Vogelspinne im Terrarium

Vogelspinnen benötigen nicht allzu viel Platz und gelten zudem noch als sehr pflegeleichte Zöglinge. Abgesehen davon sind sie günstig in der Anschaffung und besitzen ein faszinierendes Äußeres. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Menschen von einem eigenen Vogelspinnen-Terrarium träumen. Nach kurzer Recherche stellen dazu noch viele fest, wie komplex diese Thematik ist.

Bereits die kleinsten Fehler können zu großen Problemen führen. Als wäre das schon nicht genug ist die Auswahl an passenden Terrarien gigantisch. In den einschlägigen Shops findet man nämlich sowohl sehr günstige Plastikwürfel als auch teure Vollglas-Terrarien. Zudem existiert für die Ausstattung kein Standardrezept. Jede Spinne benötigt unterschiedliche Einrichtungsgegenstände.

Die Bandbreite reicht von einfachen Steppenterrarien für Vogelspinnen aus trockenen Regionen bis hin zu kleinen Paludarien mit ordentlichem Wildwuchs. Gelegentlich werden auch Bodenbewohner in den eigenen Vierwänden gehalten. Solche Terrarien sind dann meist zu 2/3 mit Bodengrund gefüllt. Das Thema Vogelspinnen-Terrarium ist also nicht in wenigen Sätzen abgehandelt.

In diesem Ratgeber gehen wir aber auf wirklich alle Aspekte des Themas sein. Sei es der Selbstbau des Beckens, der Kauf eines Komplett-Sets oder die artgerechte Einrichtung desselben. Natürlich vergessen wir dabei auch nicht die ganze Technik in Form von Beleuchtung, Heizmatte oder Messgerät. Und zu guter Letzt gehen wir noch kurz auf die regelmäßig anstehenden Arbeiten ein.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Terrarien-Arten: Kunststoffboxen, Vollglasterrarien & Regalsysteme.
  • Erforderliche Technik: Heizmatte, Beleuchtung, Thermometer, Hygrometer, Pinzette & Sprühflasche.
  • Nötige Einrichtung: Korkröhren oder eingegrabene Blumentöpfe als Versteckmöglichkeiten, flache Gefäße fürs Trinkwasser, Klettermöglichkeiten für Baumbewohner & passendes Bodensubstrat.
  • Dekoration: Rückwand, Steine, Wurzeln & echte / künstliche Pflanzen.
  • Häufige Fehler: Zusammenfallende Aufbauten durch Untergraben, zu klein dimensionierte Lüftungsflächen, loser Bodengrund, scharfe / spitze Kanten & falsche Klimagestaltung.

Welche Terrarien vertreibt der Fachhandel?

Von Jahr zu Jahr drängen andere Hersteller auf den Markt und wollen ihre Terrarien unter die Leute bringen. Der Fokus liegt dabei aber nicht auf den kleinen Vogelspinnenbehausungen. Die Auswahl an fertigen und gleichzeitig ansehnlichen Terrarien für unsere Achtbeiner ist daher überschaubar. Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen 2 Bauvarianten.

Da wären einmal die preiswerten und robusten Plastikboxen und auf der anderen Seite die eher teuren Vollglasterrarien. Für erstere spricht eigentlich nur der unschlagbar günstige Preis. Optisch erinnern sie etwas an einen durchsichtigen Farbeimer. Unser Fall sind sie daher zwar nicht, aber das Ganze ist natürlich auch Geschmackssache. Für den Einsteig macht man aber nichts falsch.

Man sollte allerdings darauf achten, dass die Abmessungen stimmen. Grundsätzlich lässt sich nämlich festhalten, dass Baumbewohner ein höheres Terrarium als Bodenbewohner brauchen. Dieser Grundsatz gilt übrigens auch für die in Deutschland kaum gehaltenen unterirdisch wohnenden Vogelspinnen. Und zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass das Terrarium nie zu groß sein kann.

Glas bedeutet oft mehr Qualität & Praxisnutzen:

Optisch ansprechender und oft auch praktischer aufgebaut sind viele Glasterrarien. Manche von ihnen verfügen sogar über optionale Deckel samt verbauter Beleuchtungsmöglichkeit. Wir raten auf jeden Fall zum Kauf dieser Abdeckungen. Sie sind nicht nur ungemein praktisch, sondern schauen auch gut aus. Im Gegensatz zu den Kunststoffboxen muss man sie auch nicht für Arbeiten abnehmen.

