Die urigen Echsen ähneln kleinen Drachen. Viele Mythen ranken sich daher um die einzeln Waran-Arten. Darum soll es in unserem Artikel aber gar nicht gehen. Wir stellen heute die 10 beliebtesten von ihnen vor. Welche der rund 80 Waran-Arten das sind, verraten wir dir in diesem Ratgeber. Dabei gehen wir auf das Aussehen, die Verbreitung sowie die Besonderheiten ein.

Des Weiteren findest du zu jeder hier gelisteten Art einen kurzen Steckbrief mit den wichtigsten Details. Außerdem erklären wir die wichtigsten Fakten rund um die Haltung. Zusätzlich dazu haben wir unsere vielen deutlich umfangreicheren Waran-Porträts verlinkt. Dort findet man zu jeder Waran-Art alle Informationen, die man zur Pflege braucht. Jetzt geht es aber endlich los mit dem Beitrag.

Stachelschwanzwaran:

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Eine der beliebtesten Arten zur Heimhaltung ist der Stachelschwanzwaran. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, bleibt die Art für einen Waran doch relativ klein. Die Echse besticht mit einem dunkelbraunen Schuppennkleid, das übersät mit hellen Flecken ist. Sie stammt aus der nördlichen Hälfte Australiens und ist ein tagaktiver Einzelgänger.

Haltung:Paarweise
Gesamtlänge:70 bis 75 cm
Terrarium:Trockenterrarium
Futter:Insekten, kleine Echsen & Beutelsäuger
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Männchen und Weibchen müssen während der Winterruhe getrennt werden & versteckt sich gerne in Felsspalten.
Die Tiere werden gerne in größeren Trockenterrarien gehalten. Dort erspäht man die bodenbewohnende Art meist beim Sonnen. Es handelt sich hier, nämlich um Lauerjäger, die sich durch eine geringe Aktivität und Stoffwechselrate auszeichnen. Nachts, aber auch am hellsten Tage, verstecken sich die Echsen in Felsspalten oder unter Steinvorhängen.

Steppenwaran:

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Dieser Waran stammt aus dem nahen Afrika und wird gerne als Haustier von versierten Terrarianern gehalten. Die Tiere gelten als eher ruhig und können sogar paarweise oder in Gruppen gehalten werden. In der freien Natur lebt das stämmige Tier aber allein. Die Art ist ein wach echter Bodenbewohner und tagaktiv.

Haltung:Paarweise
Gesamtlänge:1,3 Meter
Terrarium:Trockenterrarium
Futter:Küken, Mäuse & Insekten
Geeignet für:Fortgeschrittene
Besonderheiten:Kann schnell Fett werden & das Leder ist begehrt
Die Tiere halten keine Winterruhe, sondern machen eine Ruheperiode während der Trockenzeit. Trächtige Weibchen werden gerne eingefangen und in Waran-Farmen groß gezogen. Die Tiere werden dann dem Zoohandel oder der Lederproduktion zugeführt.

Bindenwaran:

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Diese Echsen werden sehr groß. Sie halten sogar den aktuellen Weltrekord mit einer Länge von über 3 Metern. Die meist dunkel gefärbten Tiere bewohnen fast ganz Südostasien. Besonders wohlfühlen sie sich in der Nähe von Gewässern. Sie können nämlich sehr gut schwimmen und tauchen. Derzeit unterscheidet man 5 Unterarten.

Gesamtlänge:2,20 bis 3,21 Meter (Weltrekord)
Gewicht:Bis 15 Kilogramm
Verbreitung:Südostasien
Futter:Insekten, Krabben, Nagetiere, Fische, Vögel, Eier, Reptilie & Amphibien
Geeignet für:Profis (Gefahrtier mit Haltungs-Einschränkungen & Regeln)
Besonderheiten:Häufigste in europäischen Zoos anzutreffende Großwaran, gute Schwimmer & Taucher
Diese Großwarane werden wegen ihres Leders und Fleisches gejagt. Allerdings nimmt die Population kaum ab und daher gelten Bindenwarane als ungefährdet. Die Tiere verfügen über eine riesige Vielfalt an Zeichnungen. Selbst heute werden noch neue Farbvarianten beschrieben. Zudem existieren zahlreiche Morphen innerhalb der bekannten Unterarten. Sogar echte Schwärzlinge gibt es.

