Vogelspinne Verhalten deuten lernen

Die Vogelspinne ist sicher nicht jedermanns Lieblingstier, jedoch gibt es einige Menschen, die diese Achtbeiner sehr spannend finden. Einige entschließen sich sogar für sie als Haustier. Für eine tiergerechte Haltung und das Wohlergehen der Vogelspinne sollte auf einige Dinge geachtet werden. Aber heute wollen wir uns einem ganz besonderen Aspekt widmen. Die Rede ist natürlich von dem Verhalten der Tiere und wie man als Pfleger korrekt reagiert.

Jede Vogelspinnenart verhält sich unterschiedlich, also muss der Halter sich individuell auf jede Spinnenart anpassen. Wichtig ist hierbei vor allem die Ausgeprägtheit des aggressiven Verhaltens, das sich je nach dem Ursprungsgebiet der Vogelspinne unterscheidet. Je ausgeprägter die Aggressivität eines Achtbeiners ist, umso komplizierter ist es, die Spinne aus ihrem Terrarium herauszubefördern.

Deshalb ist es bedeutsam, sich schon vor dem Kauf mit der gewünschten Vogelspinnenart auseinanderzusetzen, um Bescheid zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Vogelspinnen haben aber noch andere Verhaltensweisen, auf die in diesem Bericht eingegangen wird. Schließlich spielt in puncto Verhalten nicht nur die Aggressivität gegenüber dem Halter eine große Rolle. Schließlich gilt es auch zu wissen, was man bei bestimmten Verhaltensweisen machen muss.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Je nach Art und Lebensweise können unsere Achtbeiner unterschiedliche Verhaltensmuster aufweisen. Als Terrarianer möchte man die Tiere natürlich nicht nur beobachten, sondern auch verstehen. Schließlich kann man nur so in Notfällen richtig reagieren und den Haustieren helfen. Zum Glück ist es gar nicht so schwer das Vogelspinnen-Verhalten zu deuten.
  • Wer gerade erst mit dem Hobby Vogelspinnenhaltung begonnen hat, sollte sich 3 bestimmte Verhaltensmuster genauer ansehen. Die Rede ist von der baldigen Häutung, den ersten Anzeichen für einen Angriff sowie das Lauern auf Beute. Selbstverständlich schadet es auch nicht sich intensiver mit anderen Verhaltensmustern und deren genauen Bedeutung auseinanderzusetzen.
  • Damit man merkwürdiges Verhalten bei seinen Lieblingen zielsicher feststellen kann, sollte man seine Achtbeiner regelmäßig beobachten. Wer seine Tiere nämlich gut kennt, wird bereits die kleinsten Abweichungen im Verhalten erkennen und kann so im Ernstfall schnell handeln. Zudem verliert man keine wertvolle Zeit bei der Interpretation ernsthafter Sachverhalte und deren erfolgreichen Beseitigung.

Die Vogelspinne will sich häuten:

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Das Leben der Vogelspinnen ist geprägt von Häutungen. In ihren frühen Jahren finden diese häufiger statt als mit zunehmendem Alter. Wenn die Vogelspinne erwachsen ist, kommt es in den meisten Fällen lediglich einmal pro Jahr zum Häutungsprozess. Viele Vogelspinnen fallen durch Verhaltensänderungen auf. Häufig erschrecken unerfahrene Spinnenhalter und denken dann, ihre Vogelspinne sei krank.

Die Vogelspinne schränkt zum Beispiel ihre Nahrungszufuhr sehr stark ein. Das geht so weit, dass sie einige Zeit vor dem Häutungsprozess gar nicht mehr frisst. Die Spinne wird träge und zieht sich in ihr Versteck im Terrarium zurück. Dort hält sie sich einige Tage oder Wochen auf, bis sie sich häutet. Beim Häuten finden weitere Auffälligkeiten statt.

Die Vogelspinne verfällt in eine Starre, sodass sie regungslos auf dem Rücken liegen lässt. Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Sie ist dann allerdings ein Angriffsziel für Futtertiere. Wenn die Vogelspinne sich in ihr Versteck zurückzieht, legt sie es mit Brennhaaren aus, um ihre Feinde abzuwehren. Dann baut sie sich eine Ablage für die Häutung.

Wie kann denn Abhilfe geschaffen werden?

