Stachelschwanzwaran

Warane sind nicht die beliebtesten Echsen in deutschen Terrarien. Wenn man sich aber detaillierter mit den Arten auseinandersetzt, wird man schnell über den Stachelschwanzwaran stolpern. Diese stammen aus Australien und sind an trockene und felsige Habitate gewöhnt. Die wie gefährliche, urzeitliche Drachen aussehenden Tiere sind aber friedlich und werden häufig zu Hause gehalten.

Die tagaktiven Einzelgänger sind überwiegend am Boden zu finden und verstecken sich mit Einbruch der Dunkelheit oder auch zur heißen Mittagssonne unter Felsspalten und Gräsern. Was die kleinen Warane so interessant macht und worauf es bei der Haltung wirklich ankommt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Es gibt hier nämlich einiges zu beachten. So halten die Tiere eine Winterruhe und können beispielsweise auf Artgenossen während dieser sehr aggressiv reagieren. Zudem sind diese Echsen sehr bewegungsfreudig. Sie lieben es zu klettern, aber auch das Graben bereitet ihnen große Freude. Was es noch über diese Art zu sagen gibt, erläutern wir in diesem Tier-Porträt.

Stachelschwanzwaran-Steckbrief:

Bezeichnungen:Stachelschwanzwaran (Varanus acanthurus)
Namensentstehung:Die Tiere verfügen über stachelartige Fortsätze am Schwanz. Daraus resultiert auch der Name STACHELSCHWANZwaran.
Aussehen:Der schlanke Körper ist mit gelben Flecken, Streifen und einem dunkelbraunen Netzmuster versehen. Die Grundfärbung ist bräunlich, der Bauch ist aber beige bis weiß gefärbt.
Größe:Bis zu 75 cm Gesamtlänge, wobei etwa 50 cm auf den Schwanz entfallen
Lebenserwartung:Bis zu 20 Jahre
Verbreitung:Nordwesten Australiens sowie einige vorgelagerte Inseln.
Lebensweise:Tagaktive Echsen, die auf dem Boden leben.
Fortpflanzung:Es werden 5 – 18 Eier zur Ablage in einen Bau gelegt.
Geschlechtsreife:Ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr
Feinde:Schlangen, Greifvögel, Zecken, Fadenwürmer und als Jungtiere werden sie von anderen Echsen gejagt.
Artenschutz:Meldepflichtiges Tier und es wird ein Herkunftsnachweis benötigt
Haltungsform:Paarweise oder in Gruppen mit einem Männchen
Terrarientyp:Trockenterrarium mit UV-Beleuchtung.
Temperatur:Tagsüber 25 – 30 °C, Nachts 20 – 22 °C, Sonneninseln 45 – 55 °C
Luftfeuchtigkeit:Tagsüber 40 bis 50 %, Nachts bis zu 60 %
Futter:Überwiegend Futterinsekten. Ab und an Babymäuse, Eier oder Fisch.
Schwierigkeitsgrad:Fortgeschrittene & Profis
Besonderheiten:Graben viel, können gut klettern, 4 – 8 Wochen andauernde Winterruhe & neigt zur Fettleibigkeit

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Merkmale & Aussehen:

Besonders beliebt sind diese Echsen bei Terrarianern aufgrund ihrer geringen Gesamtlänge. Etwa 70 bis allerhöchstens 75 cm werden die australischen Warane groß. Der Schwanz macht dabei das Meiste aus. Je nach Exemplar ist er 1,3 bis 2,3 fach so lang, wie Kopf und Rumpf zusammen.

Die Tiere sind dunkelbraun gefärbt und verfügen über helle Flecken an der ganzen Körperoberseite. Schaut man dabei genau hin, werden die hellen Flecken ab und an von dunklere Schuppen umrandet. Im Fachjargon spricht man hier von sogenannten Augenflecken. Darüber hinaus ist der Kopf braun gefärbt und ist ebenfalls im Besitz von unterschiedlich großen, gelben Flecken.

Sobald diese den Nacken erreicht haben, gehen sie in gelbe Streifen über. Der Bauch ist hell gefärbt. Je nach Exemplar ist er weiß oder eher gelblich gefärbt. Der Schwanz hingegen ist braun-gelb geringelt. Zudem verfügt über eine stachelige Beschuppung und ist im Querschnitt rund. Die stachelartigen Fortsätze sind auch der Grund für den deutschen Namen.

