Waran-Haltung

Diese Echsen sind in vielerlei Hinsicht eindrucksvolle Geschöpfe. Sie ähneln Drachen und auch um sie rühmen sich unzählige Legenden. Dies ist auch kein Wunder haben die Warane doch scharfe Klauen, messerscharfe Zähne und einen langen, kräftigen Schwanz. Zudem handelt es sich hier um die größte und auch gefährlichste Echsengattung der Welt.

Trotz des eher einfältigen Aussehens sind die Warane schlaue Tiere. Die etwa 80 Arten umfassende Gattung verfügt über einen Intelligenzquotienten, der dem von hoch entwickelten Säugetieren in fast nichts nachsteht. So wurde den bodenbewohnenden Tieren sogar schon das Zählen beigebracht.

Die tagaktiven Echsen können zwischen 20 cm und stolzen 3 Meter lang werden. Der größte noch heute lebende Vertreter ist der weltweit bekannte Komodowaran. Die urigen Echsen können bodenbewohnend, baumbewohnend oder sogar teils wasserbewohnend sein. Ihr wichtigstes Sinnesorgan ist ihre Zunge. Damit können sie Gerüche wahrnehmen.

Wer sich für die Haltung von Waranen interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um keine Kuscheltiere handelt. Dies ist noch eher vorsichtig ausgedrückt. Es handelt sich bei den Echsen um Raubtiere, die kräftig gebaut sind und im Umgang schnell gefährlich werden können. Allerdings merken auch sie mit der Zeit, wer Feind oder Freund ist.

Die Waran-Haltung ist ein kompliziertes und zeitfressendes Hobby. Auch den finanziellen Umfang sollte man nicht unterschätzen. Trotzdem möchten wir dir in diesem Ratgeber die ersten Grundlagen näher bringen. So kannst du in Erfahrung bringen, ob der Waran für dich als Haustier geeignet ist.

Gut zu wissen:
In Afrika und Südostasien sind Warane ein wirtschaftliches Gut. Man benötigt sie für den Lederhandel oder schlicht als Fleischlieferant. Die Jagd führt bei manchen Arten zu beträchtlichen Bestandseinbußen. Aber auch der Lebensraum der Tiere wird immer kleiner. Laut der Roten Liste sind die meisten Arten trotzdem nicht als „stark gefährdet“ eingestuft.

Grundlegendes über die Waran-Haltung:

Waran artgerecht halten

Als Jungtiere sind die Echsen putzig und noch schön klein. Viele Arten können aber problemlos über 2 Meter lang werden. Das vergessen aber immer wieder ein paar der verzückten Käufer. So braucht es für die meisten Arten ein ausladendes Terrarium, eine ganze Menge an Zeit und viel Erfahrung in der Pflege von Reptilien. Grundsätzlich lässt sich nämlich sagen, dass Warane keine friedfertigen Haustiere sind.

Die aus Afrika, Australien und Asien stammenden Tiere stellen hohe Ansprüche an die Haltungsbedingungen. Je nach Herkunftsland braucht man ein anderes Terrarium. Daher muss man sich vor der Anschaffung eines Warans gründlich in dessen Haltung & Pflege einlesen. Schließlich lässt sich die Waran-Haltung als eher diffizil beschreiben.

Unterschätzen sollte man auch die Gefahr nicht, die von den Tieren ausgeht. Bissverletzungen können durchaus mehr als schmerzhaft enden. Ein Finger kann da schon mal weg sein. Viele Warane werden sehr aggressiv, wenn ein Mensch oder ein anderes Tier in ihr Revier eindringt. Fauchen ist da noch eine der harmlosen Reaktionen.

Gut zu wissen:
Warane sind meist Fleischfresser und ernähren sich in der freien Natur von Vögeln, Mäusen, Ratten und kleineren Echsen. Einerseits kann man ihnen diese Tiere nur selten zur Fütterung anbieten, andererseits ist der Anblick des Verschlingens für viele Menschen das bloße Grauen. Außerdem erfüllen Fleischstücke, wie etwa Steaks nicht die Ansprüche der Warane. Schließlich ernähren sich die Echsen von ganzen Tieren, also mit Skelett und Innereien.

