Diese Vogelspinne wird hierzulande von vielen Einsteigern aber auch erfahrenen Menschen gehalten. Allerdings kennt sie nicht jeder unter dem Namen Tliltocatl vagans. Erst seit 2019 werden die Spinnen so bezeichnet. Bis dato gehörten sie nämlich zur Gattung Brachypelma. In Deutschland hört man ab und an noch den Begriff Schwarzrote Vogelspinne für den aus Zentralamerika stammenden Bodenbewohner.

Dieser lebt überwiegend im kargen Buschland oder auch in regengrünen Trockenwäldern. Als Kulturfolger findet man sie aber auch oft bei Rodungsstellen unter verrottendem Holz. Des Weiteren leben die Achtbeiner unter Felsbrocken, auf Viehweiden sowie auf Plantagen. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die Art nur geringe Ansprüche an ihr Domizil stellt und als eher robust einzustufen gilt.

Für die spätere Haltung im heimischen Terrarium gibt es praktisch kaum noch bessere Voraussetzungen. Aber nicht nur als Haustier hat sich die Art einen Namen machen können. So wird das Gift seit einigen Jahren für pharmazeutische und landwirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten erforscht. Wirklich verwundern kann das aber keinen, hat der Einsatz doch schon seit Jahrhunderten Tradition.

Schließlich setzen die Schamanen der Chol Indianer seit Generationen auf das Gift zur Heilung einer Erkrankung, die von ihnen als Vogelspinnenluft bezeichnet wird. Was es noch über die interessanten Tiere zu wissen gibt, erfährst du in diesem Ratgeber. Beginnen wollen wir wie immer mit dem obligatorischen Steckbrief. So kannst du dir im Handumdrehen einen Überblick über die Schwarzote Vogelspinne verschaffen.

Steckbrief der Tliltocatl vagans:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Tliltocatl vagans (früher Brachypelma vagans)
Deutscher Name:Schwarzrote Vogelspinne / Costa Rica Vogelspinne
Erstbeschreibung:Anton Ausserer, 1875
Artenschutz:WA II Anhang B (Herkunftsnachweis vom Verkäufer benötigt)
Verbreitung:Mittelamerika von Mexiko über Kolumbien bis hin zu Costa Rica. Dort lebt die Art im trockenen, steinigen und dichten Buschland sowie in regengrünen Trockenwäldern. Als Kulturfolger findet man sie aber auch auf Viehweiden, Plantagen und Rodungsstellen.
Lebensweise:Nachtaktiver Bodenbewohner, der sich gerne in Wohnhöhlen oder unter Felsbrocken und anderen Dingen versteckt.
Verhalten:Ruhige Art, die bei einer Bedrohung oder Störung meist die Flucht ergreift. Im Gegensatz zu anderen Spinnen der Gattung muss man mit diesen Tieren aber vorsichtiger umgehen. Sie sind nämlich etwas nervöser.
Lebenserwartung:Weibchen können bis zu 15 Jahre alt werden. Männchen sterben meist 6 bis 9 Monate nach der Reifehäutung. Sie werden daher nur etwa 2,5 Jahre alt.
Adulte Größe:Weibchen ungefähr 6 cm, Männchen werden ca. 4 bis 5 cm groß.
Aussehen:Schwarze Grundfärbung mit auffallend roten Haaren auf dem Hinterleib. Auch die Unterlippe (Labium) ist rot. Der Carapax ist je nach Farbvariante entweder dunkel bis samtschwarz gefärbt oder besitzt einen Saum aus gelbbraunen Haaren.
Terrarium:30 x 30 x 30 großes Halbtrockenterrarium mit 10 bis 15 cm hohen Bodengrund, einer Wohnhöhle, einem flachen Trinknapf sowie etwas Dekoration.
Klimagestaltung:Tagsüber 26 °C – 32 °C, Nachts genügt die Zimmertemperatur von 18 °C – 20 °C vollkommen. Die Luftfeuchte sollte sich in einem Bereich von 60 % – 70 % bewegen.
Futter:Gängie Futterinsekten wie Heimchen, Grillen oder Schaben.
Verteidigung:Hauptsächlich schützen sich die Tiere durch das Abwerfen ihrer Brennhaare. Manche Exemplare verspritzen auch gerne ihren Kot oder beißen zügig zu.
Schwierigkeitsgrad:Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

Tliltocatl vagans

Die etwas unscheinbar wirkenden Vogelspinnen aus Zentralamerika werden bis zu 6 cm groß. Zumindest gilt dies für die Weibchen. Die Männchen bleiben nämlich etwas kleiner. In der Praxis bedeutet das, dass sie nur 4 bis allerhöchstens 5 cm groß werden. Bei beiden Geschlechtern ist das Äußere gleich. Die Grundfärbung ist dunkel und auf dem Hinterleib befinden sich auffällig rote Brennhaare.

