Nilwaran in Afrika

Nilwarane erinnern etwas an Drachen oder schon längst ausgestorbene Echsen aus der Urzeit. Die Art stammt aus Afrika und gilt als außerordentlich aggressiv. Den Namen Nilwaran verdanken sie dem gleichnamigen afrikanischen Fluss. Inzwischen leben sie nicht mehr nur in weiten Teilen Afrikas, sondern auch in Florida. Zudem findet man die eindrucksvollen Echsen auch in größeren Terrarien.

Wie man die Haltung bewerkstelligen kann und ob das Ganze überhaupt sinnvoll ist, verraten wir in diesem Ratgeber. Natürlich gehen wir auch intensiv auf die Verbreitung, das Verhalten, die Fortpflanzung und viele weitere interessante Aspekte ein. Das Lesen lohnt sich. So viel sei schon mal versprochen!

Achtung, aufgepasst:
Der Nilwaran wird häufig sehr günstig und dazu noch als kleines Jungtier angeboten. Daher erwerben viele Terrarianer die Tiere übereilt und werden von deren Wachstum völlig überrascht. Bereits nach wenigen Jahren können die Tiere die 2-Meter-Marke knacken. Den meisten Haltern ist es zu diesem Zeitpunkt aber bereits völlig unmöglich den Platzanforderungen gerecht zu werden.

Nilwaran-Steckbrief:

Bezeichnungen:Nilwaran (Varanus niloticus) & Wasserleguan
Aussehen:Graubraune bis olivbraune Färbung mit Bändern an Beinen, Rücken & Kopf. Gelbe Augenflecken und schwarze Querstriche an Rücken und Kehle. Seitlich abgeflachter Ruderschwanz.
Größe:1,5 bis 2,4 Meter Gesamtlänge, wobei 60 bis 90 cm auf Kopf und Rumpf entfallen.
Lebenserwartung:Bis zu 15 Jahre
Verbreitung:Afrika & Florida in der Nähe von Gewässern.
Lebensweise:Tagaktive Bodenbewohner
Fortpflanzung:Eierlegend
Geschlechtsreife:3 Jahre
Artenschutz:Ja, und die Tiere sind meldepflichtig & ein Herkunftsnachweis wird benötigt.
Haltung:Einzeln
Terrarientyp:Aquaterrarium oder ein Feuchtterrarium mit großem Badebecken
Temperatur:Tagsüber 26 – 30 °C, Sonneninseln 45 °C, Nachts 18 – 20 °C
Luftfeuchtigkeit:70 – 90 %
Futter:Insekten, Fische, kleine Säuger, Eier, Schnecken & Muscheln
Schwierigkeitsgrad:Profi
Besonderheiten:Sehr aggressiv, größte afrikanische Waranen-Art & Haut wird zu Leder verarbeitet.

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Merkmale & Aussehen:

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Der Nilwaran wird häufig auch mit dem Namen Wasserleguan betitelt. Allerdings gehört er sehr wohl zur Familie der Warane und damit auch zu den Kriechtieren. Seine Vorfahren lebten bereits vor mehr als 180 Millionen Jahren auf der Erde.

Der graubraune bis olivbraune Körper ist von kleinen Schuppen bedeckt. Schaut man sich den Waran genauer an, fallen einem die gelben Augenflecken und Bänder an Beinen, Kopf, Rücken und Schwanz auf. Zusätzlich dazu befinden sich auf der Kehle und dem Rücken noch schwarze Querstriche. Umso älter die Tiere werden, umso mehr verblasst ihre Färbung.

Normalerweise werden die Tiere etwa 1,7 bis 1,9 Meter lang. Allerdings gibt es auch größere Exemplare. Der aktuelle Längenrekord liegt bei ganzen 2,4 Metern. Das dafür vermessene Exemplar stammt aus dem Süden. Dort werden die Tiere tendenziell auch etwas größer.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Schwanz etwa 1,5 mal so lang wie Kopf und Rumpf zusammen ist. Da er auch noch seitlich abgeflacht ist sowie einen niedrigen dorsalen Kamm besitzt, spricht man im Fachjargon von einem Ruderschwanz. Benötigt wird er für die Fortbewegung im Wasser.

