Acanthoscurria geniculata

Vogelspinnen gab es bereits im Karbon vor 350 Millionen. Heute halten Liebhaber sie gern in Terrarien. Die Weißknievogelspinne bereitet ihren Haltern vor allem durch ihre schöne Färbung und das tagaktive Verhalten Freude. Im Terrarium lässt sich die Spinne problemlos beobachten, weil sie häufig außerhalb des Verstecks anzutreffen ist.

Spinnen dieser Art werden relativ zahm, manche Exemplare reagieren aber ziemlich aggressiv auf Störungen. Sie setzen dann schnell ihre Brennhaare ein, was schmerzhafte Folgen hat. Sie sind daher nur bedingt geeignet für Einsteiger in die Welt der Vogelspinnenhaltung. Zu Lebhaft und energisch ist ihre Art.

Wer sich trotzdem an die Acanthoscurria geniculata heranwagt, wird belohnt werden. Man bekommt die Tiere tagsüber nämlich oft im Terrarium zu sehen. Der Grund dafür ist relativ simpel. Die Art zieht sie sich nur zum Häuten, zum Fressen oder bei Bedrohungen in ihre Höhle zurück. Ansonsten hält sie sich gerne auf dem Boden auf. Was sonst noch so speziell an ihr ist, erfährst du im Folgenden.

Weißknievogelspinne-Steckbrief:

Das Porträt dieser Spinnenart beginnt wie gewohnt mit einer kleinen Tabelle. Darin enthalten sind alle wichtigen Fakten zur Art und deren Haltungsanforderungen. So kannst du dir im Nu einen Überblick über die brasilianische Vogelspinne verschaffen:

Wissenschaftliche Bezeichnung:Acanthoscurria geniculata
Deutscher Name:Weißknievogelspinne
Artenschutz: Nein
Verbreitung: Südvenezuela bis nördliches Brasilien
Lebensweise: Nachtaktiver Bodenbewohner
Verhalten: Zurückhaltend, friedlich, energisch, manche Tiere werden schnell aggressiv.
Lebenserwartung:Bis zu 15 Jahre
Adulte Größe:Weibchen bis zu 9 cm, Männchen bis zu 6 cm
Farbvarianten:Schwarze oder braune Grundfärbung, an Beingelenken weiße Ringe, Oberseite weiß umrandet
Terrarium:40 x 30 x 30 cm großes Feuchtterrarium
Klimagestaltung:24 – 28 °C am Tag, 22 – 24 °C nachts, 70 – 90 % relative Luftfeuchtigkeit
Futter: Grillen, Schaben, Heuschrecken und Heimchen
Vergesellschaftung:Einzelhaltung
Schwierigkeitsgrad:Ambitionierte Einsteiger

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Merkmale & Aussehen:

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Am gesamten Körper zeigt sich eine schwarze oder ausgeblichen braune Grundfärbung, die an den Beingelenken durch weiße Ringe unterbrochen wird. Die Oberseite (Carapax) ist durch eine weiße Umrandung gekennzeichnet. Die Weißknievogelspinne ist eine recht große Spinne. Das Weibchen erreicht eine Körperlänge von 8 bis 9 Zentimetern, das Männchen von 4 bis 6 Zentimetern.

Es wirkt im Gegensatz zum Weibchen schlanker und hat längere Beine. Die Beinspannweite bei beiden beträgt bis zu 20 Zentimeter. Der Vorderkörper und der Hinterleib haben eine graublaue Färbung, die Farbe auf dem Vorderkörper erscheint etwas dunkler. Auf beiden Segmentteilen wachsen längliche und leicht rötliche Haare. Zusätzlich weist die Oberseite eine weißliche Umrandung auf.

Das Hinterteil des Weibchens präsentiert sich gewölbt und ist kompakter ausgebildet als beim Männchen. Das Männchen hat im erwachsenen Stadium deutlich sichtbar am vorderen Beinpaar für die Paarung Tibialhaken und sekundäre Geschlechtsorgane an seinen Tastern (Bulben). Neben der Beringelung gibt es an den Beinen lange weißlich bis cremefarbene Härchen.

