Bindenwaran liegt im Gras

Kaum einer weiß es, aber ein Exemplar dieser Waran-Art hält den Weltrekord. Nämlich den als größte Echse der Welt. Bindenwarane sind in Südostasien weitverbreitet und können über 3 Meter lang werden. Die Tiere fühlen sich in der Nähe von Flüssen in Regenwäldern oder auch in Mangroven sehr wohl. Schließlich können die dunkel gefärbten Bindenwarane sehr gut tauchen und schwimmen.

Daher stehen auch Fische und nicht nur Insekten, Vögel oder Reptilien auf dem Speiseplan der Fleischfresser. Die Art gilt als sehr anpassungsfähig und verfügt nach aktuellem Stand über ganze 5 Unterarten. Die Tiere sind aber nicht nur in der Terraristik beliebt, sondern werden auch zur Leder- und Nahrungsmittelproduktion benötigt. Was man noch über die Tiere und auch deren Haltung wissen sollte, verrät dir unser Porträt.

Gut zu wissen:
Der Bestand der Bindenwarane scheint sehr stabil zu sein. Und das, obwohl die Lebensräume immer weiter zerstört werden. Dies liegt daran, dass die Tiere auch urbane und verschmutzte Lebensräumen erfolgreich besiedeln können. So ernähren sie sich sogar von Abfall und halten dem hohen Jagddruck der Lederindustrie stand. Selbst die vielen von Autos überfahrenen Artgenossen fallen dabei nicht ins Gewicht.

Bindenwaran-Steckbrief:

Bezeichnungen:Bindenwaran (Varanus salvator)
Aussehen:Dunkelgraue bis schwarze Grundfärbung, Bänderzeichnungen, helle Flecken oder Punkte, diverse Morphen sowie Farbvarianten
Größe:Über 3 Meter Gesamtlänge, wobei etwa 2/3 auf den Schwanz entfallen
Lebenserwartung:Bis zu 10 Jahre
Verbreitung:Südostasien in Gewässernähe auf Bäumen, im Wurzelwerk oder in Felshöhlen.
Lebensweise:Baum-, fels- und bodenbewohnend
Fortpflanzung:Eierlegend
Geschlechtsreife:2 bis 3 Jahre
Artenschutz:Meldepflichtiges Tier und es wird ein Herkunftsnachweis benötigt
Haltungsform:Einzeln
Terrarientyp:Feuchtterrarium, Aquaterrarium oder Anlage
Temperatur:Tagsüber 25 – 30 °C, Nachts 20 °C, Sonneninseln 35 – 40 °C, Wassertemperatur 25 – 28 °C
Luftfeuchtigkeit:80 – 90 %
Futter:Schnecken, Mäuse, Küken, Fleischstücke & Fische
Schwierigkeitsgrad:Profi
Besonderheiten:Größte Echse der Welt (3,21 Meter), kann schwimmen, tauchen & klettern

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Merkmale & Aussehen:

Bindenwaran züngelt

Einzelne Vertreter dieser Waran-Art werden sehr groß. Der größte Bindenwaran war stolze 3,21 Meter lang. Die meisten Warane dieser Art werden aber eher um die 2 Meter Marke groß. Dabei wiegen sie lediglich bis zu 15 Kilogramm. Ihr Körperbau ist eher drahtig im Vergleich gleichgroßen Arten, wie etwa den Komododrachen.

In der Regel werden die Männchen voluminöser als die Weibchen. Dies betrifft sowohl die Gesamtlänge als auch das Gewicht. Der Schwanz ist etwa 1,6 mal so lang, wie Kopf und Rumpf zusammen. Die meisten Vertreter dieser Art wiegen weniger als 5 Kilogramm. Hauptsächlich liegt dies am lang gestreckten Körperbau.

Dies betrifft sogar den Kopf. Er ist etwa doppelt so lang wie breit. Vor allem die Schnauze ist länglich gezogen und vorne abgerundet. Die Nasenlöcher sind rundlich und liegen relativ nahe an der Spitze der Schnauze. Die Trommelfelle können als groß bezeichnet werden.