Nilwaran:

Diese Art ist in Afrika weitverbreitet und hält sich vorwiegend in der Nähe von Gewässern auf. Die Tiere ernähren sich von Gliederfüßern, kleinen Wirbeltieren, Weichtieren, Krebstieren, Eiern und sogar Aas. In ihrer Heimat werden die großen Warane gejagt. Man braucht deren Haut zur Lederproduktion und das Fleisch als Nahrungsmittel.

Haltung:Einzeln
Gesamtlänge:1,5 bis 2,4 Meter
Terrarium:Aquaterrarium oder ein Feuchtterrarium mit großem Badebecken
Futter:Eier, Fische, Insekten, Schnecken & sogar Muscheln
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Sehr aggressiv, größte afrikanische Waranen-Art & kann über 15 Jahre alt werden
Nilwarane werden trotz ihrer Länge von über 2 Metern von manch einem Terrarianer gehalten. Die Tiere sind graubraun bis olivbraun gefärbt und verfügen über gelbe Augenflecke sowie Bänder auf Schwanz, Beinen, Rücken und Kopf. Damit ähneln sie vom Äußeren her, sehr stark den Regenwald-Nilwaranen. Nur anhand der Anzahl der Bänder lassen sich beide Arten voneinander unterschieden. So haben Nilwarane 6 bis 9 Bänder und Regenwald-Nilwarane lediglich 5 oder weniger Bänder.

Smaragdwaran:

Diese Tiere stammen aus dem Regenwald Neuguineas, wo sie auf Bäumen und Sträuchern wohnen. Hauptsächlich ernähren sich die wunderschön gefärbten Tiere von Insekten und kleinen Säugern. Zur Jagd verlassen die kleinen Warane sogar die Bäume. Dies gilt auch für die Eiablage. Die trächtigen Weibchen legen ihre Eier in Termitennester.

Haltung:Einzeln
Gesamtlänge:70 bis 85 cm
Terrarium:Feuchtterrarium
Futter:Insekten, Vögel, Eier und kleine Nager
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Greifschwanz &
Smaragdwarane sind gute Kletterer, die sich aber recht langsam fortbewegen. Als Kletterhilfe greifen die Tiere auf ihren dünnen und flexiblen Greifschwanz zurück. Aufgrund des interessanten Aussehens und der kleinen Größe ist die Art auch in europäischen Zoos weitverbreitet. Auch viele Terrarianer sind dem Reiz der grünen Echsen verfallen.

Gillens Zwergwaran:

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Der Name verrät uns hier schon etwas über die Echsen. Sie werden gerade einmal 38 cm groß. Damit gehören sie wirklich zu den Zwergen innerhalb der Gattung Warane. Dieser Zwergwaran stammt aus Australien. Hauptsächlich trifft man ihn dort in Nordwest- und Zentralaustralien an und auf Bäumen oder unter loser Rinde. Selbst in Astlöchern verstecken sich die kleinen Echsen.

Haltung:Einzeln oder paarweise
Gesamtlänge:30 bis 38 cm
Terrarium:Trockenterrarium
Futter:Insekten, Kerbtiere, kleine Geckos & Skinke
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Stark gekrümmte Krallen, Winterruhe & wird selten gehalten
Diese Art besiedelt sehr trockene und gleichzeitig warme Gebiete. Im Sommer herrschen Temperaturen von über 40 °C. Im Winter fallen die Temperaturen nur selten unter 20 °C. Diese Warane sind Baumbewohner und können natürlich sehr gut klettern. In der Terraristik spielen sie nur eine untergeordnete Rolle, obwohl sie sich aufgrund ihrer Größe und des natürlichen Habitats bestens zur Haltung eignen.