Damit die Vogelspinne während der Häutung nicht von Futtertieren angegriffen wird, sollten immer alle Futterreste aus dem Terrariumbecken entfernt werden. Lebendfutter ist natürlich ebenfalls zu entfernen. Wenn die Vogelspinne weniger frisst, sollte kein neues Futter gegeben werden. Die Tiere sollten während der Häutung nicht berührt oder gestört werden. Sie brauchen Ruhe. Nach ihrer Häutung ist der Körper ziemlich weich.

So muss man sehr vorsichtig mit ihr umgehen. Auch das Füttern ist erst wieder nach einer oder gar zwei Wochen ratsam. Ansonsten können nämlich die Beißklauen abbrechen. Frisch nach der Häutung sind sie nämlich sehr weich und können sich auch schnell verformen. Verletzt sich die Spinnen an ihnen, kann sie oft nicht mehr fressen oder wird zu einem sehr ineffizienten Lauerjäger. Außerdem können Futtertiere sie während dieser Phase tödlich anknabbern.

Gut zu wissen:
Die Vogelspinne besitzt die Fähigkeit, einige ihrer Körperteile zu erneuern. Bei der Häutung können sie Chelizeren oder Beine regenerieren. Die Häutung ist anstrengend und durchaus gefährlich. Wenn etwas fehlschlägt, kann sich die Vogelspinne verletzen. Zum Glück ist dies aber nur sehr selten der Fall. Meist bleibt im schlimmsten Fall nur etwas alte Haut an dem Tier kleben.

Die Vogelspinne wartet auf Beute:

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Vogelspinnen sind lauernde Jäger. Sie fressen nur fleischliche Nahrung, wie Insekten, Wirbeltiere und kleine Spinnen. Die Nahrung muss lebend sein. Mit ihrem giftigen Biss wird ihre Beute gelähmt. Das ist in der Regel für die Beutetiere tödlich, da das Gift sehr stark ist. Dieses Gift verflüssigt den Körper der Beute und die Vogelspinne kann diese aussaugen. Diese Methode ist notwendig, da die Vogelspinne ihre Beute nicht zerkleinern kann.

Die Vogelspinne baut sich kein Netz, sondern geht auf Beutejagd. Sie sitzt lange Zeit in einem Versteck und warten auf den passenden Angriffsmoment. Weiterhin spürt sie Bewegungen und Erschütterungen in ihrer Nähe, was ihr eine schnelle Möglichkeit zum Einsatz ihren Giftbisses bietet. Manchmal sind die Tiere aber auch recht träge und Futtertiere flitzen einfach über sie hinweg. Das muss einen aber nicht besorgen.

Das frisst die Vogelspinne besonders gern:

  • Grillen
  • Heimchen
  • Heuschrecken
  • Wachsraupen
  • Mehlwürmer
  • Schwarzkäferlarven

Was kann der Tierhalter tun?

Die Nahrungsaufnahme bei der Vogelspinne kann je nach Größe des Beutetiers auch mal einen Tag dauern. Das Terrarium sollte stets von Futterresten befreit werden, um schlechte Gerüche und die Entstehung von Keimen zu vermeiden. Der Zoofachhandel und das Internet bieten Lebendfutter für Vogelspinnen an. Mit Geduld und ein wenig Zeitaufwand kann man sich seine eigenen Futtertiere züchten. Das kann eine deutliche Geldersparnis einbringen.

Muss man die Vogelspinne sofort füttern?

Haustiere werden oft zu sehr verwöhnt, was ihnen schaden kann. Die Vogelspinne sollte nicht übermäßig gefüttert werden, sonst wird ihr Hinterleib sehr dick. Wenn die Spinne mit ihrem derart gespannten Hinterleib an einer scharfkantigen Stelle im Terrarium hängen bleibt, kann sie sich ernsthaft verletzen und sterben. Die Futtergabe sollte in etwa jede 2. Woche erfolgen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das ganze Futter gefressen wurde.

Gut zu wissen:
Die Vogelspinne kann etwa ein Jahr ohne Nahrung überleben. Trinken müssen die Tiere allerdings deutlich öfter. Zwar können sie ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung oder die Luftfeuchtigkeit decken, aber es schadet nie ihnen eine Trinkmöglichkeit anzubieten. Zudem erhöht das verdunstende Wasser die Luftfeuchte und kann bei Feuchtigkeitsproblemen das Leben der Spinne retten.