Auch das Labium, sprich die Unterlippe, ist in ein Rot gehüllt. Der Carapax ist je nach Farbvariante entweder nur dunkel gefärbt oder verfügt zusätzlich noch über einen gelbbraunen Saum. Wer nicht genau hinsieht, kann die Tliltocatl vagans leicht mit der albiceps und kahlenbergi verwechseln. Aufgrund dieses Umstands ist es in der Terraristik immer wieder zu Hybriden unter diesen 3 und anderen Arten der Gattung Brachypelma und Tliltocatl gekommen.

Gut zu wissen:
Möchte man die ähnlich aussehenden Arten albiceps, vagans, kahlenbergi, epicureanum, sabulosum und brangustum voneinander unterscheiden, kann man sich nicht nur auf die äußerlichen Merkmale verlassen. Diese stellen nämlich kein taxonomisch relevantes Kriterium dar. Die sichere diagnostische Unterscheidung der Tliltocatl vagans zur Art kahlenbergi wird beispielsweise mithilfe der Sternalsigillen, der Anzahl der Dornen bei den Tibiaapophysen sowie der Form der Spermathek durchgeführt.

Verbreitung & Lebensraum:

Tliltocatl vagans Verbreitung Karte

Das Verbreitungsgebiet der Tliltocatl vagans erstreckt sich über Mittelamerika. Genauer gesagt findet man die Art in Mexiko, Guatemala, Kolumbien und Costa Rica. Das hauptsächliche Verbreitungsgebiet ist aber ganz klar Mexico, und zwar dort in den Staaten Oaxaca, Chiapas, Tabasco, Veracruz sowie auf der Halbinsel Yucatán. Dort bevölkern die Spinnen so gut wie jedes Gebiet und dessen Vegetation.

Für sie spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um den tropischen und immergrünen Laubwald handelt oder sie ihre Wohnhöhlen im dornigen Trockenwald ausheben. Als Kulturfolger werden immer größere Populationen im Bereich von Rodungsstellen entdeckt. Meist leben die Achtbeiner dort unter verrottendem Holz. Aber auch unter Felsbrocken und sogar in offenen von Menschen bewirtschafteten Flächen fühlen sich die Tiere wohl.

So entdeckt man heute kleinere und größere Ansammlungen der Tiere auf Viehweiden, Plantagen und sogar auf kargen Rasenflächen. Am liebsten legen sie ihre tiefen Bauten aber unter größeren Steinen, Ästen und Baumwurzeln an. Richtig heimisch, fühlen sie sich daher wohl nur im Buschland oder in den regengrünen Trockenwäldern Zentralamerikas. Allerdings wurde uns davon berichtet, dass die Spinnen heutzutage sogar in Florida leben sollen.

Gut zu wissen:
Die natürliche Population dieser Art ist alles andere als gefährdet. Verschiedene Forscher entdeckten bereits Exemplare, die gemeinsam mit Blattschneideameisen unter Holzstücken lebten. Es wirkt dabei so, als würden die Tiere friedlich nebenher leben. Einige Wissenschaftler sprechen deshalb schon von einer Art Symbiose zwischen den beiden Lebewesen.

Lebensweise & Verhalten:

In der freien Natur leben die Bodenbewohner bevorzugt in Verstecken. Gerne werden diese durch das Anlegen von langen und tiefen Gängen vergrößert. Für die Achtbeiner ist es dabei nicht wirklich von Interesse, wo sie ihr Lager aufschlagen. Deshalb leben die Tiere inzwischen nicht mehr nur in Wäldern oder im Buschland, sondern auch auf bewirtschaften Flächen. Allerdings stellen sie hier den sogenannten Kulturnachfolger da.

Im Gegensatz zu anderen Tieren aus den Gattungen Brachypelma oder Tliltocatl sind die Schwarzroten Vogelspinnen nicht ganz so friedlich. Ihr Gemüt kann zwar noch immer als ruhig beschrieben werden, aber sie sind doch etwas nervöser und gehen daher schneller zum Angriff über. Da es sich auch bei dieser Art um eine Bombardierspinne handelt, ist das Abstreifen der Brennhaare vom Hinterleib das Hauptverteidigungswerkzeug.

Dies heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass diese Vogelspinnen ihren Angreifer nicht beißen würden. Auch Schläge mit den Vorderbeinen sind gelegentlich zu beobachten. Dies gilt übrigens auch für das Verspritzen von Kot als Abwehrwaffe. Als Mensch braucht man sich aber keine allzu große Sorgen zu machen. Die Intensität des Gifts sowie der Brennhaare ist doch eher schwach. Allergiker sollten aber auf der Hut sein.

