Waran im Terrarium

Eine artgerechte Unterbringung bildet das Fundament für eine erfolgreiche Waran-Haltung. Je nach Größe der Tiere kommt hierfür ein Terrarium, ein eigenes Zimmer oder gar eine richtige Anlage infrage. Das Thema ist also etwas komplexer. Allerdings sei an dieser Stelle auch gesagt, dass man den natürlichen Lebensraum der Echsen nicht bis ins letzte Detail zu Hause nachstellen kann. Letztendlich ist dies auch nicht der entscheidende Punkt. Hauptsache, die Warane fühlen sich wohl in ihrem Terrarium.

Wie man das am einfachsten umsetzt, worauf man bei der Einrichtung wert legen sollte und was wir in mehr als 10 Jahren in der Pflege von Waranen gelernt haben, verraten wir dir in diesem Ratgeber. Dabei finden hier sowohl blutige Anfänger als auch erfahrene Halter umfangreiche Informationen. Eines aber gleich vorweg: Für ein Terrarium samt Technik werden schnell über 1000 Euro fällig.

Gut zu wissen:
Die Warane sind eine sehr umfangreiche Echsen-Gattung mit fast 80 Arten. Manche von ihm leben hauptsächlich in der Nähe von Gewässern, andere hingegen bevorzugen warme und trockene Regionen. Dies führt dazu, dass man je nach Art ein Trockenterrarium, Aquaterrarium oder ein Feuchtterrarium benötigt.

Ebenfalls sollte man darauf achten, ob die Echsen sich überwiegend am Boden oder auch in Bäumen aufhalten. Viele Arten brauchen auch Wasser in ihrem natürlichen Habitat. Die Einrichtung muss also immer an die Lebensumstände der Bewohner angepasst werden.

Art des Waran-Terrariums:

In Deutschland werden etwa 10 – 12 verschiedene Waran-Arten gehalten. Deren Gesamtlängen reichen von 40 cm bis hin zu 300 cm. Oft kommt daher nicht ein Terrarium, sondern ein eigens umgebauter Raum oder gleich eine richtige Anlage zur artgerechten Haltung infrage.

Da sich auch die natürlichen Lebensräume der Tiere stark unterscheiden, gibt es beim Bau und der Einrichtung viel zu bedenken. Daher beginnen wir den Ratgeber mit einer kurzen Übersicht, wo erst mal der benötigte Terrarien-Typ der 8 am meisten gehaltenen Warane enthalten ist:

  • Bindenwaran: Feuchtterrarium mit großen Wasserbecken oder Aquaterrarium.
  • Nilwaran: Aquaterrarium oder Feuchterrarium mit Bademöglichkeit.
  • Mertens Wasserwaran: Aquaterrarium mit kleinem Sonnenplatz
  • Raunackenwaran: Aqua- oder Feuchtterrarium mit großen Wasserbecken.
  • Steppenwaran: Trockenterrarium mit UV-Bestrahlung.
  • Smaragdwaran: Feuchtterarium mit UV-Bestrahlung.
  • Stachelschwanzwaran: Trockenterrarium mit UV-Bestrahlung.
  • Timor-Waran: Halbtrockenterrarium mit UV-Bestrahlung.
Große Waran-Arten, wie etwa der Bindenwaran werden als sogenanntes „Gefahrtier“ eingestuft. Daher ist deren Haltung in manchen deutschen Bundesländern stark eingeschränkt oder gar reglementiert. Man sollte sich vor dem Bau eines Terrariums gründlich über die rechtliche Lage informieren.

Größe des Waran-Terrariums ermitteln:

Waran in Höhle

Möchte man die optimalen Maße finden, braucht man nicht lange zu recherchieren. Man kann die Größe einfach selbst ausrechnen. Dafür wurden mehrere Formeln entwickelt. Diese stammen aus einem deutschen Gutachten zur Reptilienhaltung von 1997. Wir werden uns in diesem Ratgeber auch nur mit diesen Formeln beschäftigen.