Möchte man die weiblichen von den männlichen Tieren anhand äußerer Merkmale unterscheiden, gelingt dies verhältnismäßig gut. Die männlichen Tiere verfügen beispielsweise über zwei vergrößerte Postanalschuppen an der Schwanzbasis. Beide Geschlechter fallen außerdem mit einer dekorativen Färbung und einem interessanten Muster auf.

Gut zu wissen:
In der freien Natur kann man den Stachelschwanzwaran durchaus mit anderen Waranen verwechseln. So schaut zum Beispiel der Zwergwaran auf den ersten und zweiten Blick fast genauso aus. Lediglich anhand der hellen Längsstreifen können die Arten unterschieden werden. Schließlich hat nur der Stachelschwanzwaran diese charakteristischen Merkmale an seinem Hals.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Steppenwaran-Verbreitung-Karte

Stachelschwanzwarane, stammen wie die hierzulande beliebten Bartagamen, aus dem fernen Australien. Dort findet man sie im Nordwesten sowie auf einigen vorgelagerten Inseln. Die klein bleibenden Warane leben dort in Trockengebieten, aber auch im offenen Buschland sowie in steinigen Halbwüsten. Sie legen großen Wert darauf, dass Felsen in ihrer Nähe sind.

Diese sind für die Stachelschwanzwarane überaus wichtig. Sie nutzen sie zum Sonnen oder suchen Schutz unter ihnen. Möchte ein Fressfeind sie aus einem Felsspalt bekommen, verteidigen die Echsen sich mit ihrem stacheligen Schwanz. Das Ganze klappt auch ganz gut und so können Schlangen, Greifvögel und größere Warane ihnen nur wenig anhaben.

Allerdings dienen nicht nur Steine oder Felsspalten als Rückzugsort. Viele wissen es gar nicht, aber diese Tiere können sehr gut klettern. Daher verstecken sie sich auch in kleinen Baumhöhlen. Darüber hinaus haben sie die Süßgräser der Pflanzengattung Spinifex für sich entdeckt. Die in Australien vorkommenden Gräser eignen sich gut als Versteck auf der Flucht vor einem Fressfeind.

Gut zu wissen:
Die Population der Stachelschwanzwarane gilt als stabil und relativ groß. Die Echsen werden daher nicht auf der Roten Liste der IUCN erwähnt. Allerdings ist der internationale Vertrieb nach CITES Anhang II geregelt. Die Tiere müssen bei der zuständigen Behörde gemeldet werden.

Lebensweise & Verhalten:

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Alle Warane sind richtige Einzelgänger und gelten als tagaktiv. Dies ist auch hier der Fall. Die Tiere sind überwiegend bodenbewohnend und suchen die Nähe zu Felsformationen. Aber auch die Spinifex-Gräser dienen oft als Unterschlupf in der Nacht, oder während den heißen Stunden des Tages. Charakteristisch für diese Art ist die geringe Aktivität und die damit einhergehende niedrige Stoffwechselrate. Die Tiere sind aufgrund dieser Umstände als Lauerjäger aktiv.

In der freien Wildbahn stehen Heuschrecken, Käfer und Schaben weit oben auf der Futterliste. Aber auch kleinere Echsen, wie Geckos, Skinke und kleinere Agamen werden verspeist. Ist die Not besonders groß und kein anderes Futter in Sicht, wandern auch Spinnen, Schnecken und junge Beutelsäuger in den Magen. Stachelschwanzwarane decken ihren Flüssigkeitsbedarf zu fast 70 % mit der Aufnahme fester Nahrung.

Gut zu wissen:
Diese Warane müssen sich nicht nur vor klassischen Fressfeinden in Acht nehmen. Auch Zecken und Fadenwürmer befallen die Art in der freien Natur häufig. Ganze 75 % der Tiere sind mit Fadenwürmern parasitiert. Der Befall mit Zecken ist dagegen verhältnismäßig gering.

Fortpflanzung & Schlupf in der Wildnis:

Es gibt nur spärliche Daten über die Fortpflanzung von Stachelwaranen in der freien Natur. Etwas nach zwei bis drei Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Zu diesem Zeitpunkt beträgt die Kopf-Rumpf-Länge der Männchen etwa 12 cm. Die weiblichen Tiere sind oft etwas kleiner.

Die Paarungszeit beginnt im Frühsommer und sorgt für harte Kämpfe zwischen den Männchen. Diese werden im Fachjargon als Kommentkämpfe zeichnet und enden oft mit Verletzungen. Der Sieger hat dann das Recht das Weibchen zu begatten. Dafür beißt er dem paarungswilligen Weibchen in den Nacken.