Schließlich verfügen diese Vogelspinnenterrarien über senkrecht oder waagerecht zu öffnende Frontscheiben. Wir bevorzugen hierbei ganz klar eine Fallscheibe. Diese kann eine Vogelspinne nämlich nicht einfach aufschieben und so entkommen. Zudem hat man bei Arbeiten mehr Platz wegen des fehlenden Stegs. Obendrein befindet sich kein nerviger Balken auf den Fotos des eigenen Lieblings.

Vielen Käufern ist ein Umstand nicht bewusst. Selbst Terrarienglas ist ziemlich zerbrechlich und nicht selten kommt so ein Becken kaputt zu Hause an. Daher sollte man nie die Vogelspinne mitsamt ihrem neuen Zuhause zum gleichen Zeitpunkt kaufen. Außerdem muss ein Terrarium mindestens einen Tag Probe laufen lassen. Nur so kann die Funktionsfähigkeit der Technik überprüft werden.

Gemeint ist damit auch das Kontrollieren aller klimatischen Werte. Nicht selten sind die Lampen zu schwach dimensioniert oder es mangelt noch etwas an der Deko. Um dem Tier unnötigem Stress zu ersparen, sollte man nicht nach ein paar Tagen etwas an der Einrichtung ändern. Und wer Angst vor Glasbruch beim Transport hat, kauft sich einfach ein Selbstbau-Terrarium mit Glaselementen.

Gut zu wissen:
Viele Händler bieten Komplett-Sets für Einsteiger an. Enthalten sind darin meist die Deko, ein passender Unterschlupf, bei Bedarf eine Klettermöglichkeit sowie ein Bodensubstrat. Auch eine Pinzette nebst der obligatorischen Sprühflasche fehlt nicht. Auf den ersten Blick schaut so ein Set vollständig aus. Dem ist aber leider nicht so. Es fehlen die Messgeräte zur Klimakontrolle, eine UV-Lampe sowie eine Heizmatte.

Welche Technik braucht das Vogelspinnenterrarium?

Vogelspinnenterrarium

Wie wohl sich eine Vogelspinne in ihrem künstlichen Biotop fühlt, hängt maßgeblich von den klimatischen Bedingungen ab. Sie stellen damit die absolute Grundlage für eine artgerechte Haltung dar. Leider werden noch immer viele Vogelspinnen in Terrarien ohne ausreichende UV-Beleuchtung gehalten. Selbst Heizmatten zur Erhöhung der Temperatur im Inneren sind noch immer kein Standard in den häufig verkauften Einsteiger-Sets.

Viel mehr konzentrieren sich die Anbieter auf möglichst viel Deko und andere Artikel, die die das Set umfangreicher und damit interessanter erscheinen lassen. Die Grundlagen werden dabei oft völlig außer Acht gelassen. Bei manchen Boxen fehlen sogar ausreichend Lüftungsflächen und es kommt so zu Staunässe. Diese kann zu Schimmel im Bodengrund oder gar zu Verpilzungen bei den Spinnen führen.

Kleines Einmaleins in puncto Grundausstattung:

Häufig kommt es beim Klettern aufgrund der feuchten Äste zu gefährlichen Stürzen. Aber kommen wir nun zurück zur benötigten Technik im Spinnenpalast. Allzu viel braucht man zum Glück nicht. In der Regel sorgt eine vernünftige Beleuchtung, nicht nur für einen gescheiten Tag-Nacht-Rhythmus, sondern auch für ausreichend Hitze im Becken. Eine zusätzliche Heizmatte ist dann nicht notwendig.

Sollte die Lampe bei größeren Becken aber nicht für ausreichend Hitze sorgen, kann eine kleine Heizmatte schnell Abhilfe schaffen. Gute Produkte bekommt man bereits für kleines Geld. Angebracht werden die Matten aber nicht von außen unterhalb des Bodengrunds. In der freien Natur wird es nämlich immer kühler, desto tiefer man gräbt. Ist dem nicht so, kann das zu Verletzungen und Irritationen bei der Spinne sorgen.

Bei reinen Baumbewohnern muss man diesen Umstand nicht zwingend beachten, wenngleich wir unsere Matte lieber auf der Rückseite des Terrariums befestigen. Damit sie dort nicht als störend empfunden wird, empfiehlt sich das Anbringen einer Strukturrückwand innerhalb des Vogelspinnenterrariums. Und keine Sorge, die Heizleistung wird dadurch nicht zu stark gemindert.