So muss man bei baumbewohnenden Waranen aus tropischen oder subtropischen Regionen mit der Formel 5 x 2 x 4 oder 4 x 2 x 5 rechnen. Bei überwiegend bodenbewohnenden Waranen aus Wüsten oder tropischen Gebieten wird mit 5 x 2 x 2 gerechnet. Diese Formel gilt übrigens auch für den Bindenwaran oder den Merten’s Wasserwaran.

Doch wie wird das Ganze nun konkret berechnet?

Als Maßeinheit wird die Kopf-Rumpf-Länge eines adulten Warans herangezogen. Das errechnete Maß gilt dann für ein männliches und ein weibliches Tier oder bei Einzelgängern für eine Echse. Für jeden neuen Waran sollte die Grundfläche um 15 % erweitert werden. Zu beachten ist hierbei, dass es sich um Anhaltspunkte und keine vorgeschriebenen Maße handelt.

Zur konkreten Berechnung der Maße schlägt man erst einmal die maximale Kopf-Rumpf-Länge der zuhaltenden Art. Hierfür kann man sich einfach an unsere Tier-Porträts halten. Hat man diese ermittelt, geht es auch schon los. Man multipliziert die KRL mit den 3 unterschiedlichen Faktoren der jeweiligen Formel. Man erhält nun die benötigten Terrarium-Maße in der Reihenfolge Länge x Breite x Höhe.

Gut zu wissen:
Wer mit der angegebenen Formel die Terrarien-Größe berechnet, erhält lediglich die Mindestmaße. Gerne darf das Becken für die Tiere größer ausfallen. Schließlich sollen sich die Warane auch wohl in ihrem künstlichen Biotop fühlen. Allerdings kommt es nicht nur auf die Maße an, sondern auch auf die artgerechte Einrichtung.

Selber bauen oder fertiges Terrarium kaufen?

Als Einsteiger liebäugelt man meist mit dem Kauf eines Terrariums. Dies ist auch keine schlechte Idee. Allerdings werden die meisten Waran-Arten so groß, dass so ein fertiges Terrarium höchstens als Aufzuchtbecken infrage kommt. Lediglich beim Smaragdwaran, dem Zwergwaran oder dem Pilbara Felsenwaran kann man guten Gewissens zum Kauf eines fertigen Terrariums raten.

Beim Rest ist selber bauen angesagt. Hierfür benötigt man jede Menge Werkzeuge, Materialien und viel Fachwissen. Das Gleiche gilt, wenn man einen Raum oder ganzen Keller zur Haltung der Tiere umbauen möchte. Eine eigene Anlage ist dann noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Das komplette Vorhaben ist so komplex, dass wir innerhalb des Beitrags gar keine Tipps geben können. Lediglich ein paar grundlegende Aspekte wollen und können wir ansprechen. Außerdem zeigen wir die Möglichkeiten auf, falls dein handwerkliches Geschick für so ein Projekt nicht ausreicht oder du gar nicht über alle nötigen Werkzeuge verfügst.

Terrarienbauer beauftragen:

Man muss man das Terrarium nicht zwingend selber bauen. Es gibt auch versierte und günstige Terrarienbauer. Diese fertigen die Unterkunft nach eigenen Wünschen und spart sich eine Menge Stress. Allerdings sind solche Fachbetriebe teuer und häufig über mehrere Monate ausgebucht.

Dafür erhält man aber ein echtes Premium-Produkt. Das Terrarium kann auf Wunsch fertig eingerichtet übergeben werden. Man braucht sich dann wirklich um gar nichts zu kümmern. Außerdem erhält man so ein erprobtes Terrarium ohne Mängel. Wer selbst baut, wird überrascht sein, wie oft man im Nachhinein Schwachstellen identifiziert und nachbessern muss.

Unsere Tipps zum Selber bauen:

Wem das Ganze zu teuer ist, braucht nicht zu verzweifeln. Hier ist dann das eigene Heimwerkgeschick gefragt. Man sollte ein guter Allroundhandwerker sein, der sich zusätzlich etwas mit Strom auskennt. Allein die Verkabelung von Lampen oder Heizquellen erfordert Knowhow.