Die Weißknievogelspinne ist am gesamten Körper bedeckt mit einer Behaarung. Größtenteils sind die Härchen verbunden mit Nervenzellen und wirken als Tasthaare. Sie reagieren daher auf Berührung sowie Vibrationen empfindlich. Schaut man sich die Art genauer an, fallen einem sofort die verhältnismäßig stark behaarten Beine auf.

Gut zu wissen:
Die übrigen Haare unterscheidet man in Brennhaare, Hörhaare, Geschmackshaare sowie Hafthaare unterschieden. Vor allem die Brennhaare der Weißknievogelspinne sind besonders stark ausgeprägt und verursachen nicht selten einen anhaltenden Juckreiz. Besonders Allergiker sollten sich die Haltung daher gründlich überlegen.

Verbreitung & Lebensraum:

Weißknievogelspinne Verbreitung Karte

Das Territorium der Weißknievogelspinne befindet sich im nördlichen Brasilien sowie im südlichen Venezuela. Die Weißknievogelspinne ist dabei eine bodenbewohnende Art, die man hauptsächlich in den feucht-warmen Regenwäldern antrifft. Hier herrschen die optimalen klimatischen Bedingungen. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und die Temperaturen bewegen sich am Tage zwischen 28 und 35 °C.

Im Boden legt sie unter Wurzeln, Steinen und totem Holz kleine Wohnröhren an und versteckt sich darin beim Fressen, der Häutung oder bei Bedrohungen. Manchmal bezieht die Acanthoscurria auch verlassene Erdlöcher anderer Tiere und erspart sich damit viel Grabarbeit. Allerdings werden auch solche Bauten an die eigenen Bedürfnisse angepasst.

Gut zu wissen:
In der freien Wildbahn entfernt sich die Art nur ungern von ihrer Wohnhöhle. Bei der Nahrungsaufnahme darf die Weißknievogelspinne daher auch nicht allzu wählerisch sein. Verschlungen werden Eidechsen, Grillen, Heuschrecken, Schmetterlinge, Käfer und andere kleine Tiere. Gelegentlich werden sogar kleine Schlangen attackiert.

Lebensweise & Verhalten:

Weißknievogelspinne im Terrarium

Die Weißknievogelspinne ist ein bodenbewohnendes Tier mit eigener Wohnhöhle. Sie lebt einzelgängerisch wie fast alle Vogelspinnen und ist ebenso nachtaktiv. Sie entfernt sich nur in sehr seltenen Fällen von ihrer Höhle. Aufgrund der am Hinterleib befindlichen Brennhaare zählt sie zu den Bombadierspinnen. Das bedeutet in der Praxis, dass sie bei Gefahr ihre Brennhaare vom Hinterleib abschießt, um einen Angreifer abzuwehren.

Diese Haare bewirken ein Jucken und Brennen auf der Haut sowie in den Atemwegen. Meist zieht es die Weißknievogelspinne vor, zu flüchten, statt ihre Brennhaare abzustoßen. Meist ist es eine zurückhaltende sowie friedliche Vogelspinne. Sie beißt aufgrund dessen nur selten zu. Kommt es mal zu einem Biss, ist die Wunde sofort zu desinfizieren, weil sich auf den Beißklauen (Cheliceren) meist Bakterien befinden.

Diese können eine Infektion auslösen und sind für den Menschen gefährlicher als das eigentliche Gift. Dieses ist vergleichbar mit dem einer Wespe und kann aber auch entsprechend schmerzhaft sein. In einigen Fällen treten Schwellungen auf und halten einige Tage an. Sie entzünden sich zum Glück nur selten oder lähmen den Körperbereich nur vorübergehend.

Gefährlich ist der Spinnenbiss vor allem für starke Allergiker. Es besteht die Gefahr eines allergischen Schocks. In so einem Fall muss man sofort ein Krankenhaus aufsuchen und sich fachmännisch behandeln lassen. Glücklicherweise ist die Vielzahl der Tiere als eher friedlich einzustufen. Die wenigen aggressiven Exemplare beißen aber alles, was sich bewegt. Also auch die Hand ihres Pflegers bei Arbeiten im Terrarium.

