YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die aus Afrika stammende Echse wird bis zu 1,50 Meter lang und ist hierzulande als Terrarien-Tier bekannt. Das bodenbewohnende Lebewesen ernährt sich von Insekten, Mäusen, Küken, Eiern und Aas. Zudem hält der Steppenwaran eine längere Ruhephase während der Trockenzeit. Er gehört zu den 3 beliebtesten Waran-Arten unter Terrarianern. Daher kann man in Deutschland relativ einfach ein Exemplar als Haustier kaufen.

Doch was man über die großen Echsen im Allgemeinen wissen, kann man sie bereits als Einsteiger halten und sind die Tiere womöglich giftig? Diese Fragen und noch einige mehr werden wir in diesem Ratgeber beantworten. Am Schluss des Beitrags findest du noch ein kleines FAQ mit den Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. So bekommst du in diesem Guide wirklich alle wichtigen Informationen.

Gut zu wissen:
In Afrika werden Steppenwarane stark bejagt. Dies hat gleich mehrere Gründe. Der Export für Zooläden spielt dabei eine tragende Rolle. Jedes Jahr werden bis zu 100.000 Exemplare lebendig gefangen und exportiert. Hierzulande werden die riesigen Echsen dann sehr günstig an verkauft. Aber auch als Fleischlieferant und zur Lederproduktion werden die Steppenwarane erlegt. Gerade letzterer Aspekt übersteigt die Zahlen des Heimtierhandels um ein Vielfaches.

Steppenwaran-Steckbrief:

Bezeichnungen:Steppenwaran (Varanus exanthematicus)
Aussehen:Stämmige, untersetzte Echse mit großem Kopf. Braune bis graue Grundfärbung mit variabler Zeichnung von hellen, dunkel umrandeten Flecken auf der Körperoberseite.
Größe:Bis zu 1,50 Meter Gesamtlänge, wobei bis zu 0,90 Meter auf den Schwanz entfallen
Lebenserwartung:Bis zu 20 Jahre
Verbreitung:In Afrika und dort in Grasländern, Wäldern, Steppen, bewaldete Flussufern, Plantagen und in urbanem Gelände.
Lebensweise:Tagaktive Echsen, die auf dem Boden leben.
Fortpflanzung:Es werden 6 – 29 Eier zur Ablage in einen Bau gelegt.
Geschlechtsreife:Aber eine Länge von 60 bis 70 cm
Feinde:Schlangen, Greifvögel, Zecken und als Jungtiere werden sie von anderen Waranen gejagt.
Artenschutz:Meldepflichtiges Tier und es wird ein Herkunftsnachweis benötigt
Haltungsform:Einzeln oder Paarweise
Terrarientyp:Trockenterrarium, ganzes Zimmer oder Anlage mit UV-Beleuchtung.
Temperatur:Tagsüber 28 – 35 °C, Nachts 20 – 22 °C, Sonneninseln 50 – 60 °C
Luftfeuchtigkeit:50 – 70 %
Futter:Insekten, Mäuse, Küken & Eier
Schwierigkeitsgrad:Fortgeschrittene & Profis
Besonderheiten:Sehr wasserscheu, 8 – 12 Wochen andauernde Winterruhe & neigt zur Fettleibigkeit

Möchtest du mit der Haltung des Steppenwarans beginnen?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

Merkmale & Aussehen:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Diese Echsen können in Ausnahmefällen bis zu 1,50 Meter lang werden. Allerdings werden solche Maße nur in Gefangenschaft erlangt. In der freien Wildbahn sind bereits Exemplare von über einen Meter Länge sehr selten anzutreffen. Im Durchschnitt sind die Tiere etwa 700 Gramm schwer und der Schwanz hat etwa die 0,9 bis 1,2 fache Länge von Kopf und Rumpf zusammen.

Die Tiere sind in der Regel bräunlich gefärbt, wobei die Farbe auch mal in ein leichtes Grau mit trübem Orange-Ton übergehen kann. Betrachtet man die Steppenwarane genauer, fällt einem die variable Zeichnung samt Flecken auf. Diese befinden sich auf der Körperoberseite und sind meist hell samt einer dunklen Umrandung.