Waran-Arten für die Haltung:

Wer noch immer Interesse an den urigen Tieren hat, kann sich nun näher mit den verschiedenen Arten auseinandersetzen. Bedenken sollte man bei der Wahl, dass viele Arten relativ groß werden. Auch wenn ein Jungtier noch putzig aussieht, kann sich dies bereits nach 2 Jahren drastisch ändern. Zudem werden hohe Anforderungen an die Haltung gestellt. Für Einsteiger sind Warane daher keine gute Wahl.

Zudem unterliegen alle Warane dem Artenschutzrecht. Sie sind damit meldepflichtig und zusätzlich wird noch ein Herkunftsnachweis gebraucht. Dieser stellt aber kein Problem dar. Schließlich handelt es sich bei den Tieren um Nachzuchten aus Deutschland. Dies gilt zumindest für den normalen Handel.

Raunackenwaran:

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Den Anfang auf unserer Liste macht der Raunackenwaran. Er stammt aus Südthailand, genauer gesagt aus Malaysia, Sumatra, Bangka und Borneo. Er ist kräftig gebaut und der Kopf ist lang und schmal mit einer sehr schlanken Schnauze. Den Namen verdankt die Echsen den stark gekielten Schuppen im Nacken.

Die Tiere sind dunkelgrün bis schwarz gefärbt, wobei die Oberseite des Kopfes meist Grau-Schwarz ist. Im adulten Zustand sind die Tiere häufig gänzlich schwarz. Den Oberkörper verzieren Bänder aus hellgrünen Flecken. Gehalten wird er von fortgeschrittenen Haltern in einem Aqua- oder Feuchtterrarium.

Haltung:Einzeln oder Paarweise
Gesamtlänge:1,2 bis 1,7 Meter
Terrarium:Aqua- oder Feuchtterrarium
Futter:Überwiegend Insekten
Geeignet für:Fortgeschrittene
Besonderheiten:Scheues Tier, wenig aggressiv & sehr aktiv

Nilwaran – Afrikas größter Waran:

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Der Nilwaran ist in Afrika stark verbreitet. Er bewohnt bevorzugt Areale in der Nähe von Gewässern. Schließlich sind diese Echsen ausgezeichnete Schwimmer. Ihre Ernährung besteht aber nicht nur aus Fischen. So fressen Nilwarane Gliederfüßer, kleine Wirbeltiere, Weichtiere sowie Krebse. Selbst Aas und Eier werden von den Tieren nicht verschmäht.

Meist werden die Tiere etwa 1,7 Meter groß. Der aktuelle Rekord liegt aber bei stolzen 2,4 Metern. Prinzipiell lässt sich sagen, dass die Männchen größer als die Weibchen werden. Der Schwanz ist bis 1,5 mal länger als Kopf und Rumpf zusammen. Die Färbung der Tiere ist graubraun bis olivbraun. Zusätzlich befinden sich noch Bänderungen am Körper.

Haltung:Einzeln
Gesamtlänge:1,5 bis 2,4 Meter
Terrarium:Aquaterrarium oder ein Feuchtterrarium mit großem Badebecken
Futter:Eier, Fische, Insekten, Schnecken & Muscheln
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Sehr aggressiv, größte Waran-Art in Afrika, frisst dort häufig Lebensmittelabfälle & Aas.

Steppenwaran:

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Auch diese Waran-Art stammt aus Afrika. Die Tiere sind tagaktiv und wohnen am Boden. Dort stellen sie auch den verschiedensten Futtertieren nach. So ernähren sie sich von Wirbellosen, kleinen Säugetieren oder auch Vögel. Natürlich verschmäht auch der Steppenwaran keine Eier oder Aas.

Wenn es um die Terraristik geht, gehört der Steppenwaran zur klaren Spitze der Beliebtheitsskala. Nicht zuletzt, weil trächtige Weibchen in Afrika gefangen werden und deren Eier dann künstlich ausgebrütet werden. Die Jungtiere wachsen dann auf Waran-Farmen auf und werden schließlich in den weltweiten Zooohandel exportiert. Aber auch die Lederindustrie hat großes Interesse an den Echsen.

Haltung:Paarweise
Gesamtlänge:1,3 Meter
Terrarium:Trockenterrarium
Futter:Küken, Mäuse & Insekten
Geeignet für:Fortgeschrittene
Besonderheiten:Kann schnell Fett werden & das Leder ist begehrt

Stachelschwanzwaran:

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Dieser Waran gehört zu den bekanntesten und klein bleibenden Waran-Arten. Die Tiere sind in Australien stark verbreitet und man findet sie hauptsächlich in felsigen und trockenen Gegenden. In der Welt der Terrarien-Besitzer gehört auch diese Art zu den eher beliebteren Vertretern.