Gut zu wissen:
Der deutschen Trivialnamen Vogelspinne geht auf die Naturforscherin Maria Sibylla Merian zurück. Sie veröffentlichte Ihre Eindrücke aus Surinam mit einer Illustration einer großen Spinne, die einen Kolibri verspeist, auf einem Ast sitzend. Carl von Linné bezeichnete sie wissenschaftlich als avicularia = vogelartig.

Haltung der Weißknievogelspinne

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Die artgerechte Haltung der Weißknievogelspinne ist besonders spannend und nur machbar, wenn du dich mit den Tieren sowie ihren individuellen Bedürfnissen im Vorfeld auseinandersetzt. Mit dem perfekten Terrarium und der richtigen Einrichtung und natürlich der optimalen Ernährung kann nicht viel schiefgehen.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Wer sich für die Haltung dieser interessanten Art entschieden hat, braucht einiges an Ausrüstung. Mit einem leerem Terrarium allein ist es da natürlich nicht getan. Was man für den Einstieg alles benötigt, verrät dir unsere Liste:

  • Terrarium
  • Beleuchtung
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Bodensubstrat
  • Unterschlupf
  • Strukturrückwand
  • Wassernapf
  • Deko
Erwerbe eine Vogelspinne bitte nicht zeitgleich mit einem Einsteigerset. Auf dem Transportweg kann es nämlich zu Equipmentschäden kommen oder die Lieferung ist unvollständig. Zudem lässt man das Becken erstmal ein paar Tage laufen, um eventuell vorhandene Fehler zu erkennen. Nicht immer stimmen alle klimatischen Werte oder die verbaute Technik ist fehlerhaft. Etwas Geduld sollte man daher haben.

Das Weißknievogelspinne-Terrarium im Detail erklärt:

Der Unterschlupf für diese Art sollt eine Größe von 40 x 30 x 30 cm nicht unterschreiten. Wegen ihres ausgeprägten Grabtriebes benötigt das Tier im Terrarium einen passenden Untergrund, wie ein Substratgemisch aus Torf und Lehm. Alternativ bietet sich noch Palmenerde mit hohem Sand- und Lehmanteil mit einer Füllhöhe von etwa 15 bis 20 cm an.

Damit hat die Spinne natürliche Bedingungen zum Graben von Röhren, in denen sie sich gerne versteckt. Die Einrichtung muss den Ansprüchen einer bodenlebenden Spinne entsprechen. Als Dekoration dienen künstliche Pflanzen und Wurzeln. Zudem braucht sie immer frisches Wasser, auch zur Erhaltung der Luftfeuchtigkeit.

Die artgerechte Klimagestaltung ist das A & O:

Die Temperatur am Tag sollte 24 bis 28 °C betragen, nachts hingen genügen der Vogelspinne 22 bis 24 °C. In ihrer Heimat beträgt die Luftfeuchtigkeit tagsüber 70 bis 90 %. An diese Werte sollte man sich auch im Spinnenterrarium halten. Wir empfehlen eine Beleuchtungsdauer von 8 bis 10 Stunden am Tag. Bei ausreichend natürlichem Licht genügt zur Temperatursteuerung aber auch eine kleine Heizmatte.

Selbstredend müssen die Werte täglich kontrolliert werden, damit die Spinne gesund bleibt. Vorsicht ist bei der Reinigung des Terrariums geboten. Die Geniculata ist flink und fühlt sich schnell bedrängt. Allergiker ziehen am besten dickere Handschuhe an. Sicher ist schließlich sicher.

Auf die richtige Ernährung kommt es an:

Bei der Nahrung ist die Acanthoscurria geniculata unkompliziert. Als Futter mag sie Grillen, Schaben, Heuschrecken und Heimchen. Spiderlingen und Jungtiere fressen gern frisch geschlüpfte Heimchen, Drosophila und Springschwänze. Als kleines Leckerli kann man adulten Tieren noch nestjunge Säuger anbieten.