Gut zu wissen:
Die Technik und deren Funktionstüchtigkeit muss stetig überwacht werden. Daher muss man sich Messgeräte zur Überwachung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit anschaffen. Hierbei hat man die Wahl zwischen analogen und digitalen Produkten. Zu welchen man letztendlich greift, ist einem selbst überlassen. Der Vorteil digitaler Messgeräte ist deren Anbringung außerhalb des Terrariums. Man muss bei ihnen lediglich den Fühler im Inneren des Vogelspinnenterrariums platzieren.

Welche Einrichtungsgegenstände sind Pflicht?

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Ein Terrarium muss nicht nur der Vogelspinne selbst gefallen, sondern auch dem Halter. Daher legen wir bei unseren Terrarien großen Augenmerk auf die Einrichtung. Wichtig ist uns hierbei, dass wir uns so gut wie möglich an den natürlichen Lebensbedingungen der Vogelspinne orientieren. Übertreiben muss man es dabei aber auch nicht.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Wer sich für die Haltung von Vogelspinnen entschieden hat, braucht einiges an Ausrüstung. Mit einem leerem Terrarium allein ist es da natürlich nicht getan. Was man für den Einstieg alles benötigt, verrät dir unsere Liste:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Deko
Erwerbe eine Vogelspinne bitte nicht zeitgleich mit einem Einsteigerset. Auf dem Transportweg kann es nämlich zu Equipmentschäden kommen oder die Lieferung ist unvollständig. Zudem lässt man das Becken erstmal ein paar Tage laufen, um eventuell vorhandene Fehler zu erkennen. Nicht immer stimmen alle klimatischen Werte oder die verbaute Technik ist fehlerhaft. Etwas Geduld sollte man daher haben.

Die Grundlage stellt der Bodengrund dar:

Bodensubstrat Vogelspinneterrarium

Wir beginnen hierbei mit dem Einfüllen des Bodensubstrats. Hierfür gibt es verschiedene Lösungen. Einsteiger greifen am besten zu fertigen Mischungen. Alternativ bieten sich auch reiner Torf oder Blumenerde an. Auf keinen Fall nutzten, sollten man Sand oder Kies. Hierin breiten sich Bakterien, Pilze und Milben in Rekordzeit aus.

Schließlich können sie in der luftigen Mischung im Handumdrehen Futterreste oder Exkremente aufspüren und dann genüsslich verspeisen. Hat man ausreichend Bodengrund ins Terrarium geschafft, muss dieser noch fest gedrückt werden. Hierfür reicht die eigene Hand, zu viel Druck muss man nicht ausüben.

Manche Arten brauchen bekanntlich ziemlich viel Erde für ihre Grabarbeiten. Bei solchen Tieren kann man dann ruhig etwas großzügiger mit der Menge an Substrat sein. Um an der Front befindliche Gaze- oder Lüftungsstreifen nicht zuzuschütten, kann man einen leichten Hang simulieren. Zur Rückseite wird die Erdschicht dann immer höher.

Das Versteck & der Wassernapf sind das A & O:

Wohnhöhle-Wassernapf

Eine Vogelspinne braucht immer eine Rückzugsmöglichkeit. Je nach Lebensweise sind das meist Korkröhren oder Wohnhöhlen aus dem Zoohandel. Aber auch halbierte Blumentöpfe und Kokosnüsse haben ihren ganz eigenen Charme. Lässt es die Größe des Beckens zu, kann man ruhig einen weiteren Unterschlupf verbauen. So kann die Vogelspinne ihren sicheren Standort ab und an verändern.

Im Prinzip kann man beim Platzieren eines Unterschlupfs nicht viel falsch machen. Er sollte allerdings etwas in den Boden gedrückt werden. Auch das direkte Unterbingen unter einer Lampe oder in der Nähe einer Heizmatte ist wenig ratsam. Dem Tier könnte sonst schnell zu warm werden und es besteht die Gefahr des Austrocknens. Wo wir auch schon wieder beim nächsten Punkt wären. Die Rede ist von einer Wasserschale.

Auch hier kann man wieder ein fertiges Modell aus dem Fachhandel erwerben oder alternativ einen günstigen Keramikuntertopf nutzen. Das Ganze ist wieder Geschmacksache. Wichtig ist hierbei nur, dass das Becken nicht allzu tief ist. Ansonsten könnte die Vogelspinne beim versehentlichen Betreten ordentlich Probleme bekommen.