Früher zählte der optisch recht ähnlich aussehende Regenwald-Nilwaran als eigene Unterart des Nilwarans. Dem ist aber nicht mehr so. Er hat nun einen eigenen Artstatus. Möchte man beide Waranarten voneinander unterscheiden, gelingt dies anhand der Querreihen. Der Regenwald-Nilwaran hingegen hat nämlich nur fünf oder noch weniger solcher Bänder.

Gut zu wissen:
Der Nilwaran war der erste Waran, der wissenschaftlich beschrieben wurde. Verantwortlich dafür war der schwedische Naturforscher Carl von Linne im Jahre 1766.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Nilwaran Verbreitung Karte

Der Nilwaran bevölkert fast ganz Afrika. Man findet ihn allerdings nicht in den Wüsten von Namibia, Botswana, Somalia oder ganz Südafrikas. Die Art ist sehr anpassungsfähig und bewohnt Wälder, Buschland, Savannen, Unterwuchs, Sümpfe, Mangroven und die Ufer von Seen und Flüssen.

Sogar urbane Gebiete haben die Tiere erobert. Dort suchen sie die Nähe zu Müllhalden. Diese dienen ihnen als Nahrungsmittelquelle. Allerdings muss das Areal der eigenen Wahl über freie Flächen zum Sonnen und etwas Wasser verfügen. Ob es sich dabei um Flüsse, Seen oder nur Teiche handelt, ist den Tieren egal.

Der Nilwaran als Exilkubaner in Florida:

Seit mehr als 30 Jahren gibt es in den USA, genauer gesagt in Florida, eine stabile Population von Nilwaranen. Die vielen Feuchtgebiete dieser Region stellen ein geeignetes Habitat für die Warane dar. Selbst das Klima dort scheint den Tieren außerordentlich gut zu gefallen.

Vermutlich ist die Population dort aufgrund von ausgewilderten Haustieren entstanden. Da man die Tiere in den USA für relativ wenig Geld kaufen kann, waren vermutlich viele Halter mit der Größe und dem Platzbedarf der Tiere überfordert. Da die Population immer größere Ausmaße annimmt und die heimischen Tierarten bedroht, wird versucht sie zu dezimieren.

Man macht sich nämlich große Sorgen darüber, dass die Echsen in Naturschutzgebiete vordringen könnten und dort dann seltene Tierarten, wie etwa den Kaninchenkauz oder die Eier von Meeresschildkröten fressen könnten. Wie man bei der Dezimierung genau vorgehen möchte, ist noch nicht abschließend geklärt.

Derzeit spricht viel für die Verwendung von Paracetamol versehenen Ködern. Der Tod soll damit schmerzfrei sein. Jedoch ist bis heute nicht geklärt, wie damit nur Nilwarane vergiftet werden sollen. Schließlich können auch einheimische Tiere die Köder aufnehmen und an ihnen versterben.

Gut zu wissen:
Nilwarane schauen träge aus, können aber bei Bedarf sehr schnell laufen und schwimmen. Auch Bäume können die großen Echsen erklimmen. Genauso erstaunlich ist die Tatsache, dass die Tiere bis zu 1 Stunde lang tauchen können. Damit dies auch gelingt, kann die Herzschlagfrequenz um bis zu 85 % reduziert werden.

Lebensweise & Verhalten:

Nilwaran

Nilwarane sind tagaktive Echsen, die erst dann richtig munter werden, wenn sie sich ausgiebig in der Sonne aufgewärmt haben. Daher sind sie besonders am frühen Nachmittag umtriebig. Am Morgen hingegen verlassen sie erst mal ganz gemütlich ihre oft Meter langen Wohnhöhlen für ein ausgiebiges Sonnenbad.

