Waran gefährlich

Warane sind gemeingefährliche Raubtiere. Sie greifen aus dem Hinterhalt an, haben messerscharfe Zähne und in ihrem Speichel ist Gift enthalten. Zudem vertilgen die urigen Echsen alles, was ihnen über den Weg läuft. Selbst Wasserbüffel sind ihnen nicht zu groß. Doch was ist eigentlich mit den kleineren Arten, wie sie viele Terrarianer halten? Und wie gefährlich kann ein Waran als Haustier werden? Ist sein Biss gar tödlich?

Die Antwort auf all diese Fragen, findest du in unserem Ratgeber. Darüber hinaus geben wir dir Tipps an die Hand, wie man sich im Umgang mit Waranen benehmen muss. Doch fangen wir lieber bei den Grundlagen an. Das Warane gefährlich sind, weiß man ja. Doch was macht die urigen Drachen eigentlich so bedrohlich? Und wie schützt man sich vor Angriffen?

Riesige Komdowarane greifen Urlauber an:

Warane kämpfen auf Komodo

Diese Schlagzeile sieht man immer mal wieder, wenn man sich über Komododrachen informiert. So verletzen die Echsen Touristen bei Rundgängen durch den Nationalpark. Manchmal sind es nur ein paar Schrammen, aber meist handelt es sich um schwere Verletzungen. Nicht selten muss ein Urlauber mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Dabei muss es gar nicht so weit kommen. Auch Halter brauchen sich eigentlich keine Sorgen vor Verletzungen zu machen. Bevor es nämlich zu solchen Situationen kommt, zeigen die Echsen mehrfach an, dass sie im Verteidigungsmodus sind. Im Prinzip muss man sich dann nur noch zurückziehen. Doch wie greifen die Tiere überhaupt an und worauf sollte man sich gefasst machen? Nun erfährst du es:

Zu Beginn gibt es das Fauchen:

Sobald sich Echsen bedroht fühlen, fangen sie an zu fauchen. Es handelt sich hierbei um eine typische Abwehr- und Drohgeste. Das Tier zeigt nun laut und deutlich an, dass man auf Abstand gehen sollte. Und besser macht man das auch. Schließlich möchte man nicht von dem Waran angegriffen werden.

Der Schwanz als Waffe:

Komodowarane können bis zu 3 Meter groß und über 70 Kilogramm schwer werden. Aber auch viele im Terrarium gehaltene Waran-Arten werden alles andere als klein. So können Bindenwarane oder Nilwarane problemlos über 2 Meter lang werden. Selbst die in Deutschland häufig gehaltenen Steppenwarene können bis 1,50 Meter lang werden.

Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Schwanz einen Großteil der Gesamtlänge ausmacht. Als grobe Faustregel kann man sich dabei 2/3 merken. Der Schwanz ist eine von Waranen gerne eingesetzte Waffe. Wie eine Peitsche können die Echsen mit ihm zuschlagen. Oft drohen sie nur mit ihm, aber sobald sie ihn auch benutzen, sind schwere Verletzungen vorprogrammiert.

Ein Biss kann mehr als schmerzen:

Die letzte Form der Verteidigung bei Waranen ist das Beißen. Konnten die Echsen nicht mehr weglaufen oder die Drohgesten haben nichts gebracht, greifen sie zum letzten Strohhalm. Die Rede ist natürlich von ihrem Gebiss. Darin verbergen sich messerscharfe Zähne.

Große Arten können sich damit so fest im Fleisch verbeißen, dass es zu schweren Verletzungen oder gar dem Verlust eines Arms oder Beines kommen kann. Bevor ein Waran zuschnappt, hat er sein Maul halb- oder gar ganz offen. Ziel ist hiermit eine Verteidigung, aber auch das Zufügen großer Schmerzen.

In Zukunft möchte der Waran nämlich nicht mehr in eine solche Situation gedrängt werden. Der Biss führt aber nicht nur zu ordentlichen Fleischwunden. Im Speichel sind nämlich gefährliche Bakterien enthalten. Diese führen meist zu Wundbrand oder einer Blutvergiftung.

Daher sollte die Wunde sofort mit Desinfektionsmittel behandelt werden. Danach sollte man umgehen einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Selbst, wenn man sich noch agil und vollkommen gesund fühlt. Sicher ist schließlich sicher. Die Symptome eines Wundbrands oder einer Blutvergiftung treten nämlich erst nach einiger Zeit auf.

Gut zu wissen:
Waran-Halter müssen ihre Pfleglinge häufig anfassen. Sei es für den Transport zum Tierarzt oder um sie auf Parasiten zu untersuchen. Dabei sollte man stets Handschuhe zum Schutz vor Verletzungen anziehen. Darüber hinaus empfiehlt sich dicke Kleidung. Ansonsten können die scharfen Krallen zu Kratzern am Oberkörper oder den Armen sorgen. Warane sind und bleiben in vielerlei Hinsicht gefährlich.