Die Vogelspinne klettert die Scheiben hoch:

Vogelspinne-Größe

Auch Vogelspinnen, die am Boden leben, klettern gern einmal. Sie besitzen aber kein Haarpolster, wie Baumspinnen, welches ihnen Halt auf glatten Flächen bietet. So kann die Vogelspinne abstürzen und sich ein Bein brechen, auch bei niedrigen Höhen. Dabei tritt eine Flüssigkeit, die Hämolymphe, aus dem Körper. Das kann lebensbedrohlich sein, wenn sich die Spinne am Hinterleib verletzt.

Wie schafft man schnell und dauerhaft Abhilfe?

Bodenbewohnende Arten klettern eigentlich nicht besonders gerne an den Terrarienscheiben hoch. Kommt es allerdings häufiger zu diesem Verhalten, sollte man es nicht auf die leichte Schulter nehmen. So fehlen bei baumbewohnenden Arten häufig die Klettermöglichkeiten. Bodenbewohner mögen hingegen oft den Bodengrund nicht oder er ist ihnen einfach zu feucht. Adulte Böcke sind meist auf der Suche nach einer Partnerin.

Gut zu wissen:
Vogelspinnen können sich beim Klettern verletzen, besonders wenn sie dick oder alt sind. Die Einrichtung des Terrariums ist meist nicht Schuld, denn auch ein sehr gut eingerichtetes Terrarium kann diese Unfälle nicht verhindern. In den meisten Fällen ist das auch nicht schlimm, denn Vogelspinnen haben sogar Sollbruchstellen an den Beinen. In manchen Fällen können aber Blutungen auftreten, die versorgt werden müssen.

Die Vogelspinne ist apathisch und verkriecht sich ständig:

Vogelspinne-Häutung

Apathisches Verhalten kann mit der Häutung zusammenhängen. Das ist für die Spinne sehr anstrengend, daher zieht sie sich zurück. Es kann auch sein, dass sie bewegungslos dasitzt. Eine andere Option ist, dass die Vogelspinne von Parasiten befallen ist oder eine Erkrankung hat. So oder so verhält sich das Tier sehr träge und bewegt sich kaum. Allerdings muss das nicht immer ein Grund zur Sorge sein.

Wie schafft man schnell und dauerhaft Abhilfe?

Die Vogelspinne wird am besten in einen sauberen Behälter gesetzt. Das kann beispielsweise eine Futterinsektendose sein. Das Behältnis sollte gut belüftet und natürlich ausbruchssicher sein. Die mit Parasiten befallenen Stellen werden nun mit Medizinalkohol (Isopropanol) aus der Apotheke eingepinselt. Dieser ist sparsam einzusetzen, um Vergiftungen zu vermeiden. Das Terrariumbecken ist sorgfältig zu reinigen und mit Desinfektionsmittel zu behandeln.

Der Bodengrund wird ausgewechselt und alle Einrichtungsutensilien werden im Backofen desinfiziert. Nicht immer sind aber Parasiten Schuld an dem Verhalten. So sollte man die Belüftung im Terrarium verbessern und die klimatischen Bedingungen überprüfen. Gegebenenfalls muss man nämlich bei beiden Punkten nachbessern, um das Tier für sein künstliches Zuhause zu begeistern.

Gut zu wissen:
Durch Mangelernährung, Inzucht oder Vitaminmangel können bei Vogelspinnen Missbildungen auftreten. Das ist nicht weiter schlimm, wenn das Tier keine Behinderungen im Alltag erfährt. Ab und zu verliert die Vogelspinne ein Bein, was für sie kein Problem darstellt. Bei der nächsten Häutung regeneriert sich das Bein nämlich wieder von allein. Allerdings dauert es oft 2 bis 3 Häutungen bis das neue Glied wie das Alte aussieht.

Die Vogelspinne wird aggressiv:

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Meistens sind Vogelspinnen ruhig und gemütlich, doch asiatische oder afrikanische Arten neigen zu Aggressionen. Hier ist Vorsicht geboten, denn schon ein winziger Reiz kann genügen, sodass sie sich wehrt. Aggressive Vogelspinnen sollten nur von Terraristikern mit viel Erfahrung gehalten werden. Vogelspinnen beißen meist zu, wenn sie aggressiv sind. Das Gift des Bisses ist schmerzhaft und zeigt in der Regel leichte Beschwerden.