Gut zu wissen:
Diese bodenbewohnenden Vogelspinnen versuchen bei einer Bedrohung oder Belästigung immer zu fliehen. Für einen Angriff muss man sie aufgrund dessen schon in die Enge treiben. Erst dann versuchen sie sich zu wehren. Aufgrund dieses Umstands eignet sich die Art sehr gut für Einsteiger, da man bei Arbeiten im Terrarium in der Regel nicht attackiert wird. Zudem verzeiht die Tliltocatl vagans typsiche Anfängerfehler.

Haltung der Tliltocatl vagans:

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In Deutschland liest man nur relativ wenig über die Haltung dieser Achtbeiner. Dabei ist die auch als Costa Rica Vogelspinne bezeichnete Art wie gemacht für Einsteiger. Zwar sind diese Spinnen etwas nervöser als andere Vertreter der Gattungen Tliltocatl oder Brachypelma, aber noch immer würden wir von einer sehr friedlichen und ruhigen Species sprechen. Zudem gelten die Schwarzroten Vogelspinnen als sehr robust und werden auch nicht allzu groß.

Alles in einem erfüllen sie damit alle Anforderungen an eine Anfängerspinne. Nicht zuletzt, da man sie in Deutschland häufig für kleines Geld von Privatzüchtern kaufen kann. Aber auch Zoohandlungen und Börsen sind gut gefüllt mit diesen bodenlebenden Tieren. Wer sich also einen Vertreter dieser Art zulegen möchte, muss nicht viel Zeit für die Suche nach einem Anbieter einplanen.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Ein Terrarium ohne Inhalt stellt natürlich keinen geeigneten Lebensraum für eine Vogelspinne dar. Liest man sich allerdings Ratgeber über die Haltung dieser Art durch, wird man gerade als Anfänger von den vielen Informationen erschlagen. Daher haben wir im Folgenden einmal alles aufgelistet, was du für die Einrichtung deines Terrariums braucht:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Dekoration
Bevor du deine Costa Rica Vogelspinne kaufst, solltest du bereits ein fertig eingerichtetes Terrarium besitzen. Schließlich sollte die Einrichtung vollständig sein und die Technik auch wirklich funktionieren. Daher muss das Becken für ein oder zwei Tage Probe laufen. So kann man Fehler aller Art erkennen und diese beheben. Außerdem braucht das Bodensubstrat ausreichend Zeit, um nicht mehr zu feucht zu sein.

Terrarium:

Damit das Tier später genügend Platz zur freien Entfaltung hat, sollte das Halbtrockenterrarium mindestens 30 x 30 x 30 cm groß sein. Das Bodensubstrat sollte nach hinten etwas ansteigen und kann ruhig bis zu 15 cm hoch aufgeschüttet werden. Für den Bodengrund greifen wir meist auf Walderde oder auf biologische Blumenerde zurück. Wer möchte, kann aber auch die deutlich teureren Terrarienerden aus dem Fachhandel zurückgreifen.

In puncto Einrichtung kann man es recht einfach halten. Im Prinzip reichen bereits ein flacher Trinknapf sowie ein Versteck. Letzteres kann eine fest verankerte Korkröhre oder auch eine Wohnhöhle sein. Alternativ bieten sich noch ein halber Keramiktopf oder eine Kokosnusshälfte an. Natürlich schaut das Terrarium so noch etwas trist aus. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Dekorelementen wie Wurzeln oder Steinen. Etwas Grün darf natürlich auch nicht fehlen.

Klimagestaltung:

Die Temperatur sollte sich am Tag zwischen 26 °C und 32 °C einpendeln. Nach Möglichkeit sorgt man für ein Temperaturgefälle innerhalb des Terrariums, damit sich die Spinne in kältere und wärmere Bereich zurückziehen kann. Um die relativ hohen Temperaturen zu erreichen, braucht man entweder eine 25-Watt-Lampe oder eine entsprechend starke Heizmatte. Letztere wird einfach an die Rückseite geklebt und sorgt dann für genügend Wärme im Becken.

Auf gar keinen Fall darf man die Matte unterhalb des Terrariums anbringen. Dies widerspricht nämlich den natürlichen Instinkten der Spinnen. Diese sind es nämlich gewohnt, dass es umso kälter wird, desto tiefer sie graben. Zudem absorbiert der Bodengrund unheimlich viel Heizleistung. Die Luftfeuchte sollte sich etwa bei 60 bis 70 % bewegen. Zur Überwachung der klimatischen Werte empfiehlt sich ein digitales Messinstrument mit mehreren Fühlern.

Futter:

Adulte Tiere bekommen bei uns überwiegend Heimchen und Grillen als Nahrung angeboten. Aber auch Schaben werden von den erwachsenen Spinnen dankend angenommen. Unsere Spiderlinge hingegen bekommen Drosophilia und Stubenfliegen. Ab und landet bei uns auch mal eine Zophobalarve im Becken oder eine kleine Portion Mehlwürmer. Nicht vergessen darf man das regelmäßige Auffüllen des Trinknapfs.