Ab und an sind diese in Bändern oder Netzmustern angeordnet. Der Schwanz der Tiere ist entweder ganzheitlich gefärbt oder verfügt über eine kaum zu erkennende, dunkle Bänderung. In gelber Farbe erstrahlt die Unterseite der Echsen. Die Schuppen am Kopf sind sehr groß und nicht gleichmäßig geformt. Zum Nacken hin werden sie größer und die Form geht von Rund in Richtung Oval.

Betrachtet man die Tiere beim Züngeln genauer, erkennt man eine gespalten und meist blau gefärbte Zunge. Mit dieser können sie wie alle anderen Waran-Arten riechen und entfernte Beute aufspüren. Diese verschlingen sie dann oft in einem Stück, wie es auch Schlagen machen. Damit dies auch gelingt, können sie ihr Kiefergelenk einfach aushängen.

Gut zu wissen:
Oft wird der Steppenwaran mit dem Weißkehlwaran verwechselt. Beide Tiere schauen sich wirklich zum Verwechseln ähnlich. Allerdings werden Weißkehlwarane um ein Vielfaches schwerer und sie besitzen einen deutlich sichtbaren Temporalstreifen. Dieser beginnt hinter dem Auge und zieht sich dann bis zur Schulter. Dort angekommen verzweigt er sich über den kompletten Rumpf.

Verbreitung & natürlicher Lebensraum:

Verbreitungsgebiet

Der Steppenwaran stammt aus Afrika und bewohnt dort nicht nur Steppen. Der Name ist also etwas trügerisch. Man findet ihn in Grasländern, in Wäldern, in der Nähe von bewaldeten Flussufern sowie auf Plantagen. Selbst in urbanen Gebieten bewegen sich die schlanken Echsen. Allerdings machen sie dabei vor hohen Lagen halt. Nur ganz selten findet man sie oberhalb von 800 Höhenmeter.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich südlich der Sahara bis hin zu den tropischen Regenwäldern im Norden. Im Westen beginnt das Habitat im Senegal und verläuft bis in den Sudan im Osten des Kontinents. Interessant ist dabei, dass die Tiere sich nur in wenigen Fällen in der Sahara oder in geschlossenen Wäldern aufhalten. Ebenso halten sie Abstand zum Menschen. Auch in urbanen Räumen sind sehr scheu.

Gut zu wissen:
In der freien Wildnis nimmt der Bestand der Tiere weiterhin ab. Allerdings werden sie nicht als gefährdete Art eingestuft und genaue Zahlen über die Population gibt es nicht. Zumindest ist der Handel nach CITES Anhang II geregelt.

Lebensweise & Verhalten:

Steppenwarane sind tagaktive Einzelgänger, die sich hauptsächlich am Boden aufhalten. Allerdings können sie auch klettern, nutzen diese Fähigkeit aber eher selten. Ab und an kann man sie beim Jagen auf Bäumen beobachten. Zum Schutz vor der sengenden Hitze am Mittag oder vor Feinden suchen die Echsen ihre selbst gegrabenen Höhlen auf. Diese werden aber auch nachts als Verstecke genutzt.

Nicht immer buddeln die Warane selbst die großen Unterschlüpfe. Oft werden auch hohle Baumstämme genutzt oder einfach die Bauten von Grillen, Termiten oder Säugetieren genutzt. In der Regel verlassen die Tiere ihre Bauten morgens um 9 Uhr, um sich auf die Suche nach Fressbarem zu machen. Am wärmsten Zeitpunkt des Tages, also zwischen 14 und 15 Uhr kehren sie dann wieder zurück.

Dann machen sie sich noch mal kurz auf den Weg und sind bereits 3 Stunden später wieder in ihrem Unterschlupf und machen sich fürs Schlafen bereit. Die Tiere richten ihre Aktivität sehr stark nach der Trocken- und Regenzeit aus. Während letzterer sind sie sehr aktiv und möchten sich fortpflanzen. Bis zu 8 Monate dauert diese Phase.