Auch beim Bauen wird einiges abverlangt. Man sollte nicht nur über die richtigen Werkzeuge verfügen, sondern diese auch millimetergenau einsetzen können. Bei der Frage nach den richtigen Werkstoffen kann man sich zudem schnell verzetteln.

Da gäbe es allein Platten aus Forex, MDF oder OSB. Aber auch Styrodur oder eine Siebdruckplatte wären eine Möglichkeit. Als einsteigerfreundlich und günstig gelten noch immer die guten alten OSB-Platten. Sie stellen eine gute Grundlage für unerfahrene Heimwerker dar. Wer ein Aquaterrarium bauen möchte, nutzt als Grundlage einfach ein großes Aquarium.

Außerdem werden häufig grobe Schnitzer gemacht. Recht oft wird das Versiegeln des Werkstoffes Holz vergessen. Gerade bei Feuchtterrarien kann dies zu großen Schäden führen. Diese müssen nämlich mit Expoxidharz versiegelt werden. Auch die Stabilität wird manchmal etwas außer Acht gelassen. Zudem werden oft für Reptilien unverträgliche Lacke und Farben benutzt.

Gut zu wissen:
Man hat bei Waranen oft nur die Wahl zwischen dem kostengünstigen selber bauen oder dem Beauftragen eines Profis. Wer wenig Zeit hat und zudem über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, sollte sich einen Terrarienbauer ins Boot holen. Der Großteil wird aber selbst Hand anlegen müssen. Genügend Zeit und Nerven sollte man dann auf alle Fälle einplanen.

Worauf sollte man bei der Technik Acht geben?

Baumwaran im Terrarium

Endlich steht das Terrarium und man kann sich an die Installation der ganzen Technik machen. Gerade hier werden aber viele Fehler begangen. So werden die Lampen aus Unwissenheit häufig in direkter Reichweite der Warane verbaut. Dies ist aber ein Fehler. Nur wenn es nicht anders geht, sollte so vorgegangen werden.

Schließlich können sich die Tiere an den heißen Lampen die Schuppen ordentlich verbrennen. Dem kann man aber mit Schutzgittern vorbeugen. Ansonsten sollte man die komplette Beleuchtung und das inklusive der ganzen Kabel außerhalb der Reichweite der Tiere anbringen.

Wichtig ist dabei, dass die Kabel innerhalb von Kanälen verlegt werden. Dabei geht es gar nicht so sehr um die Optik. Dies ist auch ein häufig unterschätztes Sicherheitsfeature. Wer die Lampen oder die ganze Technik selbst verkabeln möchte, sollte die Anleitungen gründlich lesen.

Es ist zudem immer gut im Hinterkopf zu behalten, dass sich Strom und Wasser schlecht miteinander vertragen. Außerdem sollte man sich die Mühe machen und einen FI-Schalter zu installieren. Sichtblenden für die Lampen sind ebenfalls keine schlechte Wahl.

Gut zu wissen:
Zu guter Letzt sollte man noch mal überprüfen, ob die Be- und Entlüftung im Terrarium funktionieren. Wer hierbei schlampig vorgeht, riskiert schnell einen Hitzestau im Terrarium. Dies führt unweigerlich zum Tod der teuren Warane. Verbaue daher ein Zu- und Abluftgitter für eine gute Luftzirkulation.

Welche Einrichtung benötigt das Waran-Terrarium?

Waran Terrarium Einrichtung

Das Terrarium ist erfolgreich verkabelt und die Technik funktioniert. Doch fertig ist man immer noch nicht. Auf die richtige Inneneinrichtung kommt es für eine artgerechte Haltung genauso an, wie die optimal funktionierende Technik. Als Grundlage in puncto Einrichtung gilt, dass man sich nach dem Bewegungsdrang und den klimatischen Bedingungen des Ursprungslandes richten sollte.

Bodengrund:

Bei Waranen aus trockenen Gebieten empfiehlt sich als Bodensubstrat Sand. Dieser sollte aber möglichst staubfrei sein. Er muss nicht zwingend sterilisiert sein. Besser ist es aber. Daher sollte man speziellen Terrarien-Sand aus dem Fachhandel erwerben.