Wer nicht jeden Tag das verdunstete Wasser nachfüllen möchte, kann sich ein sogenanntes Aquagelpulver holen. Damit verwandelt man das Wasser in eine Art durchsichtigen Pudding. So verdunstet es fast nicht und es besteht für die Spinne keinerlei Gefahr zu ertrinken. Wem selbst das Zusammenmischen noch zu mühselig ist, kann das Aquagel samt beigemengten Vitamin online kaufen.

Die Deko verleiht dem Terrarium den Feinschliff:

Vogelspinneterrarium Pflanzen als Deko

Beim Ausschmücken des Vogelspinnenterrariums muss man vor allem einen Grundsatz beachten. Es dürfen hier nur natürliche und damit nicht mit Chemikalien behandelte Materialien genutzt werden. Gute Erfahrungen haben wir mit Ton, Keramik, Rinde und Kork gemacht. Letzterer eignet sich beispielsweise perfekt als Rückwand. Nicht vergessen darf man dabei das Verkleben und Versiegeln.

In puncto Pflanzen hat man die Wahl zwischen künstlichen und echten Gewächsen. Wir greifen fast immer auf Kunstpflanzen zurück. Sie schauen nämlich allzeit schön aus und erfordern keinerlei Pflege. Außerdem kann man sie an der Rückwand oder direkt am Boden mit Terrarienkleber verankern.

Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass echte Pflanzen schnell aus dem Bodengrund ausgebuddelt werden. Auch nicht außer Acht lassen sollte man die Tatsache, dass man künstliches Grün vor dem Einsetzen nicht mehrere male Duschen muss. Zudem benötigen künstliche Pflanzen kein Licht und selbstredend keinen Dünger.

Wer trotzdem lieber echte Pflanzen im Vogelspinnenterrarium haben möchte, sollte sich diese Arten einmal genauer ansehen:

  • Syngonium spec.: eher etwas für größere Terrarien mit einer hohen Luftfeuchte, viel Licht und einer Temperatur bis zu 27 Grad Celsius.
  • Ficus repens: Der Klassiker schlecht hin für Becken mit einer geringen Luftfeuchte, viel Licht und einer maximalen Temperatur von 27 Grad Celsius.
  • Philodendron scandens: diese Pflanze eignet sich für Habitate mit einer mittleren Luftfeuchtigkeit, wenig Licht und einer Höchsttemperatur von 23 Grad Celsius.
Gut zu wissen:
Bei Baumbewohnern darf man nicht die Klettermöglichkeit vergessen. Hierfür bieten sich klassische Korkröhren oder auch Wurzeln an. Bodenbewohner hingegen freuen sich sehr über leicht erhobene Flächen zum Sonnenbaden. Dafür kann man beispielsweise flache Steinbauten im Terrarium platzieren. Bei den Sonneninseln und natürlich den Klettermöglichkeiten sollte man auf deren Einsturzsicherheit achten.

Welche Arbeiten fallen am & im Terrarium an?

Vogelspinne regelmäßige Arbeiten

Vogelspinnen sind definitiv keine anstrengenden Haustiere. Nicht zuletzt da sie wenig Platz und Fürsorge brauchen. Darüber hinaus sind die Haltungskosten sehr gering. Allerdings fallen auch bei einer Spinne regelmäßig die gleichen Arbeiten im und ums Terrarium statt. So sollte man jeden Tag eine Sichtkrontrolle durchführen und dabei auf Unregelmäßigkeiten achten.

Gegebenenfalls muss man hier bereits eingreifen. Meist stimmt die Luftfeuchtigkeit in Becken von tropischen Arten nicht. Damit man wieder auf die gewünschten hohen Werte kommt, muss man etwas Wasser im Terrarium versprühen oder den Boden gießen. Dabei ist penibel darauf zu achten, dass das Tier kein Wasser abbekommt. Dies führt zu extremen Stress und einer starken Reizung der Sinnenshaare.

Jeden 2. Tag gilt es den Wassernapf zu säubern und erneut mit Wasser zu befüllen. Da manche Verschmutzungen nicht im Handumdrehen entfernt werden können, kann man sich ruhig noch einen Ersatz für solche Situationen anschaffen. Sinnvoll ist diese Vorgehensweise auch bei Pinzetten und anderem nützlichem Kleinkram. Man glaubt nämlich gar nicht wie schnell man diese verlegen kann.