Die Trockenzeit hingegen ist eher eine passive Zeit. Aufgrund von Nahrungsmangel und den hohen Temperaturen ziehen sich die Tiere in ihre Unterschlüpfe zurück und halten eine Art Winterruhe. Gerade die letzten 4 Wochen zehren häufig an Kraft- und Fettreserven der Steppenwarane. Diese werden die afrikanischen Warane aber bald wieder auffüllen.

Gut zu wissen:
Diese Warane können sehr gut schwimmen. Allerdings trifft man sie nur selten im kühlen Nass an. Interessant ist ebenfalls, wie sich innerhalb ihres großen Areals orientieren. Hierfür nutzen sie ihre gegabelte Zunge mithilfe derer sie Gerüche wahrnehmen können.

Ernährung & Jagdverhalten:

Die wählerischen Fleischfresser sind gute Jäger, die ihre Beute am Boden aktiv verfolgen oder diese sogar ausgraben. Des Weiteren dringen sie in Säugerbaue ein und verspeisen die Bewohner. Dafür wird die Beute an die Oberfläche gebracht und dann einfach verschluckt. Läuft die Jagd gut, kann so ein Steppenwaran bis zu 18 % seines Gewichts an einem Tag fressen.

Auf der Futterliste der afrikanischen Echsen stehen verschiedenste Tiere. So ernähren sie sich überwiegend von Tausendfüßern, Käfern, Schmetterlingsraupen, Heuschrecken, Echseneiern, Schnecken und Skorpione. Aber auch kleinere Artgenossen und Aas werden gefressen. In urbanen Regionen hat man die Tiere sogar schon beim Verspeisen von Sandwiches beobachtet.

Gut zu wissen:
Steppenwarane sind sehr gute Jäger, aber auch sie haben natürliche Feinde. So müssen sie sich vor Greifvögeln, Schlangen und größeren Waran-Arten in Acht nehmen. Auch bestimme Zecken-Gattungen, wie Amblyomma und Aponomma befallen die Echsen sehr gerne.

Fortpflanzung & Schlupf in der Wildbahn:

Alle afrikanischen Warane sind dafür bekannt, dass sie sehr große Gelege produzieren. Das ist auch hier der Fall. Für die Eiablage werden etwa 20 bis 30 cm tiefe und 30 bis 60 cm lange Bauten gegraben, die nach der erfolgreichen Eiablage wieder mit Aushub gefüllt werden. Im Inneren befinden sich je nach Weibchen zwischen 6 und 29 Eier.

Die Jungtiere schlüpfen nach 150 bis 180 Tagen. Allerdings sorgt eine lange Dürreperiode dafür, dass die Inkubationszeit etwas ansteigt. Die frisch geschlüpften Steppenwarane sind etwa 15 bis 17 cm lang und wiegen im Mittel 6 Gramm. Solange die Tiere noch klein sind, müssen sie stark ums Überleben kämpfen.

Verschiedene Greifvögel, Schlangen als auch Artgenossen verspeisen sie nämlich sehr gerne. Haben sie diese Phase erst mal überstanden ist mit einer Lebenserwartung von 10 Jahren zu rechnen. Zumindest in der freien Natur – im Terrarium hingegen werden sie oft doppelt so alt. Den guten Fütterungsbedingungen sowie den fehlenden Fressfeinden sei Dank.

Gut zu wissen:
Während der Paarungszeit kommt es zu harten Kämpfen zwischen den männlichen Tieren. Die sogenannten Kommentkämpfe gehen mit Schwanzschlägen, Bissen und Umschlingen einher. Hat sich ein Männchen erfolgreich durchgesetzt, verbeißt es sich im Nacken des Weibchens und führt seinen Hemipenis in deren Kloake ein. Direkt nach der Kopulation trennen sich die Tiere wieder.