Wer sie dabei in der freien Natur bestaunen möchte, sollte sich an offene Flächen, Böschungen oder auch Termitenhügel halten. Aber auch wenig befahrene Straßen in urbanen Gebieten sind ein guter Wärmespender. Aber auch Dächer, Steinmauern und Bäume werden erklommen.

Sobald es Dunkel wird, ziehen sich die Tiere in ihre Höhlen zurück. Meist graben sie diese selbst in sandige Böden oder benutzen einfach die Bauten anderer Tiere. Natürlich müssen sie diese an ihre Maße anpassen. Ist der Boden zu hart, werden ab und an auch Bäume als Schlafplatz benutzt.

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Wer die Höhlen in Echt erspähen möchte, muss sich auf die Suche nach ovalen Eingängen in meist ansteigendem Gelände machen. In der Regel handelt es sich dabei um Böschungen. Die Tunnel sind ziemlich lang. Bis zu 6 Meter sind dabei absolut kein Problem. Am Ende befindet sich eine große Kammer. Da die Tiere etwas grabfaul sind, bevorzugen sie bereits erbaute Unterschlüpfe.

Der Nilwaran ist kein geselliges Tier. Er lebt als Einzelgänger und bestreift dabei ein bis zu 50.000 m² großes Areal. Zumindest die Männchen tun dies. Die Weibchen begnügen sich hingegen mit gerade einmal 15,000 m². Der frisch geschlüpfte Nachwuchs braucht dann nur noch etwa 30 m². Wichtig zu wissen ist hierbei, dass sich die Areale überschneiden und größere Wasserstellen besitzen.

Obwohl die Tiere als aggressiv in der Haltung gelten, kommt es trotz der Überlappungen zu fast keinen Revierkämpfen. Das territoriale Verhalten ist also nicht besonders stark ausgeprägt bei den Nilwaranen.

Gut zu wissen:
Warane sind gefährliche Tiere. Fühlen sie sich bedroht, blasen sie ihren Körper auf, um größer zu wirken. Dabei fauchen sie zusätzlich mit ihrem weit geöffnetem Maul. Ist der Angreifer noch immer nicht verschwunden, wird er nun mit dem Schwanz attackiert. So ein Peitschenhieb ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann zu schweren Verletzungen führen. Das gilt ebenso für Biss von Nilwaranen.

Fortpflanzung & Schlupf:

Nilwarane sind Kriechtiere und setzen daher auch auf Eier bei der Fortpflanzung. Ein Weibchen legt dabei zwischen 10 und 60 Eier in einem Termitenhügel ab. In der Regel geschieht dies während der Regenzeit in Afrika. Dann sind die Hügel weicher und es gelingt den weiblichen Waranen schneller sie aufzubrechen.

Die Eiablage muss vom Weibchen nicht mehr verschlossen werden. Diesen Schritt übernehmen die Termiten selbstständig. Die Eier liegen nun sicher und warm im Termitenbau. Eine Entwicklung findet aber nur dann statt, wenn es im Inneren zwischen 27 und 31 Grad Celsius warm ist.

Ganze 4 bis 10 Monate muss man sich in Geduld üben bis die Tiere schlüpfen und sich aus dem Termitenbau befreien. Zu diesem Zeitpunkt sind die Echsen zwischen 15 und 30 cm groß. Zu Beginn leben die kleinen Nilwarane gut versteckt in Büschen und auf Bäumen. Erst aber eine Größe von 50 Zentimeter erspäht man sie dann futtersuchend auf dem Boden.

Gut zu wissen:
Die männlichen Tiere kämpfen in einem sogenannten Kommentkampf um das Recht der Paarung mit der Auserwählten. Dabei beschränken sich diese Warane auf Kopfnicken und andere Drohgebärden. Eine typische Ringerphase wie bei anderen Waran-Arten fehlt hier völlig.