Dadurch kann er es gut unter Kontrolle halten, während er den Hemipenis in die Kloake einführt. Nach dem Geschlechtsakt wird das Weibchen erst mal längere Zeit trächtig. Kurz vor der Eiablage beginnt es mit dem Graben einer Erdhöhle. In diese legt sie dann zwischen 5 und 18 Eier. Dann dauert es noch mal rund 120 bis 140 Tage und schon ist der Nachwuchs geschlüpft. Dieser ist zu Beginn etwa 15 cm groß.

Gut zu wissen:
Meist bleibt es nicht bei einem Gelege pro Jahr. Stimmt das Nahrungsangebot, sind durchaus zwei bis drei Gelege im Rahmen des Möglichen. Haben die Schlüpflinge die ersten Monate überlebt, stehen die Chancen gut bis zu 10 Jahre alt zu werden.

Stachelschwanzwaran-Haltung kurz & knapp erklärt:

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Die aus Australien stammenden Warane sind sehr beliebt unter Terrarianern. Das hat viele Gründe. So wird diese Art für Warane relativ klein. Zudem sind die Anschaffungspreise moderat und viele Händler und Züchter haben passende Tiere im Angebot. Allerdings empfiehlt sich hier die paarweise Haltungsform oder eine Gruppe mit einem einzigen Männchen.

Das bedeutet aber auch, dass das Terrarium größer ausfallen muss. Viele Informationen über die Bodenbewohner gibt es nicht im Netz. Auch bei Büchern wird man nicht wirklich fündig. Man braucht daher etwas Erfahrung in der Pflege von Echsen aus Trockengebieten. Wer bereits einmal Bartagamen oder Wüstenleguane gehalten hat, eignet sich als Halter besonders.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Wer sich für die Haltung der Stachelschwanzwarane entschieden hat, braucht einiges an Ausrüstung. Mit einem Trockenterrarium allein ist es da nicht getan. Was man alles benötigt, verrät dir unsere Liste:

  • Trockenterrarium
  • Grundbeleuchtung
  • Wärmestrahler
  • UV-Lampe
  • Heizmatte / Heizstein
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Sand-/Lehmgemisch
  • Felsaufbauten
  • Strukturrückwand
  • Versteckmöglichkeiten
  • Wassernapf
  • Futterinsekten
  • Literatur
Die Haltung dieser Warane eignet sich für Fortgeschrittene und Profis. Wer sich als Anfänger trotzdem an die Pflege dieser australischen Warane wagt, muss sich gründlich einlesen. Damit sind nicht nur die artspezifischen Merkmale gemeint, sondern auch Beiträge übers Terrarium. Der Bau als auch die Einrichtung verlangen nämlich einiges von einem ab.

Terrarium:

Diese Echsen sind sehr aktiv und werden zudem paarweise gehalten. Daher ist das Terrarium eine Ecke größer. Es empfiehlt sich ein Becken mit den Maßen 150 x 100 x 70 cm. Gerne darf das Trockenterrarium aber auch größer ausfallen. Gerade Stachelschwanzwarane sind als Steppenbewohner an viel Licht gewöhnt. Aufgrund dessen sollte sie 12 bis 14 Stunden täglich beleuchten.

Der Bodengrund besteht aus einen bis zu 30 cm hohem Sand-Lehm-Gemisch. Die Stachelschwanzwarane graben nämlich gerne. Als Deko eignen sich unechte Pflanzen. Diese fungieren ebenfalls als Sichtschutz und Versteckmöglichkeiten. Gleiches gilt für einsturzsichere Felsaufbauten und Wurzeln.

Die Rückwände oder Seitenwände dürfen gerne mit Korkplatten beklebt werden. Bessere Erfahrungen haben wir aber mit Strukturwänden gemacht. Sie schauen besser aus und vergrößern den Aktionsradius um ein Vielfaches. Außerdem bekommen die Tiere so zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten. Gebaut werden solche Wände aus Styropor, Kleber und etwas Sand. Wirklich jeder Halter kann so eine Strukturwand selber bauen.

Wer möchte, kann noch Korkröhren oder Höhlen im Inneren des Terrariums platzieren. Diese Verstecke werden gerne von den Tieren angenommen. Anstelle von Korkröhren kann man aber auch hohle Baumstümpfe nehmen. Sie schauen natürlicher aus und machen damit deutlich mehr her. Nicht vergessen darf man die benötigte Wasserschale.