Betrachtet man die Tiere genauer, erkennt man den Ruderschwanz. Er ist seitlich abgeflacht und hat auf der Oberkante einen doppelten Kiel. Die Krallen sind sehr stark gekrümmt und lang. Die Zähne sind gesägt. In der Regel sind die Bindenwarane dunkel gefärbt.

Auf dem gesamten Körper findet man mehrere Querreihen von hellen Flecken. Zwischen diesen sind oft noch kleine, helle Punkte zu entdecken. Auf dem Kopf lässt sich eine sehr undeutliche Bänderung erkennen. Im Gegensatz zum restlichen Schuppenkleid ist der Bauch auch bei diesen Echsen hell gefärbt. Allerdings verfügt er über schwarze Bänderzeichnungen.

Gut zu wissen:
Bindenwarane sind als Haustiere wegen ihrer großen Vielfalt an Zeichnungen und Farbvarianten beliebt. Außerdem gibt es Unmengen an verschiedenen Morphen. Sehr bekannt sind die Schwärzlinge. Zudem werden immer mal wieder ausgefallene Farbvarianten entdeckt, die womöglich bald als neue Unterart klassifiziert werden.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Bindenwaran Verbreitung Karte

Kein anderer Waran hat ein solch großes Verbreitungsgebiet. Der Bindenwaran kommt in großen Teilen Südostasiens vor. Dabei macht er auch keinen Halt vor den vielen Inseln. Ihm ist es außerdem vollkommen egal, ob er sich im Flachland oder im Gebirge aufhält. Allerdings möchte er immer in der Nähe von großen Gewässern sein. Daher findet man ihn nur selten ab einer Meereshöhe von 1000 Metern und mehr.

Ihm haben es hauptsächlich brackige Mangroven und bewaldete Flussufer angetan. Aber auch Feuchtgebiete nimmt er mit Handkuss. Ab und an findet man die Art aber auch im Regenwald, Monsunwald oder in eher trockenen Arealen. Gerade letzteres deutet darauf hin, dass die Tiere auch in urbanen Räumen zurechtkommen.

Zumindest Plantagen oder Agrarland scheinen für sie zu genügen. Sie können nämlich nicht nur gut schwimmen oder tauchen, sondern sogar sehr gut klettern. Allerdings machen sie auch vor Kanalisationen von Städten keinen halt. Die Tiere sind also sehr anpassungsfähig und infolgedessen ist der Bestand recht groß. Laut einer Studie aus dem Jahr 2009 werden die Echsen als nicht gefährdet eingestuft.

Gut zu wissen:
Nicht nur in der freien Natur kann man die Echsen bestaunen. Dank der attraktiven Färbung und der leichten Verfügbarkeit findet man diese Großwarane in vielen europäischen Zoos. Selbst Terrarianer halten die Tiere zu Hause in geräumigen Anlagen mit Wasserbecken.

Lebensweise & Verhalten:

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Der Bindenwaran ist wie alle anderen Warane eine tagaktive Echse. Etwa bis 9 Uhr morgens wärmt er sich beim Sonnenbaden auf. Dazu nutzt er Äste, Felsen und andere exponierte Flächen. Am frühen Nachmittag ist er dann am aktivsten. Die heißeste Zeit des Tages hat es dem Sonnenanbeter angetan.

Nachts hingegen verharren die Tiere in Baumlöchern, auf Ästen oder in dichter Vegetation. Manch ein Exemplar bevorzugt auch selbst gegrabene Höhlen oder gar das kühle Nass. Die Bauten dieser Warane sind sehr groß. Teilweise sind sie bis zu 10 Meter lang. Der Eingang ist aber verhältnismäßig schmal. Oft ist er zwischen 40 und 75 cm breit. Am Ende des Tunnels befindet sich eine Kammer.