Steppenwaran-Haltung kurz & knapp erklärt:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wer sich näher mit der Haltung von Steppenwaranen beschäftigen möchte, muss sich gar nicht so gründlich in die Materie einarbeiten. Zuerst sollte man nämlich abklären, ob man über ausreichend Platz und finanzielles Budget für solch groß werdende Tiere verfügt. Außerdem braucht man zur Haltung etwas mehr Knowhow in der Pflege von Echsen.

Deswegen ist die Steppenwaran-Haltung nichts für Einsteiger. Diese sollten sich eher mit Bartagamen oder Leguanen auseinandersetzen. Nicht zuletzt, weil es deutlich mehr Fachliteratur und Webseiten gibt und man damit fehlende Erfahrung schneller ausgleichen kann. Außerdem gibt es mehr Foren und Halter, die einem bei Problemen schnell weiterhelfen können.

Grundlegendes zur Pflege:
Diese Warane sollten paarweise gehalten werden. Aber auch die Einzelhaltung ist möglich. Schließlich leben sie in der Natur auch als Einzelgänger. Viele Halter berichten auch davon, dass eine gruppenweise Haltung möglich sei. Hierfür darf man aber niemals mehr als 1 Männchen innerhalb des Gefüges haben. Zudem muss das Terrarium für diese Form der Haltung sehr groß sein.

Unsere Checkliste für die Erstausstattung:

Wer sich für die Haltung der Stachelschwanzwarane entschieden hat, braucht einiges an Ausrüstung. Mit einem Trockenterrarium allein ist es da nicht getan. Was man alles benötigt, verrät dir unsere Liste:

  • Trockenterrarium
  • Grundbeleuchtung
  • Wärmestrahler
  • UV-Lampe
  • Heizmatte
  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Sand-/Lehmgemisch
  • Felsaufbauten
  • Strukturrückwand
  • Versteckmöglihckeiten
  • Wassernapf
  • Futterinsekten
  • Literatur

Die Haltung dieser Warane eignet sich für Fortgeschrittene und Profis. Wer sich als Anfänger trotzdem an die Pflege dieser australischen Warane wagt, muss sich gründlich einlesen. Damit sind nicht nur die artspezifischen Merkmale gemeint, sondern auch Beiträge übers Terrarium. Der Bau als auch die Einrichtung verlangen nämlich einiges von einem ab.

Terrarium:

Für die Haltung eines Paares empfiehlt sich ein Trockenterrarium mit den Maßen 300 x 100 x 120. Der Bodengrund sollte aus einem grabfähigen Substrat bestehen. Gute Erfahrungen haben wir mit Mischungen aus Lehm und Sand gemacht. Gerne vergessen, aber sehr wichtig ist ein Trinkgefäß im Becken. Gleiches gilt für ein paar senkrechte und waagrechte Äste.

Des Weiteren empfehlen sich für eine artgerechte Haltung mehrere Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Dafür kann man auf große Korkröhren, Wurzeln und einsturzsichere Steinaufbauten zurückgreifen. Abgerundet wird das Terrarium mit künstlichen oder echten Pflanzen. Wir empfehlen verschiedene Farn- oder auch Ficus-Arten. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass die Bepflanzung ungiftig und robust ist.

Klimagestaltung:

Das richtige Klima ist für die aus Afrika kommenden Echsen überaus wichtig. Tagsüber sollte sich die Temperatur in einem Bereich von 28 bis 35 Grad Celsius bewegen. In der Nähe der Wärmespots darf es auch gerne deutlich wärmer werden. Bis zu 60 Grad Celsius können hier sinnvoll sein. Nachts hingegen reichen 20 bis 22 Grad Celsius vollkommen aus.

Die Luftfeuchtigkeit ist etwas zu vernachlässigen. Sie sollte sich bei 60 bis 70 Prozent bewegen. Während der Regenzeit sind auch Werte von bis zu 90 Prozent machbar. Die Tiere halten eine 2 bis 3 Monate andauernde Ruhephase. Dafür sollte die Temperatur auf etwa 15 Grad Celsius abgesenkt werden.