Nilwaran-Haltung detailliert erklärt:

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Warane sind faszinierende Reptilien mit einem außergewöhnlichen Aussehen und spannenden Verhalten. Allerdings werden viele Arten sehr groß und eignen sich daher nur bedingt zur Haltung als Haustier. So ist es auch beim Nilwaran. Das Tier braucht viel Platz und stellt außerdem sehr große Anforderungen an die Haltungsbedingungen.

Wir raten daher eher zu kleineren Waran-Arten, wie etwa dem Stachelschwanzwaran, dem Smaragdwaran oder auch dem bereits etwas größeren Steppenwaran. Nichtsdestotrotz sind diese Echsen nichts für Einsteiger oder erfahrene Halter mit kleinem Budget. Wer überlegt ein Echsen-Terrarium anzuschaffen, sollte sich mit Leguanen, Bartagamen oder Geckos auseinandersetzen.

Terrarium:

Wer mit der Haltung des Nilwarans beginnen möchte, braucht zu Beginn ein Terrarium mit den Maßen 200 x 150 x 200 cm. Dieses sollte entsprechend der Tiergröße regelmäßig erweitert werden. Alternativ dazu bietet sich auch gleich ein ganzes Zimmer für die Echsen an. Wer beim Terrarium bleiben möchte, hat die Wahl zwischen einem Aquaterrarium und einem Feuchtterrarium.

Das Aquaterrarium sollte einen Wasseranteil von 30 bis 50 Prozent aufweisen. Im Feuchtterrarium empfiehlt sich ein großes Badebecken. Dabei ist wichtig, dass verschiedene Tiefenbereiche bis etwa 60 cm vorhanden sind. Als Bodensubstrat empfiehlt sich ein Gemisch aus Sand und Erde, welches nicht allzu sehr stauben darf.

Da die Tiere gerne graben, muss es relativ hoch aufgeschüttet werden. Des Weiteren sollten sich im Nilwaran-Terrarium noch starke Kletteräste, eine Trinkschale, sowie diverse Versteckmöglichkeiten befinden. Empfehlenswert sind dabei Baumstümpfe oder Fels- oder Steinvorsprünge. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, solange das Ganze einsturzsicher gebaut ist.

Klimagestaltung:

Die aus Afrika stammenden Tiere benötigten tagsüber eine Temperatur von 26 bis 30 Grad Celsius. Im Bereich der Sonneninseln sind 40 Grad Celsius noch vollkommen im Rahmen. Nachts hingegen genügen Werte zwischen 18 und 20 Grad Celsius vollkommen. Die Luftfeuchtigkeit muss an die Art des Terrariums angepasst werden. Eine UV-Beleuchtung ist aber immer Pflicht.

Futter:

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Nilwarane sind sehr gute Jäger, die für viele andere Tiere eine echte Gefahr darstellen. Sie ernähren sich ausschließlich von tierischer Kost. Dabei sind sie aber gar nicht so wählerisch. In der freien Natur fressen sie Krabben, Frösche, Fische, Schnecken, Insekten, Muscheln, kleine Säuger sowie Eier und Kriechtiere. Jungtiere bevorzugen hauptsächlich Insekten.

Bei der Ernährung der Tiere ist dabei zu achten, dass diese abwechslungsreich gestaltet wird. Es schadet natürlich nicht, wenn man mit Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten arbeitet. Häufig kann so Knochenerkrankungen wie etwas Gicht vorbeugen. Vergessen sollte man in puncto Nahrung nicht die Trinkschale.

Kaufen:

Möchte man sich einen Nilwaran kaufen, gilt es auf viele Aspekte beim Erwerb zu schauen. Wer hier nicht genau aufpasst, kann schnell einen Fehlkauf tätigen. Was meist zu horrenden Tierarztrechnungen und viel Frust führt. Daher sollte man sich bei der Begutachtung der Tiere viel Zeit lassen und sich keinesfalls unter Druck setzen lassen.