Möchte man Warane aus tropischen Arealen zu Hause halten, bietet sich Rindenmulch an. Dieser ist günstig und leicht verfügbar. Aber auch andere Substrate, die Feuchtigkeit speichern und über eine längere Phase abgeben können, sind in Ordnung. Man sollte allerdings darauf achten, dass genügend Feuchtigkeit abgegeben wird.

Nur so kann die hohe Luftfeuchtigkeit im Terrarium gehalten werden. Eine Sterilisation des Rindenmulchs ist fatal. Dadurch würden nämlich die Mikroorganismen abgetötet werden. Das würde nur zu einer Verpilzung des Substrats führen. Und das möchte man den empfindlichen Tieren keinesfalls antun.

Rückwand:

Alle Warane sind gute Kletterer. Das sollte man beherzigen. Daher ist es sinnvoll für ausreichend Klettermöglichkeiten im Terrarium zu sorgen. Eine gute Grundlage stellen dabei Seitenwände und Rückwände aus Styropor dar. Warum? Weil man hieraus ganz einfach selbst Strukturrückwände bauen kann. Diese sorgen für einen vergrößerten Aktionsradius der Warane im Terrarium.

Zumindest gilt dies für boden- oder felsbewohnende Arten aus trockenen Regionen des Globus. Bei Baumwaranen aus tropischen Arealen sollte man hingegen auf andere Materialien zur Gestaltung der Rückwände setzen. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Bekleben der Wände mit Korkplatten gemacht.

Beleuchtung:

Großen Wert sollte man auf die Beleuchtung legen. Dieses Thema ist so komplex und von elementarer Bedeutung, dass man in diesem Ratgeber nur die absoluten Grundsätze anreißen kann. So sollte man erst mal verinnerlichen, dass es nie hell genug im Terrarium sein kann. Damit dies auch umgesetzt werden kann, braucht man eine ausreichend starke UV-Beleuchtung im Inneren des Terrariums.

Des Weiteren müssen Spotstrahler angebracht werden. Sie dienen als Beheizung und Lichtquellen der Sonneninseln. In deren Nähe sollten sich allerdings keine Höhlen oder Pflanzen befinden. Letztere würden schnell eingehen und erstere nicht aufgesucht werden. Schließlich sind solche Unterschlüpfe in der Natur auch in den Mittagsstunden recht kühl und dienen dann zum Herunterregulieren der Körpertemperatur.

Als groben Fahrplan in Sachen Terrarium-Beleuchtung können wir dir folgendes auf den Weg geben: Als Grundbeleuchtung eignen sich T5 Leuchtstoffröhren. Diese müssen noch mit UV-Lampen kombiniert werden. Diese sorgen für ausreichend UV-A und UV-B Licht, damit die Warane genügend Vitamin D3 bilden können. Abgerundet wird die Beleuchtung durch die Wärme-Spot-Strahler. Diese sorgen für das Temperaturgefälle und die Beheizung der Sonneninseln.

Deko & Kletterelemente:

Je nach natürlichem Lebensraum brauchen die Tiere Kletteräste oder auch einsturzsichere Felsenaufbauten. Gerade letzteres wird oft sträflich vernachlässigt. Man sollte wirklich sicherstellen, dass diese Steinbauten weder verrutschen noch umkippen können. Bei den Ästen ist darauf zu achten, dass sie waagrecht als auch senkrecht angebracht werden. Darüber hinaus dürfen sie nicht glatt sein, da die Tiere so kaum Halt an ihnen finden.

Außerdem sollte man einen Trinknapf im Terrarium installieren. Dieser sollte immer frisches und sauberes Wasser bereithalten. Auch ein Futternapf ist keine schlechte Idee, wenn man Fleischstücke und Co. anbieten möchte. Dieser muss je nach Art des Warans am Boden oder im unteren Drittel des Terrariums angebracht werden. Baumbewohner fressen nämlich nicht gerne direkt vom Boden.