Klimagestaltung:

Bei der artgerechten Haltung spielt das Klima im Terrarium eine große Rolle. So brauchen Stachelschwanzwarane als wechselwarme Tiere ein Temperaturgefälle zur Steuerung der eigenen Körpertemperatur. Damit dies gelingt, braucht man eine Sonneninsel. Dort tanken die Tiere wichtiges Vitamin D3 und wärmen sich auf. Hier darf es punktuell bis zu 55 Grad Celsius warm werden.

Im restlichen Teil des Terrariums sind Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius vollkommen in Ordnung. Nachts hingegen genügen sogar 20 bis 22 Grad Celsius. In der Regel genügen die Wärmespots, um die geforderten Temperaturen zu erreichen. Manchmal kann aber auch die Anschaffung einer Heizmatte oder eines Heizsteins fällig werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte am Tag etwa bei 40 bis 50 Prozent liegen. Nachts darf sie auf bis zu 60 Prozent ansteigen. Damit dies auch gelingt, kann man das Innere des Terrariums mit Wasser besprühen. Wer das Ganze lieber automatisieren möchte, kann auch eine Beregnungsanlage installieren. Diese ist aber teuer und hier etwas zu viel des Guten.

Damit die Luftfeuchte sowie die verschiedenen Temperaturen innerhalb der Zonen gemessen werden könne, benötigt man mehrere Thermo- und Hygrometer. Allerdings gibt es inzwischen auch gute Kombigeräte mit mehreren Fühlern. Diese bestechen mit einem großen Bildschirm, wo man alle Werte ablesen kann. So ein Messinstrument ist definitiv keine schlechte Anschaffung.

Futter:

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In der freien Wildbahn ernähren sich die Kleinwarane hauptsächlich von Insekten. Dieser Ernährung sollte man auch als Halter nachkommen. Von den Tieren werden gerne lebende Futterinsekten, wie Heimchen, Grillen, Schaben oder Heuschrecken angenommen.

Empfehlenswert ist deren Bestäubung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten. Nur so nehmen die Stachelschwanzwarane im Terrarium genügend Nährstoffe auf. Die beugt Stoffwechselerkrankungen wie Gicht oder weichen Knochen vor.

Ab und an darf man den Tieren auch mal etwas besonders anbieten. Dafür eignen sich Eier, Fische oder Babymäuse. Da diese Warane aber schnell zu fett werden, sollte man die Gabe solcher Leckerlis auf ein bis zweimal im Monat beschränken. Dies gilt übrigens auch für Wachsmotten, Mehlwürmer sowie Zophobas-Larven.

Bei adulten Tieren dieser Art reicht eine ein bis zweimalige Fütterung pro Woche vollkommen. Andernfalls nehmen die Tiere schnell zu und verfetten. Das Gewicht seiner Lieblinge sollte man daher stets genau im Blick haben. Gleiches gilt für die gesundheitliche Verfassung. Im Zweifel sollte immer ein reptilienkundiger Tierarzt aufgesucht werden.

Winterruhe:

In der Wildnis halten Stachelschwanzwarane einer Winterruhe. Diese sollte man auch im Terrarium nachstellen. Schließlich sollte sich eine artgerechte Haltung immer am natürlichen Verhalten der Tiere orientieren. Während dieser Ruhephase sind die kleinen Warane sehr träge und fressen meist gar nicht. Um die Überwinterung einzuläuten, sollte man die Temperaturen schrittweise reduzieren. Gleiches gilt für die Beleuchtung.

Diese muss so lange verkürzt werden, bis sie schließlich völlig aus ist. Die Temperatur sollte sich zu diesem Zeitpunkt in einem Rahmen von 18 bis 20 Grad Celsius bewegen. Nach einer Ruhephase von etwa 4 bis 8 Wochen kann man dann die Beleuchtung sowie die Temperatur stufenweise anheben.

Erreicht man während der Winterruhe nicht die gewünschten Temperaturen im Terrarium, kann man die Stachelschwanzwarane auch in Überwinterungsboxen im kühleren Keller setzen. Diese müssen auch nicht so groß und geräumig, wie ein richtiges Terrarium sein. Schließlich bewegen sich die Tiere fast gar nicht, während der Winterruhe.

Bevor man die Winterruhe einläutet, sollte man eine Kotuntersuchung durchführen lassen. Diese kann ein Tierarzt durchrühren oder man kauft fertige Sets, nimmt die Kotprobe selbst und schickt sie ein. Letzteres ist natürlich günstiger und man muss nicht extra einen Tierarzt konsultieren.