Dies liegt nicht zuletzt an der geringen Gesamtlänge von etwa 75 cm. Interessant ist dabei, dass die Schwanzlänge dem 1,3 bis 2,3 fachen der Kopf-Rumpf-Länge entspricht. Stachelschwanzwarane sind dunkelbraun gefärbt und verfügen über helle Flecken. Am Hals befinden sich helle Längsstreifen.

Haltung:Paarweise
Gesamtlänge:70 bis 75 cm
Terrarium:Trockenterrarium
Futter:Hauptsächlich Futterinsekten
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Männchen und Weibchen müssen während der Winterruhe getrennt werden & versteckt sich gerne in Felsspalten.

Smaragdwaran:

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Die wunderschön anzusehenden Tiere stammen aus dem Regenwald Neuguineas. Sie leben überwiegend auf Bäumen und nutzen ihren Schwanz als Kletterhilfe. Bis zu 85 cm lang können die kleinen Warane groß werden. Dabei nimmt der Schwanz die bis zu 1,75fache Kopf-Rumpf-Länge in Anspruch. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich kann er nur so als flexible Kletterhilfe eingesetzt werden.

Die Tiere sind meist leuchtend grün gefärbt. Unterbrochen wird die Färbung durch dunkle Bänder. Die Unterseite des Körpers ist meist weiß, gelb oder auch grün gefärbt. Es handelt sich hier um tagaktive Einzelgänger, die nicht nur im Regenwald, sondern auch auf Plantagen leben. Am Boden sieht man Smaragdwarane nur ganz selten.

Haltung:Einzeln
Gesamtlänge:70 bis 85 cm
Terrarium:Feuchtterrarium
Futter:Insekten, Vögel, Eier und kleine Nager
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Greifschwanz & wunderschönes Aussehen

Mertens Wasserwaran:

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Keine andere Waran-Art ist so sehr ans Gewässer gebunden, wie der Australische Wasserwaran. Die auch als Mertens-Wasserwaran bezeichnete Art wird bis zu 1, 7 Meter lang. Normalerweise erreichen die Tiere eine Länge von 1,3 Metern, wobei nur 50 cm auf den Kopf und Rumpf entfallen.

Charakteristisch für diese Tiere sind die stark nach oben verlagerten Nasenlöcher. Diese ermöglichen es sich im Wasser fast völlig unbemerkt fortzubewegen. Lediglich ein kleiner Teil der Schnauzen-Spitze schaut dabei aus dem Wasser heraus. Sogar der Schwanz ist fürs Schwimmen optimiert. Er ist seitlich zusammen gedrückt und wie der restliche Körper sehr glatt.

Die Tiere sind meist Braun, Schwarz oder auch Grau eingefärbt. Bei genauerer Betrachtung entdeckt man kleine gelbe Punkte auf der Oberseite. Untenherum sind die Tiere eher cremefarben. An der Brust und am Hals kann man leichte graue Sprenkelungen erkennen.

Haltung:Paarweise
Gesamtlänge:1,3 bis 1,7 Meter
Terrarium:Klassisches Aquaterrarium oder ein Aquarium mit Sonnenplatz
Futter:Insekten, Larven, aber hauptsächlich Fische
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Tiere sind untereinander nicht aggressiv, leuchtend gelbe Kehle & Trennung der Warane nach der Paarung
Achtung, Keime:
Vielen potenziellen Haltern ist gar nicht bewusst, dass Reptilien viele Keime in sich tragen. Diese können für Babys, Kinder und auch Erwachsene gefährlich werden. Selbst Katzen und Hunde können sich hier infizieren. Häufig übertragen Warane Salmonellen. Daher muss man sich als Halter regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren.

Waran als Haustier – Welches Equipment benötigt wird:

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Jedem Interessenten ist natürlich klar, dass man für die Tiere ein Terrarium braucht. Allerdings ist es damit nicht getan. So benötigt man einen Spotstrahler mit UV-Anteil sowie eine Grundbeleuchtung. Zusätzlich kann noch eine Heizmatte fällig werden, um die geforderten Temperaturen zu erreichen.