Riesenwaran:

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Hinter dem Wörtchen Riesenwaran verbirgt sich nicht der Komoddrachen, sondern eine aus dem Kontinent Australien stammende Waran-Art. Diese Echsen werden aber nicht so groß, wie der Name vermuten lässt. Nur selten erreichen sie eine Länge von über 2 Metern. Damit sind sie aber die größte Echsen-Gattung Australiens. Die tagaktiven Einzelgänger halten während der Trockenzeit eine Ruheperiode.

Gesamtlänge: 1,50 bis 2,5 m
Gewicht:Bis zu 15 Kilogramm
Verbreitung:Australien
Futter:Aas, Echsen, Insekten & kleine Säugetiere
Besonderheiten:Fressen andere Echsen & haben kaum Fressfeinde
Der Riesenwaran ist ein klassischer Bodenbewohner, der sich nachts in Erdhöhlen, Felsspalten und andere Bauten zurückzieht. Tagsüber verlassen sie ihre bis zu 8 Meter langen und 1 Meter tiefen Höhlen, um sich aufzuwärmen. Zumindest gilt dies für Zeitperioden außerhalb Trockenzeit. Während dieser bleiben sie oft mehrere Wochen bis Monate inaktiv in ihren Bauten.

Komodowaran:

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Viele Leute denken beim Wort Waran, sofort an die aus Komodo stammenden Riesenechsen. Diese sind wahre Touristenattraktionen und können außerhalb der Kleinen Sundainseln nur in Zoos bewundert werden. Privatleute dürfen diese Art weder erwerben noch halten. Die über 70 Kilogramm schwer werdende Echse verschlingt sogar ganze Wildschweine und Wasserbüffel.

Gesamtlänge:2,50 bis 3,04 Meter (Rekord)
Gewicht:50 bis 81,5 Kilogramm
Verbreitung:Inseln rund um Indonesien
Futter:Insekten, Aas bis hin zu Säugetieren
Haltung:Ausschließlich Zoos & Co.
Besonderheiten:Hervorragende Kletterer, mittelmäßige Schwimmer & gute Taucher.
Neben großen Tieren verschlingen die guten Jäger auch Aas, Eier und kleinere Artgenossen. Sie verfügen wie alle Waran-Arten über Gift in einer Drüse, die sich im Unterkiefer befindet. In ihrer Heimat sind die Echsen nicht sehr beliebt. Sie reißen zu oft Nutztiere und um sie ranken sich viele Mythen. Zudem wird die Population der Komdowarane inzwischen als gefährdet eingestuft.

Raunackenwaran:

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Die aus Südthailand stammende Art wird bis 1,7 Meter lang und ist eher kräftig gebaut. Der Kopf ist schmal und lang. Die Schnauze hingegen ist eher kurz und spitz. Damit fällt diese Art etwas aus der Reihe der hier vorgestellten Tiere. Den Namen verdanken diese Warane ihren 10 bis 12 Längsreihen an gekielten Schuppen im Nacken.

Haltung:Einzeln oder Paarweise
Gesamtlänge:1,2 bis 1,7 Meter
Terrarium:Aqua- oder Feuchtterrarium
Futter:Überwiegend Insekten
Geeignet für:Fortgeschrittene
Besonderheiten:Scheues Tier, wenig aggressiv & sehr aktiv
Der Raunackenwaran ist ein seltener Vertreter. Er lebt ausschließlich im echten Urwald. Dabei ist es im egal, ob es sich um Flachland oder hügelige Areale handelt. Wichtig sind ihm Bäume. Auf diesen lebt er und findet er auch Zuflucht vor Feinden. Bei Bedarf kann er aber auch blitzschnell fliehen.

Merten’s Wasserwaran:

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Den Abschluss unseres Artikels macht der Australische Wasserwaran. Er gilt als die am stärksten an Gewässer gebundene Art. Die guten Schwimmer und Taucher werden mit 1,7 Meter relativ lang. Wobei der Schwanz einen Großteil ausmacht. Er ist seitlich sehr stark zusammengedrückt und wird daher im Fachjargon als Ruderschwanz bezeichnet.