Wichtig zu wissen ist hierbei, dass die Tiere nicht nur die Nächte in diesen Höhlen verbringen. Auch zur Steuerung der Körpertemperatur werden die kühlen Plätze aufgesucht. Schließlich lässt sich diese so schnell und einfach absenken. Ebenfalls wird das Schwimmen in Gewässern zur Thermoregulation eingesetzt. Die Körpertemperatur sollte sich zwischen 36 und 38 °C bewegen. Zumindest gilt dies als optimaler Bereich.

Auch Bindenwarane sind Einzelgänger, die große Areale bewohnen. So hat man herausgefunden, dass der Aktionsraum von 200 m² bis hin zu 226.000 m² und in Ausnahmefällen sogar bis zu 317.000 m² betragen kann. Dies führt dazu, dass sich die Reviere der Tiere häufig überschneiden. Allerdings sorgt dieser Umstand nur selten für ausgeprägtes territoriales Verhalten.

Gut zu wissen:
Bindenwarane lieben Gewässer. Sie können sogar so gut schwimmen, dass sie Meeresarme zwischen Inseln durchqueren können. Auch ihre Beute können sie problemlos im Wasser verfolgen und erlegen. Allerdings verbringen die Tiere ihre Zeit auch gerne an Land. Sie gelten als hervorragende Kletterer.

Natürliches Futter & Ernährung:

Bindenwaran sucht Nahrung auf Müllhalde

Was der Bindenwaran erbeutet hängt davon ab, wo er lebt. Auch sein Alter spielt dabei eine Rolle. Umso älter die Tiere werden, umso schwerer tun sie sich beim Erlegen von flinken Futtertieren. Der Fokus in den Mangroven bei Krabben und Insekten. Bevölkert der Waran hingegen eine Ölpalmenplantage, dann ernährt er sich hauptsächlich von Nagern und Insekten.

Wo es Gewässer mit Ebbe sowie eine lange Trockenzeit gibt, stehen Fische ganz weit oben auf der Futterliste. So oder so lässt sich sagen, dass die Tiere jegliche Form von Fleisch fressen. So reicht das Spektrum von Insekten über Krebstiere bis hin zu Vögeln oder Reptilien. Sogar Eier von Krokodilen oder Meeresschildkröten verschlingt so ein Bindenwaran.

Darüber hinaus frisst er auch Amphibien, Fische und Aas. Letzteres kann er über eine Entfernung von 100 Metern mit seinem Geruchssinn aufspüren. Selbst vor kleineren Artgenossen macht der Bindenwaran nicht halt. Kannibalismus kommt vor, ist aber ebenso selten wie das Fressen von menschlichem Abfall. Man hat sogar schon Bindenwarane beim Verschlingen von Sandwiches gesehen.

Gut zu wissen:
Warane können Fische von bis zu 50 cm Länge im Ganzen verschlucken. Selbst große Tiere werden von den guten Jägern erlegt. So handelt es sich hier um Verfolgungsjäger, die stets züngelnd große Bereiche nach Nahrung absuchen. Besonders ertragreiche Areale merken sich die Echsen dabei.

Kleine Tiere werden in einer sprungartigen, flotten Vorwärtsbewegung gefangen. Krabben hingegen werden während der Ebbe ausgegraben. Gleiches gilt für die Eier der Meeresschildkröten. Größere Beutetiere werden mit den Vorderbeinen fixiert und mit dem Maul zerrissen. Sogar Bäume werden von den Bindenwaranen nach Essbarem abgesucht.

Fortpflanzung & Schlupf:

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Wie sich der Bindenwaran in der freien Wildbahn fortpflanzt, ist noch nicht abschließend erforscht worden. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass sich die Art in tropischen Gebieten im Bereich des Äquator über das ganze Jahr hinweg paart. Bis zu 2 Gelege entstehen dadurch.

Etwas anders schaut dies in West-Kalimantan aus. Dort findet die Paarung zu Beginn der Regenzeit im Oktober und während der Trockenzeit statt. Also während den Monaten April bis Mai. In Indien hingegen fällt die Fortpflanzung in die Trockenzeit und es gibt lediglich 1 Gelege. Aber keine Sorge.