Je nach benötigter Luftfeuchtigkeit muss mehrmals am Tag mit einem Wassersprüher gearbeitet werden oder gleich eine Beregnungsanlage angeschafft werden. Zum Kontrollieren des Klimas muss man ein Thermo- und Hygrometer anschaffen.

In puncto Einrichtung kommt es erst mal auf das Bodensubstrat an. Des Weiteren benötigt man noch Deko, wie etwa Äste, Wurzeln oder Steine. Eine Wasserschale oder gar ein richtiges Wasserbecken gehört bei manchen Arten zur Grundausstattung. Gegebenenfalls ergibt auch eine Strukturrückwand Sinn, um für mehr Klettermöglichkeiten zu sorgen.

Die Tiere fressen gar nicht so wenig, wie viele Einsteiger meinen. So muss man je nach Art einiges in die Nahrung investieren. Zusätzlich braucht man meist Vitamin- und Mineralstoffpräparate, um Knochenerkrankungen etwas vorbeugen zu können. Außerdem sollte man sich darauf einstellen, mindestens einmal im Jahr eine Kotuntersuchung auf Endoparasiten durchführen zu lassen. Dafür braucht man einen reptilienkundigen Tierarzt.

Gut zu wissen:
Man kann keine allgemeinen Angaben über die Lebenserwartung von Waranen machen. Es gibt zu viele Arten. Allerdings lässt sich festhalten, dass die Tiere in der Gefangenschaft zwischen 10 und 30 Jahre alt werden können. Man bindet sich also für eine ziemlich lange Zeit an das Haustier. Dies sollte jedem Interessenten klar sein.

Wo man Warane kaufen kann:

Warane im Terrarium

Die Auswahl an Händlern ist ziemlich groß. So kann man Warane in diversen Zoohandlungen kaufen. Aber auch viele Züchter bieten Jungtiere an. Wer möchte, kann auch einmal die ansässigen Tierheime oder Reptilienauffangstationen kontaktieren. Ebenfalls eine Möglichkeit sind Reptilienbörsen und einschlägige Vereine.

Sobald man beim Anbieter vor Ort ist, sollte sich einmal genau umschauen. Die Tiere sollten nicht in kleinen und damit nicht artgerechten Terrarien gehalten werden. Außerdem sollte der Verkäufer fachkundig wirken und bei Fragen nicht auf die gängige Literatur verweisen. Zudem sollten alle Terrarien sauber und ordentlich eingerichtet sein.

Worauf es beim Erwerb wirklich ankommt:

Wer einen Waran kaufen möchte, muss auf diverse Dinge Acht geben. Bei der Begutachtung sollte man sich nicht hetzen lassen. Zeit ist hier Gold wert. Wenn man Zweifel an der Gesundheit oder Vertrauenswürdigkeit des Händlers hat, sollte man vom Kauf eher absehen. Worauf man die Tiere kontrollieren sollte, steht hier geschrieben:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum

Selbstverständlich gibt es auch ein paar Merkmale, wo ein Kauf nicht ratsam ist. So sollte man keine Warane mit hypernervösem oder apathischen Verhalten erwerben. Auch Außen- und Innenparasiten sind ein absolutes No-Go. Gleiches gilt für Schwellungen unter der Haut oder im Bereich des Kiefers.

Des Weiteren sind auch verkrustete, entzündete oder gar eingefallene Augen ein Problem. Zudem sind Deformationen aller Art sowie steife Gelenke oder gar Gliedmaßen Punkte, die gegen den Kauf des Tieres sprechen. Beim kleinsten Zweifel ist es ratsam den Waran nicht zu erwerben. Ein fachkundiger Tierarzt ist nämlich nicht besonders günstig.

Achtung, aufgepasst:
Neue Warane fürs heimische Terrarium sollte man erst mal in ein eigenes Quarantäne-Terrarium verfrachten. Darin können die Tiere auf Ektoparasiten, wie etwa Milben und Zecken sowie einen Befall mit Endoparasiten untersucht werden. Ganze 2 Monate sollten die Echsen im Terrarium verbleiben. Erst dann kann man sie gefahrlos zu den anderen Waranen setzen.

Welche Aspekte gerne vergessen werden:

Waran halten

Ein Waran als Haustier ist schnell angeschafft. Allerdings fallen dabei immer wieder wichtige Punkte unter den Tisch oder werden einfach mal verdrängt. Damit gemeint ist nicht das Wachstum der Tiere, die komplizierten Haltungsbedingungen oder gar deren aggressives Verhalten. Von welchen Punkten wir reden, erfährst du jetzt.