Futter:

In der Terraristik wird zur Fütterung der großen Echsen hauptsächlich auf Insekten, Mäuse und Küken zurückgegriffen. Wir haben gute Erfahrungen damit gesammelt das Futter mit Kalzium- und Vitaminpräparaten zu bestäuben. Zudem sollte man ein gutes Auge auf das Gewicht haben. Die Tiere neigen dazu schnell zu verfetten.

Viele Halter haben uns davon berichtet, dass sich die Steppenwarane über Innereien, Rindergehacktes mit Ei und auch Fisch freuen. Es sollte sich hierbei aber um besondere Mahlzeiten handeln. Auch Rinderherz, Babyratten und nestjunge Mäuse können ins Steppenwaran-Terrarium gegeben werden.

Zucht:

Nachdem die Winterruhe vorbei ist, sollte man eine Regenperiode nachstellen. Danach kommen die Tiere auch schon so langsam in den Paarungsmodus. Diese kann mehrere Stunden andauern und beginnt mit einem Kopfnicken. Etwa 4 bis 5 Wochen nach dem Geschlechtsakt legt das trächtige Weibchen auch schon seine Eier ab. Meist sind es 10 bis 55 solcher Eier, die in eine selbst gegrabene Höhle gelegt werden.

Sollte der Bodengrund dafür nicht tief genug sein, sollte man dem Tier eine Eiablagebox anbieten. So oder so sollten die Eier dann ausgegraben werden und in einen Inkubator gebracht werden. Dabei sollte eine Temperatur von 29 bis 33 Grad Celsius herrschen. Bis zu einer Größe von 5 cm werden die Jungtiere mit kleinen Insekten gefüttert. Ein zusätzliches Becken zur Aufzucht der Schlüpflinge ist natürlich Pflicht.

Kaufen:

Diese Warane werden häufig sehr günstig angeboten und daher auch von Menschen erworben, die dabei einige Schnitzer machen. Damit gemeinst ist gar nicht das Fehlwissen in puncto Körpergröße oder Terrariengröße. Uns geht es viel mehr um Anzeichen, die auf Erkrankungen oder Störungen hinweisen. Welche das sind, steht hier:

  • Hypernervöses Verhalten
  • Außen- & Innenparasiten
  • Apathisches Verhalten
  • Verkrustete, entzündete oder eingefallene Augen
  • Deformationen aller Art
  • Steife Gelenke oder Gliedmaßen
  • Abgemagertes Äußeres
  • Schwellungen unter der Haut oder im Kieferbereich

Hat man den Waran ausgiebig angeschaut, sollte man auch noch mal einen Blick auf die folgenden Dinge werfen. Es handelt sich hier um Eigenschaften von guten Tieren:

  • Wohlgenährt
  • Klare, leuchtende Augen
  • Keine Verletzungen oder Abschürfungen
  • Kräftige Schwanzwurzel
  • Saubere Kloake
  • Nicht verschleimter Maulinnenraum
Gesetzliche Regelungen:
Warane unterliegen dem Artenschutzrecht. Sie sind daher meldepflichtig und es wird zusätzlich noch ein Herkunftsnachweis benötigt. Letzterer ist aber kein Problem, da fast alle im Handel angebotenen Tiere Nachzuchten aus Deutschland sind.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Wer mit dem Gedanken spielt einen Waran zu halten, der wird schnell mit dem Steppenwaran Bekanntschaft schließen. Die Tiere bleiben für Warane verhältnismäßig klein und können daher auch von Privatleuten gehalten werden. Allerdings ist die Haltung nicht wirklich einsteigerfreundlich, was man anhand der Flut an Fragen merkt, die uns gestellt werden. Daher haben wir den Artikel grundlegend überarbeitet und ein FAQ erstellt:

Ist der Steppenwaran womöglich giftig?