So eine Eiablage umfasst gerne mal bis zu 40 Eier. Daher kann ein großes Gelege über mehrere Tage entstehen. Die weiblichen Bindenwarane bauen zur Ablage der Eier Nisthöhlen. Dabei bevorzugen die Tiere sandige Flussböschungen oder Termitenhügel. Auch Wurzelwerk, hohle Baumstämme sowie Bambusdickicht bieten sich zur Eiablage an.

Es dauert relativ lange bis die Jungtiere aus den 6,4 bis 8,26 cm langen und 30 bis 87,2 Gramm großen Eiern schlüpfen. Etwa 7 bis 9 Monate muss man sich gedulden. Direkt nach dem Schlupf sind die Baby-Bindenwarane 28 bis 32,5 cm lang und wiegen 21 bis 50 Gramm. Etwa 2 bis 3 Jahre dauert es bis die Tiere 1 Meter lang sind und als geschlechtsreif gelten.

Solange sich die Bindenwarane noch im Wachstum befinden, wohnen sie überwiegend auf Bäumen. Etwa ab einer Gesamtlänge von 1,2 Metern wird die Gewichtszunahme proportional zum Wachstum stärker. Nun verändert sich auch der Lebensmittelpunkt. Die Tiere verlassen die Bäume und schwimmen mehr. Sie beginnen nun ebenfalls mit dem Ausgraben eigener Bauten.

Gut zu wissen:
Es konnte beobachtet werden, dass die Weibchen das Nest bewachten oder frisch geschlüpfte Babys ausgruben. Dies ist ein sehr interessantes Verhalten. Schließlich zeigen Schuppenkriechtiere ansonsten in keinster Weise Fürsorge gegenüber ihrem Nachwuchs.

Bindenwarane und deren Bedeutung für Menschen:

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Bindenwarane werden in ihrer Heimat nicht als Haustiere gehalten. Dort sind sie vor allem für die Produktion von Leder interessant. In armen Regionen werden sie auch als Fleischlieferant benötigt. In ganz Südostasien sichert der Fang dieser Echsen ein gutes Nebeneinkommen für arme Bauern oder junge Männer. Diese bringen die gefangenen Tiere zu Schlachtereien und Gerbereien.

Etwa 450.000 Bindenwarane werden so jedes Jahr erlegt. Im Vergleich zum Export der Tiere ist dies aber gar nicht so viel. Man geht davon aus, dass mehr Bindenwarane exportiert als erlegt werden. Und dies, obwohl der Handel mit den Tieren durch die CITES geschützt ist. Allerdings ist der Hauptgrund für den florierenden Export nicht der Heimtierhandel. Aufgrund er enormen Größe können nur wenige Privatleute die Pflege stemmen.

Nicht nur die Lederindustrie oder der Zoohandel hat großes Interesse an den Tieren. Viele Eingeborene, aber auch die christliche Bevölkerung verzehren das Fleisch der Bindenwarane. Für Buddhisten und Moslems hingegen bleibt der Genuss tabu. In manchen Regionen glaubt man auch, dass das Fleisch giftig sei. Allerdings werden aus den Körperteilen der Bindenwarane sogar traditionelle Heilmittel hergestellt.

Manchmal werden die Tiere auch gejagt und dann weder gegessen noch der Lederindustrie zugeführt. Dies liegt daran, dass Warane in ihrer Heimat häufig Nutztiere reißen. Relativ weit oben auf der Speiseliste stehen Hühner. Die Echsen dringen in die Ställe ein und erbeuten dort die Vögel sowie ihre Eier. Dies mag auch ein Grund sein, warum die Einheimischen keinen großen Respekt vor den Bindenwaranen haben.