An die Vertretung gedacht?

Ein Waran als Haustier erfordert sehr viel Fachwissen. Als versierter Halter hat man natürlich die Lust und auch die Muse sich detailliert in deren Verhalten und Eigenheiten einzuarbeiten. Allerdings kann man auch mal krank werden oder man möchte mal ein paar Tage ausspannen. Dann braucht man eine Vertretung.

Diese muss sich zwingend mit den Tieren auskennen. Grundlegendes Wissen reicht hier in der Regel nicht aus. Ein bisschen Erfahrung im Umgang mit Waranen ist wichtig. Ansonsten kann es zu gefährlichen Situationen mit den teils aggressiven Revier-Verteidigern kommen.

Nach Möglichkeit sollte also ein Familienmitglied die vertretungsweise Pflege der urigen Tiere übernehmen können. Da wären wir auch bei einem anderen Aspekt angekommen. Nämlich, ob die Familie mit der Haltung solch einer Echse überhaupt einverstanden ist.

Genügend Zeit ist vorhanden?

Der zeitliche Aufwand wird bei vielen Reptilien sträflich unterschätzt. Selbst pflegeleichte Tiere brauchen einiges an Zuneigung. So muss das große Terrarium jeden Tag von Kot und anderen Schmutz befreit werden. Zudem muss man die klimatischen Verhältnisse im Inneren kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren.

Die hohe Lebenserwartung der Tiere wurde einkalkuliert?

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass Warane sehr alt werden können. Meist spricht man von einer Lebenserwartung von 10 Jahren. Es gibt aber auch Tiere, die artbedingt 30 Jahre oder noch älter werden können. Man bindet sich also über einen sehr langen Zeitraum an das kost- und zeitspielige Tier.

Daher sollte man abschätzen können, ob man auch an einem anderen Wohnort oder unter veränderten Lebensbedingungen die artgerechte Pflege sicherstellen kann. Bei einem Umzug kann so ein großes und außergewöhnliches Haustier zu großen Problemen führen. Nicht jeder findet den Anblick der Echsen faszinierend oder möchte solch ein Tier in seiner Nachbarschaft wissen.

Gut zu wissen:
Warane sind erstklassige Raubtiere, die sich in der Wildnis von Insekten, Wirbeltieren, Fischen, Amphibien, anderen Reptilien und sogar von Säugetieren ernähren. Aber auch Eier, Vögel und Aas stehen auf dem Speiseplan.

Unser FAQ über den Waran als Haustier:

FAQ

Warane sind eindrucksvolle Wesen, überragende Jäger und in der freien Natur nur schwer zu fassen. Wer sich intensiver mit der Haltung auseinandersetzen möchte, braucht eine gehörige Portion Ausdauer, Wille und auch Geld.

Viele Leute interessieren sich für die Tiere, weshalb wir viele Fragen gestellt bekommen. Die wichtigsten von ihnen haben wir herausgepickt, um ein kleines FAQ zu erstellen. So bekommt man einen noch besseren Überblick darüber, was sich hinter dem Hobby verbirgt.

Welche Waran-Arten sind empfehlenswert?

Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Arte er halten möchte und auch kann. Grundsätzlich lässt sich eine Empfehlung für diese Arten aussprechen: Stachelschwanzwaran, Gillens Zwergwaran sowie der Smaragdwaran. Von großen Arten wie etwa dem Nilwaran oder auch dem Steppenwaran können wir nur abraten.

Wie teuer ist so ein Waran als Haustier?

Je nach Art kann es hier zu unterschiedlichen Aussagen kommen. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass man mindestens mit einem vierstelligen Betrag für das Terrarium, die komplette Technik und Einrichtung sowie den Kaufpreis des Tieres rechnen sollte. Als grobe Faustregel können wir dir noch diese Aussage ans Herz legen: Umso größer der Waran wird, umso höher sind auch die Kosten.

Eignen sich Warane für Anfänger?

Nein. Diese Echsen sind eher nicht für Einsteiger geeignet. Sie werden sehr groß, stellen enorme Anforderungen an die Pflege und es gibt nur wenig weiterführende Literatur. Anfänger sind mit anderen Echsen, wie etwa Agamen oder Leguanen besser beraten.

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