Das Terrarium ist sehr vorsichtig zu begehen, damit die Vogelspinne sich nicht bedroht fühlt. Die meisten Vogelspinnen zeigen Drohgebärden, bevor sie angreifen. Sie stellen ihre Beine auf und demonstrieren Macht. Sie schlagen dabei mit ihren Vorderbeinen aus. Daran erkennt man, dass man nicht erwünscht ist und besser verschwinden sollte, sonst erfolgt der Angriff. Es gibt nicht nur den Giftbiss, sondern auch:

  • Werfen von Fäkalien
  • Abfeuern von Brennhaaren
  • Abwerfen von Beinen

Wie vermeidet man das und wie verhält man sich im Ernstfall?

Der Spinnenhalter sollte sich schon vor dem Erwerb der Vogelspinne gut über die Art informieren, damit er schnell reagieren kann, falls die Vogelspinne aggressiv wird. Der Achtbeiner sollte in Ruhe gelassen werden, sobald ein aggressives Verhalten auffällt. Wenn die Vogelspinne gereizt ist, beißt sie blitzschnell zu. Das Tier sollte genau beobachtet werden, bevor man ins Terrarium greift.

Lieber sollte der Griff nach der Vogelspinne verschoben werden, wenn sie launisch ist. Geht es aber gar nicht anders, kann man den Achtbeiner auch mit einer Futterinsektendose einfangen. Der Spinnengriff ist in so einer Situation nämlich nicht die schlaueste Wahl. Im besten Fall lässt man den Achtbeiner aber in Ruhe und verschiebt alle Arbeiten und Einfangversuche auf später. Schließlich ist ein Biss sehr schmerzhaft.

Gut zu wissen:
Normalerweise ist ein Vogelspinnenbiss für Menschen ungefährlich. Er kann zwar schmerzhaft, wie ein Wespenstich sein und es treten meist Juckreiz oder Rötungen auf. Bei Allergikern ist dennoch Vorsicht geboten, denn hier können die Beschwerden intensiver sein. Kinder oder immunschwache Menschen können ebenfalls stärker auf den Biss einer Vogelspinne reagieren.

Die Vogelspinne will sich fortpflanzen:

Die Vogelspinne ist in der Lage, sich ganzjährig zu vermehren. Ein besonderer Paarungszeitraum ist nicht existent. Allerdings sind Arten, die eine Winterruhe halten im Frühling vermehrt auf der Suche nach einer Geschlechtspartnerin. Daher wird die Winterruhe oder auch Diapause von Züchtern besonders gerne durchgeführt.

Woran erkennt man das bei Männchen und Weibchen?

Die Geschlechtsöffnung der Vogelspinne liegt auf der unteren Seite vom Hinterleib. Bei der Paarung führt die männliche Vogelspinne seine Bulben an den Tastern beim Weibchen ein. Wenn das Weibchen den Kokon baut, legt es die Eier in einen Samenbehälter. Diese werden dann befruchtet.

Wie kann man die Verpaarung einleiten?

Zur Verpaarung von Vogelspinnen ist ein Männchen in der Geschlechtsreife notwendig. Diese erkennt man an dem verkürzten ersten Tarsenglied. Es ist kürzer als die Laufbeinglieder. Das Tarsenglied besitzt einen blasenartigen Fortsatz mit dem Namen Bulbus. Nachdem sich das Männchen zur Vorbereitung auf die Geschlechtsreife gehäutet hat, baut es ein Netz aus Sperma.

In dieses Gespinst zieht es sich zurück und drückt mit seiner Geschlechtsöffnung gegen das Netz. So werden Spermatropfen im Netz angebracht. Das Männchen verlässt nun sein Gerüst aus Spinnseide und nimmt nun über seine Bulben das Sperma auf und zerstört schließlich das Gebilde. Nun macht sich der Bock auf die Suche nach einem Weibchen zur Befruchtung.

Verpaarung einleiten bei der Haltung im Terrarium:

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  • Als Erstes muss das Männchen mit einem Weibchen zusammengesetzt werden.
  • Wichtig ist hierbei, dass das Weibchen nicht unmittelbar vor einer Häutung steht.
  • Beim Männchen muss man hingegen den Bau des Spermanetztes abwarten.

Das Männchen krabbelt unter das Weibchen und bringt das Sperma im Bulbus in die weibliche Geschlechtsöffnung ein. Dort wird es in den Samentaschen gelagert. Nach Abschluss der Paarung zieht sich das Weibchen oft in einen Unterschlupf zurück und beginnt einen Kokon zu bauen. Das dauert einige Wochen oder Monate.