Die Vermehrung will gekonnt sein:

Weißknievogelspinne züchten

Bei der Zucht startet das Weibchen rund vier Monate nach der Paarung, einen Kokon zu bauen. Vorher hat sie den Höhleneingang des Unterschlupfs mit Erde verkleinert sowie mit Spinnenseide zu gewebt. Sie spinnt einen Teppich aus Spinnseide und legt später darauf ihre Eier ab.

Diese wurden im Inneren ihres Körpers befruchtet: Bei der Paarung füllt das Männchen sein Sperma dem Bulben in die Spermathek des Weibchens ein, das ist das letzte umgebildete Glied seiner Taster. Die Eier rutschen in der Spermathek beim Legen vorbei, sie werden befruchtet.

Nachdem das Weibchen die Eier gelegt hat, bedeckt sie mit einer Lage Spinnseide die Eier. Dann formt sie den Kokon aus der Unterlage, den Eiern sowie der oberen Schicht. Sie umwebt den Kokon oft zum Schutz mit weiteren Lagen Spinnseide und bewacht ihn. Im Kokon befinden sich bis zu 2000 Eier.

Daraus schlüpfen die Larven nach einiger Zeit. Diese Larven haben wenig Ähnlichkeit mit Spinnen. Ei mit Beinen beschreibt gut das Aussehen. Man erkennt bereits die Unterteilung in Vorder- sowie Hinterkörper. Die vier Beinpaare sowie das Tasterpaar spreizen sich vom Vorderkörper ab. Auch der Augenhügel ist zu erkennen.

Die Reste bilden den Hinterleib. Die Tiere häuten sich im Kokon nach einiger Zeit. Sie sehen einer Spinne bereits ähnlich. Die Proportionen stimmen. Sie besitzen ausgebildete Beißklauen und Spinnwarzen. Die Larven nehmen in der Regel noch keine Nahrung an. Man beobachtete allerdings, dass Larven schwächere Geschwistertiere oder nicht befruchtete Eier fraßen.

Die Larven häuten sich im Kokon und werden zu Nymphen. Das Muttertier öffnet meist erst den Kokon, wenn die Larven sich zu Nymphen gehäutet haben. Es passiert allerdings, dass das Muttertier den Kokon verspeist in dieser Entwicklungsphase. Die Bewegungen der Nymphen sprechen den Fressreiz der Mutter an.

Normalerweise bleiben die frisch gehäuteten Nymphen beim Kokon. Die weitere Entwicklungszeit hängt von der vorherrschenden Temperatur ab. Geschlüpfte Jungspinnen, die sogenannten Spiderlinge, wachsen schnell heran. Bereits jetzt sind sie relativ groß und werden bei guter Fütterung schnell erwachsen. Gerade einmal 2 Jahre dauert es bis sie geschlechtsreif werden.

Was man beim Kauf der Weißknievogelspinne beachten muss:

Diese Vogelspinnen-Art fällt derzeit nicht unter das Artenschutzgesetz. Daher werden sehr gerne Wildfänge angeboten und an Neulinge verkauft. Zum Schutz des natürlichen Bestandes sollte man aber von solchen Naturentnahmen Abstand nehmen. Zudem gibt es mehr als genug seriöse Händler und Züchter, die regelmäßig Weißknievogelspinnen zu guten Preisen anbieten.

Nach Möglichkeit sollte man die Tiere nicht online erwerben, sondern direkt zum Anbieter fahren. Dort kann man sich nämlich einen guten Überblick über den Zustand der Terrarien und Tiere machen. Außerdem erspart man der Vogelspinne so eine kraftraubende Beförderung im Kleinbus des Kurierunternehmers. Solche Transporte dauern nämlich oft 1 bis 2 Tage und sind der Gesundheit selten zuträglich.