Gut zu wissen:
Während der Winterruhe sollten die Geschlechter getrennt werden. Ansonsten kann es ohne Vorwarnung zu aggressiven Verhalten gegenüber dem Kameraden kommen. Grundsätzlich gesprochen ist es empfehlenswert, wenn man über eine Abtrennmöglichkeit oder gar ein Ersatzterrarium verfügt. Letzteres kann auch gut für Quarantäne-Maßnahmen genutzt werden.

Kaufen:

Stachelschwanzwarane werden häufig sehr günstig angeboten und sehen als Jungtiere wirklich verlockend süß aus. Daher kaufen auch viele später überforderte Halter die kleinen Warane. Darum soll es aber gar nicht gehen. Wer sich für den Erwerb eines solchen Tieres entschieden hat, muss bei der Besichtigung auf ein paar Dinge achten.

Während der Begutachtung der Tiere sollte man sich Zeit lassen. Auf keinen Fall darf man sich vom Anbieter dabei hetzen lassen. Wer die Stachelschwanzwarane genau mustert, wird verschiedene Dinge erkennen können. Gerade bei diesen Anzeichen ist sofort vom Kauf abzusehen:

  • Hypernervöses Verhalten
  • Außen- & Innenparasiten
  • Apathisches Verhalten
  • Verkrustete, entzündete oder eingefallene Augen
  • Deformationen aller Art
  • Steife Gelenke oder Gliedmaßen
  • Abgemagertes Äußeres
  • Schwellungen unter der Haut oder im Kieferbereich

Selbstverständlich gibt es auch Eigenschaften, wo man von einem guten Stachelschwanzwaran zum Kauf redet. Welche das sind, steht hier geschrieben:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum
Gesetzliche Regelungen:
Warane unterliegen dem Artenschutzrecht. Sie sind daher meldepflichtig und es wird zusätzlich noch ein Herkunftsnachweis benötigt. Letzterer ist aber kein Problem, da fast alle im Handel angebotenen Tiere Nachzuchten aus Deutschland sind.

Unser FAQ über Stachelschwanzwarane:

FAQ

Stachelschwanzwarane werden aus der Gattung der Warane wohl am häufigsten gehalten. Dies macht sich vor allem darin bemerkbar, dass uns viele Fragen rund um die australischen Warane erreichen. Daher haben wir uns hingesetzt und ein FAQ erstellt. Im Folgenden findest du die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen unserer Leser:

Sind Stachelschwanzwarane womöglich giftig?

Nach dem Biss eines Warans kann es zu Wundbrand, Lähmungserscheinungen und starken Entzündungen kommen. Lange hat man vermutet, dass im Speichel der Tiere toxische Bakterien enthalten sind. Dem ist aber nicht so. Alle Warane verfügen über eine Giftdrüse in ihrem Mund. Beim Zubeißen wird das Gift dann über kleine Kanäle im Mundinneren freigesetzt.

Werden Stachelschwanzwarane zahm?

Unserer Meinung nach werden diese Warane nie besonders zahm. Man muss stets Sicherheitshandschuhe tragen und auf der Hut sein. Eine große Bindung zum Pfleger bauen diese Echsen nur selten auf. Zudem handelt es sich hier um keine Kuschel- oder Streicheltiere. Der versierte Terrarianer erfreut sich ausschließlich am Beobachten der Tiere im Terrarium.

Wie lassen sich Männchen von Weibchen unterscheiden?

Grundsätzlich ist es nie ganz einfach eine Geschlechtsbestimmung ohne Sondierung von einem Tierarzt vorzunehmen. Allerdings haben geschlechtsreife Männchen eine verdickte Schwanzbasis und häufig auch vergrößerte Postanalschuppen. Zudem verfügen männliche Stachelschwanzwarane über vergrößerte Postanalschuppen. Als Alternative zu einer Sondierung bietet sich eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung an.

Wie lässt sich die Verfettung der Stachelschwanzwarane verhindern?

Es ist allseits bekannt, dass adulte Exemplare schnell zu fett werden. Daher sollte man sie nur ein oder zweimal im Monat mit Eiern, Fisch oder Babymäusen füttern. Auch die fetthaltigen Mehlwürmer, Zophobas und Wachsmotten sollte man nicht zu oft geben. Zudem genügt eine einmalige bis zweimalige Fütterung in der Woche.

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