Zu guter Letzt sollte man regelmäßig im Terrarium Kot und Häutungsreste entfernen. Wer dabei öfter Schimmel entdeckt, sollte sich einmal in das Thema Bodenpolizei einarbeiten. Vereinfacht ausgedrückt bestückt man hier das Vogelspinnenterrarium mit weißen Asseln und Springschwänzen. Diese fressen dann Futtertierreste, Kot und Schimmel. Außerdem sorgt man mit den Tierchen für einen natürlicheren Bodengrund.

Gut zu wissen:
Wöchentlich oder spätestens alle 14 Tage muss das Terrarium gereinigt werden. Wir entfernen dabei hauptsächlich Spinnfäden und andere Verschmutzungen an den Glasscheiben und der Deko. Wichtig ist hierbei, dass man keine Reinigungs- oder Lösungsmittel einsetzt. Ansonsten stutzt man bei Bedarf noch die Pflanzen und führt Buch über die gemachten Arbeiten und den Zustand der Spinne.

Was sollte man noch wissen?

FAQ

Kein Thema ist für viele Halter wichtig als das Terrarium ihres Lieblings. Aufgrund dessen ist es für uns auch nicht verwunderlich, dass wir immer wieder Fragen zu diesem Thema erhalten. Man könnte sogar sagen, dass unsere Leser uns inzwischen regelrecht Löcher in den Bauch fragen. Um hier für etwas Abhilfe zu schaffen, haben wir ein kleines FAQ mit den besten Fragen erstellt:

Wie groß muss ein Terrarium für eine Vogelspinne sein?

Man kann hier sehr schlecht pauschale Antworten geben. Grundsätzlich gilt aber, dass ein Becken für bodenbewohnende Arten mindestens 30 x 20 x 20 Zentimeter groß sein sollte. Handelt es sich aber um eine größere Art, muss man natürlich noch etwas aufstocken. Grundlegend lässt sich sagen, dass ein Vogelspinnenterrarium nie zu klein sein kann.

Bei Baumbewohnern muss man natürlich noch etwas mehr in die Höhe gehen. Schließlich wollen die Tiere hoch hinaus. Zumindest brauchen sie Platz, um ihre Klettermöglichkeit zu erkunden. Auch Terrarien für die unterirdisch lebenden Arten müssen höher als breit sein. Zum Abschluss sei noch gesagt, dass Zuchterrarien eine Spur größer ausfallen sollten.

Welche Fehler sollte man beim Sprühen vermeiden?

Oft sieht man, dass Vogelspinnen von unbedarften Haltern direkt angespritzt werden. Dies ist aber keinesfalls eine willkommene Abkühlung für die Tiere. Viel mehr führt das Wasser oder genauer gesagt dessen Tropfen zu einer regelrechten Gefühlsexplosion.

Alle Sinneshaare der Spinnen spielen verrückt und der Fluchtinstinkt setzt ein. Das Tier leidet nun unter starkem Stress oder gar unter Panik. Ähnlich ergeht es den Vogelspinnen, wenn man sie direkt anpustet oder zu viel Zugluft im Terrarium vorhanden ist.

Wie stark erhitzen Heizmatten das Terrarium?

Da Vogelspinnenterrarien relativ klein sind und der Bodengrund noch dazu häufig bis zu 10 cm hoch aufgeschüttet wird, kann man nur schmale Heizmatten nutzen. Diese haben oft nur 3 bis 10 Watt und erhitzen daher das Terrarium selten auf die passenden Temperaturen für Wüstenbewohner.

Tagsüber muss man dann aufgrund dessen noch eine kleine Lampe als zusätzlichen Wärmespot nutzen. Dies ist aber sowieso empfehlenswert, weil die Tiere Licht mögen und natürlich auch brauchen. Gerade für Wüstenbewohner wie die Mexikanische Rotknievogelspinne kann es nie hell genug sein.

Wo sollte man das Vogelspinnenterrarium am besten aufstellen?

Der Standort des Beckens ist weit wichtiger als viele Einsteiger denken. Die Spinne sollte nämlich keinesfalls zu oft von herumwuselnden Menschen und anderen Haustieren gestört werden. Gerade kleine Kinder dürfen nicht ohne weiteres mit ihren Händen an das Terrarium gelangen. Sie könnten es öffnen oder unbeabsichtigt herunterstürzen lassen.

Grundsätzlich betrachtet empfiehlt sich ein ruhiger Raum. Also kein Durchgangsraum oder gar das Wohnzimmer. In der Regel bedeutet dies, dass man sich aufs Schlaf- oder auch Arbeitszimmer festlegen muss. Darin sollte das Terrarium aber nicht am Fenster platziert werden. Direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft sind nämlich zu vermeiden.

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