Vor Ort solltest du die Vogelspinne gründlich begutachten und auf diese Aspekte achten:

  • Auf keinen Fall sollte die Spinne über Verletzungen oder nässende Wunden an den Gelenken verfügen. Auch Hautausschläge sind absolut tabu.
  • Kleine, sich hin und her bewegende Punkteauf dem Tier deuten auf einen Befall mit Milben oder Rennfliegenmaden hin.
  • Des Weiteren sollten keinerlei Gliedmaßen in Teilen oder gar vollständig fehlen. Auch gekrümmte Beine können schnell zum Problem werden. Zieht die Spinne ihre Vorderbeine unter dem Körper zusammen, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Der Hinterleib sollte nicht verkümmert aussehen oder gar faltig sein. Auch dürfen sich auf ihm keine Blasen, Flecken oder Pusteln befinden. Darüber hinaus sind weiße Beläge ein No-Go. Sie könnten erste Anzeichen eines Pilzbefalls sein.
  • Zu guter Letzt sollten die Chelizerenklauen, also die Mundwerkzeuge, nicht einfach lose herabhängen.
Gut zu wissen:
Für den Transport werden junge Vogelspinnen in Döschen gesteckt. Diese werden noch mit Zeitungspapier ausgelegt und schon kann es losgehen. Große Exemplare, wie die hier vorgestellte Goliath-Vogelspinne, fühlen sich in geräumigeren Heimchendosen deutlich wohler. Um die Tiere vor Temperaturschwankungen schützen zu können, empfiehlt sich die Verwendung einer Styroporbox.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Durch ihre Optik ist die Weißknievogelspinne für Liebhaber spannend sowie faszinierend. Es ist daher kein Wunder, dass sich mehr Menschen dazu entscheiden, selbst diese Vogelspinne als Haustier zu halten. Allerdings führt dieser Umstand auch dazu, dass wir immer wieder Fragen erhalten. Die am häufigsten gestellten von ihnen haben wir daher im Folgenden aufgelistet:

Wie lässt sich die Weißknievogelspinne von der Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithi) unterscheiden?

Die Weißknievogelspinne wird oft mit der Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne verwechselt. Dabei besitzt die Weißknievogelspinne wie die Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne geringelte Beinglieder, jedoch mit cremefarbener bis weißlicher Färbung, wie der Name schon sagt. Die Beinglieder der Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne sind rot bis orangefarben.

Eignet sich eine Weißknievogelspinne für Einsteiger?

Nein, sie eignet sich nur bedingt für den Einsteiger wegen ihrer Schnelligkeit und energischen Art. Zudem sind manche Vertreter dieser Art sehr aggressiv und machen ihren Haltern den Alltag damit unnötig schwer.

Wann wurde die Weißknievogelspinne zum ersten Mal beschrieben?

Die Erstbeschreibung der Weißknievogelspinne führte Carl Ludwig Koch im Jahre 1841 durch. Er war ein renommierter Entomologe und Arachnologe. Seine Leidenschaft galt dabei ganz klar den Spinnen. Noch heute führt man seinen Namen als Zusatz (Koch / C. L. Koch) bei einigen südamerikanischen Vogelspinnen und zahlreichen mitteleuropäischen Echten Webspinnen auf.

Wie wächst der Schlupf auf?

Etwa 3 Monate nach der Kopulation legt die weibliche Spinne 1000 bis 1300 Eier in einem Kokon ab. Im Inneren des Kokons durchlaufen die Nymphen mehrere Stadien der Entwicklung. Sie häuten sich bereits hier stolze 2 mal und schlüpfen schließlich noch im Inneren des Kokons.

Dieser Vorgang dauert lediglich 3 Wochen. Nach etwa 10 Wochen schlüpfen dann die jungen Spiderlinge. Diese sind bereits zu diesem Zeitpunkt mit einem Zentimeter Beinspannweite ziemlich groß. Alle 2 bis 3 Wochen häuten sich die Jungtiere und ernähren sich überwiegend von Kleinstinsekten. Nach etwa 2 Jahren sind sie dann selbst geschlechtsreif.

Wie verteidigt sich die Acanthoscurria geniculata gegenüber Angreifern?

Die Weißknievogelspinne zählt zu den Bombardierspinnen. Sie schleudert bei Gefahr Brennhaare zum Angreifer. Am Hals oder in den Augen verursachen sie ein starkes Jucken. Aggressive Weißknievogelspinnen beißen alles, was sich bewegt. Der Biss ist nicht so gefährlich wie die Verunreinigung der Bisswunde mit Bakterien.

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