Zucht:

Die erfolgreiche Nachzucht dieser Achtbeiner ist alles andere als komplex. Die Verpaarung verläuft friedlich und bereits nach 1 bis 2 Monaten beginnt das Weibchen mit dem Kokonbau. Darin sind zwischen 300 und 2000 Eier enthalten. Geduldet man sich weitere 10 Wochen schlüpfen auch schon die ersten Spinnen aus dem Kokon. Da die Tiere überraschend langsam wachsen, dauert es bis zur Geschlechtsreife etwa 5.

Kaufen:

Der Markt ist wirklich gut gefüllt mit Vertretern dieser Gattung. So findet man nach kurzer Recherche wirklich unzählige Züchter und Zoohandlungen, die Tiere in jeder Altersklasse auf Lager haben. Wer sich für Spiderlinge interessiert, sollte gleich ein paar mehr kaufen. Meist kommt es innerhalb dieses Stadiums noch zu Verlusten bei der Aufzucht. Auf der sicheren Seite ist man meist dann, wenn man ein subadultes Tier kauft.

Ab und an werden sogar erwachsene Achtbeiner angeboten. Hier gilt es dann aber kurz zu prüfen, ob es sich nicht um einen Wildfang handelt. Wer zudem noch länger etwas von seinem neuen Haustier haben möchte, sollte ein Weibchen erwerben. Da diese im Gegenzug zu den Männchen nicht binnen eines Jahres nach der Reifehäutung versterben, sind sie aber auch deutlich teurer. Der Aufpreis lohnt sich aber definitiv.

Hat man einen passenden Anbieter aufgesucht, sollte man sich dort vor dem Erwerb gründlich umsehen. Die Terrarien sollten sauber, ausreichend groß und vor allem richtig temperiert sein. Es schadet außerdem auch nicht, wenn der Verkäufer bei kniffligen Fragen aus seinem eigenen Erfahrungsschatz heraus antworten kann. Viel wichtiger ist aber das gründliche Begutachten der Tiere. Worauf es dabei ankommt, steht hier geschrieben:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkteauf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden junge Vogelspinnen in Döschen gesteckt. Diese werden noch mit etwas Zeitungspapier ausgelegt und schon kann es losgehen. Adulte Exemplare hingegen können aufgrund ihrer Ausmaße nur in Futterinsektendosen transportiert werden. Um die Tiere vor lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Styroporbox.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Die Schwarzrote Vogelspinne findet man immer wieder in Terrarien deutscher Halter. Zwar gehört diese nicht zu den am häufigsten gehaltenen Arten, aber die Fangemeinde ist relativ groß. Aufgrund dessen erreichen uns immer wieder Fragen zu dieser Art. Dies hat uns letztendlich dazu veranlasst auch diese Artvorstellung, um ein kleines FAQ zu erweitern. Im Folgenden findest du daher die Antworten auf die besten Fragen unserer Leser:

Warum wurde aus Brachypelma vagans eigentlich Tliltocatl vagans?

Im Jahre 2019 wurden diverse Arten aus der Gattung Brachypelma in eine neue Gattung verschoben. Deren Namen ist Tliltocatl. Die neue Bezeichnung setzt sich aus den Worten „Tlil“ für schwarz und „Tocatl“ für Spinne zusammen. Beide Wörter stammen aus der Sprache Nahuatl, einer indigenen Sprache Mexikos. Charakteristisch für die neue Gattung ist das Fehlen roter Beinmarkierungen wie bei den verbliebenen Brachypelma-Arten.

Des Weiteren stammen die neu eingegliederten Arten überwiegend aus Mexiko, wobei aber auch einige Tiere in Mittelamerika beheimatet sind. Für uns Terrarianer sind dabei diese neuen Bezeichnungen interessant: T. albopilosum comb. nov., T. epicureanum comb.nov., T. kahlenbergi comb. nov., T. sabulosum comb. nov., T. schroederi comb. nov., T. vagans comb. nov. und T. verdezi comb. nov.

Entfällt aufgrund der Namensänderung der Artenschutz nach WA II Anhang B?

Nein, dem ist natürlich nicht so. Für solche Fälle ist extra ein Passus im Abkommen enthalten, dass ein neuer Name bzw. eine Gattungsrevision nichts am Artenschutz ändert. Du brauchst also auch in Zukunft einen Herkunftsnachweis. Ein seriöser Züchter stellt diesen aber sowieso ohne Nachfrage aus. Zudem muss man die Haltung der Tliltocatl vagans weiterhin bei vielen Städten anzeigen.

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