Sie wurden früher als „hia“ bezeichnet. Dahinter verbirgt sich ein sehr dreckiges Schimpfwort. Dies unterliegt inzwischen dem sprachlichen Tabu und aufgrund dessen wird momentan der Euphemismus „tua ngoen tua thong“ verwendet. So kann man sich in aller Öffentlichkeit über die Tiere beschweren und seinen Unmut kundtun. Nichtsdestotrotz sind viele ärmere Bauern auf den Fang der Echsen angewiesen.

Gut zu wissen:
Wenn Bindenwarane der Leder- oder Fleischproduktion zugeführt werden, ist deren Behandlung unterirdisch. Sie werden tagelang zwischengelagert und dies mit gefesselten Beinen. Anstelle einer Betäubung gibt es beim Schlachten lediglich einen Hammerschlag. Oft werden die Echsen noch gehäutet, wenn sie lebendig sind. Ein respektvoller Umgang schaut definitiv anders aus.

Bindenwaran-Haltung im Detail beleuchtet:

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Bindenwarane können sehr groß werden. Viele Interessenten und Käufer vergessen diesen Umstand aber gerne beim Kauf der kleinen Jungtiere. Manch einer wird auch sehr überrascht von dem schnellen Wachstum. Wer sich näher mit der Haltung von Bindenwaranen auseinandersetzen möchte, sollte über ein großes Budget und viel Platz verfügen.

Zudem braucht es viel Erfahrung in der Pflege von Echsen. Es gibt nämlich nur sehr wenige Webseiten oder Bücher, die sich näher mit der Haltung dieser Großwarane beschäftigen. Kann man nicht auf etwas eigenes Fachwissen oder Know-how von Dritten zurückgreifen, kann man in manchen Situationen schnell überfordert werden.

Bindenwarane sind Einzelgänger und werden aufgrund dessen am besten einzeln gehalten. Zu beachten ist außerdem noch, dass die Tiere vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang aktiv sind. Des Weiteren gehört der Bindenwaran zu den „Gefahrtieren“. Es gibt bei der Haltung in manchen Bundesländern Einschränkungen und diverse Regeln. Diese gilt es in Erfahrung zu bringen.

Anlage:

Ein Terrarium bietet sich maximal noch für Jungtiere an. Da diese aber schnell größer werden, sollte man von Anfang an auf eine Anlage oder ein eigenes Zimmer setzen. Ein ausgewachsener Bindenwaran braucht eine Anlage samt großen Wasserbecken. Dabei sollte man eine Mindestgrundfläche von 6 bis 8 m² einplanen.

Wichtig ist dabei, dass das Becken mindestens 60 cm tief ist und das Tier sich darin vernünftig bewegen kann. Wer es wirklich ernst meint, sollte darin Kletteräste und Versteckmöglichkeiten verankern. Es bieten sich hierfür vor allem Baumstümpfe an. Aber auch Felsblöcke sind eine gute Wahl und dienen häufig als Sonnenplätze.

Der Bodengrund sollte aus Rindenmulch bestehen und ein paar robuste Pflanzen schaden nicht. Auch bei solch großen Anlagen darf man nicht das Licht vergessen. Eine ausreichende UV-Bestrahlung ist daher Pflicht.

Klimagestaltung:

Tagsüber sollte sich die Temperatur in einem Rahmen von 25 bis 30 ºC bewegen. Im Bereich der Sonneninseln sind bis zu 40 ºC vollkommen okay. Nachts hingegen genügen Werte um die 20 ºC Marke. Die Temperatur des Wassers sollte zwischen 25 und 28 ºC liegen. In puncto Luftfeuchtigkeit sind Werte im Bereich von 80 bis 90 % optimal.

Futter:

In der Terrarienhaltung sollte die Ernährung ausgewogen sein. Daher sollte man auf Fisch, Schnecken, Küken, Mäuse und Fleischstücke setzen. Es schadet außerdem nicht, wenn man auf Vitamin- und Mineralstoffpräparate setzt.