Pflanzen:

Man muss nicht zwingend echte Pflanzen im Terrarium haben. Meistens überleben sie es ohnehin nicht. Schließlich werden sie von bodenbewohnenden Waranen ausgegraben. Und das wiederholt. Egal ob man sie richtig einpflanzt oder nur getopft ins Terrarium stellt. Hier sind Kunstpflanzen stets die beste Wahl.

Auch bei Waranen aus tropischen Gebieten gilt das Gleiche. Die Pflanzen überleben es einfach nicht. Selbst die als außerordentlich robust geltenden Gummibäume überleben nicht lange. Schuld daran sind die langen und scharfen Krallen der baumbewohnenden Arten.

Auch hier sind künstliche Pflanzen die bessere Wahl. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es die Tiere nicht interessiert, ob sie sich hinter Plastik oder echten Pflanzen verstecken. Allerdings sollte man sich beim Anbringen der künstlichen Pflanzen ein paar Gedanken machen. Abgebrochene Teile dürfen nicht von den Tieren gefressen werden.

Zubehör:

Um die artgerechte Haltung der Warane gewährleisten zu können, braucht man ein paar Geräte, um die klimatischen Verhältnisse im Inneren des Terrariums überwachen zu können. Die Rede ist von Thermometern und einem Hygrometer. Besonders beliebt sind inzwischen allerdings Kombigeräte, die alle Werte auf einem großen Bildschirm zeigen.

Je nach Art kann die Anschaffung und Installation einer zusätzlichen Heizquelle sowie einer Beregnungsanlage Sinn ergeben. Wer ein Wasserbecken braucht, muss dieses oft noch separat beheizen. Damit das Wasser nicht kippt, sollte man eine Wasserfilteranlage installieren. Eine Drainageschicht ist in diesem Zusammenhang auch keine schlechte Wahl.

Wasserwarane haben andere Anforderungen:
Die meisten Privatleute haben kein Interesse an der Haltung eines Wasserwarans. Der Vollständigkeit halber sei aber gesagt, dass man hier ganz anders an die Sache herangehen muss. Die Grundlage bietet ein Aquarium, dass mithilfe von Styropor-Aufbauten umfunktioniert wird. Schließlich wollen die Wasserwarane nicht nur schwimmen, sondern sich auch an Land sonnen.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Warane gehören in Deutschland nicht zu den beliebtesten Reptilien in puncto Heimhaltung. Trotzdem erreichen uns viele Fragen zu den langen Echsen. Gerade das Terrarium steht hierbei hoch im Kurs. Letztendlich ist dies auch der Grund, warum wir einen Frage-Antwort-Bereich erstellt haben. Dieser soll dich mit noch mehr nützlichen Informationen rund ums Waran-Terrarium versorgen.

Muss man bei Quarantänebecken oder Überwinterübungsbehältern die Mindestmaße einhalten?

Grundsätzlich wäre dies natürlich wünschenswert. Allerdings haben nur die allerwenigsten Halter dafür ausreichend Platz und auch genügend finanzielles Budget. Daher können die Maße bei kurzfristigen Unterbringungsformen unterschritten werden. Außerdem lässt sich ein kleines Quarantänebecken leichter und schneller reinigen. Und bei den Überwinterungsbehältnissen haben die Tiere eh so gut wie keinen Bewegungsdrang.

Warum ist die Belüftung so wichtig?

Diese ist aus mehreren Gründen von elementarer Bedeutung. So sorgt eine funktionale und durchdachte Belüftung dafür, dass es im Inneren des Terrariums zu keiner Überhitzung kommt. Im Gegenzug darf es aber auch nicht zu einem starken Durchzug kommen, da viele Tiere darauf empfindlich reagieren. Nicht selten sind Atemwegserkrankungen die Folge solcher Baufehler.

Muss es überall im Terrarium gleich warm sein?

Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Nur in einer der beiden Hälften des Terrariums wird eine Heizlampe installiert. So entsteht ein Temperaturgefälle und die Warane können so ihre Körpertemperatur ganz einfach steuern. Daher sind bei unseren Steckbriefen zusätzlich zur normalen Tagestemperatur immer die Werte rund um die Sonneninseln enthalten.