Lange wurde herumgerätselt, ober der Speichel von Waranen mit toxischen Bakterien versetzt ist oder die Tiere wirklich giftig sind. Jüngste Studien haben ergeben, dass alle Warane in ihrem Mund eine Drüse mit Gift besitzen. Über Kanäle ist diese mit dem Mundraum verbunden. Sobald ein Steppenwaran zubeißt, wird die giftige Substanz freigesetzt.

Die darin enthaltenen Proteine hemmen die Blutgerinnung, sorgen für Muskelstarre und können eine Bewusstlosigkeit hervorrufen. Ähnliche Mixturen hat man auch bei Schlangen und Krustenechsen gefunden. Damit sind Warane nicht nur sehr gefährliche, sondern auch giftige Raubtiere. Der Umgang mit ihnen will daher wohlüberlegt sein.

Werden Steppenwarane handzahm?

Reptilien sind keine Kuscheltiere. Das ist auch hier der Fall. Zudem gelten Steppenwarane als überaus territorial und angriffslustig. Mithilfe des Schwanzes können sie zuschlagen und ein Biss, kann überaus schmerzhaft sein. Häufig entzünden sich solche Bisswunden stark und die Heilung zieht sich über mehrere Wochen. Handschuhe gelten daher als die minimale Schutzausrüstung. Handzahm werden diese Warane nie. Viele Halter berichten aber davon, dass Nachzuchten zahmer als Wildfänge sind.

Wo kann man Steppenwarane kaufen?

Es gibt hier mehrere Möglichkeiten. Für Anfänger empfiehlt sich der Kauf einer Nachzucht aus Deutschland. Wer bereits etwas Erfahrung im Umgang mit Echsen hat, kann auch ein Tier aus Afrika importieren. Wir sind allerdings kein Fan von Wildfängen oder auch afrikanischen Farmzuchten. Wir empfehlen daher den Gang zu einem ortsansässigen Händler oder Züchter.

Wie lässt sich das Geschlecht bei Steppenwaranen bestimmen?

Es gibt hier 2 Möglichkeiten. Wer es zu 100 Prozent genau wissen möchte, sollte eine Sondierung von einem reptilienkundigen Tierarzt vornehmen lassen. Allerdings können dabei langfristige Schädigungen entstehen. Wem dies zu gefährlich oder zu teuer ist, kann sich auf die Geschlechtsmerkmale verlassen.

Männliche Tiere sind kräftiger und haben einen wuchtigeren Kopf. Zudem kann man bei der Untersuchung der Schwanzwurzel die Kopulationsorgane deutlich erkennen. Hierfür müssen diese aber seitlich am After herausgedrückt werden. Allerdings kann man auch die Hemipenestaschen als 2 kleine Hügel gut erkennen. Wer dabei Schwierigkeiten hat, kann einen Tierarzt oder erfahrenen Züchter konsultieren.

Wie großen werden Steppenwarane?

Dieser afrikanische Waran gehört nicht zu den großen Vertretern seine Gattung. Trotzdem werden einige Exemplare bis zu 1,50 Metern lang. Der Schwanz macht dabei bis zu 0,905 Meter der Gesamtlänge aus. In der freien Natur werden die Tiere aber viel kleiner. Nur selten erreichen sie dort eine Länge von mehr als einem Meter.

Welche Bedeutung haben die Steppenwarane für Menschen?

Gerade als Heimtier sind diese Echsen sehr beliebt. Aber auch zur Lederproduktion oder als Fleischlieferant werden die Tiere lebendig gefangen oder gleich an Ort und Stelle erlegt. Das gezielte Einfangen für den Heimtier-Export hat etwas nachgelassen, seit dem es immer mehr Waran-Farmen in Afrika gibt.

Da die Tiere günstig sind und die Verfügbarkeit als hoch bezeichnet werden kann, wird an ihnen sehr viel geforscht. So dient die Art als Forschungsprojekt für Anatomie und Physiologie. Auch als Modellorganismus für andere Arten der Gattung Warane müssen die Tiere herhalten.

Lust auf mehr? Dann hol‘ dir jetzt exklusive Inhalte:

Wir verschicken keinen Spam & auch keine nervige Werbung!
Datenschutz