Kaufen:

Bindenwarane sind nicht gerade günstig. Der Markt ist auch eher klein. Trotzdem sollte man beim Erwerb mit Köpfchen vorgehen. So darf man sich beim Händler nicht unter Druck setzen lassen. Schließlich sollte man die Tiere gründlich überprüfen. Worauf man dabei achten muss, steht hier geschrieben:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen oder Abschürfungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum

Darüber hinaus gibt es auch Aspekte, wo ein Kauf eher weniger Sinn ergibt. Solltest du einen der folgenden Punkte beim Wunschtier ausmachen, solltest du es lieber nicht erwerben. Achte also auch auf diese Dinge:

  • Hypernervöses Verhalten
  • Außen- & Innenparasiten
  • Apathisches Verhalten
  • Verkrustete, entzündete oder eingefallene Augen
  • Deformationen aller Art
  • Steife Gelenke oder Gliedmaßen
  • Abgemagertes Äußeres
  • Schwellungen unter der Haut oder im Kieferbereich
Gesetzliche Regelungen:
Warane unterliegen dem Artenschutzrecht. Sie sind daher meldepflichtig und es wird zusätzlich noch ein Herkunftsnachweis benötigt. Dies ist aber kein Problem, da alle im Handel angebotenen Tiere Nachzuchten sind.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Bindenwarane sind nicht nur wegen ihrer Größe faszinierende Echsen. Die vielen Farbvarianten und Morphen machen die Tiere für versierte Halter überaus interessant. Ab und an bekommen wir auch mal eine Frage zu den urigen Echsen gestellt. Das hat uns auf die Idee gebracht ein eigenes FAQ zu erstellen. Im Folgenden findest du es auch schon:

Ist der Bindenwaran womöglich giftig?

Ja, er ist giftig. Lange rätselte man herum, ob im Speichel der Tiere Bakterien enthalten sind, die nach einem Biss für den auftretenden Wundbrand oder die vielen Blutvergiftungen sorgen. Neueste Studien haben allerdings ergeben, dass sich im Unterkiefer eine kleine Drüse mit Gift befindet.

Eignet sich der Bindenwaran als Haustier?

Ja, er kann zu Hause gehalten werden. Allerdings sollte man über ausreichend Platz und ein großes Budget verfügen. Die Tiere sind nämlich nicht gerade günstig in der Anschaffung oder im Unterhalt. Auch viel Zeit braucht die Pflege der Bindenwarane und deren Anlage. Etwas Erfahrung mit Echsen schadet außerdem auch nicht.

Wie gefährlich ist der Bindenwaran für Menschen?

Warane und Menschen vertragen sich ganz gut. Solange man ausreichend Abstand hält, passiert in der Regel auch nichts. Menschen stehen nicht auf der Speiseliste der Reptilien. Drängt man die Bindenwarane aber in die Ecke, wissen sie sich mit ihrem mächtigen Schwanz zu verteidigen.

Des Weiteren kann ein Biss schwere Verletzungen nach sich ziehen. Die Zähne sind nämlich messerscharf und giftig sind die Echsen zu allem Überfluss auch noch. Wer ihnen aber mit Respekt begegnet und auf ihr Verhalten achtet, braucht sich nicht unnötig zu ängstigen.

Wie groß können Bindenwarane werden?

Die meisten Warane dieser Art werden zwischen 2,0 und 2,3 Meter groß. Allerdings sprengen manche Vertreter diesen Rahmen gewaltig. So ist der größte bekannte Bindenwaran ganze 3,21 Meter lang. Damit ist er sogar gigantischer als das größte Exemplar der Komdowarane. Das er damit auch den Rekord für die größte Echse der Welt hält, braucht man eigentlich gar nicht mehr erwähnen.

Wann wurde diese Art zum ersten Mal beschrieben?

Bereits im Jahre 1768 wurde der Bindenwaran vom österreichischen Arzt und Naturforscher Josephus Nicolaus Laurenti als „Stellio salvator“ beschrieben. Im 19. Jahrhundert landete die Echse dann in der Gattung Varanus (Waran). Momentan sind rund 5 Unterarten bekannt und Bindenwaran gehört zur Untergattung Soterosaurus.

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