Haltung:Paarweise
Gesamtlänge:1,3 bis 1,7 Meter
Terrarium:Aquaterrarium oder Aquarium samt Sonnenplatz
Futter:Insekten, Larven und hauptsächlich Fische
Geeignet für:Profis
Besonderheiten:Tiere sind untereinander nicht aggressiv, leuchtend gelbe Kehle & Trennung der Warane nach der Paarung
Die Tiere verfügen über spezielle Nasenlöcher. Dank dieser und der dunklen Färbung kann die Art ganz dicht unter der Oberfläche entlang gleiten, während nur die Nasenlöcher oberhalb der Wasserkante zu sehen sind. Zwar lieben diese Tiere das Wasser, aber nachts findet man sie in ihren Höhlen an den Uferkanten. Aber auch in Bäumen schlafen die Echsen ab und an.

Unser FAQ rund um die Waran-Arten:

FAQ

Die richtige Waran-Art zu finden, ist gar nicht so leicht. Schließlich gibt es ungefähr 80 Arten und viele können im Terrarium oder in einer Anlage als Haustier gehalten werden. Aufgrund dessen erhalten wir viele Nachrichten mit relativ ähnlichen Schwerpunkten. Deswegen haben wir hier noch ein kleines FAQ an den Beitrag angefügt:

Welche Waran-Arten bleiben eher klein?

Warane sind eher als brachiale Echsen mit großer Länge bekannt. Es gibt aber auch viele kleiner bleibende Arten, die unterhalb der Meter-Marke bleiben. Die kleinste derzeit bekannte Art ist der Kurzschwanzwaran. Er wird gerade mal 23 cm groß. Allerdings gibt es hierzulande keine bekannten Nachzuchten.

Wer kleine Warane im Terrarium halten möchte, sollte sich mit den diversen Zwergwaranen oder auch Baumwaranen auseinandersetzen. Sehr beliebt sind derzeit der Smaragdwaran (0,70 bis 0,85 Meter), der Pilbara Felsenwaran (0,35 bis 0,50 Meter) oder der Gillens Zwergwaran (0,30 bis 0,40 Meter)

Welche Waran-Arten eignen sich als Haustier?

Im Prinzip kann man viele Waran-Arten als Haustier halten. Man braucht vor allem ausreichend Platz und etwas Erfahrung. Zudem muss man die rechtlichen Dinge, wie den Herkunftsnachweis und die Meldepflicht beachten.

Die größte Waran-Art, die man aktuell halten darf, ist der Bindenwaran. Er eignet sich aber eher weniger für ein Terrarium und mehr für eine große Anlage. Er kann nämlich bis zu 3 Meter lang werden. In Deutschland werden daher häufig kleinere Vertreter gehalten. Hier hat man die Qual der Wahl. So werden gerne der Steppen-, Stachelschwanz- oder auch Smaragdwaren gehalten. Auch Zwergwarane erfreuen sich großer Beliebtheit.

Welche Waran-Arten werden besonders groß?

Den aktuellen Weltrekord mit über 3 Meter Länge hält ein Exemplar der Bindenwarane. In der Regel größer und schwerer werden aber die ebenfalls bis zu 3 Meter lang werdenden Komdowarane. Etwas kleiner hingegen sind Nilwarane mit bis zu 2,40 Metern Gesamtlänge.

Wer große Waran-Arten halten möchte, sollte sich näher mit dem Nil-, Binden-, Raunacken- oder auch Mertens Wasserwaran auseinandersetzen. Auch der beliebte Steppenwaran wird mit 1,30 Metern alles andere als klein.

Welche Waran-Arten sind baumbewohnend?

Warane sind beliebte Terrarien-Tiere bei erfahrenen Haltern. Vielen haben es dabei die besonders farbenprächtigen Vertreter angetan. Dabei handelt es sich meist um sie sogenannten Baumwarane. Beliebte Exemplare, die sich auf Bäumen tummeln, sind der Smaragdwaran, der Blaue Baumwaran, der Gebänderte Baumwaran oder der Australische Baumwaran.

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