Wer sich etwas unschlüssig ist, sollte grundsätzlich vom Kauf absehen oder zu einem anderen Händler gehen. Gerade unseriös erscheinende Züchter oder Zoohandlungen gilt es zu meiden. Welche Aspekte für ein gutes Tier sprechen, steht hier geschrieben:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum

Es existieren auch viele Anzeichen, wo man den Waran lieber nicht erwerben sollte. So sind ein hypernervöses oder apathisches Verhalten erste Warnzeichen. Was man gar nicht sehen möchte, sind Außen- oder Innenparasiten. Dies gilt auch für verkrustete, entzündete oder schlimmstenfalls eingefallene Augen.

Ebenfalls sollten die Gelenke nicht deformiert oder steif sein. Auch ein abgemagertes Erscheinungsbild oder gar Schwellungen unter der Haut oder im Bereich des Kiefers sind absolute No-Gos. Was übrigens auch für verdreckte und zu kleine Terrarien beim Händler gilt. Außerdem sollte man hellhörig werden, wenn der Verkäufer bei den Fragen immer wieder auf die gängige Fachliteratur verweist.

Der Nilwaran unterliegt wie alle anderen Waran-Arten auch dem Artenschutzrecht. Aufgrund dessen ist er meldepflichtig und es wird ein Herkunftsnachweis benötigt. Dieser stellt aber kein großes Problem dar. Schließlich gibt es viele Züchter in Deutschland.

Unser FAQ über den Nilwaran:

FAQ

Der Nilwaran gehört mit zu den am häufigsten angebotenen Waranen-Arten im Handel. Laut Aufzeichnungen der CITES-Behörden wurden in einem Zeitraum von 1970 bis 2005 ganze 309.759 lebende Tiere aus Afrika herausgebracht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Interesse an den urigen Echsen ziemlich groß ist. Dies hat uns schließlich dazu veranlasst ein kleines FAQ zu erstellen:

Sind Nilwarane giftig?

Immer wieder wird davor gewarnt, dass Nilwarane aggressiv sind und ihren Besitzer auch nach mehreren Jahren noch heftig attackieren können. Ein Biss oder Hieb mit dem Schwanz tut nicht nur weh, sondern kann auch für größere Verletzungen sorgen.

Und ja der Speichel der Tiere ist toxisch. Im Unterkiefer befindet sich nämlich eine Giftdrüse. Dieser Umstand und die enorme Größe, die die Tiere erreichen können, macht sie zur Heimhaltung so gut wie ungeeignet.

Wie werden Nilwarane zur Leder- oder Nahrungsmittelproduktion gefangen?

In Afrika ist der Nilwaran als Nahrungsmittel- und Lederlieferant ein begehrtes Tier. Die Jäger benutzen Angelleinen von 50 bis 100 cm an deren Häken sie Frösche, Fleischstücke oder Fische anbringen. Danach wird die Schnur einfach an einer stabilen Vegetation festgebunden und am Nachmittag werden schon die gefangenen Tiere eingesammelt.

Um die Population nicht zu völlig zu dezimieren, werden solche Fangaktionen nur alle 3 bis 4 Jahre durchgeführt. Außerdem könne die Jungtiere den Köder nicht verschlucken, da der Haken zu groß ist. Insgesamt werden pro Jahre mehrere Hunderttausend Häute exportiert. Trotz dieser großen Mengen ist die Population stabil und die Art ist nicht als gefährdet eingestuft.

Wie teuer sind Nilwarane?

Die Preise variieren stark. Jungtiere bekommt man teilweise für 30 bis 50 Euro mit Papieren. Subadulte und adulte Warane dieser Art kosten häufig um die 100 Euro. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Ausreißer nach oben und nach unten.

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