Wie man Angriffe von Waranen vermeidet:

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Echsen sind keine Kuscheltiere. Sie werden niemals eine allzu große Bindung zu ihrem Pfleger aufbauen. Da viele im Terrarium gehaltene Echsen sehr groß werden können, ist im Umgang mit ihnen immer große Vorsicht geboten. Damit gemeint sind nicht nur die verschiedenen Warane, sondern auch lang gewachsene Leguan-Arten, wie zum Beispiel der Grüne Leguan.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Warane immer dann gefährlich werden, sobald sie sich bedroht fühlen. Daher sollte man das Tier niemals in so eine Lage versetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Welche Fehler man vermeiden sollte, verraten wir dir jetzt.

Hunde, Katzen und andere Vierbeiner gehören nicht in die Nähe:

Ein häufiger Fehler bei der Haltung von exotischen Haustieren ist der Versuch sie mit Hunden oder Katzen zu vergesellschaften. Wir verstehen natürlich, dass es ein schöner Anblick ist, wenn sich Vierbeiner und Echsen verstehen. Der Schein trügt aber meist.

Entweder fühlt sich einer der Vierbeiner bedroht oder die Echse. So richtig glücklich werden beide Parteien nie. Oft kommt es daher zu wilden Raufereien mit schwersten Verletzungen. Das Zuhause der Warane sollte immer das Terrarium sein. Dies ist auch besser für den Wärmehaushalt der Tiere.

Während der Paarungszeit steigt das Aggressionslevel:

Sobald die Tiere in die Fortpflanzungszeit kommen, werden die Männchen sehr aggressiv. Selbst, wenn man sich ihnen bei Reinigungsarbeiten nur nähert, wird man teilweise angefaucht. Entweder betrachten die Echsen ihre Halter in dieser Zeit als Konkurrenten für die erfolgreiche Paarung oder möchten dem Weibchen nur imponieren.

So oder so sollte man in diesen Phasen auf der Hut sein. Lieber zieht man sich einmal zu oft zurück, als attackiert zu werden. Obwohl es viele Halter immer wieder leugnen, können Reptilien keine große Bindung zu ihnen aufbauen. Als engen Freund betrachten sie einen eher nicht.

Die richtigen Klamotten sind das A & O:

Wer mit Waranen zu tun hat, weiß wie scharf die Krallen sind. Daher sollte man beim Anfassen der Tiere immer Handschuhe tragen. Auch dicke Klamotten sind von Vorteil. Ansonsten können die Warane nämlich durchaus gefährlich werden. Kratzer hören sich erst einmal nicht schlimm an, können sich aber auch richtig entzünden.

Warane sind gefährlich und keine Kuscheltiere:

Warane kämpfen miteinander

Streicheleinheiten bei Reptilien sind keine gute Idee. In der freien Wildbahn gibt es diese schließlich auch nicht. Außerdem genießen die Tiere diese nicht. Entweder ertragen sie das Anfassen oder Verteidigen sich. Bei Neuankömmlingen ist letzteres meist der Fall.

Wer es unbedingt probieren möchte, sollte das Verhalten im Blick haben. Sobald das Tier sich von einem abwendet oder zurückzieht, sollte man die Echse gewähren lassen. Ansonsten kann die harmlose Situation eskalieren und der Waran wird einem gefährlich.

Wir sind kein Fan von Streicheleinheiten oder dem Kuscheln. Dies gilt nicht nur für Warane, sondern auch für andere Echsen. Weder Bartagamen noch Leguane oder Geckos finden Kuscheln toll. Reptilien sind Haustiere, die man aus der Ferne beobachtet und sich an deren Anblick erfreut.

Unser Fazit zur Frage, ob Warane gefährlich sind:

Definitiv sind Warane gefährliche Raubtiere, die man niemals unterschätzen darf. Wer sich ihnen aber mit genügend Respekt nähert und bei den ersten Anzeichen auf Distanz geht, braucht sich keine großen Sorgen vor Angriffen zu machen. Halter von Waranen sollten sich immer in den Hinterkopf rufen, dass die Tiere nicht kuscheln wollen.

Außerdem brauchen Neuankömmlinge ein paar Wochen bis sie sich im neuen Terrarium und der Umgebung eingelebt haben. Während dieser Zeit ist immer etwas mehr Vorsicht im Umgang geboten. Außerdem sollte man Handschuhe und nach Möglichkeit dickere Kleidung tragen. Ein Erste-Hilfe-Seit in der Nähe des Terrariums schadet zu dem nie.

Im Großen und Ganzen sind wahre Warane für Menschen gefährlich, aber wir stehen nicht auf ihrem Speiseplan. Die meisten Verletzungen resultieren aus einem falschen Umgang. So werden die Warane oft ungewollt in die Enge getrieben und wissen sich nur noch mit einem Angriff zu verteidigen.

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