort-Bereich zu erstellen. Im Folgenden findest du darum die besten Fragestellungen unserer Leser und natürlich unsere ausführlichen Antworten auf eben diese. So bekommst nämlich auch du und nicht nur der Fragesteller, noch mehr interessante Informationen rund um die venezolanischen Vogelspinnen:

Wie aggressiv sind die Venezuela-Riesenvogelspinnen wirklich?

Das Verhalten von bestimmten Achtbeinern zu pauschalisieren gehört sicherlich nicht zu unseren Lieblingsdisziplinen. Allerdings können wir festhalten, dass all uns bekannten Venezuela-Riesenvogelspinnen etwas aggressiver auf Störungen reagieren. Das heißt aber nicht, dass man sofort angegriffen oder gar gebissen wird. Allerdings kommt es doch recht oft zum Abwurf der Brennhaare und diese haben es wirklich in sich.

Sie besitzen eine hohe Intensität und sorgen deshalb für einen starken Juck- oder auch Brennreiz auf der Haut. Wer das Terrarium aber vorsichtig öffnet und mit Bedacht darin umher werkelt, wird die Spinnen eher verscheuchen, als sie zum Angriff zu motivieren. Das Verhalten würden wir nach reiflicher Überlegung als leicht nervös beschreiben. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um ein adultes Tier oder einen Sling handelt.

Zudem verhalten sie sich oft hektisch, obwohl sie eigentlich vor Selbstbewusstsein strotzen. Obzwar sie sich wie wahre Fressmaschinen präsentieren, sollte man sie nicht überfüttern. Sie wachsen nämlich auch so extrem schnell zu stattlichen Tieren heran. Im Großen und Ganzen sind sie aufgrund der Größe und des leicht reizbaren Verhaltens aber nur für Fortgeschrittene oder zumindest ambitionierte Einsteiger geeignet.

Wie gut gelingt eigentlich die Nachzucht der Achtbeiner?

Im Prinzip gesehen ist die Zucht der Theraphosa apophysis gar nicht so schwierig. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass die Weibchen nicht ohne Weiteres mit dem Bau des Kokons beginnen möchten. Außerdem neigen die Weibchen dazu den Brutsack einfach nach 3 oder 4 Wochen aufzufressen. Hierauf hat man aber nur bedingt Einfluss und muss sich dann einfach mit diesem rauen Verhalten abfinden.

Ist allerdings alles glattgelaufen, wachsen die Achtbeiner schnell heran. Sie sind robust und vergrößern gerade zu Beginn bei jeder Häutung gefühlt ihre Größe. Bereits beim Schlupf sind die Spiderlinge 1,5 bis 2 cm groß und können bereits in diesem Stadium mittlere Heimchen überwältigen. Oftmals klappt die Nachzucht aufgrund von zu hohen Temperaturen und einer viel zu geringen Luftfeuchtigkeit im Becken nicht.

Zwar hört oder liest man oft davon, dass die Tiere Werte um die 30 Grad Celsius benötigen, aber dies stimmt nach unseren Erfahrungen nicht. Schließlich erreicht nur wenig Sonnenlicht den Boden des Regenwalds und erwärmt diesen. Zu bedenken ist hier außerdem, dass es in den tiefen Wohnröhren kaum wärmer als 25 °C wird. Des Weiteren wirkt sich eine zu hohe Temperatur im Terrarium negativ auf die Lebenserwartung aus.

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