Die Eiablage erfolgt in einem Gespinst, dass danach vom Weibchen transportiert wird, um die Brut zu pflegen. Die Weibchen sind hier sehr reizbar und wollen nicht gestört werden. Geduldet man sich etwa 1 bis 3 Monate, dann schlüpfen auch schon die Jungtiere. Unter Vogelspinnenliebhabern werden sie als Spiderlinge bezeichnet.

Gut zu wissen:
Die jungen Spinnen können während ihrer Weiterentwicklung in hohen Kunststoffdosen oder Heimchenbehältern aufgezogen werden. Diese werden mit Lüftungslöchern ausgestattet. Die kleinen Spinnen können darin mithilfe von kleinen Zweigen und Kunststoffpflanzen ihre ersten Gewebe bauen. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass nicht alle Tiere dieses Stadium überleben.

Unser kleines FAQ zum Abschluss:

FAQ

Als Neuling ist man häufig von den Verhaltensweisen und Reaktionen seiner Vogelspinne verwundert. Häufig kann man zudem weder die Ursache noch die Konsequenzen abschätzen. Daher erreichen uns immer wieder sehr interessante Fragen rund um das Vogelspinnen-Verhalten. Die Besten von ihnen haben wir im Folgenden aufgelistet:

Warum vergräbt sich eine Vogelspinne wochenlang und frisst nicht?

Die Nahrungsaufnahme verringert sich so weit, dass die Vogelspinne kurz vor der Häutung meist gar keine Nahrung mehr zu sich nimmt. Dies führt zu einer Trägheit der Spinne, die sich daraufhin immer mehr in ihr Versteck zurückzieht. Manchmal verweilen sie hier Tage bis Wochen, bis letztendlich die Häutung stattfindet. In der Regel ist es nicht besorgniserregend, wenn die Vogelspinne einige Zeit nicht frisst.

Verändert sich das Verhalten von Vogelspinnen im Alter?

Die Häutungen nehmen mit zunehmendem Alter ab. Möglicherweise sind sie auch weniger agil. Viele Vogelspinnen sind allerdings bis zum Ende aktiv und wuseln im Terrarium umher. Man merkt ihnen das Alter also gar nicht an. Neigt es sich aber dem Ende zu, werden die Spinnen apathisch und ziehen sich häufig längere Zeit zurück.

Ist meine Vogelspinne tot oder häutet sie sich nur?

Die meisten Vogelspinnen liegen während der Häutung auf ihrem Rücken. Sie spinnen sich vorher ein Polster und lassen sich darauf nieder. Jetzt will die Spinne nicht gestört werden. Schließlich steht die Häutung unmittelbar bevor. Daher braucht man sich keine Sorgen zu machen. Die Spinne stirbt nicht.

Woran erkennt man altersschwache Vogelspinnen?

Männliche Vogelspinnen werden bis zu 13 Jahre alt. Einige sterben schon nach wenigen Jahren. Wenn die männlichen Spinnen einmal die Geschlechtsreife erreicht haben, steuern sie immer schneller auf den Tod zu. Verglichen mit ihrer geringen Größe ist das dennoch ein beachtliches Alter. Weibliche Vogelspinnen werden durchaus bis zu 30 Jahre alt. Eine altersschwache Vogelspinne zieht sich zurück und frisst weniger.

Irgendwann sitzt sie nur noch auf dem Boden und zieht die Beine unter ihren Vorderkörper, bis sie stirbt. Und nun noch ein kleiner Exkurs zu anderen Spinnen. Unsere heimischen Spinnenarten erreichen ein Alter von bis zu 3 Jahren. Ein Falltürspinnenweibchen hält den Weltrekord, denn es wurde 43 Jahre alt. Dieser Arachnoid verstarb nicht an Altersschwäche, sondern aufgrund eines Wespenstiches.

Warum ziehen Spinnen ihre Beine unter den Vorderkörper?

Wenn die Vogelspinne im Sterben liegt oder bereits verstorben ist, sitzen sie auf dem Boden und haben dabei ihre Beine samt Taster unter ihren Vorderkörper gezogen. Oftmals handelt es sich aber auch nur um ein erstes Anzeichen einer Krankheit. So oder so sollte man einen Tierarzt konsultieren, um Schlimmeres zu vermeiden.

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